Wechselstromzähler zur Datenerfassung vom Stromverbrauch

  • Hallo Gemeinde,


    war die letzte Zeit beruflic h sehr oft unterwegs so daß sich einige meiner Vorhaben verschoben haben aber zur Zeit kümmere ich mich um die Problematik eingespeister Strom und verbrauchter Strom.


    Mein Ziel ist es die Strombedarfsspitzen zu erkennen um dann den Dachs ggfs. einzuschalten.


    Da ich aber als 5V Elektroniker und Hacker bzgl. Hausstrom keine Ahnung habe hätte ich da einige Fragen:Ö


    a) Ich habe mir 2 EinphasenWechselstromzähler mit S0 Schnittstelle besorgt.
    Mit der S0 Schnittstelle kenne ich mich aus jedoch die Frage wäre: Kann ich mir dieser Art Zähler die Stromerzeugung und den Stromverbrauch messen?


    b) Ich werde diese natürlich durch einen Fachmann einbauen lassen jedoch die Frage wäre: Da gibt es doch L1, L2 und L3. Brauche ich da nicht für jede Phase einen Zähler? Zur Info: In meinem Schaltschrank habe ich eine 3-fach Sicherung für den Dachs eingebaut bekommen.


    c) Wie ist der Anschluss denn beim Dachs um die Stromerzeugung zu messen. Hat da jemand eine Skizze.


    d) Ich habe mir auch ein Dehnventil als Überspannungsschutz besorgt um meinen Dachs bzgl. Überspannung abzusichern. Hat jemand Erfahrung bzgl. Einbau?


    Danke
    Andreas

  • Hallo,


    Zitat

    a) Ich habe mir 2 EinphasenWechselstromzähler mit S0 Schnittstelle besorgt.


    Ich denke da hättest Du dir besser 2 Drehstromzähler gekauft! :P


    Da Du einen Dachs hast, denke ich das dein Haus auch an das Drehstromnetz angeschlossen ist! (Nicht lachen, hier bei uns in der gegend gibt es auch ältere Gebäude, die nur wechselstrom haben)
    Das heist, auch wenn du nur Wechselstromverbraucher hast, dann sind die auf alle drei Phasen verteilt, genauso wie der dachs auf alle drei phasen einspeist!


    Am einfachsten vom ganzen her ist es, wenn Dein E-werk dir die So schnittstelle freischaltet, dann brauchst Du keinen zus. Zähler, und Du sparst dir den Platz!


    Ansonsten müssen auch die "Privaten" Zähler rücklaufgesperrt sein, und so eingebaut sein, das der eine den Bezug, der andere die Einspeisung zählt, den rest kann man dann ausrechnen (gesamtverbrauch)


    Bei den Dehn - Ventilen, da rate ich Dir google zu bemühen, da gibt es Einbauanleitung etc. auf der HP zum download !


    Gruß Dachsgärtner

  • Zitat

    Original von a_krause
    b) Ich werde diese natürlich durch einen Fachmann einbauen lassen jedoch die Frage wäre: Da gibt es doch L1, L2 und L3. Brauche ich da nicht für jede Phase einen Zähler?


    Nein, Du brauchst einen Drehstromzähler!


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Andreas,


    das was du vorhast läuft bei mir seit ca. einem Jahr. Die Freigabe für den Dachs seit 2 Monaten (habe aber jetzt noch ein paar Bugs gefunden und bin gerade in der Erprobung).


    Ich habe mir bei IIIbääähhhh elektronische Drehstromzähler mit S0 geschossen (ca. 30€) und frage die Impulse über 1-Wire-Counter ab Stück mit zwei Eingängen ca. 12€). Die Zähler habe ich in einer Unterverteilung nach dem Hauptanschluss installiert (einen für das EG und einen für das OG). Für den Dachs habe ich nur einen elektr. Wechselstromzähler mit S0 da er symetrisch einspeist und somit alle Phasen zielmich gleichmäßige Leistung bringen.
    Der Rest ist dann Software. Ich habe praktisch eine virtuellen Einspeise/Bezugszähler nachgebildet aus den Bezugszählern und dem Einspeisezähler. Das funzt bis jetzt einwandfrei.


    Gruß
    Tom

  • Hallo Dachsgärtner oder wissende,


    vielen Dank für Eure Kommentare aber eines macht micht dennoch stutzig:


    Zitat:
    "Ansonsten müssen auch die "Privaten" Zähler rücklaufgesperrt sein, und so eingebaut sein, das der eine den Bezug, der andere die Einspeisung zählt, den rest kann man dann ausrechnen (gesamtverbrauch)".


    Woran kann ich erkennen ob ein Zähler rücklaufgesperrt ist?


    Zitat:
    Ich habe mir bei IIIbääähhhh elektronische Drehstromzähler mit S0 geschossen....
    30 Euro ist sehr günstig. Kannst Du Angaben über Typ o.ä. machen?


    Danke
    Andreas

  • Hi Andreas,


    hier die Daten meiner Drehstromzähler:


    1. AEG HC210D-TTA20Z-ACZ200 (60A) 1000 Imp./KWh
    2. Enermet E420-ns 500 Impulse/KWh


    Bitte nehme Zähler mit mind. 1000 Impulse / KWh da die Auflösung mit 500 Imp./KWh doch schon sehr grob wird.



    Ich suche bei IBÄHHH immer unter elektronische Zähler ;)


    Rücklaufsperre benötigst du eigentlich keine. Ein Zähler wird in Bezugsrichtung angeschlossen und der andere für den Dachs in Einspeiserichtung. Wenn du jetzt einen virtuellen Zähler baust kann du die Fehlmessung die durch die Stromaufnahme im Stillstand des Dachs auftritt abfangen indem du bei Betrieb "Aus" die Impulse in einem zusätzlichen virtuellen Zähler erfasst und so den Verbrauch im Stillstand erfassen könntest (fehlt bei mir noch wegen Faulheit ;( ) . Die Einspeisung startest du dann mit Betrieb "Ein".


    Gruß
    Tom

  • Zitat

    Woran kann ich erkennen ob ein Zähler rücklaufgesperrt ist?


    Hallo Andreas,
    die Sperre erkennst du an einem Symbol auf dem Zähler. Es stellt ein Zackenrädchen mit einer Sperreklinke dar. In etwa so, wie man sich die Funktion einer Ratsche aus dem Werkzeugkasten vorstellt ;)


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo,


    aber ich bin mir immer noch nicht ganz sicher.


    Ist denn bei der Rücklaufsperre gewährleistet, daß dann auch keine Impulse auf dem S0 Kanal generiert werden?


    Ich möchte eigentlich den virtuellen Zähler vermeiden und suche daher immer noch nach kostengünstigen kleine Hutschienen-Zählern. Habt Ihr noch ein paar Modelle die Ihr empfehlen könnt. Den Enerment von Tom3244 habe ich gesehen aber scheint doch recht groß zu sein. Den AEG HC210 kann ich nicht finden?


    Danke Andreas

  • schau mal noch nach Eltako, die haben schöne kleine aber teuer ;)


    Gruß
    Tom

  • Hallo,


    habe meine Recherche bzgl. Drehstromzäher beendet und schwanke nun wieder mal aus Unwissenheit zwischen 2 einzelnen Drehstromzählern (incl. Rücklaufsperre und einem ZweiWegDrehstromzähler).


    Was würdet Ihr mir raten:
    Ich kann mir vorstellen mit den 2 einzelnen Drehstromzählern eine Schaltung aufzubauen die lediglich die verbrauchte Leistung und erzeugte Leistung zu zählt.


    Dieses kann ich mir bei einem Zweiweg Drehstromzähler nicht erklären:
    Ist denn hier gewährleistet (oder kann ich eine Beschaltung aufbauen) die garantiert daß die erzeugte Leistung nicht wieder gleich als verbrauchte Leistung mitgezählt wird (sofern sie gerbraucht wird).


    Wie gesagt mein Ziel ist es eigentlich den Verbrauch des vom Stromlieferanten bezogenen Strom zu ermitteln und den vom BHKW erzeugten Strom zu ermitteln, wie es hoffentlich der Zähler meines Stromlieferanten tut.


    Könnt Ihr mich bei meiner Entscheidung helfen.


    Danke Andreas

  • Hallo Andreas


    Ich versuch dir das mal mit den 2 Drehstromzählern zuerklären.


    Das ist in meinen Augen die beste Lösung.


    Der erste Zähler wird nach dem NH montiert mit der Flußrichtung vom EVU ins Haus dieser Zähler zählt dann alle Energiemenge die vom EVU bezogen werden.


    Den zweiten Zähler montiert man nach dem ersten Zähler in Flußrichtung Evu(vom Haus weg)
    der zählt dann die Ernergiemengen die man dem EVU liefert.


    Jetzt mal der normale Tagesbetrieb das BHKW läüft,die elektrische Energie die das BHKW produziert ist größer als man selbst verbraucht, passiert folgendes an dem Lieferzähler ( Zähler zwei) er zählt die elektrische Energiemenge die man an das EVU liefert.


    Sollte jetzt die benötigte elektrische Energie größer sein als die vom BHKW produziert wird bleib der Lieferzähler (Zähler2) stehen, und der Bezugszähler (Zähler1)fängt an die bezogene elektrische Leistung zu zählen.


    Das BHKW ruht, Zähler 1 (Bezugszähler) zählt die bezogen elektrische Leistuing, weil das BHKW keine elektrische Energie produziert.


    Andreas ich hoffe das ich dir das verständlich erklärt habe.


    Diese Lösung gilt bei den meisten EVU´s als zuverlässig.


    Die Zweirichtungszähler sind immer noch ein Streitthema.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hallo Zusammen,


    also, die Lösung die GB1530 vorschlägt ist meiner Meinung nach die einzige Lösung die zu einem wirklich zuverläsigem Ergebnis kommt. @:-


    Alles andere, mit einem Wechselstromzähler für die Dachseinspeisung und dann mal drei nehmen, das sind alles nur Näherungswerte, das reicht für eine Statistik zwar auch bestimmt aus, aber das muß halt jeder für sich entscheiden.


    Zum Thema Zweirichtungszähler:
    Ich glaube nicht das es schon Zähler gibt die jeweils einen So Ausgang für jede Richtung haben, also hier in jedem Fall mal nachfragen !


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo,


    ich danke GB1530 für seine Ausführung und kann dem zu 100% folgen.


    1) Ich würde da nochmal zu dem 2 Wegezähler zurückkommen.


    Ich habe da ein sehr interessantes Angebot welches beide Flussrichtungen separat zählt und auch separate S0 bereitstellt.


    Meiner Meinung nach müsste man doch L1,L2.L3 mit dem Zähler der EVU verbinden und die andere Seite L1', L2', L3' mit dem BHKW und dem Hausverbrauchern verschalten können. Dann wird doch der Strom vom BHKW direkt an die Hausverbraucher bereitgestellt ohne gezählt zu werden und der überflüssige erzeugte fliesst über den Zähler. Sollte Strom vom EVU benötigt werden so fliesst dieser auch über den Zähler (nur in andere Richtung und wird daher auch anders gezählt).
    Ist dieses richtig?


    2) Wenn der Dachs die Leistung auf alle 3 Phasen verteilt dann ist doch ein 100% Strom-Verbrauch im eigenen Haus gar nicht möglich, da doch die meisten Stromverbraucher an einer Phase hängen oder sehe ich da was falsch?


    Danke Andreas

  • Hallo Andreas,


    Zitat

    Wenn der Dachs die Leistung auf alle 3 Phasen verteilt dann ist doch ein 100% Strom-Verbrauch im eigenen Haus gar nicht möglich, da doch die meisten Stromverbraucher an einer Phase hängen oder sehe ich da was falsch?


    Nun ja, bei einer vernünftigen Instalation solten die Wechselstromverbraucher auf die verschiedenen Phasen verteilt sein..


    ...klappt aber nicht immer, nehmen wir mal das schöne Beispiel Elektroherd, wenn man sich vorstellt, die Kochstellen und der Backofen hätten alle nur 1,4KW (Leistung des Dachses pro Phase) dann könnte man mit ein wenig glück eine Symmetriche Belastung hinkriegen, (drei Kochstellen an, je eine auf jeder Phase), oder man trifft gerade die, die zusammen auf einer Phase liegen...
    Nun ja, wenn Du einen Aufsummierenden Zähler hast, dann stellt der fest das auf einer Phase strom eingespeist wird, und auf der anderen wird Strom verbraucht, wenn es unter dem Strich kein Verbrauch ist, dann bleibt er stehen!


    Wenn Du so einen Erbsenzähler hast wie ich, dann sieht´s so aus:
    Auf L1 wird 1,4 KW bezogen (teuer), und auf L2 und L3 wird jeweils gleichzeitig Strom verkauft(billig)


    Deshalb besser zwei getrennte Zähler, den dann klappt´s auch mit dem Stromanbieterwechsel ;)


    Gruß Dachsgärtner