Beiträge von Hauser@BKWK

    Zitat

    Da der B.KWK Verband nur die "großen" repräsentiert, sollte sich bitte jemand finden der die besonderen Belange der Kleinen BHKW's darstellt, eigentlich sollte sich da jeder Hersteller stark machen, aber momentan ist auf deren Webseiten nichts dazu zu finden.


    Lieber Dachsausbeuter, Danke für die Gelegenheit, hier mal ein offenbar verbreitetes falsches Bild vom B.KWK zu korrigieren. Der B.KWK repräsentiert keineswegs nur die Großen, sondern ist eine breite gesellschaftliche Initiative vieler am KWK-Ausbau interessierter Unternehmen, Institute und Einzelpersonen. Anlagengröße, Technik, Einsatzbereich und Brennstoff spielen keine Rolle. Nach der Gründung i2001 zählen wir inzwischen ca 330 Mitglieder u.a. folgender Kategorien (mit Überschneidungen): 39 Contractoren, 35 Kleinbetreiber, 28 EVU/GVU/Stadtwerke, 9 Industriebetreiber, 40 Anlagenhersteller, 39 Planer/ Berater/ Rechtsanwälte, 16 Installationsunternehmen, 6 wissenschaftliche Institute, 6 Verbände, 3 Energieagenturen, 1 Stadt Frankfurt/M., 4 sonstige Unternehmen, 87 persönliche Mitglieder.


    Das beste, was für private BHKWs, gleich ob groß oder klein, bei der anstehenden Novellierung des KWK-Gesetzes realistisch geändert werden kann, ist, dass künftig nicht mehr nur der ins öffentliche Netz eingespeiste, sondern der gesamte erzeugte Strom einen Zuschlag erhält. Dafür setzen wir uns besonders ein. Im Regierungsentwurf gibt es eine entsprechende Öffnung nur für industrielle KWK-Anlagen. Aber wir wollen sie eben für ALLE.
    Wichtig wäre auch die von uns geforderte kaufmännisch-bilanzielle Durchleitung. Sie könnte zu einem Durchbruch für den Einsatz von BHKWs im Wohnungsbestand führen, weil damit künftig die Mieter und Wohnungseigentümer (oder auch nur ein Teil von ihnen) ganz unklompliziert aus einem BHKW im Mehrfamilienhaus versorgt werden könnten, was bisher nur mit gnädigem Wohlwollen des Stromnetzbetreibers möglich und daher sehr selten ist.


    Dass es überhaupt jetzt zu einer Novellierung des KWKG kommt, ist übrigens zu einem erheblichen Teil dem B.KWK zu verdanken. Immerhin basiert der jetzige Gesetzesvorschlag großenteils auf unserem Vorschlag von Ende 2005.


    Und dass der sog. "übliche Preis", der 2002/2003 von vielen EVU mit ca. 1,5 Cent pro KWK angesetzt wurde, inzwischen nach der EEX bemessen wird (und aktuell zB bei ca. 6 Cent liegt), ist auch wesentlich dem Insistieren B.KWK zu verdanken. Die großen KWK-Betreiber über 2 MW hatten davon übrigens gornix.


    Alle Ausbeuter und sonstigen Betreiber von Dachsen und anderen Klein-BHKWs sind also herzlich eingeladen, uns durch eine Mitgliedschaft gegen die mächtige Lobby der KWK-Verhinderer den Rücken zu stärken. Kostet gerade mal 60 € plus ein paar gequetschte im Jahr. Mehr zum B.KWB gibt es hier zu lesen.


    Schöne Grüße aus Berlin Alt Tegel


    Adi Golbach