Welche Energie in einem Neubau nutzen?

  • Frage an alle BHKW-Forum Teilnehmer:


    Angenommen Ihr würdet einen Neubau für Wohnen oder Gewerbe planen, welche Energieform würdet Ihr wählen?


    Es stehen zur Auswahl:
    Gas, Heizöl, Kraft- Wärmekopplung mit Heizöl, Pflanzenöl oder Gas, Strom, Grundwasser- bzw. Solewärmepumpe, Holz- oder Pelletsheizung, Solarenergie in Kombination mit
    Passivhaus.


    Ich erwarte Eure objektive Diskussion (bitte nicht nur Dachs vorschlagen), unter dem zukünftigen Aspekt, dass höchstwahrscheinlich alle Energieformen teurer werden.


    Betrachtet es bitte unter wirtschaftlichen, wie auch unter umweltgerechten Gesichtspunkten.


    Ich freu mich schon auf das Ergebnis. (y)


    Es grüßt Euch herzlich, Der Energiepionier aus Erlangen, Fritz

  • Zitat

    Original von Energiepionier
    Frage an alle BHKW-Forum Teilnehmer:


    Angenommen Ihr würdet einen Neubau für Wohnen oder Gewerbe planen, welche Energieform würdet Ihr wählen?


    Beim Neubau für Wohnen wäre Solarenergie in Kombination mit Passivhaus mein Favorit!


    Bei Gewerbeobjekten käme auf jeden Fall ein BHKW mit ins Spiel, ob mit Heizöl, Pflanzenöl oder Gas könnte ich erst bei konkreter Planung entscheiden!


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Wieso bei Gewerbe vorrangig BHKW , bei Gewerbe, außer Hotel, wird doch oft kaum Brauchwasser gebraucht, dann steht das BHKW im Sommer.


    Bei einem Passivhaus mit Solar, hast Du da Preisvorstellungen, wie viel teurer es zu einem Haus nach aktueller Wärmeschutzverordnung kommt?
    Die Anforderungen, aktuell, sind ja mittlerweile auch schon sehr hoch.


    Grüße von Fritz

  • Viele Gewerbebetriebe brauchen auch im Sommer heißes Wasser, z.B Waschstrassen, Metzgereien, Schwimmbäder und alle Objekte wo Duschen für Mitarbeiter sind; wenn nicht, auch egal, dann läuft ein BHKW halt im Sommer nicht!


    Klar wird ein Passivhaus erstmal richtig Geld kosten, aber was ist in 10 Jahren, wenn der Energiepreis weiter gestiegen ist ?( Dann freu ich mich um so mehr, das ich mich vor 10 Jahren für ein Passivhaus entschieden habe!


    AxelF

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  • Da hast Du recht, mit solchen Branchen wie Metzgereien, Brauereien usw.
    Ich meinte mehr ein Büro- und Verwaltungsgebäude, also kein produzierendes Gewerbe, da müssen die Gegebenheiten nochmals im Detail abgewogen werden.
    Ich kann mir immer nicht vorstellen, dass ein Passivhaus ohne Energiezufuhr außer der Sonne auskommt. Im Winter scheint doch in Deutschland oft
    wochenlang keine Sonne, was ist dann?

  • Ich hab da auch etwas Bedenken, aber diese Häuser haben auch eine kontrollierte Raumentlüftung mit Wärmerückgewinnung, da kommt die Abwärme von allen möglichen Geräten, wie Herd, Fernseher, Waschmaschine, selbst die Abwärme der Bewohner zum tragen!


    Dann eignet sich ja auch nicht jeder Standort weil im Winter wird jeder Sonnenstrahl gebraucht, und letztendlich steht ja auch oft zur Sicherheit noch eine Wärmepumpe im Keller :D


    AxelF

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  • Gestern war irgendwo im Fernsehen von einem Plusenergiehaus die Rede. Es war im Prinzip ein Passiv-Haus mit kontrollierte Be- und Entlüftung verbunden mit einer Wärmepumpe. Das Plus sollte durch die PV-Anlage erwirtschaftet werden, welche mehr als den benötigten Strom produziert.


    Ein zweites Projekt habe ich im Internet neulich gesehen, ein glaube 39m³ Wärmepuffer, der über Solarthermie gefüttert wird steht zentral im Gebäude. Eine weitere Wärmequelle schien nicht notwendig.


    Generell gilt für mich: so wenig wie möglich Primärenergie verwenden. Bei einer Schokoladenfabrik ist das garantiert ein BHKW , beim Wohnhaus ein Passivhaus mit kontrollierter Be- und Entlüftung, evtl. noch mit so ner Vakuum-Dämmung wie sie Bernd gerade in Planung hat. Ich glaube bei der Herstellung vernüftig geplant ist eine Passivbauweise nicht so viel teuerer, dass es sich nicht über die Jahre durch Einsparung lohnt. Dort wo Energie bedingt durch Produktion benötigt wird, gilt es diese möglichst effizient bereitszustellen. Beim eingesetzten Betriebsstoff ist man beim Gewerbebetrieb oft an rein betriebswirtschaftliche sichtweisen gebunden.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Ich plane was mit einer Vakuumdämmung?
    Wusste ich noch gar nicht :D


    Was ich überlege ist mein Haus kpl. zu dämmen, dabei die Südseite mit einer TransparentenWärmeDämmung auszustatten um meine 50 cm dicke Betonwand meines Bunkers, als zusätzlichen Wärmespeicher zu nutzen.
    Allerdings sind die TWD's nicht so ohne, Verschattungsmöglichkeiten für den Sommer, Rissbildung durch unterschiedliche Temperaturen in der Betonwand wenn die Wand nich vollflächig belegt wird, etc.
    Da ich noch viel Lesestoff vor mir.
    Momentan tendiere ich zu den TWDs von STO, die sind einfach aufgebaut und relativ günstig, dafür aber auch nicht zu leistungsfähig.


    Aber alles noch in Planung... (Das liebe Geld halt)


    Bernd

  • Ein zweites Projekt habe ich im Internet neulich gesehen, ein glaube 39m³ Wärmepuffer, der über Solarthermie gefüttert wird steht zentral im Gebäude. Eine weitere Wärmequelle schien nicht notwendig.


    Grüße


    Bruno[/quote]



    Das find ich interessant. Wo hast Du das gefunden im Internet?
    Man braucht einen Speicher, der mehrere Tage überbrücken kann.
    Außerdem gehen die Abstrahlungsverluste des Speichers wieder ins Gebäude.


    Ich denke auch, wie AxelF schon sagt, das Passivhaus mit einer Wärmepumpe ergänzen, um die Wärmelücken zu schließen.

  • Das mit dem riesen Wärmespeicher(50 m3) gab es schon vor ca. 20 Jahren in USA. Dort gibt es auch Bastler, die solche Solar-Häuser bauen. Der Wärme-Speicher wird zentral eingebaut sodaß die Wärmeverluste vom Haus genutzt werden können.
    Das hat sich mitlerweile bewährt. (y)

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • klingt alles noch ein wenig nach visionärer Technologie!


    Die Leute von solifer verkaufen oder vermittlen die etwas?
    Ich hab dort schon angeschrieben, bin mal gespannt.


    Auch das mit der Vakuum Dämmung TWD klingt noch sehr visionär, ich brauch was Handfestes. Mein Architekt kann mit sowas nichts anfangen.

  • Vakuum Dämmung ist die neuste Dämmtechnik.


    Sie funktioniert mittels so genannter Vakuum-Isolationspaneele. Das sind gepresste Pulverplatten, die mit einer Verbundfolie umgeben und anschließend luftleer gesaugt werden. Gasabsorber werden zugesetzt, um die Lebensdauer zu verlängern.
    Luftleere Räume leiten keine Wärme ab. Durch die gute Dämmwirkung des Vakuumkerns ist die Wärmeleitfähigkeit zehnmal geringer als bei herkömmlichen Dämmstoffplatten. Vakuum Dämmung ist gut für Passivhäuser, bei denen die Wandstärke verringert werden soll. Wandstärken von 2 cm sind möglich.


    Nachteile Vakuum Dämmung: Mit den Jahren zunehmende Wärmeleitfähigkeit durch sinkendes Vakuum und es liegen noch keine Langzeit-Erfahrungen vor.

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  • Hallo vielen Dank, für die vielen Anregungen. Bei Solarplexus hab ich jetzt auch angefragt.
    Interessant ist, dass alle Eure Meinungen in Richtung Passivhaus mit großem Puffer und solarer Unterstützung gehen (ist auch @:- ), obwohl Ihr alle, wie ich auch, BHKW-Betreiber seid.
    Sollte das das Ende der BHKW´s schon bedeuten? Das Problem ist halt der teuere Kraftsoffeinsatz, welcher weiter immens steigen wird.


    Wie komm ich bei dieser Lösung zu günstigem Strom?


    Grüße von Fritz

  • Zitat

    Original von Energiepionier
    Wie komm ich bei dieser Lösung zu günstigem Strom?
    Grüße von Fritz


    Naja,
    wo wir schon mal dabei sind... durch Stromsparen ))))


    Joar nee,
    also zum ursprünglichen Thema...klar Passiv, oder zumindest extremst Niederenergie
    Da es ein neubau ist, halten sich die Mehrkosten auch in Grenzen (Sanierung ist halt auswändiger)...die kriegst Du locker wieder rein.


    zur Erzeugung von Spitzenwärmebedarf,
    vll ein kleiner Kamin...ist ja so behaglich, allerdings kanns auch sehr hot werden wenn Du in einem Passivhaus die wärme nicht wegbekommst.
    ...eine sehr kleine WP (bei so geringen Verbräuchen dürfte auch Luft-WP reichen) klappt bestimmt auch.


    Fazit: möglichst wenig verbrauchen, dann fällt der Rest nicht iso ins Gewicht.


    zum Strom,
    nun ja... wer sich's leisten kann und die örtlichen Gegebenheiten hat, kann sich ja auch ne PV auf'S Dach schmeissen. Nach den 20 Jahren Förderung gibts den bestimmt billiger als aus der Dose.

  • Hallo Energiepionier,


    die Firma Jenni stellt schon seit vielen Jahren solche Großspeicher her. Die werden direkt beim Bau in das Gebäute integriert und es gibt eine Menge Referenz Objekte wo damit erfolgreich beheizt wird. Bei einem Neubau sehr zu empfehlen und man kann das ja noch mit Wärme-Pumpe usw. kombinieren.


    Großspeicher


    Wenn ich ein Haus mit niedrigem Wärmebedarf habe lohnt ein BHKW nicht mehr oder muss sehr klein sein.


    Wenn`s um billigen Strom geht dann kommt die PV ins Spiel. Da gibt es aber ein Problem. Wenn das Dach für Beheizung schon mit thermischen Kollektoren voll ist fehlt der Platz für die PV. ?(

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    Einmal editiert, zuletzt von Spornrad ()