Beiträge von FMTS

    Servus, beim MSR2 gibt es den Keil am Ölpumpenrad doch garnicht mehr.

    Das hatte ich mal an einer alten MSR1 Anlage gesehen.


    Ich würde auch zuerst den Öldruckschalter vermuten.


    Am Besten man misst den realen Öldruck am Anschluss des Öldruckschalters.


    Der sollte dort spätestens 5s nach dem die Anlage läuft Richtung 2 bar gehen. Wenn er das nicht macht, passt was nicht.


    Es kann ja auch gut sein, dass der O-Ring am Zylinderende defekt ist und das Öl frei ins Kurbelhaus strömen kann.


    Genau, erst Ölaustritt dann Schalter prüfen.

    Zündstrahl Motoren gibt es aber doch einige sehr gut laufende, gerade bei den großen BHKW Motoren wird das doch öfter umgesetzt.

    und da reichen doch je nach Motortyp 2-10% Zündöl.


    Siehe:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCndstrahlmotor

    Richtig, aber die haben eben einen dazu passenden Einspritzbeginn, der zur richtigen Zeit das Gemisch entflammt.


    Das geht aber im hier umgesetzten Mischbetrieb und mit dem Einspritzsystem des Dachs nicht so wie am reinen Zündstrahlmotor...

    Deswegen werden diese Brennverfahren mit hoher Brennraumbewegung umgesetzt, wobei immerwieder sauerstoffhaltige Luft zum Brennstoff geführt wird.


    In deinem Fall ist die sauerstoffreiche Luft aber bereits mit Brenngas angereichert.


    Das geht dann ja wie bekannt so weit, dass es eine einmalige Verbrennung gibt und das Heizöl in verbranntes Gas eingespritzt wird.


    Wenn ich mir die Verbrauchsdaten anschaue, befindet sich gerade die Verbrennung zwischen brauchbaren Abgasen und einer vorzeitigen Entflammung bei Spritzbeginn.


    Vergleichbar ist das Thema mit der Beimischung durch AGR, hier liegt aber kein brennbares Gas im Frischgas vor, es wird lediglich Innertgas zugeführt.


    Hierbei wird aber im Gegensatz der globale Lambdawert gleich gehalten. Was dann genau den Unterschied ausmacht.


    Abgaswerte messen sollte hier aber weiter helfen.

    Das Problem ist die punktuelle Überfettung im Brennraum. In den Bereichen wo der Diesel in das durch Gas vorgesättigte Gemisch eingespritzt wird, dass zudem auch schon brennt, ist entweder kein Sauerstoff mehr vorhanden oder es liegt eine Überfettung vor.


    Heißt, es gibt Bereiche mit einem sehr hohem Lambdawert und Bereich mit einem sehr kleinem Lambdawert. Im Mittel (global) ist zwar alles schick, aber nicht punktuell und zu jeder Zeit im Brennraum.


    Von dem her kann man sich das zwar schön reden, aber unterm Strich wirft die Kiste einiges halb- bzw. unverbranntes hinten raus.


    Das ergibt sich leider, wenn man die Brennverfahren vermischt.


    Eine brauchbare Verbrennung bekommt man da nur hin, indem man die Abgase anschaut.


    Und da muss eigentlich HC betrachtet werden, was aber leider kaum jemand messen kann...

    Hallo ich Teile die Einschätzung, reduziere die Menge an Gas gegenüber dem Heizöl! Bei den Verbrauchswerten die du genannt hast, gehen 20-30% unverbrannt in den Kamin!

    So is das vollkommen fürn Arsch, muss ich leider mal so sagen!


    CO und HC Emissionen werden jenseits von gut und böse sein...


    Schau dass du ein CO-Messgerät bekommst und damit evtl. eine gute Gasmenge eingestellt bekommst.


    Unter 4000 mg/m3 CO musst du bleiben, unter 2000 mg/m3 wäre schön, wird aber bereits bei relativ wenig Gasbeimischung erreicht sein.


    Viel Erfolg...

    Servus,

    das auftretende Problem sollte das von Stromsparer99 angesprochene Thema sein.


    Irgendwann kommt es zur Entflammung zum Einspritzbeginn bzw. zur Selbstentflammung und das läuft dann eben viel zu früh ab.

    Bzw. müsste der Spritzbeginn auf später gelegt werden, dass die Lage der Verbrennung zu OT wieder passt.


    Das Ganze hat aber einen weiteren Haken:


    Das Gas verbrennt halt schlagartig und es bleibt kein/ungenügend Sauerstoff übrig um den weiter eingespritzten Kraftstoff zu verbrennen.

    Daher der Rückleistungsfehler.


    Von dem her, kann man hier nur die minimale Menge beimischen, die dann im Dieselprozess mit verbrannt wird.

    Interessant wäre dann trotzdem, was von den Emissionen her dann hinten raus kommt.

    Hallo BHKWFiasko, ich kann nur meinen alten durch Modernisierung am "Leben" und in der Förderung halten. Eine Neuinstallation ist auch durch die Modernisierung nicht möglich.


    Der aktuelle läuft noch ca. 4-5 Jahre mit KWK Bonus, danach muss ich mal schauen wie es mit den Brennstoffen aussieht und wo dann die Reise hin geht.

    Richtig! Genau dafür ist das Zündstrahlverfahren Bestens geeignet. Damit lassen sich jegliche Gasgemische (Vornehmlich Schwachgase) in breiten Lambdabereichen sicher entflammen. Schwierig wirds dann aber eben bei nicht so klopffesten Gasen, wie eben Propan, Butan oder jenes in der Sparte.


    Da muss dann eher gegen die Selbstentflammung gearbeitet werden.


    Was denke ich möglich sein sollte:


    Spätverstellung des Spritzbeginnes am Dachs durch Unterlegen von mehr Dichtungen. Das Ganze soweit, dass die Abgastemperatur kurz vor dem Maximalwert liegt, und dann so viel F-Gas der Ansaugluft beimischen, bis die Abgastemperatur wieder im Sollfenster liegt und der Motor dabei keinen harten Klopfgeräusche von sich gibt.


    Wobei die letzte Aussage am Heizöl Dachs natürlich etwas schwer zu prüfen ist. _()_^^

    Cetanzahl und Oktanzahl sind aber leider komplett unterschiedliche Parameter.


    Das Problem ist die Selbstentflammung des F-Gases! Also an sich kein allgemeines Klopfen, sondern die Selbstentflammung.


    Das passiert ja unabhängig vom Spritzbeginn, bei dem die Cetanzahl überhaupt zum tragen kommt.


    Heißt, es passiert schon was in Richtung Verbrennung, bevor überhaupt Diesel eingespritzt wird.


    Das geht dann in Richtung HCCI und ist nicht ganz so einfach zu händeln.


    Anders wäre es, wenn man auch das F-Gas zeitlich gesteuert direkt in den Brennraum einspritzen würde.


    Mit den serienmäßigen Einspritzzeiten und der Diesel-typischen Verdichtung kann man kein Zündstrahl-Verfahren mit annehmbarer Gasmenge wie bekannt betreiben.

    Hallo zusammen,


    die Idee hatte ich auch schon mal.


    Ich hatte das Ganze mit Biogas geplant.


    Problem:


    Die Verdichtung mit knapp 20:1 ist für die Verbrennung von (F)-Gas viel zu hoch!


    Die Gas-Dachse haben ca. 13:1 Verdichtung.


    Es wird nur eine minimale Gasbeimischung möglich sein, da sich der Flammbeginn immer weiter in Richtung früh verschieben wird, bis die Verbrennung ins Klopfen übergeht.


    Damit das einigermaßen laufen könnte, müsste der Spritzbeginn in Abhängigkeit der zugeführten Gasmenge nach spät verschoben werden.


    Dafür gibts an der Einspritzpumpe vom Dachs aber leider keine Möglichkeit der Verstellung.


    Man kann evtl. den Spritzbeginn pauschal später einstellen und das Ganze mit Flüssiggas einigermaßen lauffähig bekommen.


    Dann rußt sich der Motor aber im reinen Heizölbetrieb zu Tode!

    Zur Neuinstallation und Anmeldung einer entsprechenden Anlage ist ja neben den Netzanschlussbedingungen die Erfüllung der ErP-Richtlinien (Ökodesign-Richtlinie) erforderlich.


    Hier wurden die Stickoxid-Grenzwerte massiv gesenkt.


    Die Grenzwerte können ohne umfangreiche Abgasnachbehandlung oder andere motorische Maßnahmen scheinbar nicht so einfach erreicht werden.


    Ohne Einhaltung der Richtlinie gibts kein Label bzw. eine Zulassung einer solchen Anlage auf dem deutschen Markt.


    Import und "Schwarzbetrieb" steht natürlich auf einem anderen Blatt.


    Von dem her gilt da aktuell nur der Bestandsschutz bestehender Anlagen.


    Ich hätte gerne wieder einen HR Dachs verbaut, aber es gibt eben keine auf Basis Gen2...

    Hallo Arno,


    du meinst bestimmt den Dachs Gen2 oder?


    Auch der Gen2 ist nachträglich von Erdgas auf Flüssiggas umrüstbar.


    Dafür gibt es ein Umrüstkit, dass über den Hersteller beschafft und eingebaut werden muss.


    Da kommt dann auch ein anderes Typenschild auf die Anlage.


    Aber einfach zwischen den Gasarten hin und her springen geht meines Wissens nicht.