Beiträge von Hagemann@ASUE

    Hallo,


    kann mich sailor773 und Neuendorfer nur anschließen. Es kommen zwar demnächst noch Gesetzesänderungen, aber aus unserer Sicht (ASUE, www.asue.de) ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich an der wirtschaftlichen/rechtlichen Situation von Mini-BHKWs etwas ändert. Maßgeblich für Mieterstrom mit BHKWs ist vor allem das KWK-Gesetz (neben dem EEG, welches die EEG-Umlagezahlungen auf Eigenverbrauch und Lieferung an Dritte/Mieter regelt), welches gerade im Juni erst wieder angepasst wurde.


    Grundsätzlich lohnt sich der Mieterstrom gegenüber der Volleinspeisung finanziell mehr, auch wenn dann die volle EEG-Umlage gezahlt werden muss. Der technische Aufwand/Umbau sollte sich ja in Grenzen halten. Wahrscheinlich muss nur ein Zweirichtungszähler gesetzt werden, die einzelnen WEG-Mitglieder werden ja eigene Unterzähler schon besitzen. Oder muss noch etwas anderes umgebaut werden?


    Der eigentlich Aufwand dürfte in der Administration liegen. Denn um das Ganze rechtssicher zu gestalten, müssten die einzelnen WEG-Mitglieder jeweils Stromlieferverträge mit der WEG als Betreiberin des BHKWs schließen. Ansonsten müsste noch etwas Papierkram erledigt werden, z. B. dem Netzbetreiber Bescheid sagen, dass von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung gewechselt wird (wobei er das wohl ohnehin mitbekommt, wenn er den neuen Zweirichtungszähler setzt), beim Übertragungsnetzbetreiber zur Abrechnung der EEG-Umlage anmelden und einen Antrag auf Versorgererlaubnis beim zuständigen Hauptzollamt stellen.


    Bei Bedarf übernehmen wir diese Pflichten übrigens gerne im Rahmen unserer Dienstleistung. Einfach hier informieren und bei Interesse bei uns melden: https://asue.de/service/kwk_service


    Viele Grüße

    Leon Hagemann

    ASUE e. V.


    PS: Wenn das BHKW vom Bauträger auf die WEG übergeht, muss dieses innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister gemeldet werden. Bitte daran denken! https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR