Beiträge von jembohn

    Ich bin kein Akku Chemiker, aber verlasse mich drauf, dass die Leute, die davon was verstehen, etwas entwickelt haben, was funktioniert. Und ich habe irgendwie das Gefühl, dass Tesla von Akkus etwas versteht.
    Läuft ja erst seit drei Wochen, war in der Zeit einmal auf 100% und natürlich auch auf 0%.
    Wenn das stimmt, was ich allgemein zu Lithium Akkus gehört habe, dann ist es eher schädlich, wenn sie länger auf 100 % stehen, als wenn sie leer sind.
    Es gibt natürlich Speicher mit weniger Kapazität, aber die sind dann teurer.
    Ich werde berichten, sich die powerwall macht.

    Hallo rechi2,


    bin ebenfalls sehr zufriedener Betreiber eines Vitotwin 300, läuft problemlos seit 10.2014. Und seit ca. 3 Wochen in Kombination mit einer Powerwall 2. ;-)
    Muss eine der ersten in DE sein ...


    Belastbare und vergleichbare Daten gibt es noch nicht, aber es sieht so aus, als ginge das in die gedachte Richtung.


    Wir sollten mindestens 2.000 kWh/a mehr als bisher damit selbst verbrauchen können, damit kommen wir immerhin auf Einsparungen von ca. € 500,-/Jahr.
    Natürlich wird sich der Speicher nicht in 10 Jahren amortisieren, es sei denn, die Stromkosten steigen nochmal deutlich. Aber es macht einfach auch ein bisschen Freude, ein System zu betreiben, das gut aussieht und gut funktioniert.


    Unsere Rahmenbedingungen sind etwas anders, als bei Euch. Wohnfläche dürfte ungefähr gleich sein, aber der Wärmebedarf ist wohl deutlich höher, Stromverbrauch auch, ca. 6.400 kWh.
    Ich habe in die Tabelle aus dem ersten Post mal die Daten von uns der letzten 12 Monate eingetragen, zumindest die, die ich auch erfasst habe.


    Abgegebene Wärme Heizen 1 -
    Gasmenge Stirlingbrenner 1 4.532 m³
    Betriebsstunden Stirlingbrenner 1 6.001 h
    Brennerstarts Stirlingbrenner 1 697
    Erzeugte Energie (aus Daten) ? kWh
    Erzeugte Energie (Zähler Generator) 5.955 kWh
    Brennerstarts Zusatzbrenner 12.922 (?!)
    Betriebsstunden Zusatzbrenner 2.209
    Gaszähler 6.835 m³
    Stromzähler Bezug 2.907 kWh 1.817 kWh
    Stromzähler Einspeisung 2.076 kWh 2.529 kWh
    Stromverbrauch(inkl. Heizungssteuerung) 6.396 kWh 4.394 kWh




    Ich hatte zunächst Bedenken, weil es bei uns relativ große Zeiträume gibt, in denen nur 200 - 300 W Überschuss nach Hausverbrauch entstehen, und ich habe mich gefragt, ob das zum Laden reicht. Aber der Batterie-Wechselrichter startet ab 50 Watt, Wirkungsgrad wahrscheinlich unterirdisch, aber der regelt schnell und soweit ich das beurteilen kann auch exakt. Am Zähler kann man bei uns die momentan bezogene/eingespeiste Leistung sehen, und die pendelt +/-10 Watt um den Nullpunkt, macht Spass dabei zuzuschauen.
    Auch große Lasten deckt die Batterie locker ab, bei uns laufen schonmal Waschmaschine, Trockner und Küche parallel, dann rauscht zwar die Kühlung der Batterie, aber Strombezug ist 0,00. Ich bin so froh, dass ich nicht die PW1 gekauft habe, die hätte das nicht geschafft.


    Ich poste gerne mal ein Update, wenn es mehr Daten gibt, wenn der erste komplette Monat vorbei ist.

    Guten Abend zusammen,


    hier angehängt Zahlen nach 15 Monaten Betrieb. In 10.2014 wurde der Vitotwin in Betrieb genommen.


    Alles in allem sind wir absolut zufrieden mit dieser Wahl, läuft völlig problemlos, einzig beim Verhalten des Zusatzbrenners entstehen Rätsel, aber dafür mache ich nochmal einen anderen Thread auf.


    'Ärgerlich' ist, dass wir fast exakt soviel Strom beziehen, wie wir wieder einspeisen, aber daran lässt sich kaum etwas ändern. Mit einem Speicher sicher, aber solange sich das nicht innerhalb ca. 10 Jahren amortisieren kann, überlege ich da nicht weiter.


    Habe gerne ein offenes Ohr, wenn etwas auffällt an den Zahlen oder irgendwas unklar ist.

    Dateien

    Danke für die Rückmeldungen.


    Es lag tatsächlich an der Aussentemperatur. Sobald die gemischte Temperatur niedriger wird, ist wieder alles beim Alten, der Stirling startet wie gewohnt bereits 3-4 Stunden vor dem Wärmebedarf und die Heizkreise haben ausreichend Wärme verfügbar.


    Gruß
    jembohn

    Hallo zusammen,


    unser vitotwin 300 läuft jetzt seit fast 12 Monaten völlig problemlos. Wir haben noch nicht ganz 12 Monate komplett, aber es werden ca. 5.800 h werden. Wenn die 12 Monate komplett sind, werde ich mal ein Fazit posten.


    Aktuell beobachte ich aber ein Verhalten, das ich nicht nachvollziehen kann. Der Stirling scheint morgens viel später zu starten als sinnvoll oder möglich ist.


    Wir haben einen großen Fussboden-HK und einen großen Radiatoren-HK und einen kleineren Radiatoren-HK. Der Fussboden-HK startet um 0430, der Radiatoren-HK um 0600. Wenn man dann um 0600 auf die Temperaturen schaut, ist der Puffer ziemlich leer und die Heizkreise wegen WW-Vorrang aus.
    Liegt das an der nur langsam lernenden Steuerung, die sich für die Übergangszeit rüstet?
    Alle anderen Einstellungen, die dieses Verhalten beeinflussen könnten, sind unverändert.
    Stirling-Freigabe ist 24h/Tag, die Werte für frühestmöglichen Start sind bei allen 3 HK auf 6 Stunden gestellt, der Stirling ist auch für WW-Erzeugung auf 2 Stunden früher freigegeben.
    Oder übersehe ich Einstellungen, die das steuern könnten?


    Danke im voraus, herzlicher Gruß

    Hammer! Danke für diese ausführliche Antwort, jetzt ist mir vieles deutlich klarer. Da werde ich mal einige Punkte abarbeiten.


    Einen hydraulischen Abgleich haben wir nicht gemacht, weil der mit Umbau auf voreinstellbare Ventile teurer gewesen wäre, als die Bafa-Förderung, aber nach der Schilderung hier scheint mir das echt Sinn zu machen, das ist mir völlig nachvollziehbar.


    Danke auch für die Zahlen zu Starts und Laufzeiten. Dazu muss ich mir mal noch einen Gedanken machen.


    Danke nochmal, ich melde mich wieder, wenn ich was neues herausfinde.

    Danke für die ausführliche Antwort.


    Ich habe die Werte aus der Steuerung mit den Thermometern verglichen - das passt.

    Der Zusatzbrenner soll sich laut Handbuch einschalten, wenn die Speichertemperatur (B4) mehr als 10 K unter die Speicher-Solltemperatur fällt. Letztere liegt 8 K über der Vorlauf-Solltemperatur. Mit den genannten Werten heißt das: Die Speicher-Solltemperatur ist (55+8=) 63°C; Zbr-Einschaltpunkt wäre dann (63-10=) 53°C und Ausschaltpunkt (53+8=) 61°C.

    Ich werde ja aus dieser Grafik (s. Anhang) überhaupt nicht schlau. Wie errechnet sich denn z. B. der Ausschaltpunkt für den Zusatzbrenner? Ich vermute auch, dass der zu niedrig ist, weiß aber nicht, welche Werte ich dafür verändern sollte.


    Mich würde ja außerdem mal sehr interessieren, ob jemand von den anderen Vitotwin-Eignern hier mal eine Rückmeldung geben könnte, wie sich der Zusatzbrenner verhält, ich habe nämlich das Gefühl, dass bei der Steuerung der Modulation irgendwas nicht stimmen kann. Bei uns ist das bei den aktuellen Temperaturen (2-3°C) so, dass der zw. 6.00 und 22.00 zwar 15 Stunden läuft, aber in der Zeit 35 - 40 mal startet. Wenn man sich mal 10 Minuten daneben stellt, merkt man, dass der Zusatzbrenner ausgeht, nur um nach ca. 1 Minute wieder zu starten.
    Wenn das normal ist, will ich mich damit abfinden, aber das kommt mir irgendwie nicht optimal vor.


    Gruß, jembohn

    Hallo,


    auf dem Anlagenschema sind die folgenden Thermofühler eingezeichnet von oben nach unten (B3/B4/B42/B41).


    Mit diesen Werten im normalen Betrieb:


    B3 = 60-65° relativ konstant, ohne starke Schwankungen
    B4 = zwischen 45° und 55°, stark schwankend, langsam zunehmend bei Betrieb des Zusatzbrenners, schnell fallend nach dessen abschalten.
    B42/B41 = ca. 40° relativ konstant

    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich werde mal testen, ob eine der Varianten etwas am Verhalten des Zusatzbrenners ändert.


    Aber je mehr ich darüber nachdenke, umso weniger leuchtet mir ein, warum die Temperatur am Sensor B4 (Vorlauf Heizkreisverteiler) innerhalb von Sekunden, nachdem der Zusatzbrenner abschaltet, um 5-10 K fällt und dann deutlich unter der benötigten Temperatur für den wärmsten Heizkreisverbraucher liegt. Wenn da so wenig Wärme gepuffert wird, funktioniert der Puffer doch gar nicht ...
    Könnte das auch ein hydraulisches Problem sein, zu hohe Strömungsgeschwindigkeit, Verwirbelung im Puffer o.ä.?

    Hallo,


    unser Netzbetreiber (Stadtwerke Georgsmarienhütte) hat ebenfalls nicht den eingebauten Zähler akzeptiert, sondern einen eigenen Produktionszähler haben wollen. Begründung war, dass "alle miteinander verbundenen Zähler (Bezug/Lieferung und Produktion) vom gleichen Messstellenbetreiber betrieben werden müssen, und welcher Privatmensch würde schon Messstellenbetreiber sein wollen ..., blablabla"
    Ich habe das in der stressigen Bauphase so hingenommen und hatte nicht die Nerven und Zeit, das nachzuprüfen. Spätestens, wenn es darum geht, eine Neu-Eichung des eingebauten Zählers nachzuweisen, bin ich wahrscheinlich froh über diesen Umstand.
    Ich vermute auch, dass, selbst wenn der Netzbetreiber hier nicht im Recht sein sollte, es eine große Menge Zeit und Energie kosten würde, diese Tatsache rückgängig zu machen.

    Hallo zusammen,


    zuerst großes Lob ans Forum, ich habe hier seit längerem mitgelesen und viel von dem Input für unsere Entscheidung für einen Vitotwin 300 und gegen etwas ähnliches von z. B. Vaillant verwendet - sehr wertvoll, vielen Dank schonmal.


    Zur Sache:
    Wir haben ein Haus BJ 1985 gekauft, die Heizung musste neu und PV und Solarthermie schieden aus verschiedenen Gründen aus. Das Haus hat 280 qm Wohnfläche, einen Wärmebedarf von ca. 55.000 kWh/anno, wir sind eine sechsköpfige Familie. Das schienen für alle Beteiligten günstige Voraussetzungen für ein BHKW zu sein.


    Wir bereuen diese Entscheidung absolut nicht, sondern sind davon total überzeugt. Die Anlage läuft seit Ende Oktober und der Stirling hat die ersten 1.000 Stunden ohne irgendwelche Probleme bereits hinter sich. Die Leistung liegt zwischen 970 und 1030 Watt, das scheint nach dem, was ich hier lese, normal zu sein.


    Ich habe mich immer für unsere Heiztechnik interessiert und beobachte das entsprechend und dabei sind mir beim Vitotwin einige Punkte aufgefallen, was die Regelung angeht, bei denen ich den Verdacht haben, dass das auch besser geht.
    Inbetriebnahme war mit Heizungsbauer und Werkskundendienst und die Konfiguration ist wie folgt:


    Anlagenschema 1 mit Vitocell 340 (750 Liter).


    Heizkreis 1: VTsoll 35° (Fussbodenheizung im Erdgeschoss und Bädern) mit Systemtrennung
    Heizkreis 2: VTsoll 55° Konvektoren vor Fenstern und Radiatoren
    Heizkreis 3: VTsoll 50° Radiatoren in ehemaliger Einliegerwohnung


    Die oben angegebenen VTsoll will die Steuerung bei ca. 3° Außentemperatur.


    Ich beobachte dann folgendes: bei Heizkreis 2 wird die VTsoll fast nie erreicht, sondern bleibt teilweise 6-8K darunter, obwohl der Mischer voll auf ist.
    Bei den anderen Heizkreisen wir VTsoll aber immer erreicht und meist auch im Bereich von +/- 1K gehalten.


    In den Zeiten, in denen der Zusatzbrenner läuft, ist der Wert vom Sensor B4 (das ist die Vorlauftemperatur, die auf den Heizkreisverteiler geht), mindestens auf VTsoll von HK2, teils auch darüber. Das ist jedoch innerhalb von einigen Sekunden vorbei, sobald sich der Zusatzbrenner abschaltet.


    Über das Takten des Zusatzbrenners wundere ich mich auch. Die Steuerung zählt bei Außentemperaturen um die 0° ca. 70 Starts innerhalb 24 h, das kommt mir ja recht viel vor und wenn ich mich mal 10 Minuten daneben stelle, sehe ich, dass der Zusatzbrenner teilweise weniger als 1 Minute aus ist und dann wieder startet. Genau das will man doch eigentlich mit einem Pufferspeicher vermeiden, oder irre ich mich da?
    Kann das sein, dass die Modulation des Zusatzbrenners nicht richtig läuft?


    Ich hatte erst die Vermutung, dass ein Temperaturfühler falsch platziert ist, aber das scheint nicht der Fall zu sein, ich vermute, dass es eine Einstellung der Steuerung oder der Pumpen ist. Manche einstellungen sind im Handbuch ja recht mager beschrieben und der Heizungsbauer hat zwar viel Erfahrung mit Viessmann, aber nicht mit der Steuerung des Vitotwin.


    Danke für's Lesen bis hierher, würde mich extrem freuen, wenn mir jemand einen Anstoß geben könnte, in welche Richtung man hier denken muss.


    Gruß
    jembohn