Beiträge von Bernhard_Konrad

    Mir scheint, mein Imeon Wechselrichter (Hybridwechselrichter) ist das einzige Gerät auf dem Markt, das alle Vorteile vereint:

    - Hohe PV-Spannung für kleine Leiterquerschnitte (und erübrigt externe Laderegler!)

    - PV versorgt zunächst direkt die AC-Seite bzw. speist ins Netz ein (per Parametrierung kann Netzeinspeisung auch abgeschaltet werden)

    - Netzparallele oder netzserielle Betriebsweise wählbar. Das ist interessant, wenn große Verbraucher da sind, die vom Wechselrichter nicht versorgt werden könnten. Man kann also wählen, welche Verbraucher bei Netzausfall versorgt werden und welche nicht (z.B. Kochherd, Saunaofen, Wallbox).

    - 48V-Batteriespannung, Blei oder Lithium

    - Integrierter Batterielader / Batteriewechselrichter

    - Inselfähigkeit, schaltet bei Netzverlust vom Stromquellenmodus in den Spannungsquellenmodus

    - einphasig oder dreiphasig erhältlich

    - Generator/BHKW auf Verlangen AC-seitig zuschaltbar

    - Betriebsparameter sind weitgehend wählbar (Batteriespannungen, Ladestrom, Entladestrom, Insel zu- oder abchalten)

    - bis 9kW von der Batterie, 12kW am Inselanschluss vom Netz, beliebig im netzparallelen Betrieb, auch gemischter Betrieb möglich


    Die Victrons oder Stecas... müssen dagegen immer von PV auf Laderegler und dann über den Batteriewechselrichter ins Netz.
    Und SMA bitet nur sackteure umständliche Sammelsurien mit ihrem Sunny Island.


    Und der Imeon Support antwortet auf Anfragen

    Nur mit der 24V Batterie kann er nichts anfangen. Leider.

    Und er braucht leider 160Watt Standbystrom. (Dreiphasenversion).

    aber sowas rentiert sich einfach nicht.

    Das ist eine Frage der Umgebungsbedingungen. Ich habe das erst diese Woche mit einem Mitarbeiter der Fa. Pink (Österreich) diskutiert.

    Die Fa. Pink hatte früher ein Absorptionskältemodul (Eigenentwicklung) angeboten, dieses aber wegen der in Österreich und Deutschland eher gegen BHKWs gerichteten Politik nicht im Markt unterbringen können.


    Die Schwierigkeit ist, dass die Politik nicht wirklich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit fördert, sondern mit der Gießkanne große Stromverbraucher begünstigt. (Und das noch auf Kosten aller Verbraucher, siehe die parallele Diskussion über die EEG-Petition).

    Persönlich sehe ich gewaltige Probleme auf uns (als Gesellschaft) zukommen, wenn im Winter alle Luft-Wärmepumpen ohne Ende Strom saufen und niemand da ist, der den Strom effizient erzeugt. Denn dieser billige Schrott mutiert ja bei Minustemperaturen zum maximalen Stromfresser.


    Deswegen versuche ich ja, lokal die Tandemlösung mit BHKW/Absorptionskälte und PV plus Solarthermie zu verwirklichen, auch als Showcase. Aber ich renne gegen Mauern.

    Ich denke nicht, dass wir da Off Topic sind. Meines Erachtens kann die Eigenverbrauchsumlage nicht vom Rest des EEG getrennt werden.

    Denn die Zweckentfremdung der EEG-Mittel ist doch die eigentliche Schande.


    In die EEG-Umlage wird so viel Umverteilung - notabene von unten nach oben - reingepackt, dass der eigentliche Zweck völlig verfehlt wird.

    Und die Tricks sind eben in der breiten Bevölkerung - die bezahlt - nicht bekannt. Dort wird rauf und runter über die "Kugel Eis" gelästert.

    Zitat

    Allerdings verbrauche ich ca. 35.000 kWh selbst über Wärmepumpen für 3 Gebäude.

    Dann arbeitest Du also strom-autark - spannend! Vermutlich im Sommer im Tandem mit einer PV-Anlage?

    Was die EEG-Geschichte bzw. Eigenverbrauchsabgabe angeht bist du tatsächlich eine arme Sau.

    Meine Bemerkung bezog sich vor allem auf die PV-Anlagenbetreiber, die ja wirklich das Netz als Mülleimer für ihren Stromüberschuss nutzen können.


    wurde die von Dir monierte "Verklappung von Viehfutter für "Bioenergie" von Rot-Grün über den NawaRo-Bonus eingeführt,

    Meiner Erinnerung zufolge ging es damals darum, den Betrieb der Biogasanlagen kontinuierlicher gestalten zu können.

    Aber du kannst davon ausgehen, dass die Landwirte mit solchen gut gemeinten Subventionen sofort ein Riesen-Geschäft aufziehen.

    Wie mir ein Freund mal sagte: "ich müsste eigentlich nicht Landwirt, sondern Subventionswirt heißen..."

    Warum Landschaftspflegematerial da nicht rein sollte, ist mir nicht mehr geläufig. Vermutlich ging es darum, dass da kein Müll reingekippt wird.

    Ich hab 2003 an der FH Basel meine Diplomarbeit gemacht zum Thema Biogas. Damals war die Reststoffvergärung ein Riesen-Thema.

    Mit der Folge, dass da viel Dreck reinkam, der den Gärrest als Dünger unbrauchbar oder mindestens zweifelhaft machte.

    Und der el Wirkungsgrad - das ist etwas anders zu sehen. Der Strom ist Beiwerk neben dem Hauptzweck: Heizen!

    Das ist nun mal in meiner Anwendung anders. Hier wäre die Stromerzeugung Hauptzweck, weil ich dauernd Strom für die Beleuchtung und die Kältemaschine brauche. Da ist die Wärme eher störend, vor allem in der Übergangszeit, wenn in dem Top gedämmten Neubau kaum welche gebraucht wird. Interessant wäre eben eine Nutzung der Abwärme des BHKW für die Erzeugung von Kühl-Kälte.

    (Die Tiefkühlkälte könnte dann quasi in Kaskade geschaltet mit einer Kompressions-Kältemaschine erzeugt werden).

    Ohnehin wird meine Heizwärme durch die Abwärme der Kälte-Kompressoren sowie die übrigen Wärmeerzeuger im Gebäude fast gedeckt


    Nur leider finde ich trotz intensiver Suche keine kleine Absorptions-Kältemaschine im Bereich 5kW (bei 0°C).

    Es gibt da die ganz kleinen Absorberkühlschränke für Hotels (oder auch Camping), die in Massen produziert werden.

    Oder dann die ganz großen im Leistungsbereich 100kW plus.


    Wenn also jemand was weiß, ist er herzlich eingeladen, das kundzutun.

    man sollte eine Kombination BZ+PV (+Speicher??) betrachten

    "Dorfladen" reimt sich auf knappe Wirtschaftlichkeit. Von daher gesehen ist BZ ebenso wie Stromspeicher schlicht Luxus, nicht bezahlbar.


    Aber vielleicht hat ja jemand Kenntnisse über kleine Absorptions-Kältemaschinen? Leistungsbereich ca 6kW Kälte, Kälteniveau um 0°C??


    Das nennt sich meines Wissens Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung...

    Nimm von denen die haben und verschone die, die viel haben.

    Die Version, die ich kenne, geht so:

    "Nimm von denen, die wenig haben, denn ihrer sind viele" (und sie können sich nicht so gut wehren)...


    Im Übrigen ist die Eigenverbrauchsumlage im Prinzip noch das, was ich als ehestens verstehe.


    Das EEG ist m.E. unter schwarz-gelb-rot zu einem trojanischen Pferd umgebaut worden.

    Allein schon das Faktum, dass die Befreiung von der EEG-Umlage ohne Verpflichtung auf einen Effizienzpfad oder gar netzdienliche Lastentnahme erfolgt. Auch die Befreiung großer Verbraucher von den Netzkosten gehört in diese Kategorie.

    Darüber hinaus die absolut widersinnige Förderung von Biogas aus Feldfrüchten. Im Amazonas werden Urwälder für Viehfutter gerodet und bei uns wird die Verklappung von Viehfutter für "Bioenergie" gefördert... Die "Abwärmenutzung" von Biogasanlagen wird nochmal extra vergütet - bei mir im Dorf existiert ein "Flat-Rate-Wärmenetz" - der Biogasbetreiber verdient vor allem an der Wärmevergütung. Und in Garagen und Scheunen bollern Heizkörper.

    Die "Vermarktung" - besser Verramschung - des EEG-Stroms über den Spotmarkt ist ein weiteres Unding. Denn: Die Kraftwerksbetreiber kaufen den EEG-Strom am Spotmarkt, um ihre Terminmarkt-Verpflichtungen zu erfüllen. Eine Einladung zum Insiderhandel...

    Die Einschränkung der Netzkapazität im Übertragungsnetz ist der nächste Abriss.

    Führt zu Redispatching...


    Als Verbraucher sind wir geteert, gefedert und aufgespießt...

    Weshalb ich als langfristiges Ziel StromAutarkie anstrebe.

    Hier die Liste der begünstigte Betriebe: https://www.bafa.de/SharedDocs…_blob=publicationFile&v=8

    Danke an Neuendorfer für den spannenden Link.

    Leider ist die Liste etwas kryptisch bzw. das tatsächliche Geschäftsfeld der begünstigten Unternehmen nicht wirklich durchschaubar.

    Mich würde nämlich brennend interessieren, wie viele Firmen da "energieintensiv" umkonstruiert wurden.

    z.B. bei den Fleischverarbeitern: Wie viele haben ihre Betriebsstätten einfach zu eigenständigen Firmen umkonstruiert, die dann der anderen Konzerntochter "Warm" vermieten. Bei dem Stromverbrauch der Kältemaschinen sicher ein lukratives Geschäft - auf Kosten der privaten Verbraucher und des kleinen Gewerbes,

    Nach Angaben des Fraunhofer ISE Instituts spart die Industrie durch die Strom-Verbilligung (früher billiger Tages-Spitzenstrom wird jetzt verschleudert) mehr als die EEG-Umlage ausmachen würde...


    Andererseits, da bin ich ganz ketzerisch, halte ich es für nicht unangebracht, dafür zu bezahlen, dass man das Netz so quasi als "Müllkippe" für allen nicht selbst verbrauchten Regenerativstrom verwenden darf. Die EEG-Umlage auf hohen Eigenverbrauch halte ich deshalb für prinzipiell vertretbar.

    Dass sich hier keiner bemüßigt fühlt zu antworten finde ich schon schwach! Hätte im Forum doch etwas Unterstützung erhofft!

    Nun, wie es der Zufall will habe ich vorgestern eine Senertec-Online-Präsentation gesehen.

    An der ganz freimütig auch über Kosten geredet wurde.

    Der 5,5kW-Gas-Dachs koste installiert und angeschlossen rund 40T€, der nächstgrößere 60T€.


    Der eher bescheidene elektrische Wirkungsgrad von rund 25% wurde allerdings verschämt verschwiegen.

    Und auf Nachfrage auf 28% schöngerechnet. Bezahlt wird aber Hs...

    Hallo

    Ich arbeite gerade an einem Energiekonzept für einen Dorfladen.

    Wegen des hohen Strombedarfs für Kälte, Klima und Beleuchtung schwebt mir eine Tandemlösung PV und BHKW, geschätzt 10kW elektrisch, vor.

    BHKW-Betrieb voraussichtlich mit Flüssiggas oder Biogas/CNG.

    Kann mir jemand im Forum eine Hausnummer nennen, was solch ein BHKW in der Installation kostet, sowie die erwartbaren Kosten für Wartung und Reparaturen.

    Ich schätze mal 4000 Stunden Jahresbetrieb.


    Wie gesagt, es geht um eine Hausnummer, nicht um einen Angebotspreis.

    Danke

    Bernhard

    Wegen Wechselrichtern:

    Das Thema Dreiphasen-Hybrid-Wechselrichter konnte ich durch intensives Suchen auf der Inter-Solar schon vor einigen Jahren halbwegs befriedigend abhaken:

    Mein Imeon 9/12 Dreiphasen-Wechselrichter (ein Franzose) enthebt mich weitgehend der von einigen beschriebenen Sorgen.

    Daten:

    String-Spannungen 400-600V, womit selbst bei 6kW PV-Stringleistung ein 6mm² Faden vollauf ausreicht.
    (Bei meinen fast 40 Meter Distanz vom Modulfeld zum WR nicht ganz unwichtig).

    Leistung 12kW im Netzbetrieb, 9kW Inselbetrieb (2 Strings)

    Batteriespannung: 48V, BHKW netzparallel (bzw. an den Netzklemmen, falls Inselbetrieb) zuschaltbar.

    Ein Batteriemanagement für Bleibatterien ist integriert und per Schnittstelle parametrierbar.

    Auch Lithium ist vorgesehen, natürlich mit externem BMS/Balancing.

    Er hat auch ein paar Probleme, v.a. ca. 150Watt Leerlaufverbrauch. Und er ist laut wegen der Lüfter...

    Aber sonst ganz brauchbar.

    Also das Anliegen ist für mich nachvollziehbar.

    Dass die Empirie eindeutig zu kurz kommt und dass die Ökonomie-"Wissenschaften" sehr stark von feudalen Machtverhältnissen geprägt sind ist wohl ein Faktum. (Neoklassik ist ja nichts anderes als Neofeudalismus).

    Aber die Schlussfolgerungen bzw. die vorgeschlagenen klingen für mich eher abgefahren.

    Vor allem "feministische Ökonomik" und "Evolutionsökonomik" sind doch eher Weltanschauung.