Überblick verloren, Hilfe benötigt.

  • Grob gerechnet müsste ich damit ungefähr 10.000 kWh Gas im Jahr einsparen können, kommt das ungefähr hin?

    Das erscheint mir zu wenig. Weiter oben hast Du einen recht konstanten Gasverbrauch von 35.000 kWh genannt, mit einer 30 Jahre alten Heizwerttherme. Nimmt man für Letztere wie eingangs geschätzt einen Wirkungsgrad von 75% (Hs) an, so dürfte der tatsächliche Wärmebedarf kaum über 27.000 kWh liegen. Eine moderne Brennwerttherme mit vielleicht 96% Wirkungsgrad würde dafür ca. 28.000 kWh Erdgas verbrauchen. Du würdest also schon ganz ohne die eingebaute Wärmepumpe – allein über den Ersatz der alten Therme durch ein modernes Brennwertgerät – ca. 7.000 kWh Erdgas sparen.


    Ich habe keine Daten zu Wirkungsgrad und Regelungslogik des Buderus-Gerätes. Insbesondere weiß ich nicht, ob die eingebaute WP sich bei kalten Außentemperaturen komplett abschaltet oder dann als Rücklauf-Vorwärmer arbeiten soll. Deshalb kann man nur ganz grob über drei breite Ingenieursdaumen folgendes abschätzen:


    Angenommen der Wärmebedarf wird zukünftig in den Monaten November bis Februar komplett von der Gastherme gedeckt und die restliche Zeit komplett von der WP, so würde die Gastherme zukünftig ca. 60% des Jahreswärmebedarfs decken und die WP ca. 40%. Dementsprechend würde die Gastherme zukünftig ca. 17.000 kWh Erdgas verbrauchen (ca. 18.000 kWh weniger als jetzt). Die WP würde – bei einer angenommenen JAZ von 4 – ca. 2.700 kWh Strom verbrauchen und damit ca. 11.000 kWh Wärme erzeugen.


    (Bei bivalent-paralleler Fahrweise könnte sich der WP-Anteil auf 70% erhöhen. Dementsprechend würde der Erdgasverbrauch dann noch ca. 8-9000 kWh betragen. Der Stromverbrauch der WP würde sich – wegen der dann niedrigeren JAZ – etwa verdoppeln. Diese Betriebsweise ist aber allein mit PV-Strom nicht möglich, und deshalb glaube ich eher nicht, dass sich das lohnt.)


    Sofern es Dir darüber hinaus gelingt, durch energetische Maßnahmen den Wärmebedarf noch deutlich zu senken, erwarte ich einen überproportionalen Rückgang des Erdgasverbrauchs, weil dann die WP einen größeren Teil des Heizwärmebedarfs abdecken kann.

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