BHKW für uns sinnvoll?

  • Nachdem unsere Gasheizung den Geist aufgibt, überlegen wir ob eine Brennstoffzelllenheizung geeignet ist.

    Eckdaten:

    ca. 300qm beheizte Bodenfläche (Holzhaus - gut gedämmt BJ. 2000)


    Stromverbrauch ca. 12000 Kw/h (2 Elektroautos, bald 3)


    Photovoltaik vorhanden


    Solarmodule vorhanden


    Pellet Raumofen mit Heizungsunterstützung (30kw)


    Bisherige Heizung: Vailant Gasheizung

    8,5 bis 15,8 kW

    1000 Liter Pufferspeicher

    500 Liter Brauchwasserspeicher


    Tipps für einen Hersteller. Thema ist noch neu für mich. Bin gerade beim Einlesen.


    Danke Euch

  • Dein Gasverbrauch?

    Wie viel Strom kaufst du dazu?


    Mit einer Brennstoffzelle wirst du zum EV Laden wenig beitragen können, das die Leistung zu gering ist.

    Wie viel PV hast du auf dem Dach und wie viel Solar Thermie.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100

    2 Victron Multigrid

    28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Danke für die Antworten


    PV sind 6,4 KW

    Gasverbrauch ca. 32000 Kwh


    1 E-Auto ist tagsüber zu Hause


    Im Haus leben 5 Personen


    Zur Auswahl stehen BHK, Wärmepumpe oder Pelletheizung.

  • Also ich würde auch erstmal das Dach voll machen mit PV. Mit der Einspeisevergütung kannst du dir schon mal ne Menge Gas kaufen.

    Wäre eine Wärmepumpe bzw. Hybrid Heizung (Gas-WP) ein Option?

    Brennstoffzelle in Verbindung mit Solarthermie wird schwierig.

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    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

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  • Dach ist bereits voll mit PV (2010 Conergy)

    und Solar.


    Gas Hybrid und Pellet sind ebenfalls in der Überlegung.


    Da unser Stromverbrauch mit 2 - 3 Elektroautos noch weiter steigen wird (ca. 100.000 km jährlich), wäre günstig produzierter Eigenstrom schon verlockend.


    Derzeit liegt er bei 12.000 Kwh jährlich.

  • Vielleicht hast du ja noch eine Süd Fassade, Vordach, Carport, Garage, Scheune usw.

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  • Moin,

    Da unser Stromverbrauch mit 2 - 3 Elektroautos noch weiter steigen wird (ca. 100.000 km jährlich), wäre günstig produzierter Eigenstrom schon verlockend.


    Derzeit liegt er bei 12.000 Kwh jährlich.

    bevor ich hier einen Ratschlag gebe, würde ich gerne wissen, wie viel von den aktuellen 12.000 kWh Stromverbrauch auf das Laden von E-Fahrzeugen entfällt. Gut zu wissen wäre auch, mit welchen Ladeströmen und zu welchen Zeiten die BEV geladen werden.


    Der Hintergrund der Frage ist, dass die hier vermutlich in Frage kommenden Brennstoffzellen (oder auch ein kleines BHKW) eine elektrische Leistung von kaum mehr als 1,5-2 kW abgeben – vielleicht auch nur die Hälfte. Zieht man hiervon noch den Verbrauch im Haushalt ab (und sei es nur die Grundlast), bleibt für das Laden eines BEV nicht viel übrig. Damit ist auch der Beitrag von BEV zum Eigenverbrauch von BHKW- oder BZ-Strom, und damit zur Wirtschaftlichkeit eines KWK-Gerätes, im allgemeinen gering. (Bei einer PV-Anlage ist das besser, auch eine günstig ausgerichtete 6,4 kW-Anlage kann im Sommerhalbjahr schon mal mehrere Stunden lang über 4 kW Leistung abgeben.)


    Ein Stromspeicher (selbst wenn er sich rechnen würde) macht das Kraut auch nicht fett, weil die üblichen Hausspeicher i.d.R. nur ein Zehntel der Kapazität einer BEV-Batterie aufweisen. Beispielsweise in einem 6 kWh Hausspeicher ist – ohne Berücksichtigung des Haushaltsbedarfs – gerade mal Strom für ca. 30 Kilometer drin.


    Fazit: Beim Auslegen einer KWK-Anlage würde ich Art und Leistung vorrangig auf das Haushalts-Verbrauchsprofil abstellen und das bisschen Strom, das daraus zusätzlich zum Laden eines BEV verwendet werden kann, bei der Wirtschaftlichkeit lediglich als Upside Potential betrachten.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Ein Stromspeicher (selbst wenn er sich rechnen würde) macht das Kraut auch nicht fett, weil die üblichen Hausspeicher i.d.R. nur ein Zehntel der Kapazität einer BEV-Batterie aufweisen. Beispielsweise in einem 6 kWh Hausspeicher ist – ohne Berücksichtigung des Haushaltsbedarfs – gerade mal Strom für ca. 30 Kilometer drin.

    Na ja, du kannst natürlich mit der KWK Anlage deinen "6 kWh" Hausspeicher füllen und dann aus dem Akku mit 3,6 KW dein Auto laden. Wenn der Hausspeicher z.B. nur noch zu 1kWh gefüllt ist, unterbrichst du das Laden und wartest bis der Hausspeicher wieder voll ist und setzt danach das Laden wieder fort. Ist zwar nicht besonders effektiv, aber wenn du das x-mal machst beträgt deine Reichweite 30km*x. Die Batterie bekommt dann auch die entsprechenden volllade Zyklen.

  • Hausspeicher in der Größe unter 10KWh sehe ich eh unwirtschaftlich, da man die komplette Technik (Batteriewechselrichter Steuerung Energymeter) und Installation dann auf die 10KWh rechnen muss.

    Ich habe derzeit 28KWh Li Speicher und bin gerade beim erweitern.


    Generell würde ich dir aber viel PV empfehlen, das ist viel wirtschaftlicher für dein Bedarf wie eine Brennstoffzelle oder ein BHKW.

    Eventuell sogar die vorhandene Solarthermie gegen PV tauschen.

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    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

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  • Na ja, du kannst natürlich mit der KWK Anlage deinen "6 kWh" Hausspeicher füllen und dann aus dem Akku mit 3,6 KW dein Auto laden. Wenn der Hausspeicher z.B. nur noch zu 1kWh gefüllt ist, unterbrichst du das Laden und wartest bis der Hausspeicher wieder voll ist und setzt danach das Laden wieder fort. Ist zwar nicht besonders effektiv

    Ist es in der Tat nicht, zumal man beim Laden/Entladen des Hausspeichers mindestens 10% Verluste einkalkulieren muss. Aber auch in der Praxis hat diese Methode ihre Grenzen. Wenn das BEV tagsüber geladen werden kann, macht man das nach Möglichkeit mit PV-Strom. Dafür braucht man keinen Stromspeicher. Will bzw. muss man aber nachts laden, so ist ein vernünftig dimensionierter Hausspeicher im Zeitpunkt des Zubettgehens vermutlich schon mindestens zur Hälfte entladen (weil in den Abendstunden am meisten Strom verbraucht wird). Zum Laden des E-Autos bleibt da nicht mehr viel. Angenommen Du hättest eine BlueGen Brennstoffzelle mit 1,5 kW(el) – die grundsätzlich zu 12.000 kWh Stromverbrauch sehr gut passt –, so würden zwischen 23:00h und 06:00h ca. 10,5 kWh Strom erzeugt. Abzüglich Grundlast im Haus (sagen wir 200 W) bleiben davon ca. 9 kWh zum BEV-Laden. Das reicht für ca. 40-45 Kilometer, im Winter weniger, und zum Laden des Speichers bleibt nichts übrig. Das Gedöns mit dem Intervall-Laden über den Hausspeicher kann sich also überhaupt nur dann lohnen, wenn pro Nacht deutlich weniger als die genannten 9 kWh benötigt werden – zumal davon wegen der Speicherverluste dann nur 8 kWh übrig bleiben.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • zumal davon wegen der Speicherverluste dann nur 8 kWh übrig bleiben.

    Mit 8KWh fahre ich mit meinem keinen E-Auto (e-Up ; Verbrauch zwischen 10-12 kWh + Ladeverluste 10%) immerhin ca. 60km auch im Winter. Für die Meisten reicht das im täglichen gebrauch zum Arbeitsweg. Würde ich also nur nachts und wochentags laden, so sind das immerhin 60km * 250 Tage = 15000km im Jahr.

    Das beste wäre sowieso wenn ich den Gleichstrom von den PV Modulen gleich in den Akku des Autos speichern könnte, ohne Wandlungen DC->AC und wieder AC->DC was so die einzelnen WR so treiben. Ich kenne leider keine entsprechende Lösung. Vielleicht Autos, die Solarmodule auf dem Dach haben.

    Aber besser 20% bis 30% Wandlungsverluste als KWK Strom für 4 Cent (Baseload; aktuell mal über 10 Cent) ins Netz abzugeben.

    Angenommen Du hättest eine BlueGen Brennstoffzelle mit 1,5 kW(el)

    Angenommen du hättest eine PT2/PA2 die 24 Stunden läuft und 0,75Wel erzeugt, so komme ich auf ca. 18 kWh pro Tag. Bei einem "normalen" Jahresverbrauch von 3000kWh im Einfamilienhaus würde das bedeuten, dass ich pro Tag 9kWh Haushaltstrom benötige. Somit müsste ich die restlichen 9kWh ins Netz abgeben (zu bescheidenen 4 Cent). Dann doch besser intervallladen mit einem kleinen Hausakku, der viele vollzyklen benötigt.
    Gehen wir mal davon aus, dass ich nachts 200Wh an Strom (Grundlast) benötige. Somit bleiben 0,55kWh übrig. Von 22:00 bis 6:00 werden also noch 4kWh (10% Lladeverluste eingerechnet) erzeugt, die ich früh morgens in mein Auto laden kann. Wenn ich um 17:00 von der Arbeit komme ist der Akku auch voll, hier kann ich das 2. mal laden. Also würde ich mit einem kleinen Akku von 5kWh aus kommen.