Beiträge von remag

    Photovoltaik grundsätzlich soviel installieren wie auf das Dach drauf passt, und

    keinen Akku andrehen lassen.


    Die große Anlage ist wesentlich günstiger pro kwp Leistung in der Anschaffung als eine Mini

    Anlage.

    Lass dich nicht von Autarkiequoten oder Eigenverbrauchsquoten blenden, die helfen nur

    dem Verkäufer einen hohen Preis für eine kleine Anlage zu erzielen.

    Auch mit der aktuell sehr niedrigen Einspeisevergütung kann man Geld verdienen, der Preis

    der Anlage muss halt passen.


    Die Anschaffungskosten netto geteilt durch den Ertrag der PV Anlage pro Jahr x 20 Jahre sollte auf jeden Fall

    niedriger sein als die aktulle Einspeisevergütung.

    Wenn du die Dachneigung kennst und vielleicht ein genordetes Googlemaps Luftbild einstellst, kann man

    den Jahresertrag der PV Anlage ganz leicht über den PVGIS Ertragsrechner bestimmen.

    Im Moment sind alle Bau-Handwerker noch mehr gefragt als vorher schon, das treibt einfach die Preise


    Bau läuft ja schon seit vielen Jahren sehr gut, aber jetzt durch Corona wird zuhause noch mehr renoviert/umgebaut als vorher.

    Die neuen Förderungen BAFA/KfW tun ihr übriges. Ich weiß eigentlich von allen Firmen die ich kenne, auch aus allen Bau-Gewerken,

    daß für dieses Jahr keine Aufträge mehr angenommen werden.

    da hast du nicht wirklich gute Karten mit Nachverhandlung der Preise.


    Du kannst dich höchstens autark machen z.B. mit einer Wärmepumpe, weil Strom hast du sowieso im Haus.

    BHKW und Brennstoffzelle sind normalerweise in Fernwärmegebieten per Satzung untersagt, fällt also eher flach.


    Wie groß ist denn das Haus ? Dachfläche ? Photovoltaikanlage möglich ?

    Wir haben im gewerblichen Bereich ziemlich genau 20 Cent NETTO Strombezugskosten und mit

    den 16Cent + Baseload wiegt sich das genau auf. Und ich denke das war auch der Sinn dieser Reform des KWKG.

    Nämlich die mittelgroßen Gewerbe KWK anzusprechen.

    Ich weiß daß trifft hier beim TE nicht zu.


    Das Problem bei BHKW ist doch daß die Leistung nach oben wesentlich günstiger wird.

    Sprich ein 10kw elek kostet nicht das doppelte als ein 5kw elek.

    Und bei der Wartung das gleiche Spiel, die Wartungskosten sind bis auf die Ölmenge relativ identisch, und hat

    noch dazu den Vorteil daß man die Kosten auf wesentlich mehr kwh erzeugter Energie verteilen kann.

    Das trifft jedoch beim TE voll zu. Hängt also vom Einkaufspreis des BHKW und der Wartungskosten ab.

    Aber nach meiner Erfahrung lohnt sich dann auch die Einspeisung.

    Wenn man die Veränderung des KWK Gesetzes so deuten will, will der Gesetzgeber erreichen daß größere Anlagen mit

    weniger Vollbenutzungsstunden laufen.

    Von daher wäre dein Fall mit der stromerzeugenden Heizung schon so ein Fall.

    Wärme gratis und selbst wenn du den Strom einspeisen musst, gibt es ja die 16 Cent plus Baseload, also rund 20 Cent.

    Gesteigerter Eigenverbrauch (also die Kiste laufen lassen wenn nix vom Dach kommt) kann die Rechnung

    noch schöner machen.

    Ich betreibe mein BHKW im Moment mehr oder weniger so.

    Wäre ja interessant wie die Stromoptimierte Laufweise aussieht.


    Kann ja fast nur so sein daß die (von Sailor verzweifelt gesuchten 20.000kwh thermisch =O )

    ungenutzt abgegeben werden.

    Aber ist das überhaupt erlaubt im Sinne KWKG ?

    Ich fürchte, hier verwechselst Du was. Dazu ein Rechenbeispiel:


    Sagen wir die Wärmezuführung IN den ORC findet bei To = 94-86° statt. Das 86° -Wasser geht dann zurück zum Motor und wird wieder auf die 94° aufgeheizt. (Das 86°-Wasser ist nicht die Abwärme des ORC. ) In den ORC geht die Wärmemenge Q0, die der Wassermenge mal der Temperaturdifferenz von 8K entspricht. Soweit ist das klar.

    Nein da verwechsel ich nichts, weil ich genau das gleiche gesagt habe.

    Wärmeausgang BHKW 94°, dann in den ORC, Ausgang ORC ist dann 86°.

    Das ORC erzeugt auch keine eigene Abwärme. Das ist mir schon klar.

    Es muss quasi nur das loswerden was es nicht braucht. Das sind die nicht genutzten 81,5% der 350kw die von aussen zugeführt werden müssen.


    Aus dieser in den ORC gehenden Wärmemenge Q0 wird zum Teil Strom und zum Teil Abwärme Q1 des ORC. Diese Abwärme wird auf dem Temperaturniveau Tu abgeführt, das niedriger sein muss als To. Das muss nach Carnot so sein. Wie viel Strom da rauskommen kann hängt von der unteren Temperatur Tu ab. Allzuviel kann das wohl nicht sein. Es ist aber mehr, wenn die Abwärme Q1 bei 20°C in die Umwelt geht, als wenn es bei 45°C in die Heizung geht.


    Daher meine Frage, wo geht die Wärme am Ende hin, das ist für die Gesamtbilanz der KWK ganz entscheidend. Funktioniert der ORC überhaupt, wenn Q1 bei Tu in die Heizung gehen soll? Oder wird die Wärme am Ende verschwendet?

    Das ist richtig was du sagst, aber ich habe auch nichts anderes gesagt !


    Das Abwärmeniveau Tu ist niedrig, bei meiner Absorptionskältemaschine sind es 25°, eine ORC im laufenden Betrieb kenne ich nicht.

    Aber wenn ich das Funktionsprinzip der ORC auf der Eon Seite anschaue ist das Prinzip einer Absorptionskältemaschine nicht unähnlich.


    Die Abwärme die nach dem ORC übrig bleibt (beim wassergeführten) ist meines Erachtens viel zu niedrig um Sie weiter zu nutzen.

    Deshalb wird das/die/der ORC die Abwärme an die Umgebung abgeben müssen um zu funktionieren.

    Deshalb ist hier die Frage auch nicht noch irgendetwas (was nach dem ORC übrig bleibt) zu nutzen, sondern ein ORC zu nutzen wenn

    die Abwärmemenge Q0 sowieso ungenutzt an die Umwelt abgegeben werden muss.

    (z.B. bei Industrieprozessen, Biogas BHKW ohne Wärmeauskopplung)


    Zu deiner letzten Frage, kann ich ebenso nur im Zusammenhang mit der Absorptionskälte beantworten, ich vermute aber ähnliches hier.

    Das Abwärme Temperaturlevel ist so niedrig 25°, daß sich eine Speicherung nicht lohnt, vor allem weil sehr viel Leistung auf diesem

    Niveau weggeschafft werden muss (wir erinnern uns an den Volumenstrom).

    Deshalb ist die Abgabe an die Umwelt zur jederzeitigen Anlagenfunktion der einfachste Weg.

    Ja, es gibt Abgasgeführte (Heißgas) Systeme oder Wassergeführte Systeme.

    auch ein interessanter Link: Eon


    Das für dich vermutlich verwirrende ist nun, daß ein BHKW ein wassergeführtes System ist, weil die

    Wärmeauskopplung über einen Kühlwasserkreis erfolgt.


    Um mal bei dem ULH Hot Water in kombination mit einem BHKW zu bleiben:

    Die Wärmeauskopplung aus dem BHKW kommt mit 94° in den ORC und aus dem ORC mit 86° wieder raus (laut Datenblatt)

    Dann sind die 86° quasi der Rücklauf in das BHKW und der Kreislauf beginnt von vorne


    Um mit diesen 8 Kelvin Differenz eine Leistung von 350kw zu erreichen braucht man einen sehr hohen Volumenstrom.

    Laut Datenblatt ORC 10,2kg/Sek. = 36.720 kg / Stunde

    Wasser hat eine Wärmekapazität von 4,2 kJ/kg, d.h. --> 36720kg*4,2kJ*8K = 1.233.792 / 1000 = 1233 MJ/KG = 342,5kw

    Kommt theoretisch an die 350kw thermischer Antriebsenergie ran.

    Davon wiederum werden über den (miserablen) Wirkungsgrad von 8,5% 30kw elektrischer Energie erzeugt und die restlichen

    91,5% thermischer Energie werden über einen Rückkühler an die Umgebung abgegeben.

    Aufgrund des schlechten Wirkungsgrades kann sich so ein System nur lohnen wenn die Abwärme "sowieso" da ist und

    ungenutzt in die Umgebung abgegeben würde.

    ich glaube du verwechselst da etwas ?


    Du schreibst ja von einer Wassergeführten Anlage, da gibt es ja keine Abgasnutzung weil wassergeführte Anlage.


    Es gibt aber auch gasförmig geführte Anlagen, da wird quasi ein Wärmetauscher in den Abgasstrang eingesetzt und

    wenn das Abgas mit 350° reinkommt, kommt es mit 330° wieder raus.

    Die Anlagen leben quasi von einem hohen Volumenstrom, aber einer geringen Spreizung.

    Theoretisch wäre es das einfachste mit Kollektoren, aber praktisch ungünstig.

    (wahrscheinlich auch nicht rentabel, wenn das BHKW im Sommer ungenutzt rumsteht)

    Dann lieber PV an den Standort der Kollektoren, das hilft wenigstens der Strom-Energiewende

    Wenn der Strom sinnvoll verwendet wird, ist es doch besser Abwärme aus KWK zu verwenden als

    Strom direkt zu verheizen. Strom ist normalerweise zu wertvoll um ihn 1:1 in Wärme zu verwandeln.

    (Wärmepumpen mal außen vor)

    Aber wenn das BHKW da ist, ist es doch sinnvoll die Wärme auch zu nutzen.


    Abgesehen davon wird in den meisten Kraftwerken (ausser EE) die Abwärme ungenutzt abgeführt.


    Definiere mal näher "Sonne emissionsfrei heizen".

    Meinst du direkte Einstrahlung ?

    Oder per PV und/oder Wärmepumpe ?

    Hallo erstmal,

    den Ratschlag die Photovoltaik größtmöglich zu bauen kann ich nur unterstützen.

    Spielt auch keine Rolle welche Heizung eingebaut wird. Strom kannst du immer brauchen (Büro, Server, in Zukunft E-Auto)

    Die PV Anlage trägt sich von selber, bzw. erwirtschaftet positiven Cash-Flow (auch mit der geringen Einspeisevergütung)

    deshalb keine Gedanken machen was mit dem Strom passieren soll und auch keinen Stromspeicher anschaffen.

    Dein hoher Eigenverbrauch macht die Anlage zusätzlich finanziell interessant.


    Die Poolheizung mit der Hauszentralheizung zu koppeln wäre in jedem Fall vorteilhaft. Bei KWK höhere Laufzeit im Sommer und

    auf jeden Fall eine Stromersparnis.


    Als Abschluss noch ein Gedanke wenn ein BHKW zum tragen kommt:
    Es gibt ADsorptionskältemaschinen für Klimakälte welche mit Wärme angetrieben werden.

    Die sind prädestiniert für den Abwärmebereich eines BHKW. Du könntest so auf eine klassische Klimaanlage verzichten

    bzw. auf Laufzeit der Klimaanlage und deinen Strombezug enorm senken und auf der anderen

    Seite hast du im Sommer einen Abnehmer für die Abwärme des BHKW.

    Invensor wäre hier so ein Hersteller, ich weiß einen Betrieb hier im Münchner Umland der so etwas einbaut.

    Muss jedoch dazu sagen daß ich so ein System noch nie in Betrieb gesehen habe und auch keine Erfahrungswerte liefern kann.

    (Ich selbst betreibe eine ABsorptionskältemaschine für Minustemperaturen, ebenfalls mit BHKW Abwärme)

    Was noch dazu kommt daß solche Sorptionskältemaschinen in Verbindung mit KWK Abwärme von der BAFA gefördert werden.

    So 25% plus Bonusförderungen, das ist aber ein wenig komplizierter