Beiträge von Energiepionier

    Hallo XRGI-Fan,


    habt Ihr einen Dritten als Hausverwalter eingesetzt, oder verwalten die Eigentümer selbst?
    Der Hausverwalter, wenn Dritter, ist ja kein Stromproduzent und kann auch nicht Strom verkaufen. Er kann nur die Abrechnung für die Eigentümer vornehmen.
    Wenn die Eigentürmer der WEG die Hausverwaltung selbst machen, dann seit Ihr natürlich auch der Stromproduzent und -verkäufer.
    Dann habt Ihr m.E. wieder das Inkassoproblem, und könnt keinen Strom abstellen.
    Ich bin kein Jurist! Und Juristen sind in dieser Thematik meist auch erst einmal völlig überfragt. Es gibt zu wenig Präsidenzfälle.
    Mein Rat:
    Eine GbR gründen -das benötigt keinen Handelsregistereintrag-. Alle die in Euer BHKW investiert haben, werden Gesellschafter, anteilsmäßig nach
    Einlage. Die GbR "BHKW" verschickt die Rechnung an die Stromabnehmer und die Zahlungen müssen unbedingt auf ein Konto der GbR BHKW eingehen. Die GbR BHKW kann dann auch sauber mit dem Finanzamt die Umsatzsteuer abrechnen. Sicher kann auch die GbR die Rechnungen
    an eine fremde Hausverwaltung weiter geben, die diese dann weiter verteilt an die Stromabnehmer.
    Seid lieber übervorsichtig, denn Ärger ist vorprogrammiert, und irgendwann gibt es einen säumigen Zahler. Das ist sicher.
    Unser Recht schützt immer den "Schwachen" , nicht den, der ehrlich handelt.


    Gruß Fritz

    Ich komme gerade aus einem Termin beim Haus- und Grundbesitzer-Verien.
    Bei der von Euch geplanten Konstellation gibt des große Bedenken. Sobald der Vermieter zugleich auch Lieferant des eigen erzeugten Stroms ist,
    hat er wenig Rechte, bei nicht Zahlung durch Mieter, das Inkasso wirksam zu betreiben. Als Vermieter hat er nicht das Recht den Strom oder Wärme
    abzustellen. Macht er dies, hat der Mieter das Recht auszuziehen, ins Hotel z. B., Die Zeche zahlt dann der Vermieter.
    Energielieferant und Vermieter sollten immer verschiedene juristische Personen sein.
    Also unbedingt mein Rat, eine GbR für die Energieerzeugung gründen. Dieses Thema wurde hier im Forum schon öfters diskutiert.
    Selbst wenn eine GbR gegründet wird, sehe ich noch erhebliche Bedenken, da die "juristische Person" dann oft identisch mit dem Vermieter
    sein wird.
    Hier müsste endlich der Gesetzgeber einmal Klarheit schaffen. Das will er aber nicht, da er nicht wirklich eine dezentrale Energieversorgung wünscht.
    Zu viele profitieren von der zentralen Versorgung. Kommunale Versorgung ist für mich immer noch "zentrale Versorgung".


    Solange ein Vermieter, nicht die gleichen Rechte hat wie ein Energieversorger, wird sich die dezentrale Energie nie durchsetzen.
    Solche Klimmzüge -Winkeladvokaterie- wie separate GbR gründen, schrecken jeden ab, und sind nicht des Rätsels Lösung.


    Es tut mir Leid, Dich/Euch keine positivere Lösung zu liefern. Nach 20-jährigem Kampf gegen die Behörden, bin ich dermaßen frustriert,
    dass ich jegliche Gemeinschaftsversorgung mit Energie an Mieter , nicht mehr verfolge. Das ist schade, da dies die Zukunft für eine
    sinnvolle Energieverteilung wäre.

    Mein Thema, was ich ansprechen möchte passt vielleicht ganz hier her -Batteriespeicher- , aber es hat den gleichen Zweck, nämlich
    die Vermeidung von Bezugs- und Einspeisestrom.
    Es gibt ein Gerichtsurteil von Landgericht Nürnberg/Fürth, AZ könnte ich nachscheuen, wo Einspeisestrom gegen Bezugstrom einfach gegenseitig
    verrechnet wurden. D. h. der Eine wollte seinen Einspeisestrom vom EVU bezahlt haben, das EVU wollte entnommenen Bezugsstrom bezahlt bekommen.
    Da alles über einen saldierenden Ferraris-Zähler lief, entschied der Richter, beide bekommen nichts vergütet.


    Bei einem BHKW-Betrieb ist so ein Ergebnis wünschenswert, da wir im Ergebnis unseren Überschussstrom in den nächsten Stunden wieder dem Netz entnehmen wollen. Wir puffern nicht eine Batterie, sondern puffern das Netz.


    Bei vielen PV-Anlagen sind noch Ferrariszähler ohne Rücklaufsperre vorhanden. Wer auf die PV Einspeisung verzichtet, und alles "gemischt"
    PV und KWK über einen solchen Zähler laufen lässt, ist völlig autark.


    Ich halte von den komplizierten Fördergesetzen, wie KWK und EEG nicht mehr sehr viel. Diese schrecken mehr ab, als dass sie fördern.


    Vielleicht könnte man dieses Gerichtsurteil noch besser ausschlachten. :)

    Neue Anlage wie Heizöl


    also bei Anlage nach 10 Jahren, der "übliche Preis" EEX Leipzig, nämlich 5-6 Cent + die vernachlässigbare vNNE


    Kann es sein, wenn Du in den Spiegel schaust, das Du Dollarzeichen in den Augen hast?


    Lieber Frank, lass mal die Emotionen aus der Diskussion
    Bei meiner Situation -alte Anlage- ich bekomm 5.6 Ct/kWh, muss ich mir Gedanken machen. Das hat mit Profitdenken gar nichts zu tun.
    Du aus der Automobilbranche solltest nicht andere verurteilen. Auch Autos brauchen Treibstoff. Dieser wird immer mit Schiffen transportiert.
    Verschaff Du doch den Bauern eine bessere Arbeit. In Afghanistan bewacht die Bundeswehr sogar den Anbau von Drogen.

    Da das Pflanzenöl neuerdings nicht mehr durch das EEG (NaWaRo-Bonus) gefördert wird, ist es nicht zu verurteilen, wenn es auf einem langen
    Schiffsweg antransportiert werden muss. Auch Heizöl wird auf dem Schiffsweg (CO2-verlustig) transportiert.
    Vom Anbau der Pflanze können die einheimische Bevölkerung auf Madagskar z.B., leben.
    Was ist daran verwerflich!?
    Für mich ist wichtig, was kostet das Öl? und es darf meinem Motor nicht schaden. Energieinhalt ist auch noch wichtig?
    Wie hoch ist denn nun die Einspeisevergütung nach dem KWK-Gesetz? Kann mir das einer sagen?

    Servus Manfred,


    die "Fa. Langsam" meldet sich zurück.
    Dass Pflanzenöl ab 1.1.2012 überhaupt nicht mehr gefördert wird, wusste ich nicht. Ich hab die Entwicklungen nicht mehr so verfolgt, da
    ich des Ganzen ein wenig überdrüssig geworden bin. Ich bin etwas phlegmatisch geworden, sonst könnte man den Krieg mit den EVUs und der Gesetzgebung nicht ertragen.
    Natürlich weiß ich, nach fast 20 Jahren, dass man auf dem Gebiet KWK keinen großen Gewinn machen kann. Die aufgeführten Webseiten
    sind mehr als "schwindelerregend".


    Die Hoffnung stirbt halt zu letzt! :rolleyes:


    Gruß aus Erlangen, die bayrischen Preißn ins tiefe Oberbayern.
    Fritz

    Hallo Robinhood,
    handelt es sich bei dem Jatrpha ÖL um ein verestertes Öl, ähnlich wie RME?
    Fällt die Einspeise-Vergütung unter das EEG oder KWK Gesetz?
    Wie hoch ist derzeit der Vergütungssatz?
    70 Ct./l , ist das inkl. MwSt. und Transport?
    Ich habe ein BHKW seit 1993, welches ursprünglich als Pflanzenöl-BHKW betrieben wurde. Hab irgendwann umgestellt auf Heizölbetrieb.
    Ich hätte noch einen Tank mit 9000 l frei.
    Kann ein normaler Dieselmotor (Vorkammersystem) dies Öl verarbeiten?
    Mein Motor ist ein Perkins 4-Zylinder.


    Grüße vom Energiepionier
    Fritz

    also Dein hotel hat in etwa die Größe von meinem. Stromverbrauch 40-50.000 kWh und Heizöl 20-25.000 l bei BHKW-Betrieb, ohne BHKW
    etwa 15.000 l pro Jahr. Nach ein paar Monaten könntest Du aber mal die Zähler ablesen, oder ist das Hotel noch nicht richtig in Betrieb?


    Die Größenordnung max. 15 kW el die Firestarter angibt passt schon. Aber unbedingt modulierend wählen, so dass Du auch mal mit 7 kW oder
    besser 5 kW fahren kannst. Wäre mein Vorschlag. Meist liegen alle Berechnungen auch daneben. Vertraue meinem Erfahrungswert 5-15 kW el.
    Was darüber verbraucht wird, kaufst Du zu.


    Fritz

    So ist es! Wo soll der Strom hin? Während des Förderzeitraums von 10 Jahren kann man noch gerade wirtschaftlich einspeisen. Bei steigenden
    Heizöl- und Gaspreisen wird aber auch dies knapp. Und nach 10 Jahren decken die Einspeiseerlöse bei weitem nicht die Primärkosten.


    Man sollte unbedingt ein BHKW mit modulierender Leistung anschaffen, so im Bereich 5-15 kW elektrisch. Erfahrungsgemäß schwankt aber die
    thermische Lesitung nicht so stark. D. h. im Sommer wird das BHKW zu oft abschalten, da die Wärme nicht gebraucht wird.
    In Ergänzung das Schwimmbad wäre eine gute Sache. :)