Beiträge von Gruni

    Da hilft nur eins: rechnen

    Und danach bewerten, ob man mit der Amortisation zufrieden ist. Es soll aber auch Liebhaber geben, die einfach nur den Energiekonzernen eine lange Nase drehen wollen.

    Übrigens: mein BHKW arbeitet im Sommer nur jeden zweiten Tag und dann für 10 bis 14 Stunden ohne Unterbrechung. Danach sind meine Second Hand Batterien (Blei) und mein Pufferspeicher voll und ich kann wieder zwei Tage davon zehren. Es gibt durchaus Konfigurationen, die bei knapp 3.000 Vollaststunden im Jahr wirtschaftlich sind und sich nicht zu Tode takten. Zugegebenermaßen fließen sind die vielen, selbst erbrachten Stunden an der Anlage als Hobby mit einem Stundensatz von 0€ in die „Wirtschaftlichkeitsbetrachtung„ ein. Ich will das einfach so und deshalb mache ich es so. Das muss dann letztlich jeder für sich selbst entscheiden...

    Hallo jzwayer ,


    bei mir beträgt die Temperaturpaarung am Platten-WT nach einigen Stunden Laufzeit (Leistung el. zwischen 1015 W und 1022 W):

    WT motorseitig Eintritt: 77°C

    WT motorseitig Austritt: 69°C

    WT heizungsseitig Eintritt: 47°C

    WT heizungsseitig Austritt: 67°C

    meine Wasserqualität entspricht definitiv der VDI2035, heizungsseitig habe ich einen kleinen, getrennten Kreislauf in Richtung Pufferspeicher mit aufbereitetem Wasser (ca. 10 l Inhalt, glasklar, vollentsalzt und pH-stabilisiert).

    Der Wärmetauscher ist also von Haus aus nicht sehr üppig dimensioniert, das ginge herstellerseitig auch anders. Dennoch sollte das Heizungswasser klar sein. Hänge mal einen Magneten in die Brühe rein, evtl. handelt es sich ja um Magnetit oder eisenhaltigen Schlamm - nur dann hilft Dir ein Magnetabscheider. Ist Dir die Temperaturspreizung zu groß, kannst Du den WT ausbauen, einseitig mit einem Wasserschlauch verbinden und von allen Seiten kräftig durchspülen. Ist etwas Arbeit, der Wärmetauscher lässt sich so aber ggf. wiederbeleben, wenn es sich nicht um hartnäckige Verkrustungen handelt.


    Gruß

    Kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Ölkohle am Einlassventil und Ölabscheider:


    Nach meiner 6.000h-Wartung habe ich den Ölabscheider zerlegt. Als Filter dienen mehrere Lagen Vlies, das nach 6.000 h schon sehr gut gesättigt war. Am BlowBy-Eintritt lief nach Demontage etwas Öl raus, am Austritt war alles sauber. Der Widerstand kam mir schon nach 6.000 Stunden recht hoch vor (reingepustet). Konstruktiv scheint mir das schon eine Notlösung zu sein, normalerweise tropft das abgeschiedene Öl über eine separate, dritte Leitung wieder zurück in das Kurbelgehäuse. Des weiteren werden zylindrische Filter üblicherweise von außen nach innen durchströmt, bei EcoPower 1.0 ist es anders. Mangels Anschluss am Motor hat man sich wohl erhofft, dass das Öl über die Zuleitung zum Filter wieder zurückläuft. Der Schlauchquerschnitt ist aber sehr klein und im Dauerlauf bläst kontinuierlich BlowBy gegen die angedachte Fließrichtung. Ich habe testweise den Filter per Pressluft "zurückgespült", es kam ca. 1/2 Espressotaste Öl raus - und das nach 6.000 h.
    Meines Erachtens nach muss der Filter alle 6.000 h raus, um Überdruck im Kurbelgehäuse zu vermeiden. Das der Filter durchbricht, kann ich mir kaum vorstellen, der Gegendruck war beträchtlich.
    Das Vlies ist fest verklebt und lässt sich kaum abwickeln, um evtl. ein neues aufzuziehen. Ich baue mir jetzt den Ölabscheider provent 100 von MANN-Hummel neben die Maschine, innen hat es keinen Platz mehr für das Teil. Das anfallende Öl lasse ich einfach in einen Behälter laufen, so viel ist das nicht. Der Filtereinsatz ist wechselbar, kostet aber auch stolze 25.-€.
    Was die Ventile anbelangt - hier habe ich inzwischen den JLM Valve-Saver eingebaut. Jede Minute 1 Tropfen macht etwas mehr als 2 ml auf 1m³ Erdgas - also etwa doppelt soviel, als JLM als Mindestmenge angibt. Weniger lässt sich nicht mehr einstellen. Ich habe den Eindruck, der Motor läuft nach ca. 200h Betrieb "weicher". Ich merke das daran, dass der Deckel vom Hydraulikmodul nicht mehr klappert - die ganze Maschine samt Hydraulikmodul stehen bei mir aus akustischen Gründen auf einem elastischen Sockel. Bei 7.000 h prüfe ich nochmal das Ventilspiel, das vor der Wartung um 1 µm zu groß war.

    Hallo Flüsterer,
    auf meine Frage vom 07.08. nach Passwort habe ich noch keine Antwort. Ich habe noch etwas Zeit, eine Lösung findet sich sicherlich noch - auch diese Software hat Lücken.


    Mit Addinol Ölen hatte ich i.V.m. luftgekühlten Kirsch BHKW recht gute Erfahrungen gemacht, dort sind die Temperaturen am Zylinderkopf mit über 130°C noch ein paar Grad höher und die Belastung für das Motoröl somit um ein vielfaches größer. Die Verkokung dort war vergleichsweise gering und ließ sich im Wesentlichen den extremen Temperaturen zuordnen. Die Beobachtung von fetti0 ist für mich plausibel.


    Gruß
    Gruni

    Hallo Mitgefangene,


    Ich bin bislang mit meinem Maschinchen sehr zufrieden. Die Gewärleistung ist hinüber und aus den im Forum allseits genannten Gründen würde ich die Wartung auch gerne selbst vornehmen. Das Original-Wartungskit habe ich über einen Händler im Internet bezogen, beim Öl gehe ich hier wg. 50€ kein Risiko ein. Handwerklich ist das für mich kein Problem, da hatte ich schon anderes vor der Nase. Einzig das Experten-Passwort macht Probleme. Mit der neuen Software 2.07 wurde aus gegebenem Anlass das Protokoll geändert, die Passworte werden nicht mehr im Klartext über HTML übertragen, wie zuvor wohl üblich.


    Die Maschine gehört mir und ich möchte sie einfach nur auf mein eigenes Risiko hin warten - wer kann mir helfen?