Beiträge von LUFB

    Danke für die Rückmeldung.

    alikante: Das ergibt Sinn. Ich hatte in den entsprechenden Quellen immer nur die Verbrauchsgrenze gelesen, daher war mir die Relevanz der Erzeugerleistung nicht ganz klar. Habe es aber dank deinem Hinweis auch nochmal spezifisch gefunden. Also in jedem Fall Imsys. Ich muss aber gestehen, dass ich den Satz "Eine Zählerkaskade ist hier auch nicht nötig, einfache Baumstruktur mit virtuellem Übergabezähler reicht" nicht verstanden habe. Auf was bezog sich das jetzt? An den 4 Zählern aus dem Messkonzept ändert sich doch nichts mehr, die Vorgabe kommt ja vom VNB, bzw. es gibt nur ein Messkonzept was er als Standard für die Situation bei uns anerkennt.

    Edit: Wenn wir jetzt ein Imsys als Verbrauchszähler des Mieterstromes einsetzen: Wie sieht es denn dann mit Umlage der Kosten aus? Gesetzlich besteht ja eine Obergrenze von 23€ pro Jahr bis 2000kwH Verbrauch, 30€ bis 3000kwH. Da ist ja kein Imsys für zu haben. Wer trägt hier die Kosten?



    remag: Das hatte ich als Eckpunktepapier mal gesehen. Habe mir den Gesetztestext jetzt mal durchgelesen und §21Abs3 EEG2021 enthält doch wieder eine Vergütung für Mieterstromprojekte. Es soll wohl noch ein Nachtrag §48a kommen, der dann von 40kw installierte Leistung (ich gehe mal davon aus, dass es um KWK+PV addiert geht) 3,52cent beinhaltet. Im Gesetz steht das aber noch nicht.

    Wie wird denn der Eigenverbrauch bzgl. EEG Umlage umgerechnet: beim BHKW ist ja der echte Eigenverbrauch zu 40% mit EEG Umlage belastet, aus PV nicht (mehr). Kann das das Imsys, oder muss jetzt noch separat irgendwas erfasst werden?

    Auf ComMetering bin ich beim Mitlesen vom Photovoltaikforum schon gestoßen. Ich werde sie mal kontaktieren.

    Bzgl. der Kostendeckung: Reich wird man damit natürlich nicht. In den Gestehungskosten ist bei mir aber eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals enthalten. Rein rechnerisch wird die Variante so besser als Volleinspeisung. Ob das jetzt ein naives Erstlingswerk wird oder sich so bewahrheitet sehen wir dann in 2 Jahren :D

    schönes neues Jahr noch allerseits :)

    ...es hat sich noch etwas getan. Ich habe unterdessenüber Umwege eine Kanzlei gefunden, die ein wenig Erfahrung mit erneuerbaren Energien hat und Verträge erstellen würde. Weiterhin habe ich über einige online verfügbare Portale Informationen zusammengetragen, die den eigentlichen Betrieb der Anlage betreffen (Anmeldungen, Bescheinigungen, Meldungen, EEG Abgaben etc.).

    Folgende Fragen stellen sich mir noch:
    -Der Mieterstromzuschlag orientiert sich an PV Einspeisevergütungen abzüglich 8,5cent. So wie ich das sehe ist dieser derzeit negativ und für dieses Projekt nicht mehr relevant, da negative zuschläge nicht "zurückbezahlt" werden (müssen). Ist das so korrekt?


    -Bzgl. der Messdienstleistung wurde mir von verschiedenen Firmen verschiedenes erzählt und ich konnte es durch reines googlen nicht klären:
    Firma1 vertreibt selbstentwickelte Smartmeter mit "verschlüsseltem Gateway", überträgt mit 1Hz Daten in deren Rechenzentrum. Mieter können über deren Webportal die Daten abrufen. Soweit ich das herausfinden konnte ist diese Art der Datenaufbereitung unabdingbar um den Mieterstromzuschlag zu erhalten, der aber für mich obsolet ist. Stimmt das?


    (Edit: Weiterhin sindSmartMeter gesetzlich verpflichtend, bei Haushalten mit >6000kwH Verbrauch bzw. Gewerbe >10000kwH)

    Firma2 installiert MID geeichte Funkzähler, betreibt kein eigenes Webportal und ist dementsprechend massiv günstiger. Was spricht dagegen, diese Firma zu beauftragen?

    Beim VNB habe ich angefragt, dies hat auf das abgestimmte Messkonzept keinen Einfluss, scheint also egal zu sein.

    Habe ich was übersehen?

    alikante: Danke für den Hinweis, der Allgemeinstrom kann natürlich aus Eigenerzeugung genutzt werden, den hatte ich jetzt mal gedanklich außer Acht gelassen.

    Die Entscheidung ist auch auf Grundlage der ENEV Anforderungen vom Neubau gefallen. Wir haben mit Poroton gebaut, haben aber aufgrund der Schallschutzanforderungen einen WS10 Stein benötigt. Da für mich kein WDVS in Frage kam hätte so oder so eine Heizung mit besserem Primärenergiefaktor als ein Brennwertgerät installiert werden müssen. Wärmepumpe kam aufgrund negativer Erfahrungen nicht in Frage.
    In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung war aber auch eine Selbstnutzung des Stromes enthalten, was mir halt einfach nicht ganz klar war: dass vom Planer nicht das ganze Modell kommt.

    remag:
    richtig, die 100.000kwh sind ausschließlich Heizbetrieb. Es wird keine Prozesswärme benötigt. Warmwasser stammt im Gewerbeteil dezentral aus Durchlauferhitzer. Da eigentlich keiner dort duscht begrenzt sich das auch nur auf Händewaschen, also ziemlich überschaubar.


    Im Neubau erfolgt die Warmwasserbereitung ebenfalls dezentral, über Wohnungsübergabestationen, um die Legionellenproblematik zu umgehen. Die 3000l sind also reiner Heizungspuffer. Für mein Bauchgefühl war das aber ebenfalls sehr gering, insbesondere, da die Warmlufterzeuger im Gewerbeteil ja auch einen höheren Vorlauf brauchen, sodass die gespeicherte Energiemenge in den Pufferspeichern bei deltaT von 30K bei etwa 105kwh liegt. Heißt im Umkehrzug, dass bei Volllast der Gewerbeheizung (=80kW) binnen 78 Minuten die Puffer "leer" sind. Soll ich noch 2000l dazu stellen? Platz ist genügend vorgehalten.

    Die Eigentümer sind jeweils identisch. Den Plan den Allgemeinstrom aus Eigenerzeugung zu nutzen würde ich also auf jeden Fall forcieren

    Der Dachs läuft ;):


    Das geht damit natürlich einher, da hast du Recht.

    Es handelt sich um ein Remeha ELW7-18. Dieses ist baugleich mit RMB Energie. Aus dem Bauch raus hätte ich gesagt das ist zu klein, aber ist laut Planer so ziemlich Laufzeitoptimiert, ich bin gespannt...
    Das mit den Planern ist so eine Sache. Bei dem von mir beauftragten Betrieb wäre es aber auch nicht anders gegangen. Meine Erfahrung ist, dass es sich fast nur noch um Jünger des Großhandels handelt, eine Vielzahl an Fragen wird dorthin outgesourct und durch deren Dienstleistung die Abhängigkeit der Betriebe sichergestellt.

    Ob es eine Voll- oder Überschusseinspeisung wird steht derzeit nicht fest. Sofern ich niemanden finde, der mir mit überschaubarem Aufwand das Mieterstromkonzept vorbereitet wird es eine Volleinspeisung. Weil abgesehen von Mietern wäre keiner da, der Strom brauchen würde, da ja auch die Halle vermietet ist.

    Die Geräte in der Halle werden gegen Warmluftgebläse (Warmwasser) ausgetauscht. Die Leistung bleibt identisch, die Position ebenfalls. Dazu kommt eine gescheite Steuerung mit Nachtabsenkung und Wochenendschaltung.

    Der Zuschuss war passé als ich so ehrlich war und sagte, dass das BHKW für Neubau und für Bestand sein soll. Für den Neubau alleine hätte es sich aber nicht gerechnet und zwei ENEV-gerechte Heizungsanlagen wollte ich jetzt auch nicht unbedingt installieren. Gesamtwirtschaftlich war das so zu diesen Entscheidungsgrundlagen dann am sinnvollsten.

    Guten Morgen Remag,

    danke der Nachfrage :)

    als der erste Post geschrieben wurde war gerade der Rohbau begonnen. Mittlerweile wird Estrich (und FBH) eingebaut. Die Fernwärmeleitung ist auf der Baustelle angeliefert und wird auch die nächste Zeit verbaut. Anlieferung des BHKW erfolgt KW50.
    Die PV Anlage wurde in der Planung nochmal etwas erweitert und hat jetzt 24kwP.

    Der Hausanschlussraum im Neubau wurde sehr großzügig Dimensioniert, die gesamte Anlagentechnik kommt dort hinein. Der SHK Planer hat 3000l Puffervolumen Warmwasser eingeplant.
    Die Halle wurde bisher mit Gas-Warmlufterzeugern betrieben. Sie ist vermietet, seit 2018 neu und mit exorbitant gestiegenem Wärmebedarf. Da die Heizung jetzt dieses Jahr 30 Jahre alt ist wird sie modernisiert.

    Das Mieterstrommodell wurde nicht wirklich weiter verfolgt. Habe in der Region einfach keinen gefunden, der es sich zutraut das rechtssicher aufzustellen. Für Kontakte wäre ich weiterhin dankbar. Eine bei einem Messdienstleister, der aber auch Mieterstrommodelle auf seiner Homepage bewirbt, gestellte Anfrage wurde nach Erstkontakt mehr oder weniger auf die Zähltechnik reduziert.

    Hallo liebes Forum,

    ich bin seit einiger Zeit hier Mitleser und konnte schon viele aufschlussreiche Threads verfolgen, die letztendlich auch meine Entscheidung ein BHKW zu beschaffen maßgeblich beeinflusst haben.


    Da das hier mein erster Post ist kurz etwas zur Vorstellung:

    Ich komme aus der Metropolregion Rhein-Neckar und habe mich in letzter Zeit mit dem Thema beschäftigt, da aktuell ein Neubau eines 10-Parteien Mehrfamilienhauses im Gange ist. Gleichzeitig wird eine vermietete, gewerbliche Einheit auf dem gleichen Grundstück modernisiert. Hier wurden in der Vergangenheit ca. 100.000 kWh Wärme benötigt, ca. 10.000 kWh Strom. Dazu soll auf dem Neubau eine PV Anlage errichtet werden. Der Planer der PV Anlage hat hierfür ermittelt, dass 16 kWp PV auf dem Dach Platz finden können. Da durch die Konstellation keine vernachlässigbare Menge Strom erwartet wird soll der Strom als Mieterstrom verwertet werden. Die Wärme des BHKW soll sowohl den Neubau (Heizung, Warmwasser) versorgen, als auch über Fernwärmeleitung die Gewerbeeinheit aus Bestand (!) auf gleichem Grundstück.


    Leider scheint das so nicht gängig zu sein und ich erhalte sehr viele widersprüchliche Informationen zu den Themen von den beteiligten Planern, da scheinbar die Kombination aus zwei Gebäuden auf gleichem Grundstück, beide eingebunden ins Mieterstrommodell sowie die Kombination aus BHKW, PV und Spitzenlastkessel zu kompliziert ist. Leider muss ich auch sagen, dass die beteiligten Planer etwas in dieser Konstellation noch nicht gemacht haben, bzw aus der Historie heraus für BHKW und PV unterschiedliche Planer beauftragt sind.

    Ursprünglich sollte es ein Dachs werden. Ein Senertec Servicenter hat hierbei auch ein weiteres Planungsbüro empfohlen, das für das Thema Mieterstrom tätig werden könnte, Vertragsvorlagen und Abrechnungsgrundlagen erstellen könnte, sowie sich an der Kundenaquise der späteren Bewohner beteiligen würde. Leider ist hier die Situation mit zweitem Objekt auf gleichem Grundstück zur "Schleuderfalle" geworden und das Planungsbüro war sich über den ortsgleichen Verbrauch offensichtlich unsicher und auch im Bezug auf Förderung nicht Aussagekräftig.

    Durch die geplante Beauftragung eines anderen Handwerkers als zuerst geplant wird es jetzt wohl ein Remeha ELW 7-18, also quasi RMB Energie. Da die Reputation hier auch positiv war ist das okay für mich.


    Gibt es Stolpersteine, die durch die Kombination und PV sich besonders nachteilig auswirken?

    Wie sieht es mit Förderungen aus, da ein wesentlicher Anteil der Neubeschaffung des BHKW ja der Modernisierung der Heizung des Gewerbeobjektes (alt: Warmlufterzeuger, Erdgas) dient.
    Was muss in Bezug auf EEG Umlagen, EEG Förderung für Mieterstrom, 10kwp Grenze (die ja wohl in meinem Modell nicht relevant ist, da sowieso EEG Umlagen entrichtet werden müssen?) beachtet werden?
    Wer hat bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet und kann mir etwas Input geben, was zu beachten ist?

    Ich nehme auch gerne Empfehlungen für Planer, oder ggf. sogar gewerbliche User hier entgegen, die so ein Modell schon implementiert haben, sich mit den genauen Rahmenbedingungen auskennen und hier auf Honorarbasis nochmal etwas Input liefern können.

    Viele Grüße und danke vorab