Beiträge von Bernigo

    Hallo,


    um Dir zu antworten braucht noch ein paar mehr Infos:


    -Bist Du Mieter oder Eigentümer der Wohnung?


    -Wie wird Euer Haus bisher beheizt?


    -Was soll mit dem Stom geschehen? Soll dieser komplett eingespeist werden oder aber an die Mieter/Eigentümer verkauft werden?


    Vorab ein Hinweis aus der Zeitschrift "Finanztest" vom Juni 2009 (Seite 34). Hier fand ich ein interessantes Urteil vom Amtsgericht Freiburg ( http://www.immobilienverwalter-nrw.de/Po…2006%202009.pdf)
    zur Einbau eines BHKW in einen Eigentumsanlage


    Viele Grüße


    Bernigo

    Hallo Zusammen,


    durch eine einfache Gestaltung ist es möglich, den vollen Vorsteuerabzug zu erhalten. Ich möchte hier kurz mein Modell vorstellen:


    Eigentümer Mietwohngrundstück: Ehemann


    Eigentümer Dachs: Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bestehend aus Ehemann und Ehefrau


    Rechtsfolge:


    Nun sind Vermieter (Ehemann) und Wärmelieferant (GbR) zwei Rechtsträger und somit ist die Wärmelieferung keine unselbständige Nebenleistung des Vermieters zur steuerfreien Wohnungsvermietung, da die Wärmelieferung durch die GbR erfolgt und die Vermietung durch den Ehemann.


    Die Wärmelieferung stellt eine eigenständige umsatzsteuerpflichtige Leistung der GbR dar, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen.


    Alles Klar?


    Wenn nicht, dann nachfragen


    Viele Grüße


    Bernigo

    Bei mir war ein Vertreter von Senertec und dieser meinte es würde sich ab 2500 Betriebsstunden lohnen


    ....fragt sich nur, für wen es sich lohnt ))))))))))))


    Also Spaß bei Seite, Dir wird es nicht gelingen einen, einen Dachs bei Deinen Werten wirtschaftlich zu betreiben.


    Als Alternative überleg mal einfache Gasbrennwerttherme und wenn Du noch was für die Umwelt tuen willst, dann kombiniere diese mit einer solarthermischen Anlage. Auch hierfür gibt es Fördergelder der BafA.
    Spätestens nach Ablauf von zehn Jahren (Förderung KWK-Gesetz 5,11 Cent) wird der Dachs zur wirtschaftlichen Investitionsruine, da Du mehr Brennstoffkosten je erzeugte kW/h Strom benötigst, als der Strom an Wert nach dem EEX Preis hat. Also subventionierst Du dann nach der derzeitigen Rechtslage Deinen EVU , es sei denn, Du kannst jede kW/h Strom, die Du selbst erzeugst auch selber nutzt, aber wer kann das schon, insbesondere im Wohnungsbau!


    Bei unterstellten jährlichen Stunden von 2.500 Stunden hat er in zehn Jahren 25.000 Stunden gelaufen, die Lebenserwartung eines Daches beträgt mind. 80.000 Stunden. er ist bei Dir dann gerade mal eingelaufen, nur kannst Du ihn nicht mehr nach der derzeitigen Rechtslage wirtschaftlich betreiben
    Viele Grüße


    Bernigi

    Hallo Zusammen,


    als Vater von drei Kindern hat es mich zutiefst erschüttet, dass in Deutschland täglich 400.000 Seiten mit Kinderpornos aufgerufen werden.


    Ich glaube, der begriff "krank" ist noch sehr milde gwählt! @:pille


    Also Augen auf und schützt unsere Kinder und Zukunft vor diesen perversen Irren @:pille


    Viele Grüße


    Bernigo

    Jezt kommen aber 5 cent für den selbstgenutzten Strom ( bei mir 28000 kWh also 1400 Euro)


    Hallo Christian,


    wird der selbstgenutzte Strom ausschließlich privat genutzt, dann ist der Zuschuss auch "privat". Du kannst keine Kosten für den privat genutzten Strom geltend machen wie AfA, Gas, Wartung etc, deshalb ist auch der Zuschuss privat. Das ist so ähnlich wie der Schuldenerlass bei KfW-Darlehen bei privaten Häüsern. Diesen Schuldenerlass versteuern die privaten Bauherren ja auch nicht.


    Anders sieht es aus, wenn Du die Kosten für den "privaten" Strom steuerlich absetzen kannst, z.B. weil Du ein Gewerbe betreibst, oder wie Ich den strom an meine Mieter verkaufe. Dann müsst Du natürlich den Zuschuss versteuern, weil Du ja auch die Kosten steuerlich geltend machen kannst.


    Alles Klar? wenn nicht dann melde Dich


    Viele Grüße


    Bernigo

    Hallo Christian,
    auch meine Frau und ich haben die Gestaltung über eine GbR gewählt (Eigentümer Mietshaus ich; Eigentümer Dachs meine Frau und ich). Diesen Spaß haben wir deshalb gewusst, weil ich ehemaliger Finanzbeamter war. Das heist ich konnte die Verträge und die entsprechenden Steuererklärungen selber anfertigen. Wer dies nicht kann (was wohl die meisten betrifft) und zusätzlich noch einen Steuerberater aufsuchen muss, dann stellt sich wirklich die Frage, ob der Aufwand noch zum Nutzen steht!


    Viele Grüße


    Bernigo

    Mit der MWST: Nach meiner Kenntnis kannst Du die voll ziehen,wenn Du nicht slebst in dem Haus wohnst - dann natürlich die Stromrechnung an die Mieter auch mit MWST - als ' Gegenrechnung' setzt Du Du die MWST vom BHKW


    .....und was ist mit der Wärmelieferung? Erbringt diese der Vermieter, so stellt dies eine unselbständige Nebenleistung zur steuerfreien Wohnungsvermietung dar mit der Folge, dass der Vorsteuerabzug anteilig der Wärmelieferung zu versagen ist, unabhängig davon ob der Vermieter im Haus wohnt oder nicht!


    Viele Grüße


    Bernigo

    PS. Wenn ich das gewusst hätte, was mir alles bevorstand, vor Einbau des BHKWs,
    überzogene technische Auflagen, Klagen wegen Verweigerung der Zahlung der Einspeisevergütung ,
    Gerichtsstreite, Klärung vor Clearingstelle in Berlin, usw. usw. und das alles immer unter dem Deckmantel, man wolle alles eigentlich nur fördern, dann würde ich im nachhinein diesen Schritt nicht mehr wagen.


    Dies kann ich nur unterstreichen! Auch würde mir heute aus den vorgenannten Gründen kein BHKW mehr kaufen. Lieber das Geld in die Dämmung investierten und eine kleine billige Gasbrennwerttherme einbauen. Das erspart viel Ärger


    Bernigo

    Das Netzentgelt beim Bezug von meinem EVU beläuft sich auf 8,09 Cent/ kWh. Zieht man die MwSt., die Konzessionsabgabe und den KWK-Aufschlag ab, bleiben 4,89 Ct/kWh (sog. Arbeitsleistung). Erhielte ich 80% davon (was im wesentlichen der von mir tatsächlich erbrachten Vermeidungsleistung entspricht), käme ich auf 3,912 Ct/kWh. Bei 13.000 kWh p. a. macht das dann 508,56 Euro. An diesem Punkt kriegen die Netzbetreiber einen Kloß im Hals und werden auf einmal sehr unfreundlich.


    Hallo Maxnicks,


    Hut ab vor Deinem Einsatz für die Netzentgelte. Ich selber ärgere mich auch darüber, dass ich für den bezogenen Strom ein vielfaches an netzentgelte bezahle als ich für den eingespeisten bekomme, wobei ich noch rechtviel bekomme, nämlich 3,58 Cent je kW/h allerdings nur bis 2500 Stunden a 5,5 kW/h. Speise ich 2.501 kW/h ein, dann bekomme ich gar nichts! Fazit somit schäft mein Dachs von Mai bis September und das Warmwasser meines Sechsfamilienhaus erwämrt die Sonne oder der Spitzenlastkessel.


    Nun zurück zu Deinem Thema. Schreib doch mal einen zusammenfassenden Brief an die EU Kommision. Die ist doch, was den Wettbewerb auf dem Energiemarkt angeht, sehr aufgeschlossen. Ich kann mir nicht vorstellen, das die EU-Kommision hierein keine Wettbewerbsverzerrung sieht, wenn ich 5 Cent Netzentgelte zahle, mein Nachbar der voin meinem Dachsstrom versorgt wird zahlt auch 5 Cent Netzentgelte und wir bekommen nichts!


    Viele Grüße
    Bernigo

    Gäbe es evt. eine Möglichkeit den Strom direkt zu verkaufen??? Also ein Nachbar der entsprechenden Bedarf hätte?
    Da könnte man durchaus eine Leitung hinziehn (wenn er denn nicht zu weit weg ist und öffentl. Grund nicht berührt wird).


    Hallo firestarter,


    wenn ich meinen Nachbar mit Strom versorgen, welche Steuern und Abgabeb fallen dann an? Lohnt sich das dann noch?


    Viele Grüße


    Bernigo

    PS: Du hast das alles so vorher gewusst und trotzdem ein BHKW angeschafft???



    nein, habe ich nicht gewusst, aber das war meine eigene Dummheit und mein Vertrauen in dieverse Vertriebsleute von BKKW die ihr Produkt agressiv bewerben mit Heizkostenfreien wohnen und Kessel die ihr Geld verdienen, so dass man sich mit diesen Fragen nicht beschäftigt, aber dies ist ein anderes Problem.......


    Im Klartext ich bin verschaukelt worden und muss es jetzt aussitzen. Mit all dem heutigen wissen würde ich mir kein BHKW mehr anschaffen. Die Einsparung von Primärenergie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht die von einigen Idealisten die ein BHKW betreiben wollen.


    Aber der Vergleich mit den Bauern hinkt. Hier werden bestehende Preise gedrückt. Beim BHKW sieht es ja genau anders aus, der Baseloadpreis steigt und steigt...........


    Viele Grüße


    Bernigo

    Hallo Zusammen,


    ich kann Deine ausführungen nur unterstreichen, auch mich nervt es, dass mein eingespeister Strom ins Nachbarhaus fließt und der Bürger dort 10 Cent Netzentgelt zahlt und ich nichts bekommen, aber...............dass habe ich doch gewußt, als ich mich entschieden habe ein BHKW zu betreiben, oder?


    Ich mag es nicht, wenn jetzt geklagt wird über eine "Ungerechtigkeit" über die jeder BHKW Betreiber vorher Bescheid wußte. Dasselbe gilt übrigens auch für die Einspeisung, auch mein Dachs läuft wärmegeführt und speist jetzt auch zu Peakloadpreisen ein. aber auch dies wusste ich vorher, wenn ich das nicht mag, dann hätte ich mir kein BHKW zugelegt |__|:-)


    Viele Grüße


    Bernigo

    Selbst im Sommer würden die dezentralen Netze genügend Strom erzeugen.
    Den dann würden sie halt kurzfristig!! wie die jetzigen Energieschleudern betrieben.



    Hallo Zusammen,



    genau das ist der wunde Punkt! Im Sommer wird nur Prozeßwärme benötigt, aber keine Wärmeenergie zur Beheizung von Gebäuden. Wenn ich dan ein BHKW als "Energieschleuder" einsetze wie sieht dann die Bilanz aus? Der Dachs z.B. hat einen elektrischen Wirkungsgrad von weit unter 30%. Ein modernes GuD Gaskraftwerk fährt mit Wirkungsgraden weit über 50%. Ich binn mir nicht sicher, ob man es sich so einfach machen kann!



    Viele Grüße


    Bernigo