Beiträge von Mittelhesse

    Hallo Neuendorfer , alikante , sailor773 und Gangerl ,

    klingt ja nicht so gut bzgl. bürokratischem Aufwand. :(


    Mein Plan war eigentlich, den Großteil des elektrischen Energiebedarfs selbst zu produzieren. Daher soll ne PV auf's Dach und um Abends/Nachts das Elektroauto mit dieser Energie laden zu können müsste ein Stromspeicher dazu kommen. Da die PV im Winter aber weniger Energie erzeugt, bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten um den überwiegenden Strombedarf auch im Winter zu decken. Entweder die PV überdimensionieren, wodurch aber dann im Sommer viel eingespeist werden müsste. Oder halt ein BHKW, welches einen Ausgleich zur PV darstellt, da es im Winter durch den höheren thermischen Bedarf auch mehr Strom produziert. Hört sich für mich immer noch logisch an, aber wenn die Hürden so groß sind, muss dass genau überlegt und durchgerechnet werden.


    Bzgl. Mietern: Im EG wohnen die Eltern (Eigentümer), im Keller die Schwester und ich wohne mit der Freundin im DG. Also keine klassischen Vermieter/Mieter-Verhältnisse. Gelten die Hinweise von euch bzgl. Mieterstrom usw. trotzdem, oder wird es hierdurch etwas einfacher?


    Zum hydraulischem Abgleich. Bzgl. Förderung sieht es bei der KFW eher uninteressant aus (Zuschuss erst ab 3000€ und Kredit für die kleine Summe macht wohl auch keinen Sinn, wenn man für die Beantragung und Gewährung der Förderung auch noch die Unterschriften eines Energieberaters benötigt). Da hört sich die Förderung der BAFA für Heizungsoptimierung mit 30% schon besser an.

    Habe gestern mit dem Heizungsbauer gesprochen. Er hat gesagt, dass er nicht davon aus geht, dass eine Förderung möglich ist, da die Heizung schon älter als 30 Jahre ist. Bei den Förderbedingungen der BAFA habe ich davon aber nichts gelesen. Habe ich etwas falsch verstanden, oder was könnte er gemeint haben?


    Hydraulischer Abgleich und Optimierung der Vor-/Rücklauftemperaturen wäre aber auf jeden Fall der nächste Schritt - ob mit oder ohne Förderung.



    Gruß, Sebastian

    Erst schon mal vielen Dank.


    Wärmemengenzähler werde ich demnächst mal einbauen. Gibt es eine Produktempfehlung? Die Teile fangen ja schon ab ab 20€ an.


    Wovon ist denn abhängig, wie weit man die Vorlauftemperatur absenken kann? Die Heizkörper sind übrigens keine Radiatoren, sondern Platten- bzw. Kompaktheizkörper (Typ 22 + 33).

    So, hat etwas gedauert, bis der Antwort-Button sichtbar war.


    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch:

    15/16: ca. 9700kWh/12 Monate (kann mich nicht errinern, dass wir da was geändert hätten)

    16/17 + 17/18 + 18/19: ca. 8000kWh/12Monate

    Jährlicher Brennstoffverbrauch:

    15/16 + 16/17 + 17/18: zwischen 4200 und 4350 Liter Heizöl/12 Monate

    18/19: 3750 Liter Heizöl/12 Monate (Anfang 2018 wurde das Dach erneuert - siehe unten)


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Heizöl

    Alter und Typ der der Heiztechnik: Ölheizung (Vissmann Vitola-u-et / 29-36 kW) von 1980 (ebenfalls steht direkt nebenan noch ein Scheitholzofen, welcher aber schon 20 Jahre nicht mehr in Betrieb war) ;-)

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: nicht vorhanden

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: In Ölheizung integriert, 145 Liter

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: nein

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: nein (ist bei Heizungserneuerung angedacht)

    Temperaturen der Heizkreise: Nur ein Heizkreis - ausgelegt auf bis zu 80°C. Vorlauftemperatur von 60°C ist zur Zeit eingestellt

    Art der Heizkörper: Flächenheizkörper


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: ca. 400m², 5 Personen

    Art und Baujahr der Immobilie: Mehrfamilienhaus (2 Personen im DG, 2 Personen im EG und 1 Person im Keller/Tiefpaterre), Bezug 1982

    Erfolgte Modernisierungen: Anfang 2018: Im Zuge der Badrenovierung war eine Gaube sinnvoll/nötig (Stehhöhe beim duschen). In diesem Zuge wurde das komplette Dach erneuert - Zwischensparrendämmung (140mm) mit 40mm Holzfaserplatten verdichtet und zusätzliche 80mm Holzfaserplatten als Aufsparrendämmung.

    Weitere geplante Modernisierungen: Erneuerung/Austausch der Heizung (geplant für Sommer 2020)

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: insg. 3 Stränge - ein größerer Abgasstrang (zur Zeit für die Ölheizung) und zwei kleinere Abluftstränge (zur Zeit einer für Heizraum-Abluft)

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: nein, nein

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: man könnte die beiden Nachbarn mal fragen, aber eher nicht


    weitere Infos:

    - Strom- und Heizölverbrauch sind für die letzten 2-3 Jahre gut dokumentiert (monatlich abgelesen), falls dies irgendwo hilfreich sein sollte

    - Erdgas gibt es hier auf'm Dorf leider nicht, aber Platz für einen Flüssiggastank wäre vorhanden

    - 2020/21 ist geplant den Zweitwagen durch ein kleines Elektroauto zu ersetzen (wahrscheinlich gebrauchter VW e-up). FZG würde nach jetzigem Stand ca. 60km pro Tag an 6 Tagen in der Woche bewegt werden. Aufladen nur zwischen 17 Uhr und 6 Uhr möglich.

    - In den letzen Wochen habe ich schon einige Zeit damit verbracht mich in die Materie einzulesen. Von B wie BHKW und Brennwertkessel, über H wie Hausspeicher und Holzheizung, bis W wie Wärmepumpe und Wärmespeicher habe ich mich (mal oberflächlich, mal tiefer) eingelesen. Dabei ist nach und nach auch schon ein Plan in meinem Kopf gereift, welchen ich euch nicht vorenthalten möchte. Aber um eure Einschätzungen und Empfehlungen nicht in eine bestimmte Richtung zu lenken, würde ich damit gerne noch einen Moment warten. Denn generell bin ich erst einmal für alle Möglichkeiten offen. Umweltschutz ist mir wichtig, aber die Wirtschaftlichkeit noch mehr.


    Fragen: Der Strombedarf kann ja einfach durch ablesen des Stromverbrauchs ermittelt werden. Beim Wärme- und Warmwasserbedarf fällt mir dies schwer:

    Ich habe wie folgt gerechnet: 4300 Liter Heizöl EL (Heizwert 10 MWh/m³) = 43000kWh

    Dies müsste der Energieverbrauch (W+W) sein, sagt aber nicht viel über den Energiebedarf aus, da z. B. unklar ist, wie effizient die alte Heizung mit dem Öl umgeht. (Habe gelesen, dass eine aktuelle Ölheizung im Vergleich zu einer 30 Jahre alten Ölheizung ca. 30% effektiver ist. Andererseits habe ich aber gelesen, dass dies bei Brennwerttechnik nur der Fall ist, wenn die Vorlauftemperaturen passen.)

    Benötige ich für eine brauchbare Berechnung einen Energieberater, oder gibt es hier andere Herangehensweisen?

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Sebastian, ich bin Jahrgang 85 und im Winter viel mit zwei Brettern unter den Füßen in den Bergen unterwegs. ;-)

    Beim lesen des letzten Thread hier im Forum, musste ich leider feststellen, dass es zwischen einigen Personen sprachlich teilweise recht hart zur Sache ging. Ich werde mich bemühen, dass es in diesem Thread nicht so weit kommen muss und freue mich schon auf eine regen Austausch.


    Fragebogen und weitere Infos stelle ich gleich rein.