Beiträge von jzwayer

    Außenwanddurchlaß geht nicht. weil ich dann unter Erdgleiche aus dem Gebäude komme. Müßte dann einen Schacht für das untere Stück bauen. Ist zuviel Aufwand. Abgaskaskade gejt nicht, weil im Bestand ein Vitocrossal300 vorhanden ist. Wie Du schon sagtest, Kaskade geht ja nur mit einem Vitodens 200.

    Wenn mir ein Autohersteller bzw. der Händler sagt, dass ich die Gewährleistung nur dann bekomme, wenn die werkseitig montierten Räder draufbleiben. dann Ende des Gespräches. Macht aber kein Händler. Solange die anderen Felgen eine ABS haben, ist doch alles ok. Und dieses Verfahren erwarte ich auch von den Heizgeräteherstellern.

    Gruß

    jzwayer

    zu den beiden anderen Alternativen gibt es nichts zu sagen. Es gibt sie und damit gut. Wer sie einbauen kann o.k.

    Dein 2-zügiger Kamin, nur um eine PA2 aufzustellen, ist auch nicht für 0.- € zu haben.


    Da in Deutschland so gut wie alles über DIN oder sonstige Vorschriften geregelt ist, kann davon ausgegangen werden, dass nichts auf dem Markt, was nicht den gültigen Normen entspricht. Wer sich daran hält, kann unter normalen Umständen nichts falsch machen. So ist es auch bei dem AZ-System. Alle Hersteller verwenden das gleiche Material PP. Außer Viessmann/Skoberne, die verwenden neuerdings PPs.

    Mein Ansatz geht aber in eine ganz andere Richtung: Vaillant schreibt Vaillant/Atec vor, Viessmann Skoberne/Viessmann, Sunfire xyz, Buderus/abc, usw. Ich hatte bei meinem Gas-BHKW von Vaillant ATEC eingebaut. Nach 6 Jahren ist das BHKW Schrott und will auf Viessmann PA2 umsteigen. Jetzt ist das AZ-System von ATEC vorhanden. Viessmann sagt, es muss für die Viessmann-Geräte Skoberne sein. Bedeutet altes System komplett raus und neues System rein. Welch eine Resoucenverschwendung, zusätzlicher Müll (Kunststoff). Warscheinlich nicht recyclebar. Landet in Asien oder im Meer. Wenn vielleicht nach ein paar Jahren die PA2 die Beine durchstreckt und ein neues Gerät, vielleicht Senertec oder ein Sunfire angeschaft werden soll, muß wieder ein neues AZ-System her. Ich stelle mir gerade vor, ich hätte ein Außen-AZ und müßte es alle paar Jahre nach einem Kesselwechsel abbauen und ein neues aufbauen. Meine Nachbarn würden mich sehr ungläubig ankucken.

    Es wäre doch mal eine Maßnahme, wenn ein Heizgerätehersteller sagt, bei uns können sie jedes zugelassene AZ-System verwenden. Das wäre doch ein gutes Alleinstellungsmerkmal. Es soll mir keiner erzählen, dass ein Gerät von Viessmann mit einem AZ-System von z.B. ATEC keine Zertifizierung bekommen würde. Die Zertifizierungsstelle prüft sowieso nur das Gasgerät als solches. Das AZ-System mag dabei herkommen wo es will. Hauptsache es hat eine Zulassung und ist für die Abgastemperaturklasse, Druckklasse usw. nach DIN 14471 geprüft und zugelassen. Es kann mir auch keiner erzählen, dass ein Viessmann-Gerät mit einem Skoberne-AZ-System besser , respektive störungsfreier läuft, als mit einem ATEC-AZ-System. Immer die Gleichwertigkeit vorausgesetzt.

    Übrigens: ich habe mit ATEC nichts am Hut. Hab es halt nur kennengelernt im Zusammenhang mit meinem Gas-BHKW.

    Bei der Gelegenheit stelle ich mir Frage, ohne die internas Deines 5-Fam.-Hauses zu kennen, wass wird mit der PA2 denn beheizt bzw. mit Strom versorgt. Für die WW-Bereitung in einem 5 WE ist die, nach meiner Einschätzung , doch viel zu klein. Ich hatte für unser EFH mit 3 Pers. bei 300 ltr. WW-Speicher eine Aufheizzeit von 30 Minuten, ohne zwischenzeitliche Entnahme, ermittelt. Bei einem WW-Bedarf in einem 5 WE müßte die Therme ja ständig nachheizen.


    Gruß jzwayer

    Hallo uebermac,

    zu Deinem Beitrag über die PA2 sind einige Anmerkungen, bzw. Richtigstellungen erforderlich:

    - die PA2 ist mit dem Skoberne Abgassystem systemzertifiziert. Soweit richtig. In Deinem Fall in Kaskade mit einem VITODENS 200 sowieso. Mit der Systemzertifizierung argumentieren auch alle anderen Hersteller. Es wäre aber jedes andere System eines anderen Herstellers zugelassen, sofern es eine Bauartzulassung des DIfBt ( Deutesches Institut für Bautechnik) hat, und das haben alle Hersteller. Die Heizgerätehersteller verpflichten Ihre Kunden, die AZ-Systeme zu verwenden, auf denen auch der der jeweilige Heizgerätehersteller seinen Namen draufgepappt hat. d.h. zum Beispiel bei Vaillant, wenn man das AZ-Rohr mit dem Namen Vaillant verwendet ist es o.k., wenn man aber frei am Markt das AZ-Rohr von ATEC einkauft und einbaut, verliert man die Gewährleistung bzw. Garantie, obwohl das Rohr mit dem aufgedruckten Namen Vaillant das Rohr von ATEC ist mit den identischen Qualitätsanforderungen.

    - wer die PA2 als Beistellgerät neben einem vorhandenen Gasheizgerät einbaut ist frei vom BZM. Siehe mein Beitrag Nr. 12 und 13.

    - für die PA2 kann kein rechnerischer Nachweis nach DIN 13384 geführt werden ( Aussage Fa. Viessmann). Er ist auch nicht erforderlich, weil die PA2 keine Abgasanlage hat, weil sie eben keine Feuerstätte ist.

    - Sichtprüfung und Abnahme durch den BZM entfällt, weil es keine Feuerstätte ist.

    - jedes AZ-System mit der Temperaturklasse T120 und den jeweiligen Angaben für Druckverhältnisse usw., das eine Bauartzulassung hat, könnte für die PA2 bei einer Beistelllösung verwendet werden. Wer aber nicht das Viessmann-AZ-System verwendet verliert die Gewährleistung des Heizungsbauers und bekommt auch nicht die Garantie mit dem Vollwartungsvertrag von Viessmann. Der aber wiederum ist erforderlich für die Förderung. Hat Viessmann geschickt eingefädelt. Aber nicht gerade kundenorientiertes Geschäftsgebaren.

    Hab das Gefühl, Du stehts in enger Verbindung mit Viessmann, weil Du diese "Vorteile" aus der Planungsanleitung von Viessmann so herausstellst, obwohl es keine Vorteile sind sondern reine Knebelungen des Kunden.


    Gruß

    jzwayer

    Hallo Kellerbrummer,

    hier noch ein Nachtrag zu meinem Beitrag Nr. 12:

    Auch nach der KÜO (Verordnung über die Kehrung und Überprüfung von Anlagen (Kehr-und Überprüfungsordnung-KÜO)*)Vom 16. Juni 2009 (BGBl. I S. 1292), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2020(BGBl. I S. 1544)) gibt es für den Schornsteinfeger bei einer PA2 nichts zu tun.

    § 1 Kehr-oder überprüfungspflichtige Anlagen

    (1) Kehr-oder überprüfungspflichtig sind folgende Anlagen:

    1.Abgasanlagen,

    2.Heizgaswege der Feuerstätten,

    3.Räucheranlagen,

    4.notwendige Verbrennungsluft-und Abluftanlagen.

    Gruß

    jzwayer

    Hallo Kellerbrummer,

    endlich mal ein PA2-Besitzer. Vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Nach der Feuerungsverordnung fallen Brennstoffzellengeräte nicht in den Geltungsbereich der FeuVO (Zitat: FeuVo, §1, Nr. 1 letzter Satz: „Die Verordnung gilt nicht für Brennstoffzellen und deren Anlagen zur Abführung der Prozessgase“. Wenn es dann keine Feuerstätte ist, hat es auch keine Abgasanlage nach DIN 18160, weil es ja keine "Verbrennung" zur Erzeugung von Wärme gibt. Es ginbt zwar eine "kalte Verbrennung" aber keine heiße Verbrennung im Sinne der FeuVO und der DIN 18160. Der Schornsteinfeger hat mir nach Rücksprache mit dem Landesinnungsverband der Schornsteinfeger bestätigt, dass er für diese Anlagen nicht zuständig ist. Weder Abnahme noch Prüfpflicht.

    Auch wenn ich mich im Moment gegen eine PA2 entschieden habe, kannst Du evtl. ein bischen über Deine Erfahrungen berichten? Bist Du mit der Anlage zufrieden?

    MfG

    jzwayer



    Es ist nicht nur die Umsatzsteuer. Die würde ich schon zurückbekommen. Hat bei meinem VAILLANT-BHKW ja auch funktioniert. Aber dieses zähe Handeln der Beteiligten. Angefangen bei den Fachfirmen nach meiner Angebotsanfrage. 3 Firmen, alle von Viessmann für BSZ qualifiziert, im Februar 2020 angefragt. 1 Firma bietet an. Bei den beiden anderen 3x nachgefragt, "ja wir sind dabei", letztlich aber kein Angebot und keine Absage. Heizungsbauer, der die Fragen unwillig an Viessmann weitergibt. Dann das zögerliche Handeln bei Viessmann. Dann die Frage, ob ich das alte LAS von meinem BHKW weiterverwenden kann. Vertrieb Viessmann: "das kriegen wir schon hin". Wenn ja, bekomme ich von Viessmann dann einen Vollwartungsvertrag und die 10 Jahre Garantie. Die Aufklärungsarbeit beim BZM. Die teilweise dummen Antworten von "Fachleuten", z.B. vom Obmann der örtlichen Schornsteinfegerinnung ( "Schauen Sie in die Niedersächsische Bauordnung". auf meine Frage: "BSZ eine Feuerstätte ja oder nein"). Hab dann tagelang die maßgebenden DIN und die TRGI gelesen und war dann teilweise schlauer als die Fachleute.

    Nicht zuletzt die fehlende Resonanz hier im Forum in diesem Thread und nach in einem weiteren. War zwar nicht ausschlaggebend, aber hat die Frage aufgeworfen, ob ich mit der PA2 wirklich richtig liege. Denn 27.000.- € zahlt ich nicht so aus der Portokasse. Hab dann mal eine Simulation durchgespielt, in welchen Zeiten die PA2 WW-Speicher und Pufferspeicher, ohne Entnahme, aufheizen. Auch das gab mir zu denken.

    Das einzige was richtig schnell ging war der Förderantrag und die Förderzusage der KfW.

    Übrigens lese und schreibe ich seit langem hier im Forum. In vielen Threads tauchen immer wieder die gleichen Namen auf mit sehr fundierten und hilfreichen Beiträgen. Dazu gehörst auch Du sailer773. Dafür meine Anerkennung.

    Neueste Entwicklung zur PA2:

    da es hier im Forum keine PA2-Nutzer gibt und auch keine Fachleute, die sich mit dieser Anlage auskennen, darf ich an dieser Stelle folgende neue Entwicklung mitteilen. Der Schornsteinfeger hat jetzt nach Rücksparache mit seiner Innung anerkannt, dass die Brennstoffzelle keine Feuerstätte ist und dementsprechend auch keine Abgasanlage hat. Insofern interressiert er sich nicht für die Anlage zur Ableitung der Prozessgase. Wegen der Beiden Rohre in einem Schacht möchte er nur die den Brennwertkessel umgestellt haben auf raumluftunabhängigen Betrieb. Dafür möchte er dann einen Nachweis haben, dass über den verbleibenden Querschnitt im Schacht mit den beiden DN 60 Rohren genügend Verbrennungsluft für den Brennwertkessel zugeführt wird. Diesen Nachweis habe ich bei Viessmann und bei LA-Systemherstellern angefragt, auch gegen Kostenerstattung. Es war jedoch niemand in der Lage, diesen Nachweis zu führen. Weder in der DIN 13384 oder der DIN 18160 noch in der TRGI 2018 sind dafür Rechenansätze vorhanden. In der TRGI nur ein Ansatz für raumluftabhängigen Betrieb.

    Ich habe mich dann selbst mal versucht einen Nachweis zu führen ( siehe Anlage). Ob der BZM diesen Nachweis anerkennt, weiß ich noch nicht. Würde gerne die Meinung der Fachleute hier im Forum hören.

    Zwischenzeitlich ist in der ganzen Angelegenheit soviel Zeit vergangen, das die Firmen (heizungsbau, Elektriker, Eigenleistung) keine Fertigstellung der Anlage mehr garantieren. Damit entfällt dann auch der niedrigere MwSt.-Satz. Das ganze Vorhaben rechnet sich nicht mehr. Obwohl die Förderung in voller Höhe zugesagt ist, alle Planungen abgeschlossen sind und es eigenlich losgehen könnte, werde ich das Vorhaben absagen und keine Brennstoffzelle einbauen. Es bleibt alles beim alten mit Brennwertkessel und Solarthermie.

    MfG

    jzwayer

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    Hallo seem2810,


    JoGo hat ja schon den ersten Fehler gefunden: Wenn das BHKW nur von 7:30 - 8:30 läuft, dann hat der Motor noch nicht die erforderliche Temperatur am 3-Wege-Mischer im Wärmeaustauschmodul von mindestens 60°C erreicht. Das bedeutet, dass noch keine Wärme vom Wärmeaustauschmodul in den WW-Speicher, bzw. Pufferspeicher oder die Heizkreise abgegeben wird. Das heißt, der Motor läuft sich sich erst einmal warm. Wie beim Auto: wenn Du erst 5 Minuten gefahren bis, kannst Du noch keine Wärme aus der Heizung erwarten. Das ist sehr gut in dem Bild Nr. img 3010 zu erkennen. Aus dem Motor kommt nur eine Vorlauftemperatur von 45,4°C in das Wärmeaustauschmodul. Das liefert nicht nur kurze Laufzeiten, sondern auch kaum Wärme.


    Um das 3-Wege-Ventil im WAM (Wärmeaustauschmodul) für Warmwasser oder die Heizkreise zu öffnen, muß mindestens 60°C aus dem Motor ankommen und das geht nur mit längeren Laufzeiten des Motors. Der Motor kann bis ca. 80°C Vorlauf hochfahren. In die Speicher gehen dann aber max. 60°C raus, weil über den Wärmetauscher nicht mehr geht. Also Einschaltphase 1 deutlich verlängern, so wie von JoGo vorgeschlagen.


    Ich hatte selbst ein ECO Power 1.0 über 6 Jahre (2013 bis Ende 2019) in Betrieb. Hat WW-Speicher, den Pufferspeicher aus der Solarthermie in Oktober bis April und einen Pufferspeicher versorgt. Heizkreise nicht direkt, sondern aus den beiden Pufferspeichern über den Brennwertkessel. Laufzeit 23 Stunden/Tag. Sofern keine Solarwärme da war hat das BHKW es selten geschafft die Pufferspeicher komplett bis ca. 60°C aufzuheizen. Bei der Laufzeit war natürlich ständig Warmwasser vorhanden von 7:00 bis 9:00, 12:00 bis 14:00 und 17:00 bis 23:00 Uhr.


    Abschließend kann ich Dir nur empfehlen, die Zeiten der Einschaltphase 1 deutlich zu verlängern, mindestens so wie von JoGo vorgeschlagen.

    Wenn Du weitere Hilfe brauchst, bitte weiter nachfragen ("da werden sie geholfen").


    Gruß

    jzwayer

    Oldenburg/Nds.

    Hallo sailor773,

    komme Deinem Wunsch gerne nach und stelle hier 3 Dateien mit den Schemen ein. Es sind 3 Schemen, weil ich damit kurz den Werdegang der Planung darstellen möchte. Ich hatte zunächst meinen Entwurf (Schema 1) ausgearbeitet mit der Maßgabe, dass der Solarspeicher völlig von dem Kreis der PA2 abgekoppelt ist, weil ja bisher Solarthermie und Brennstoffzelle zusammen nicht geht. Dann kam von Viessmann der Entwurf 1 zurück, mit der Einbindung des Solarspeichers. War darüber etwas überrascht. Begründet wird das dann in einem Erläuterungstext zum Entwurf 2, warum der Solarspeicher eingebunden ist ( Vorwärmstufe, usw. ) Ob ich das so mache, weiß ich noch nicht, weil ich dadurch sehr viel umbauen muß (hatte ja vorher ein Vaillant BHKW 1.0).

    Noch ein Hinweis: das Schema darf nicht ohne weiteres auf andere Anlagen übertragen werden. Grundsätzlich ist eine Genehmigung von Viessmann erforderlich!!

    Neben der hydraulischen Einbindung ergeben sich jedoch bei der Wahl für eine Vitovalor PA2 noch einige andere Fallstricke. Siehe dazu mein Thread "Abgasanlage für eine Vitovalor PA2" im Forum "BHKW mit Brennstoffzelle".

    Ergänzend dazu sei hier noch angemerkt, dass auch die Netzbetreiber Gas und Elektro mitreden wollen. Habe eine Niederspannungshauptverteilung mit 2 Zählerplätzen aus 1984, über die mein Vaillant-BHKW versorgt wurde und eingespeist hat. Jetzt muß ich für die BSZ eine neue HV bauenlassen nach VDE-AR-N-4105. Kosten 3.100.- € brutto. Auch der Gasversorger verursacht zusätzliche Kosten, weil mein Gasanschluss noch keinen Gasströmungswächter hat. Muß jetzt aber sein. Kosten 150.- € brutto. Zuleitung von der Hauptverteilung zur BSZ war bisher 3x 1,5 mm² muß jetzt laut Elektriker 3x 2,5 mm² sein. Warum eigentlich. Hat doch für das Vaillant-BHKW auch gereicht.

    Wenn die Ableitung der Prozessgase der PA2 nicht geregelt werden kann, ist eine VItovalor PA2 gestorben.

    Die Vitovalor darf nicht mit einer Solarthermie betrieben werden

    Entschuldige Sailer773, aber das ist auch wieder Unsinn. Werde es demnächst mit einer PA2 wie folgt praktizieren und das mit Genehmigung von VIESSMANN nach gemeinsam ausgearbeiteten Konzept unter Berücksichtigung der Bestandsanlage:

    Die Solarthermie in einen eigenen Speicher 500 Liter zur Heizungsunterstützung und für die WW-Bereitung, falls die PA2 keine ausreichende Leistung bringt. Aufheizung über die obere Wendel im WW-Speicher

    Die PA2 standardmäßig auf den WW-Speicher in die untere Wendel. Obere Wendel für Nachheizung durch den Brennwert, falls die PA2 keine ausreichende Leistung schafft. Wenn die Solltemperatur im WW-Speicher erreicht ist, schaltet ein 3-Wege-Ventil um auf die Beheizung eines eigenen Speichers für die PA2 mit 500 Liter. Aus diesem Speicher Heizungsunterstützung und Unterstützung Beheizung WW-Speicher, falls erforderlich.

    Theoretisch könnte im Winter bei nur geringer oder gar keiner Leistung der Solarthermie der Speicher der Solarthermie auch noch durch die PA2 aufgeheizt werden. Dann muß die Solarthermiepumpe aber dauerhaft abgeschaltet sein. So soll es gehen. Könnte sehr lange Laufzeiten der PA2 bringen.

    Diese Ringspaltmaße, die in den Planungsanleitungen aufgeführt sind, werden aus der DIN V 18160-1 abgeleitet. Aber 1. gilt die DIN nicht für Brennstoffzellen der Art Vitovalor PA2 und zweitens sind die dort in Abschnitt 6.9.3.1, angegebenen Maße, 3 cm und 2 cm Ringspalt, aus denen sich dann die Mindest-Schachtgrößen ergeben, auf die Abstände zu brennbaren Bauteilen bezogen.

    Alles Weitere im nachfolgenden:


    Man liest hier im Forum auffallend wenig über das Brennstoffzellengerät Vitovalor PA2 von Viessmann. Über die PT2 ja; aber PA2: Fehlanzeige. Dabei sollte doch die PA2 als Ergänzung vorhandener Kesselanlagen, vorzugsweise noch junger Brennwertanlagen, eine preiswerte Alternative zu den Anlagen mit hoher elektr. Leistung, wie z.B. die BG15 von Solidpower oder ähnlichen Geräten sein.


    Im Rahmen der Planung für die Nachrüstung einer BSZ zu meinem Vitocrossal 300 habe ich mich etwas intensiver mit der Problematik beschäftigt und bin dabei auf viele Problemstellen gestoßen:


    Feuerstätte/Abgasanlage/Niederspannungshauptverteilung

    Nach der Feuerungsverordnung fallen Brennstoffzellengeräte nicht in den Geltungsbereich der FeuVo (Zitat: §1, Nr. 1 letzter Satz: „Die Verordnung gilt nicht für Brennstoffzellen und deren Anlagen zur Abführung der Prozessgase“.

    Nach DIN V 18160-1 ist das Brennstoffzellengerät keine Feuerstätte, weil keine Verbrennung von flüssigen, gasförmigen oder festen Brennstoffen zur Erzeugung von Wärme stattfindet. Dementsprechend hat ein Brennstoffzellengerät auch keine Abgasanlage, sondern eine Anlage zur Ableitung von Prozessgasen.

    Sowohl die FeuVO als auch die DIN V 18160-1 sind also für Brennstoffzellengeräte nicht maßgebend. In den Planungshinweisen des Herstellers, hier Viessmann, wird keine Unterscheidung vorgenommen. In der Planungsanleitung der Vitovalor PA2 steht das Gleiche wie in der Anleitung für die PT2, obwohl die PT2 eine Feuerstätte mit Abgasanlage ist, die PA2 jedoch nicht. Auch in den Planungsanleitungen anderer Brennwertgeräte, wie Vitodens, Vitosolar, usw. steht auch annähernd das gleiche wie bei der PT2. Es wird bei der PA2 immer wieder Bezug genommen zur DIN V 18160-1. Dies ist m.E. nicht korrekt. Ebenso ist die zwingende Vorgabe für die Verwendung der AZ-Rohre eines bestimmten Herstellers äußerst fragwürdig. Dies wurde hier im Forum bereits eingehend thematisiert. Man kommt aus dieser Zwickmühle aber nicht raus, weil sowohl der Fachhandwerker als auch Viessmann die Gewährleistung bzw. Garantie mit einem VoWa-Vertrag ablehnen, wenn nicht das vorgegebene Fabrikat verwendet wurde. Und der VoWa-Vertrag ist nun mal Voraussetzung für die KfW-Förderung. Obendrein wird eine Inbetriebnahme verweigert. Mit diesen Knebeln hat sich die Anschaffung einer BSZ dann häufig erledigt, es sei denn, man hat mal eben 33.000.- € in der Portokasse, um ohne Förderung auszukommen.


    Bei der Förderung habe ich zur Zeit eine Anfrage bei der KfW laufen, ob denn die Kosten für den Umbau der alten Niederspannungshauptverteilungen, die vor 2018 errichtet wurden, überhaupt als förderfähige Kosten anerkannt werden. Unser Netzbetreiber lässt den Anschluss der BSZ nicht zu, wenn die Verteilung nicht den neuen VDE-AR-N 4105 und 4100 entspricht. Bis November hatte ich an der Verteilung noch mein Vaillant-BHKW hängen.



    Um nun die maßgebenden Herren für die Inbetriebnahme zu überzeugen, könnte folgendes Konzept ausführbar sein:

    Das Abgasrohr aus Kunststoff DN60 des vorhandenen Brennwertgerätes wurde bei der Neuinstallation in 2009 im Schornsteinrohr DN130 verlegt. Der Schornstein selbst erfüllt die Anforderung L90; das Kunststoffrohr die T-Klasse T120. Rußbrandgefährdung ist nicht vorhanden, da das vorherige Heizgerät ebenfalls mit Gas betrieben wurde. Das Brennwertgerät wird raumluftabhängig betrieben; der Ringspalt im Schornstein nicht belüftet, da keine Feuchteansammlung zu befürchten ist. In diesen Ringspalt wird ein zweites Kunststoffrohr DN 60 eingezogen. Die beiden flexiblen KS-Rohre haben jeweils einen Außendurchmesser von 62 mm. Muffen sind nicht vorhanden. Der Ringspalt wird jetzt belüftet für die Zuluft zur BSZ, die raumluftunabhängig betrieben wird. Die Zuluft wird am Schornsteinkopf zugeführt. Als Verbindungsstück zwischen dem Rohr im Schornstein und der Brennstoffzelle wird das vom Hersteller der BSZ geforderte AZ-System Fabrikat SKOBERNE DN60/100 verwendet und mit dem erforderlichen Gefälle eingebaut.

    Der Viessmann-Vertreter hat Zustimmung signalisiert, ebenso der Fachhandwerker. Nur der Bezirksschornsteinfeger lies sich bisher nicht umstimmen, trotz der Argumente aus Punkt 1. Hier muss wohl noch Aufklärungsarbeit geleistet werden.


    Mich würde mal interessieren, wie es anderen PA2-Nutzern ergangen ist. Gibt es Sie überhaupt und gibt es sie auch hier im Forum? Wäre dankbar für entsprechende Rückmeldungen. Natürlich würden mich auch die Meinungen der Fachleute im Forum interessieren, besonders dann, wenn mir jemand nachweist, dass mein Konzept einen Denkfehler hat oder gegen irgendwelche Vorschriften verstoßen sollte.



    Gruß aus Oldenburg/Nds.


    JZwayer

    Die 286.- € für den VoWa sind als Mittelwert sicher korrekt. Ich habe mir eine PA2 einschl. VoWa anbieten lassen. Der VoWa ist mit 3.435.- €, inkl. 16% MwSt, angeboten für eine PT2. Für eine PA2 gibt es scheinbar keinen separaten VoWa. Anderseits habe ich im Internet ein Angebot für einen VoWa in Höhe von 1.660.- €, inkl. 16% MwSt., gesehen, den man als Privatmann, losgelöst von einem Installateur erwerben kann. Ich gehe davon aus, dass der Vertrag dann mit Viessmann direkt abgeschlossen wird.

    Vermotlich war das Ganze bisher raumluftabhängig.

    Hallo GM 1967,

    sowohl der Brennwertkessel als auch das ehemalige BHKW wurden raumluftunabhängig betrieben. Deshalb hat ja der BZM eine Zuluftöffnung im Schornsteinkopf gefordert. Die Vitovalor soll auch wieder raumluftunabhängig betrieben werden, so wie von Viessmann gefordert.

    Aus welcher Vorschrift kann ich die einzuhaltenden Abstände herauslesen? Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ich wohne in Niedersachsen!

    Gruß

    jzwayer