Beiträge von Energiepionier

    hallo Manfred,


    also ich hab jetzt nicht alle Deine Links angeschaut.
    Klärschlamm und gelder Punkt sind nicht im EEG oder KWK vertreten. Das sollen und brauchen sie auch nicht. Würde alles zu sehr
    verkomplizieren. Und Du weißt, ich bin immer für sehr einfache , nicht administrative Lösungen.
    Auf der Stromverbrauchsseite muss das problem gelöst werden. D.h. für die Synthese muss dann die Energie eingesetzt werden, wenn diese billig ist.
    Nicht wir müssen den Strom erzeugen, wenn dieser gebraucht wird. Auch der EEX-Baseload honoriert uns nicht, nach Erzeugung zu bestimmte Zeit.


    Warum suchen wir nicht den Weg, dass der Verbrauch von Strom dann günstig und teuer ist, wie er verfügbar ist.
    Die großen EVUs und die davon profitierende Politik, wählen immer den Weg gegen die kleinen dezentralen Erzeuger.


    Vielleicht müssten wir da mal umdenken. Wir fordern einmal wärmegeführte KWK, und zugleich Erzeugung wann der Strom gebraucht wird.
    Das widerspricht sich.

    In der Tat sehe ich darin ein Potential, das genutzt werden muss.
    Allerdings möchte ich es nicht nennen Elektroenergie aus "Biomasse" sondern aus Abfallprodukten.


    Wir erzeugen in den industrialisierten Ländern sehr sehr viel Abfallprodukte, sie sehr energieintensiv sind.
    Ich denke dabei an sämtliche kohlenstoffhaltigen Verbindungen, wie Kunststoffe, Schlachtabfälle, Klärschlamm, Holzabfälle, fast alle Abfälle, die mit dem Gelben Punkt gesammelt werden, Papierabfälle (blaue Tonne). All diese Abfälle sind höchst enegiereich.
    Diese Abfälle sollten zu Zeiten, wo Energie von Wind, PV, KWK, Wasser und wenn billige Regelenergie nicht sinnvoll verkauft werden kann,
    in thermischen Crackverfahren zu hochwertigem Öl oder Gas verarbeitet werden. Dies ist technisch keine Kunst.
    Ich weiß, dass jetzt das Argument kommt, da steckt man mehr Energie rein, als was man raus holt.
    Es muss aber billige Energie reingesteckt werden, und teure speicherbare Energie raus geholt werden. Dann wird das ganze sinnvoll.
    Dieses ÖL oder Gas kann man dann dezentral bei KWK einsetzen.
    Somit könnte man die erzeugten Stromspitzen durch unerwünschte Erzeuger , sinnvoll verbrauchen, Energie speichern, und dezentral verbrauchen.


    Im Fischer-Tropsch-Synthese-Verfahren (Kohleverflüssigung) wurde schon 1926 entwickelt, und zu Zeiten des politischen Willens, eingesetzt.
    Dieses Öl könnte man auch in Autos einsetzen.

    Der Strompreis -Bezug- steigt und steigt, bald 25 Ct/kwh. Der Einspeisetarif fällt und fällt.
    Wir werden doch im höchsten Grad besch...!
    Seit ich über Buzzn liefere, allerdings keine Mengen, zahle ich an Buzzn die monatliche Grundgebühr und am Wochenende habe ich von meinen
    Stadtwerken auch noch eine Abrechnung bekommen mit monatlicher Messtellengebühr. Jetzt reichts mir endgültig.
    Habe bei Buzzn gekündigt, und auch bei den Stadtwerken. Für mich ist es mittlerweile günstiger ich schenke den Einspeisestrom her und
    verzichte auf die mtl. Gebühr.
    Bin gespannt, was die jetzt mit meinem sündhaftteuren 1/4 Stunden Lastgangzähler machen.


    Das BHKW wird jetzt abgeschaltet, obwohl funktionstüchtig. Die KWK-Politik ist eine einzige Schande!
    Die verkaufen meinen Billigstrom oder geschenkten Strom für 24 Cent, und das Netz habe ich auch noch zusammen mit meinen Nachbarn bezahlt.
    :cursing:

    hallo rtooth,


    in meinem Gerichtsurteil ging es um Einspeisevergütung und "entnommenen Strom". Die wollten von mir Strom bezahlt haben, der nirgends
    gemessen wurde, grob geschätzt auf danach anfallenden Bezügen. Geklaut war aber nie etwas!
    Ob der Richter alles begriffen hat, bezweifle ich allerdings. Der Richter war ein Bankenfachmann.
    Der 2te HAS wurde in dem Gerichtsurteil nicht angesprochen.
    Lass Dich auf keinen Fall von Deinen Stadtwerken unterkriegen. Ich wünsch Dir viel Erfolg, mit dieser Verb....ande |__|:-) .


    Den Ausgang teilst Du mir bitte noch mit.

    Aber selbstverständlich auch aus Frust!
    Natürlich auch aus wirtschaftlichen Gründen. Ich kann mir bei Heizölpreisen von 80 Cent nicht erlauben Strom zu erzeugen, der mit dem
    üblichen Preis 5-6 Cent, bei Buzzn ca. 1 Cent mehr, zu erzeugen.
    Ich bin der Meinung, dass mein erzeugter und eingespeister Strom mehr wert ist. Mein Nachbar zahlt dafür den 4-fachen Preis und die
    Differenz kassiert das EVU. Das ist frustrierend.
    Ich könnte weinen vor Frust.

    Heute habe ich mich dem Diktat des KWK Gesetzes gebeugt, und mein geliebtes BHKW, obwohl funktionstüchtig, ich hatte es immer
    liebevoll gestreichelt, bleibt ausgeschaltet!
    Ich kenne einige aus dem Forum, die demnächst ihr geliebtes BHKW ausschalten werden, oder schon ausgeschaltet haben.
    Daran solltet Ihr arbeiten, dass diese BHKWs laufen können. Und nicht so ein lumpiges Bonusprogramm entwickeln, dass nochmal 1000 Beamte
    mehr fordert, um die Arbeitsflut zu schaffen, und das jeden BHKW Interessenten nur abschreckt wegen der Formalitäten die abgewickelt werden müssen, ohne Wissen, wie es ausgeht.


    Fritz


    PS. Und ich sage Euch wahrlich, ich weiß von was ich rede. Irgend so ein Spruch aus dem Alten Testament. Manni weiß vielleicht, wer den Spruch
    so ähnlich gesagt hat.

    Also dass das Netz den Strom nicht speichern kann, das weiß ich auch als Nichtelekriker.
    Aber warum sollen gerade wir kleinen KWK Betreiber, die noch nicht mal aus den Kinderschuhen heraus gewachsen sind, den Strom exakt zu dem
    Zeitpunkt erzeugen, wenn wir selbst, oder unser Nachbar den Strom gerade braucht. Die Grundlast ist so hoch, dass der Mini-KWK Strom nicht
    einmal 10 % der Grundlast schafft. Unsere geringen Strommengen werden immer sofort noch im Niederspannungsnetz meist im selben
    Straßenzug verbraten. Unser weniger Strom erreicht wahrscheinlich nie die Trafostation.
    Dann müssten Verbraucher, die mehr als 5 kW Leistung haben, und das sind fast alle Kleinhaushalte, ebenfalls nach Leistung und Verfügbarkeit abgerechnet werden,
    Das macht man nicht, weil der Aufwand (Administration und Messtechnik) zu groß ist.
    Ich würde einsehen, wenn die KWK mal 80 % der Grundlast erzeugt, -da sind wir weit genung entfernt- , in die Netzregelung einbezogen werden
    müssen. Wir würgen mit unserer Politik schon den Keim (dezentrale KWK Versorgung) beim Sprießen ab.
    Anfangs hatte ich bei 2 HAS sogar nur jeweils einen Wippen Ein-/Ausschalter dazwischen. Das war ganz ideal. Ich hatte je nach Bedarf
    zwischen HAS 1 +2 hin und her schalten können. Mit anderen Worten, ich konnte meinen Jahresverbrauch und Bezug auf 0 halten.
    Heute kann ich frei drüber reden, da Gerichtsurteile vorliegen, und diese Urteile sogar beschieden haben, der entnommene Strom (Bezug)
    und auch die Einspeisung nicht vergütet werden müssen. Im Grunde genommen, das Ergebnis eines saldierenden Zählers.


    Wenn man dieser Politik eine Chance gegeben hätte, lägen wir heute bei einem ums 10-fache höheren KWK Anteil und bräuchten ein paar
    Tausend Beamte weniger.


    Fritz :)


    Also Fritz bitte präzisiere Deine Aussage nochmal. Hast Du beide Hausanschlüsse in der Hausanlage verbunden oder mittels plombierten Trennschalter abgeschalten??


    Im übrigen toleriert das Groß der Netzbetreiber einen toten HAS aus anderen Gründen nicht - Stromklau soll verhindert werden!!! Es wäre ja ein leichtes sich an einem vorhandenen HAS der nicht überwacht wird ne Strippe dran zu bauen!! Deshalb bestehen die Netzbetreiber in der Regel auf Rückbau der Leitung bis auf öffentlichen Grund.


    mfg

    im 2ten HAS sind die Sicherungen gezogen, und der HAS-Kasten wurde selbstverständlich verplombt.
    Somit ist der Nullleiter und Erde nicht unterbrochen, also auch nicht "galvanisch getrennt"


    Wie soll Strom geklaut werden? ohne Plombe zu verletzen.
    Du machst auf mich den Eindruck, strengere Vorschriften als die EVUs es wünschen, anlegen zu wollen.
    Das EVU hatte schon auch bei mir versucht, den HAS zu "kappen". Das wusste ich zu verhindern. Schließlich waren die Anschlusskosten und
    Baukostenzuschüsse bezahlt. Eine Rückvergütung dieser Kosten, sieht die TAB nicht vor, war die freche Antwort.
    Wenn ich zu einem späteren Zeitpunkt den 2ten HAS wieder haben wollte, müsste ich wieder neu bezahlen.


    Lieber alikante, Du bist einerseits gegen saldierende Zähler, und andererseits auch gegen eine direkte Belieferung eines Nachbarn.
    Welcher Nachbar macht denn da mit, wenn er seinen HAS still legen lassen muss.
    Sei doch nicht päpstlicher als der Papst.
    Der "saldierende Zähler" wäre die Lösung des Problems. Schließlich kommt unser überschüßiger BHKW-Strom sowieso nicht weiter, als
    bis zum Nachbarn. Und die Baukostenzuschüsse sind von beiden bezahlt. Eine Netzdurchleitungsgebühr ist dafür überflüssig.
    Und aufgeblähte Administration sollte man verhindern.

    Genau den gleichen Fall hatte ich 1993, als ich mein 1. BHKW im Hotel installierte. Es gab 2 Hausanschlüsse!
    Die Erlanger Stadtwerke ließen das BHKW nicht ans Netz gehen, wenn ich nicht den 2ten Hausanschluss auf öffentlichem Grund kappe.
    Mit öffentlichen Druck (Zeitungsartikeln) konnte ich dann erreichen, dass das BHKW doch ans Netz ging, und der 2te Hausanschluss
    nicht gekappt wurde. Damals hätten die TAB dies verhindern können. Ab den Jahren, ab die Entwicklung kam, dass man auch seinen
    Nachbarn beliefern durfte, konnten sich die EVUs nicht mehr auf ihre TABs verlassen, sie mussten den 2ten oder weitere Hausanschlüsse
    tolerieren. Die EVUs begründeten dies, mit der zwingend notwendigen galvanischen Trennung. Diese ist nicht mehr vorgeschrieben. Ich hatte jehrelang mit dem EVU gestritten. Bekam im Endeffekt Recht.
    Da Du aber beide Häuser mit Deinem Strom versorgen willst, musst Du einen Hausanschluss unterbrechen, entweder mittel einem Schalter,
    oder durch ziehen der Panzersicherung. Einfacher ist Schalter. meist ist nach dem Zähler sowieso ein Schalter.
    Dein Anschlussplan ist völlig korrekt, genauso wie bei mir. Du solltest aber 1 Hausanschluss abschalten, sonst fließt Dir immer auch Strom
    von diesem wieder ins Haus, bzw. wenn das BHKW läuft, und Du Überschuss erzeugst, dann würde über diesen Hausanschluss auch
    BHKW-Strom ins Netz gehen.
    Dass der Hausanschluss auf öffentlichem Grund gekappt wird, dürfen die EVUs nicht mehr verlangen. Dies wurde geändert.


    M.E. reichen 100 A für beide Häuser. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.


    Gruß Fritz :)

    Hallo Paternoster,


    Dein Beitrag hat mir gefallen, da Du ehrlich Deine Meinung und Erfahrung weiter gegeben hattest.
    Leider ist es die Wahrheit, dass der dezentrale BHKW-Betrieb nicht von der Stelle kommen wird, bei diesen komplizierten Gesetzen, Vorschriften
    und bürokratischen Hindernissen.
    Jetzt hast Du noch eine "Neue KWK-Anlage" mit hohem KWK-Zuschlag, und trotzdem rechnet sich nichts. Stell Dir mal vor die 10 Jahre sind rum,
    dann kannst Dein BHKW wegwerfen. Meines ist schon seit Jahren aus der Förderung draußen, und viele hier im Forum sind kurz vor dem Ablauf der
    10 Jahre.
    Beim BHKW Treffen in Sonneberg habe ich viele Stimmen gehört, wie gefrustet sie sind. Die Ersten denken laut darüber nach den überschüßigen
    Strom nicht ins Netz einzuspeisen, sondern den Strom zu Wärme zu verbraten. Das ist fast das Gleiche, wie im zentralen Großkraftwerk geschieht.


    Wir haben im Forum und in der Vorstandschaft hoch intelligente Fachleute, die wirklich Fachwissen haben, und gute Lobbyarbeit verrichten
    könnten. Doch gehen diese Leute den falschen Weg!
    Anstatt den Bürokratismus abzubauen und einfache Lösungen, mit vernüftiger Einspeisevergütung, zu suchen, entwickeln sie Programme
    (Bonusprogramme) wo nochmals ein weiterer Antrag an irgend eine Institution gestellt werden müsste. Hier sollte ein Umdenken erfolgen.


    Gruß Fritz

    Der von mir umgebaute Heizöltank mit 4500 Liter wurde nach der ersten Heizperiode demontiert und drei 800 Liter PS eingebaut. Der drucklose Betrieb des umgebauten ÖT über WT hat nicht so funktioniert wie ich mir das gedacht hatte. Außerdem waren die Verluste des ÖT gigantisch, eine vernünftige Isolierung, vor allem am Boden, wegen den örtlichen Gegebenheiten nicht möglich. Ich würde es nie mehr so machen.

    Hallo Joachim,
    da ich Platzprobleme habe, aber dringend einen Pufferspeicher brauche, denke ich auch darüber nach einen Batterietank als PS zu nehmen.
    Hattest Du Deine Tanks in Reihe oder Parallel geschaltet?
    Wenn man die Batterietanks parallel schalten würde, wären alle Tanks im unteren Bereich "kalt" und könnten nach unten kaum Wärmeverluste haben.
    Wenn diese Batterietanks drucklos sein sollen, braucht man sicher einen großen Wärmetauscher. An welcher Stelle müsste man diesen in den
    Heizkreislauf einbauen? Gleich nach dem Heizkesssel oder BHKW?
    Ich möchte unbedingt eine Wasser/Wasser Wärmepumpe bei mir installieren, und das Heizungswasser auf ca. 40-45 Grad vorwärmen.
    Dann könnte ich bei meiner Brunnenwassertemperatur von permanent 15 Grad C eine COP Zahl von 5,5 bis 6 erreichen.
    Wird sicher eine schwierige Hydraulik.


    Gruß Fritz

    Warum nicht gleich mit dem Treffen im März verknüpfen?


    Hallo Neuendorfer,
    gern bist Du als BHKW-Fan aus dem Norden auch beim Bayernstammtisch eingeladen. Das gilt natürlich für Alle aus dem Forum, und auch für
    Sympathisanten von überall, auch außerhalb des Forums.
    Wir wollen aber keine Konkurrenzveranstaltung sein, zum bundesweiten Treffen des BHKW-Forums, und können dies auch gar nicht.
    Wir treffen uns einfach als Leidgeprüfte, und fachsimpeln ein wenig, bei einer Brotzeit und Kaffee und Bier.
    Gern dürft Ihr Alle kommen, mein Garten ist groß genug.
    Lieber "Neuendorfer" wir vom Bayernstammtisch ca. 4-8 Personen, sind sowieso in Sonneberg bei Kay vertreten, und gern darfst Du Dich zu uns
    an den Tisch setzen.
    Es grüßt Dich herzlich Der Energiepionier Fritz :)

    Als erstes solltest Du eine kleine GbR gründen, mit einem wohlklingenden Namen, wie "Strom hausgemacht".
    Für diese GbR beantragst Du dann eine Umsatzsteuer ID beim Finanzamt. Ein Handelsregistereintrag ist dazu nicht nötig.
    Das hat auch den Vorteil, dass bei einem säumigen Stromzahler Du nicht zugleich der Vermieter in einer Person ist.
    Als reiner Strom- und Wärmelieferant hast Du mehr Rechte, eventuell den Strom abzustellen.


    zu 1: die MwSt von der Handwerkerrechnung bekommst Du vom Finanzamt als Vorsteuer wieder, bzw. wird mit künftigen MwSt.-Einnahmen verrechnet.
    zu 2+3+4: Deine Rechnungen für Strom und Wärme an Mieter und Netzbetreiber müssen jetzt ebenfalls die MwSt. ausweisen, diese musst Du dem Finanzamt abtreten, bzw. mit der MwSt. aus künftigen Handwerkerrechnungen oder Gas- Heizöleinkäufen, verrechnen.


    Hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht so sehr.