BHKW und PV: Versteuerung der Verkaufserlöse bei einer Immobilie

  • Hallo Forum,


    ich versuche gerade, den Vermieter der Gewerbeimmobilie, in der meine Firma ihren Sitz hat, davon zu überzeugen, die über 20J alte Heizung rauszuwerfen und zwei BHKW Senertec Dachs für den Winter sowie eine Photovoltaikanlage für den Sommer zu installieren.


    Sein Steuerberater hat dazu folgenden Einwand: Wenn er selber oder die Vermietungs-GbR die Erzeugungsanlage betriebt, kann der Wiederverkauf von Strom dazu führen, dass die Immobilie einen 'gewerblichen Gewinn' erzeugt und damit der Erlös aus der Differenz zwischen Verkaufspreis der Immobilie nach zehn Jahren Haltedauer und Kaufpreis versteuert werden muss.


    Der Vermieter ist vorsteuerabzugsberechtigt und weist auf den Mietrechnungen eine Mehrwertsteuer aus. Die Vermietung erfolgt durch eine GbR.


    Ich habe ihm angeboten, im Photovoltaik- und im BHKW-Forum nach einem Steuerberater zu suchen, der sich in diesen Themenbereichen besonders auskennt und bitte daher um Empfehlungen.


    Außerdem würde mich interessieren, ob hier schon jemand Erfahrung mit Contracting gemacht hat - einen Liefervertrag über eine voraussichtliche Menge Wärme und Strom. Dann wäre ja jemand anders der Betrieber der Anlage. Beispielsweise meine Firma.


    Größenordnungen:

    mittlere Heizlast Nov-März 30kW

    Gasverbrauch 152.000kWh/a

    Die Ursache des hohen Gasverbrauchs April-Oktober ermitteln wir gerade

    Stromverbrauch 51.000kWh


    Viele Grüße Arno

  • Er kann doch eine weitere Firma gründen, die die Energieerzeugung übernimmt. Und mit der schließt die Vermietungs Gbr einen Vertrag: Bereitstellung der Dachfläche gegen Kauf verbilligten Stroms.

  • Ich würde von 2 BHKW abraten = doppelte Wartungskosten


    Bist du alleiniger Mieter in dem Objekt oder gibt es noch weitere ?

    Wenn alleine, könntest du ja selber in die PV und BHKW investieren, wäre steuerlich einfacher,

    dazu sollte aber der Mietvertrag (lange Laufzeit) und der Mietzins (niedriger als jetzt) passen.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    25kw Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Hallo Remag,

    eventuell wird es darauf hinauslaufen... Dass wir (also meine Firma) die BHKW und auch die Photovoltaik betreibt und Wärme + Strom liefern. Bzw muss ich mal ausrechnen, ob Volleinspeisung nicht wirtschaftlicher wäre.

    Es gibt weitere Mieter, wir sind da ca. zu 50., davon 30 in meiner Firma.

    Zwei BHKW weil eines nicht reicht... Zwei schaffen die Heizlast im Winter gerade so und der Strombedarf passt auch zu den BHKW...

    Viele Grüße Arno

  • Volleinspeisung ist halt ein Renditeobjekt.

    Eine Überschusseinspeisung kann aber wesentlich rentabler sein, weil man eben Netzstrom substituiert.


    Es gibt auch größere BHKW als den Dachs 8o

    Wir haben hier im Betrieb auch ein überdimensioniertes BHKW, das läuft zu den Hauptproduktionszeiten, wenn keine PV Erträge anfallen.

    Wir arbeiten von 5-14 Uhr.

    Für diese Methodik braucht man einen größtmöglichen Wärmepufferspeicher, aber man hat dann eben auch den maximalen Eigenverbrauch

    auf der elektrischen Seite.

    50kw elektrisch ist unser grober Energiebedarf während die Produktion läuft.

    Deshalb auch das passende BHKW dazu, im Sommer läuft es eben nur 3-4 Stunden, also von 5-9 Uhr,

    im Winter (zusätzlich zur Produktion noch Gebäudeheizung) läuft es eben von 5-14 Uhr.

    Als Heizungspuffer haben wir 5000 Liter, im Nachhinein würde ich sagen, ein bißchen größer wäre noch besser, aber er reicht.

    Die jetzt genannten Daten sind alle ohne die Absorptionskälteanlage, weil diese im Moment außer Betrieb ist.

    Wenn diese hoffentlich irgendwann zufriedenstellend funktioniert (wir arbeiten daran) kann das BHKW auch im Sommer zumindest

    zu den Produktionszeiten voll durchlaufen.


    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    25kw Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp