Beiträge von bene.wh

    Liebe Leut, besten Dank für die raschen und umfassenden Antworten auf unsere Fragen.

    Einige Dinge sind zu ergänzen:

    Das Wartungsintervall beim Vitobloc beträgt nicht 2000, sondern 6000 Bh. Kassiert wird allerdings offenbar im jährlichen Turnus unabhängig von der realen Wartung (die bisher nur einmal bei 6000 h im letzten September war).

    Der Anlagenstillstand geschah unter laufendem Vollwartungsvertrag. Allerdings weiß ich nicht, ob die Fernwartung zu diesem Zeitpunkt schon installiert war.

    Die Kesselwartung läuft extra, ist nicht inkludiert.

    Das BHKW wurde offenbar eingebaut, um die KfW-Kriterien zu erfüllen und bei den potentiellen Kunden ein ökologisches Mäntelchen zu platzieren. Die Beute ist allerdings beim Bauträger geblieben.8)

    Hallo liebe Teilnehmer,

    als Mitglied einer WEG bin ich sozusagen zufällig Miteigentümer eines BHKW geworden (Viessmann vitobloc 200 EM 18/36). Das Heizungskonzept wie auch der Wartungsvertrag und die Einspeisung in das Netz wurde vom Bauträger vorab festgelegt. Nach dem ersten Jahr ( in dem das Gerät 2 Monate lang auf Störung stand, ohne dass es bemerkt wurde - es wäre die erste Wartung fällig gewesen) ergibt sich eine erschreckende Bilanz. Die Erlöse für die Einspeisung sind kläglich (ca 6000 €) und werden vollständig von den Wartungskosten aufgefressen. Noch schlimmer erscheint mir der Umstand, dass schon für das Jahr 2017 nach einem Verbrauch von 7800 kWh Gas - Erstinstallation im Oktober 2017 - eine Wartung für 5364 € zu Buche schlägt, eine weitere Zahlung wurde mit 5355 € im Jahr 2018 fällig.

    Man stelle sich vor: ich kaufe einen VW Golf und zahle schon nach drei Monaten 5000 € Kundendienst und dann jedes Jahr nochmal diesen Betrag....

    Im Netz liest man allgemein, dass die Wartung eines BHKW mit etwa 2-4 ct pro kWh elektrischer Leistung im Jahr zu veranschlagen ist.

    Bisher hat das BHKW ca. 9000 Betriebsstunden auf dem Tacho, eingespeist wurden im Jahr 2018 43 000 kWh (bei einem BHKW-Gasverbrauch von 215 000 kWh) - das wären dann 1720 € im Jahr , wenn 4 ct veranschlagt werden. Viessmann genehmigt sich 12,5 ct/kWh, im ersten Jahr sogar 4 bis 5 €/ kWh.

    Wer hat Erfahrung mit einem Viessmann- Gerät und kann uns in der Einschätzung des Problems helfen?

    Soweit ich bisher weiß, kann man unterschiedliche Wartungsstufen ordern; wir haben offensichtlich vom Bauträger die all-inclusive-Variante bekommen. Offensichtlich geht man davon aus, dass die Eigentümer und Mieter die Abrechnung sowieso nicht verstehen und froh sind, wenns warm ist.

    Mittlerweile haben wir als Eigentümer eine Kommission gebildet, in der das weitere Vorgehen geplant werden soll. M.E wird man den Wartungsvertrag als erstes kündigen müssen; dann geht es um die Frage, wie man den teuer erzeugten Strom sinnvoll selbst nutzen kann (z.B. in einer Kundenanlage).

    Gerade angesichts der aktuellen Klimadiskussion kanns einem schwindlig werden, wie die gut gemeinte und ökologisch ungemein sinnvolle KWK in der praktischen Umsetzung kaputt gemacht wird. In einer benachbarten Wohnanlage (vom selben Bauträger erstellt) hat man konsequenterweise das BHKW abgestellt und lässt es rosten.

    Ich freue mich über Eure Unterstützung

    mit bestem Dank

    w.h.

    Hallo Leidender,

    mein Vorschlag: werde zum Leitenden.

    Wir haben gerade dasselbe Problem in unserer WEG.

    Ich glaube, man muss die physikalischen und steuerlichen Regeln kennen und nutzen.

    Leider wurde bei uns vom Bauträger vereinbart, dass die elektrischen Erträge ganz eingespeist werden, der Strom wird dann um ein Vielfaches teurer bezogen. Das kann nicht wahr sein...