Beiträge von Kasparow

    Also Faktor zwei ja wohl eher nicht

    Sorry, habe dich falsch verstanden...

    Einschl. Erdgasanschluss sowie Ausbau der alten Ölheizung + Tank musst Du dafür wohl mit 7-10.000 EUR rechnen.

    ...habe gedacht bei den 10.000 EUR wäre alles drin (also inklusive Erdgasanschluss und Ausbau der alten Anlage). Danke, das beruhigt mich wieder (zumindest) ein bisschen...

    Für eine PV-Anlage mit beispielsweise 6 kW(p) würde ich alles in allem 8-10 TEUR netto veranschlagen. Bei günstiger Lage im sonnenreichen Baden würde die mindestens 6000 kWh Strom im Jahr erzeugen. Das müsste doch eigentlich reichen um die Vorgabe zu erfüllen. Aber die Voraussetzung wäre natürlich, dass ein geeignetes Dach (unverschattet, Lage Südost bis Südwest mit brauchbarer Dachneigung) zur Verfügung steht.

    Wir haben ein relativ steiles Dach mit Ausrichtung Ost bzw. West. Ist das jetzt ein Nachteil, oder möglicherweise ein Vorteil wenn ich die Module auf beide Dachhälften montieren lasse? Für eine optimale Eigennutzung des Stroms wäre doch die morgendliche und abendliche Bescheinung nicht schlecht, oder? Klar ist die Gesamtausbeute geringer...

    Einschl. Erdgasanschluss sowie Ausbau der alten Ölheizung + Tank musst Du dafür wohl mit 7-10.000 EUR rechnen

    Danke für deine Überschlagsrechnung - aber irgendwie lebe ich hier in einer anderen Welt :/


    Hier ein konkretes Angebot für den Einbau der o.g. Vitodens 200-W mit 19 kW(th) von einem örtlichen Heizungsbauer:


    - Vitodens 200-W: 4200 EUR

    - zusätzlichen Materialkosten: 3000 EUR

    - Montagekosten: 2000 EUR

    - Hydraulischer Abgleich: 1600 EUR

    - Demontage (Heizung und Öltank): 2000 EUR


    Mit MwSt. bin ich dann bei fast 16.000 EUR brutto.

    Dazu kommt dann noch der Gasanschluss (durch die Stadtwerke): 3000 EUR


    D.h. ich bin mal locker um den Faktor 2 höher als deine Berechnung. Selbstverständlich werde ich mir noch weitere Angebote einholen - aber ich befürchte, dass die Größenordnung die gleiche bleiben wird. Mit maximal 10.000 EUR wird das sicherlich nichts... oder hast Du mir hier einen Tipp?

    Aber diese Kosten dürften für eine Standardlösung nicht viel anders sein als für einen Solvis-Kessel.

    Wie bereits erwähnt liege ich bei einem SolvisMax bei ca. 25.000 EUR.

    Der Sanierungsfahrplan fällt unter den Punkt "Ersatzmaßnahmen" und soll dem Gebäudeeigner mittels energetischer Gebäudebewertung mögliche Energieeinsparungen aufzeigen.

    Der Plan wird üblicherweise durch einen Energieberater erstellt und wird bezuschusst. In wie weit dieser Plan dann verbindlich ist bzgl. der Erfüllung weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich glaube aber das Vorhandensein des Plans ist schon ausreichend für die Anrechnung.


    Mit erneuerbaren Energien hat dies tatsächlich nichts direkt zu tun...

    Immer vorausgesetzt, die Gesetzeslage in BW schreibt nichts anderes vor. Da kenne ich mich ebenso wenig aus wie einige Vorredner.

    Damit ich auch mal was Produktives einbringen kann, hier die Gesetzeslage wie sie für die Badener und die Schwaben gilt (ich bin übrigens Badener :-)


    Das "Erneuerbare Wärmegesetz BW" regelt:


    Bei Austausch einer Heizungsanlage nach dem 1. Juli 2015 in bestehenden Wohngebäuden (die vor dem 01. Januar 2009 errichtet wurden), muss ein Anteil von mindestens 15% des jährlichen Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden, oder es sind entsprechende Ersatzmaßnahmen zu ergreifen.


    Erfüllungsoptionen sind:
    PV, ST, Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Bioöl, Biogas, Erstellung eines Sanierungsfahrplans, baulicher Wärmeschutz, KWK (mit jeweils unterschiedlichen Anrechenbarkeiten um letztlich auf die 15% zu kommen).


    Wenn ich eine neue Gastherme will könnte ich z.B. einen Sanierungsfahrplans erstellen lassen (5%) und noch 10% Biogas dazukaufen. So wäre zumindest mein Plan.

    Oder eine Standard-Brennwerttherme

    sailor773 :


    Danke für Aufzählung der ganzen Alternativoptionen. Nur für mich als Anhaltspunkt: Wie viel legst Du an für eine "Standard-Brennwerttherme"? Damit ich mich nicht über den Tisch ziehen lasse...

    Wer ansatzweise das Geld (meinetwegen nach Förderung) für Solarthermie oder Solvis-Wundertüten ausgibt, das eine BSZ kosten würde, die Strom produziert, der dann in drei Jahren 35 Cent kostet, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe wäre deine Empfehlung für unser 50er Jahre Häuschen mit dem geringen Wärme und Strom-Verbrauch:


    Entweder

    a) nur eine Gastherme und sonst nichts, oder

    b) gleich eine BSZ - dann aber keine Viessmann, richtig? Was dann?


    Danke schon mal für deine Erläuterung für den "Energielaien".

    Jedenfalls bräuchtest Du für die ST in jedem Fall einen separaten Schichtspeicher, dann wäre doch der Hauptvorteil des Solvis weg.

    Ich weiss nicht, ob Du dich mit dem Solvis auskennst? Jedenfalls hat er meines Wissens einen 3-Schichtenspeicher.


    Auch noch anzumerken ist, dass mir mit einem Plattenwärmetauscher für TWW nur dann wohl wäre, wenn entweder das Wasser sehr weich ist oder man eine leistungsfähige Enthärtungsanlage vorschaltet

    Ich habe ein Angebot für den Solvis Max erhalten und darin ist auch eine "Entmineralisierung" enthalten (ich nehme an in das Gerät integriert).


    Ich kenne das System seit 20 Jahren

    Kennst Du auch die aktuellen Preise? Mein Angebot für die Installation eines Solvis Max bewegt sich fast im Bereich einer BSZ (z.B. Vitovalor nach der Förderung!). Da ich damit ja kein mW Strom erzeuge sollte sich diese Investition ja noch viel weniger rechnen wie eine BSZ. Oder sehe ich da was falsch?

    Hallo Markus,

    tatsächlich gehe ich nicht davon aus, dass ich den Kachelofen bzgl. EWärmeG "anrechnen" lassen kann. Der ist nämlich nur 4-5 Monate im Betrieb. Die ST und/oder PV werde ich dann aber nächstes Jahr angehen wenn das Dach gemacht werden soll - ich glaube ich habe 18 Monate Zeit dafür, oder? Ansonsten würde ich bei meinem Gasanbieter halt den notwendigen Anteil an Biogas bestellen.

    Grüße, Christian

    Mal wieder "autofreie Sonntage" - das wär doch was! Sollen die Grünen mal vorschlagen... Wäre wieder der Aufreger der Nation.


    Ansonsten schließe ich mich meinem Vorredner an und rate Dir, die Ölheizung einfach durch eine Gastherme zu ersetzen. Außerdem könntest Du prüfen, ob Du einen Teil des (durch die Nicht-Anschaffung einer Brennstoffzelle gesparten) Geldes in eine ST- und/oder eine PV-Anlage stecken solltest.

    Genau das wäre jetzt mein Plan.


    Weiter oben wurden mal die Produkte der Firma Solvis erwähnt (SolvisBen oder SolvisMax). Diese können anscheinend sehr gut mit ST oder PV kombiniert werden. Kann man da was falsch machen?


    Da mir das Thema BSZ aber doch sehr ans Herz gewachsen ist nochmals eine letzte Frage dazu:

    Gibt es denn wirklich keine kleineren (und günstigeren) Anlagen als z.B. die Vitovalor oder den Dachs 0.8?


    Und übrigens danke allerseits für den gezollten Respekt bzgl. unseres Stromverbrauchs: Es waren laut letzter Rechnung genau 2063 kWh zwischen Okt 2017 und Okt 2018. Ich hoffe ich habe den ein oder anderen etwas "angefixt" - Ihr dürft mich gerne unterbieten ;-)

    Außerdem wirst Du den Gestank im Haus los, hast den Raum, wo der Tank steht und und und...

    ...für mich auch ganz wichtig: die Geräuschkulisse die die alte Ölheizung macht! Da freu ich mich schon auf himmlische Ruhe :-)


    Andererseits - das wurde oben auch schon angesprochen - gibt der Öltank natürlich eine gewisse Sicherheit (was man hat, das hat man). Die Stadt (oder Russland) kann mir von heute auf morgen den Gashahn zudrehen. Da fällt mir ein: Ich muss die Holzvorräte mal wieder auffüllen...

    Ich bin ganz bei Euch was die politisch-sozialen Argumente anbelangt. Da kann ich nicht viel mehr dazu sagen, außer dass da einiges schief läuft. Und immer nur Grün zu wählen (aus Mangel an Alternativen) ist irgendwie auch unbefriedigend, denn da tut sich m.E. genauso wenig.


    Trotzdem würde ich nochmals gerne zum eigentlichen Thema zurückkommen, da ich da noch ein paar Fragen hätte. Aber zunächst noch kurz zu unserem Energieverbrauch, welcher hier als "unsinnig" dargestellt wurde.


    Wir wohnen in dem Haus seit ca. 3.5 Jahren. Grob überschlagen haben wir in dieser Zeit ca. 7000 L Heizöl verbraucht. Deshalb habe ich den durchschnittlichen Verbrauch (inklusive Unsicherheitsaufschlag) mit 2500 L/a angegeben. Es war also kein Witz...


    Gut, die Wohnfläche war mit 180 m2 etwas hoch gegriffen – wirklich bewohnt und regelmäßig beheizt sind wohl eher 150 m2. Auch hätte ich den Einsatz des Kachelofens genauer beschreiben müssen – dieser ist natürlich nicht zu vernachlässigen. Wir verfeuern bis zu 2 Ster Holz über den Winter und heizen damit einen großen Teil des EG. Vielleicht sollte man auch erwähnen, dass es Besucher tendenziell kühl bei uns empfinden (kann mir aber egal sein). Ansonsten leben wir in Südbaden, d.h. mediterran ;-) Da wir den Kachelofen weiterhin betreiben wollen spielt er aber bei der Auslegung der neuen Heizung m.E. keine Rolle, sondern nur die Ölheizung.


    Was den Stromverbrauch anbelangt haben wir uns bei ca. 2000 kWh „eingependelt“ – das ist möglich, man muss es nur wollen (keine unnötigen elektronischen „Spielereien“, keine Gefriertruhe, keine E-Mobilität, „Steckerziehen“, „Kinder erziehen“… wir kochen jedoch täglich). A propos: Wir haben nur steinalte Küchengeräte mit wahrscheinlich üblen Verbrauchswerten. Aber solange sie funktionieren bleiben sie drin.


    Dies nur zur Info. Mir ist schon klar, dass es 4-Personen-Haushalte gibt die 2-3-mal so viel verbrauchen – kann ich aber nicht nachvollziehen… Energiesparen macht Spass, aber die Mehrheit meint nur Spass zu haben durch Konsum und Komfort.

    Hallo Der Dachs läuft ;)


    Wäre schön, wenn Geld keine Rolle spielen würde - ist leider nicht der Fall. Auch die Nutzung der Wärme in den warmen Monaten wäre ein Problem.


    Ich würde ja schon sehr gerne die Investition in eine moderne BSZ machen - alleine schon um andere Leuten zum Nachdenken anzuregen. Aber dann müsste das Ganze auch wirklich passen, d.h. die Ressourcen für solch ein teures Gerät müssten dann sinnvoll angelegt sein (sprich: überzeugende Einsparung von Brennstoff/CO2). Und damit habe ich so meine Probleme...

    Besten Dank an alle bisher Beitragenden!

    Wirklich klasse wie schnell man hier nützliche Informationen und unabhängige Meinungen erhält!


    Jedenfalls bekräftigt mich dies in meiner Ahnung, dass eine BSZ für unsere Gegebenheiten eher nicht die erste Wahl wäre (obwohl ich das Projekt echt spannend gefunden hätte und jetzt ein paar Leute, u.a. die Viessmann-Installationsfirma, enttäuscht sein werden).

    Da aber bis zum Winter eine neue Heizung drin sein muss werde ich mich nun erst mal mit reinen Gas-Brennwertthermen beschäftigen müssen - die "Dachprojekte" (PV bzw. Solarthermie) kommen dann nächstes Jahr dran wenn das Dach ohnehin neu gemacht werden muss.


    Kurz noch eine Frage: Gibt es bzgl. Gas-Brennwertthermen irgendwelche Empfehlungen aus der Runde (so bezüglich Effizienz und Preis/Leistung)?


    Danke und Grüße,


    Christian

    Hallo Erwin,


    doch, der Stromverbrauch mit 2000 kWh/a stimmt (kein TV, kein Tiefkühler, kaum Stand-by) - und die beiden Kinder sind noch nicht in der Pubertät ;-)


    Was ist denn für dich das stärkste Argument gegen die BSZ in meinem Fall, der niedrige Stromverbrauch? Denn selbst den kann ich ja wohl nur zu ca. 2/3 mit der BSZ abdecken, oder?


    Was meinst Du mit "PV bzw. Solarthermie möglichst in Eigenregie"?


    Gruß, Christian

    Hallo zusammen,


    bin absolut neu hier und bräuchte mal ein paar Meinungen zum Thema Brennstoffzelle (BSZ) im Altbau, sowie deren ökologischer Sinnhaftigkeit.


    Eigentlich wollten wir uns für unser Ein- bis Zweifamilienhaus eine passende BSZ zulegen, da die alte Ölheizung nun 35 Jahre auf dem Buckel hat. Die erste Euphorie ist nun aber etwas verflogen seit ich mich mit etwas näher mit den Details beschäftigt habe.


    Vielleicht erstmal ein paar Details zum Haus:

    • Baujahr 1956
    • Fenster und Kellerdecke sind saniert, das Dach wir noch gemacht
    • Fassadendämmung wollen wir keine anbringen lassen
    • 4 Personen, ca. 180 m2
    • 2500 l Heizöl/Jahr (plus Kachelofen)
    • 2000 kWh Strom/Jahr
    • nur Radiatoren, keine Fussbodenheizung

    Grund für das Interesse an der BSZ war:

    • unabhängiger vom Strompreis zu werden
    • sinnvolle Technologien zu unterstützen (auch wenn es etwas mehr kostet)
    • und vor allem: Klimaschutz/Ressourcenschonung

    Gerade beim letzten Punkt bin ich mir da nicht so sicher, ob dies in unserem Fall die beste Wahl ist.


    Wir haben mit der EWS Schönau einen lupenreinen Ökostromanbieter, sodass eine eigene Stromproduktion mittels Erdgas wohl ökologisch eher ein Rückschritt wäre, oder? Zumal der Wirkungsgrad bei der Stromproduktion in der BSZ auch „nur“ bei 40% liegt. Gut, nebenbei wird auch Wärme produziert – aber auch nur mit einem Wirkungsgrad von ca. 50%.


    Die Alternative wäre nun erstmal eine Brennwerttherme einbauen zu lassen (die heizt mit annähernd 100% Wirkungsgrad). So hätten wir ca. 12.000 EUR bei den Anschaffungskosten für die Heizung gespart. Das Geld könnten wir dann anderweitig sinnvoll einsetzen (PV, Solarthermie?).


    Hat mir jemand überzeugende Argumente für die BSZ in unserem Fall?


    Schon mal vielen lieben Dank für Eure Meinungen.


    Grüße, Christian