Beiträge von Bernhard_Konrad

    Also das Anliegen ist für mich nachvollziehbar.

    Dass die Empirie eindeutig zu kurz kommt und dass die Ökonomie-"Wissenschaften" sehr stark von feudalen Machtverhältnissen geprägt sind ist wohl ein Faktum. (Neoklassik ist ja nichts anderes als Neofeudalismus).

    Aber die Schlussfolgerungen bzw. die vorgeschlagenen klingen für mich eher abgefahren.

    Vor allem "feministische Ökonomik" und "Evolutionsökonomik" sind doch eher Weltanschauung.

    es ist nur ca. 1/3 CO2 ärmer

    Das ist jetzt etwas Off-Topic, aber aus gegebenem Anlass:

    Wir sollten uns dringend überlegen, wie wir gewisse Fakten sprachlich ausdrücken.

    Arm ist was Schlechtes (finde ich), reich was Vorteilhaftes.
    "CO2-arm" ist aber doch günstig. Die Amis würden sich krumm lachen, dort heißt sowas "low carbon" ("low power", "low noise"...).

    Andere unsinnigen Kombinationen sind "verbrauchsarm", "verschleißarm" - andererseits aber "schadstoffreich"

    Man sagt, unser Gehirn reagiere unbewusst negativ auf solche Doppelbotschaften.

    Wir sind hier zwar Techniker, aber vielleicht hat ja doch jemand eine vernünftige Idee?

    "verbrauchsgünstig" geht ja gut, aber "CO2-gering" ginge doch auch, sicher nur am Anfang holperig...?

    Und um den zu Refinanzieren müssten entsprechende KWK Anlagen in größerer Stückzahl vom Band gehen, und das wiederum führt zu "Rohstoffengpässen" oder anderst gesagt auf kosten des Regenwaldes.

    Bist Du Dir bewusst, dass Deutschland jedes Jahr!!! grob gerechnet 500 Gigawatt!!! an KfZ-Motorenleistung verschrottet bzw. außer Betrieb nimmt und dafür neue in Betrieb nimmt?!

    Da sind doch die im Extremfall 100 Gigawatt - wie gesagt sehr hoch gegriffen! - an erforderlicher BHKW-Leistung , die dazu noch mindestens 10 Jahre in Betrieb sind (ergo 10 GW pro Jahr umgewälzt) eher die berühmten "Peanuts"...


    Die Frage ist wohl eher, wo die Handwerker sind, die das installieren und warten könnten - andererseits könnten die vielen überflüssig werdenden KfZ-Handwerker (wegen Einführung von E-Mobilität) da ja gut eingesetzt werden.

    Hatte letzte Woche meine Zoe im Kundendienst - die Dame am Kundendienstschalter schaute ganz belämmert drein ob des Rechnungsbetrags. (An meinen Verbrennern kostete allein ein Ölwechsel so viel...)

    Zweitens finde ich die mögliche Entnahmemenge Holz sehr interessant, wie berechnet man die denn? Wenn ich eine 20 Meter hohe und 100 Jahre alte Buche umniete und was auch immer damit mache, ist die weg.

    Das sind statistische Zahlen über lange Zeit und größere Flächen, die ca. 7Fm/ha. Schwankt auch von Standort zu Standort.

    Ich hab die von einem befreundeten Förster, aber auch anhand anderer Quellen verifiziert.

    An die WG-Gemeinde:

    Welche Laufzeiten habt Ihr bisher mit Euren Maschinen erreicht?

    Mich interessiert die Kiste ja auch schon lang, und sehe auf EBAY Kleinanzeigen ein Gerät angeboten, das angeblich einwandfrei läuft.

    Der Mensch will 1500 dafür, behauptet, der Brenner sei defekt gewesen und von einer Fa. Hoermann instand gesetzt geworden, jetzt laufe die Kiste wieder einwandfrei.

    Es gibt ja sogar noch"originalverpackte" zu kaufen...

    Unter Berücksichtigung der Abregelung kostet der PV-Strom sogar deutlich mehr, obwohl er krass weniger ökologischen Beitrag leistet.

    Sorry bluwi , aber offenbar hast Du was nicht mitbekommen:

    Eine PV-Anlage zahlt die zur Produktion eingesetzte Energie mindestens 10 mal zurück. Vor allem produziert sie dann, wenn Bedarf da ist, d.h. vor allem tagsüber. Deswegen kostet auch der Börsenstrom - am Spotmarkt, wohlgemerkt - tagsüber fast nichts mehr. Er verdrängt nämlich bisher produzierten, teuren Spitzenstrom. (dass die privaten Verbraucher dafür tief in die Tasche greifen, musst Du Frau Merkel vorlesen. Das Strommarktdesign hat sie verbrochen, um ihre Klientel reich zu machen). Und die Vergütung für PV-Strom aus neu installierten Dach-Anlagen liegt zwischen 7 und 10 Cent, je nach Anlagengröße.


    Ein BHKW hingegen bzw. KWK allgemein wird die für seine Produktion und den Betrieb eingesetzte Energie nie zurückzahlen. Aber es kann produzieren, wenn PV und Wind nichts bringen. Deswegen hat es als drittes Standbein einer zukünftigen regenerativen Energiewelt einen großen Stellenwert.

    Nur: als Ersatz für PV oder Wind ist es grundsätzlich nicht geeignet.


    Und dass Windkraftanlagen wegen PV-Anlagen abgeregelt werden ist ein unfrommes Märchen. Aber das ist eine andere Geschichte...

    Die "Vergasung" von Feldfrüchten zur Stormerzeugung halte ich für Idiotie - oder auch Skrupellosigkeit! Warum?

    In einem Nachbarort, kaum 10 km weg, steht eine große landwirtschaftliche Biogasanlage neben einem Rinder-Mastbetrieb.

    Das Futter für die Tiere wurde früher auf den umliegenden Feldern angebaut - heute wird es importiert. Der Mais auf den Feldern hingegen füttert die Biogasanlage.

    Gleichzeitig! brennen in Brasilien und in Asien Urwälder, um auf den neu gerodeten Flächen genau die Futtermittel zu produzieren, die hier verfüttert werden.

    Deswegen halte ich das für Idiotie und Skrupellosigkeit!


    Ergänzung: Die Abwärme der Biogasanlage geht über ein lausiges Nahwärmenetz (ich hab im Bau die lausigen Wärmeleitungen fotografiert), das mehr als ein Viertel der Wärme unterwegs verliert, zu einer locker bebauten Wohnsiedlung.. Wärmesaniert wird dort kaum mehr, denn Biogas ist hier "der billigste Dämmstoff"...

    Also ich habe das Holzvergaser-Kraftwerk (eine Anlage, nicht als Block gebaut) in Funktion gesehen auf dem Geflügelhof Gatz bei Offenburg.

    wenn es denn ein irgendwie funktionierendes Holz-BHKW oder Stirling oder was auch immer geben würde...

    Wenn Du daran zweifelst, kannst Du ja mal hinfahren und das selbst ansehen.


    Kleine Holzgas-Kraftwerke (aka BHKW) halte ich für zu wartungsintensiv, als dass man diese irgendwelchen unbedarften Hausbesitzern oder auch Hausmeistern in die Hände geben könnte.

    Mir ging es vor allem darum, die Potentiale zu umreißen.


    Ich heize selbst - nur! - mit Stückholz aus dem nahegelegenen Wald im wohnungszentralen wasserführenden Holzvergaserofen.

    Hocheffizient und nur dann im Einsatz, wenn er wirklich gebraucht wird (keine Sonne Haus und Wasser wärmt).

    Das Holz selbst kann stofflich nicht genutzt werden, eine KWK-Nutzung wegen der kurzen Einsatzzeiten nicht möglich.

    Das Haus selbst ist gut gedämmt.

    Eine Erweiterung der solaren Heizungunterstützung ist in Arbeit.


    Vor allem meine ich, dass Holz eine begrenzte und kostbare Ressource ist, die nicht in lausigen Wärmenetzen verklappt werden darf.

    Dasselbe gilt für Biogas. Die "Vergasung" von Feldfrüchten zur Stormerzeugung halte ich für Idiotie - oder auch Skrupellosigkeit!

    Solange da nicht lange Wärmenetze dranhängen, ist das dennoch weniger problematisch, denn wenn die Subventionen weg sind ist auch das Geschäftsmodell beerdigt. Die hohen Investitionen in Wärmenetzen erzeugen aber eine eigene, sehr negative Trägheit.

    Nicht umsonst wird in den Orten, wo Wärmenetze verbuddelt sind, kaum mehr energiesaniert.


    Früher hieß es "Öl ist der billigste Dämmstoff", heute ist halt Holz in Wärmenetzen angeblich billiger als Dämmen...