KfW-Programm 433 wird zum 31.12.2022 beendet!

  • Liebe Mitglieder,


    nach einem ernüchternden Telefonnat mit der KfW-Bank haben wir nun offiziell die traurige Bestätigung erhalten, dass das Förderprogramm 433 zum 31.12.2022 ausläuft und bisher auch nicht verlängert werden soll.

    Die entsprechende Richtlinie dazu wurde am 17.06.21 (in aller Stille) in das Merkblatt eingeschoben.

    Wir suchen Unterstützung und Mitinitiatoren, Einfälle und gute Ideen um dagegen etwas zu unternehmen.


    Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme der Mitglieder zu diesem Thema.


    Eure inhouse engineering

  • nach einem ernüchternden Telefonnat mit der KfW-Bank haben wir nun offiziell die traurige Bestätigung erhalten, dass das Förderprogramm 433 zum 31.12.2022 ausläuft und bisher auch nicht verlängert werden soll.

    Eine sinnvolle Entscheidung um Geldverbrennen zu beenden.

    Wäre zwar im Moment eh wurscht weil Geld sowieso mit der Gießkanne verteilt wird.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    25kw Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Also wenn es ums Beenden des Geldverbrennens geht, so fallen mir aus dem Handgelenk ein paar Ampel-Beschlüsse aus den vergangenen sechs Monaten ein, die man bereits vor dem Inkrafttreten auch besser hätte beenden sollen. Allein mit dem Geld, das für die "Benzinpreisbremse" rausgeschmissen wurde, hätte man wahrscheinlich die Brennstoffzellenförderung für die nächsten 100 Jahre bezahlen können.


    Aber zurück zum Thema.


    Wenn die Förderung nach KfW433 ausläuft, fallen Brennstoffzellen meiner Meinung nach automatisch wieder unter die normale Förderung nach KWKG. Beispielsweise für eine BlueGen Brennstoffzelle mit 1,5 kWel und 60% Eigenverbrauchsanteil würde damit KWK-Zulage in folgender Höhe anfallen: 18.000*1,5*0,08 + 12.000*1.5*0,16 = EUR 5.040. Das wäre dann in 30.000 Vollbetriebsstunden (knapp vier Jahre) etwa ein Drittel der Förderung nach KfW433. Bei einer Vitovalor mit 0,75 kWel wären es EUR 2.520 und damit weniger als ein Viertel der bisherigen Förderung. Die Pauschale liegt noch niedriger mit gerade mal 3.600 bzw. 1.800 EUR.


    Wenn es keine Anschlussregelung gibt, bedeutet das m.E. das wirtschaftliche Aus für Brennstoffzellen zumindest in Privathäusern – außer natürlich die Hersteller fangen die Minderförderung auf, d.h. sie reduzieren die Preise für die genannten Brennstoffzellen jeweils um ca. 10.000 EUR netto bis die Bestände abverkauft sind. Danach gibt's dann nur noch Wärmepumpen.


    Mit der aktuellen Gasversorgungs-Krise hat das nichts zu tun, da die Befristung bereits im Juni 2021 festgelegt wurde, als in der Politik noch alle an eine zeitnahe Inbetriebnahme von Nordstream 2 geglaubt haben. Ob das Ende in der jetzigen Form von vornherein so beabsichtigt war, oder ob der Gesetzgeber in dem Durcheinander um "Sondervermögen", Gasumlage, Gaspreisbremse und so weiter (zu schweigen vom "Bürgergeld") schlicht vergessen hat eine Anschlussförderung zu beschließen, weiß ich nicht. Aber jetzt haben wir Mitte November, die Haushalte sind durch die Parlamente, und ich glaube dieser Schuss ist 'raus. Wenn da überhaupt noch was zu machen war, hätten sich m.E. die Hersteller von Brennstoffzellen bereits zur Jahresmitte darum kümmern müssen – deren Rechtsabteilungen werden doch dafür bezahlt, sowas im Blick zu haben.


    Übrigens sind schon seit Jahresanfang 2022 hier im Forum die Anfragen zu Brennstoffzellen extrem zurückgegangen. Offenbar wollte angesichts des Chaos an den Energiemärkten schon mit Förderung kaum noch einer eine solche Investition riskieren.


    Fazit: Wahrscheinlich ist es heutzutage generell besser, erst mal Geld für energetische Sanierung plus PV auszugeben als für eine erdgasbetriebene Brennstoffzelle. Deren Renaissance in der KWK sehe ich erst, wenn wir – jenseits von Industrie- und Mobilitätsanwendungen – auf breiter Ebene in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • ..Wenn es keine Anschlussregelung gibt, bedeutet das m.E. das wirtschaftliche Aus für Brennstoffzellen zumindest in Privathäusern


    Fazit: Wahrscheinlich ist es heutzutage generell besser, erst mal Geld für energetische Sanierung plus PV auszugeben als für eine erdgasbetriebene Brennstoffzelle.

    Generell werden alle Förderungen fossiler Energien beendet und nur noch regeneratives gefördert, dass wurde doch klipp und klar gesagt. Selbstverständlich bedeutet dies das Aus für Brennstoffzellen im Privathaushalt.


    Über das Fazit sind wir uns ja seit Jahren einig und hier liegt unendliches Potential. Allein die Fenster, der Schwachpunkt überhaupt ist stets verbesserbar. Aber auch Dächer kann man nachdämmen, hier zum Beispiel haben wir mit 200 mm Jackodur Plus 300 nachgedämmt.(unteres Bild ) https://kwk-infozentrum.de/html/solaranlage.html

    Das bringt etwa 25 % Heizkostenersparnis, Energie die nie wieder benötigt wird und das macht SInn!