Neue Heizung und dafür die Heizenergiefresser erkennen

  • Hallo zusammen,


    während der Planung für eine neue Heizung, bin ich auf diese Verbrauchsdaten gekommen:


    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: 10,500 kWh

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 70,000 kWh


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Erdgas

    Alter und Typ der der Heiztechnik: 1992, Gas-Kessel, Viessmann 7250790-15809

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: N/A

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: Gas Kessel, 200 l

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: Indoor Pool-Halle

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: Nein

    Temperaturen der Heizkreise: 60°C

    Art der Heizkörper: Radiatoren


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 303 qm, 2

    Art und Baujahr der Immobilie: 1957

    Erfolgte Modernisierungen:

    Weitere geplante Modernisierungen: Heizung in 2022, Dach in 2030

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: Nein

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: Ja

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: Nein


    Wir haben das Haus in 2019 gekauft. Vorher haben wir in eine Wohnung gewohnt, wo die Verbrauch war etwa Strom 4500 kWh, Gas 8000 kWh. Einzige Luxus vergleich mit Vorher ist dass wir in das Haus eine Indoor-Pool betreiben.


    Fragen:

    1. Verbrauchsdaten sind momentan sehr hoch. Die Stromverbrauchsstellen finde ich irgendwie heraus aber die wie finde ich die Gasverbrauchsstellen? In der Gasheizung gibt es drei Umwälz-Kreisen: Gebäudeheizung, Warmwasser, Poolhalle. Gibt es Umwälzpumpe die das Energie durch Wasserwasser messen können?

    2. Angenommen es gibt keine Verbesserungsmöglichkeiten: Wäre für mich eine BHKW sinnvoller als eine Gas-Brennwert Kessel?


    Ich wäre dankbar für euere Rat/Unterstützung.


    Die Poolhalle wird auch im Sommer konstant auf 28°C gehalten. Daher haben wir eine konstanten Wärmebedarf ganzen Jahr lang.

  • Unter diesen Voraussetzungen (gebäude von 1957, 70.000kwh Brennstoffbedarf) muß man das Haus kritisch betrachten. Gerade das Baujahr lässt auf eine nicht vorhandene Dämmung schließen, die muß nun verbessert werden. Eine Dacherneuerung (ist das notwendig?) muß auch eine Dämmung umfassen - der Zeitpunkt dafür ist nun! Ein großer Energiefresser sind wohl auch alte, große Fenster - die muß man tauschen.

    Ein Pool / Poolhalle ist ein ständiger Verbraucher - mit guter Technik aber kein übermäßiger.

    Ein BHKW dürfte durchaus passen - aber das sollte man anhand genauerer Daten berechnen

  • Moin,


    aus meiner Sicht gibt es in Deinem Haus zwei – auch ohne Messung – klar erkennbare Gasfresser: Die Poolbeheizung und den alten Kessel. Bei der Gebäudeheizung hängt der Verbrauch wie immer von der Bauart ab. Das Warmwasser ist es bestimmt nicht.


    Von Poolbeheizungen verstehe ich nichts: Hier würde ich empfehlen, einen Fachmann zu konsultieren. Der Haupt-Energieverbrauch bei einer Indoor-Poolheizung entsteht nach dem, was ich gelernt habe, durch die ständige Wasserverdunstung. Was man ggf. hier verbessern kann (z.B. Poolraum-Lüftung irgendwie gesteuert und/oder mit Wärmerückgewinnung? Zeitweilige Abdeckung wie bei Freiland-Pools?) weiß der Fachmann.


    Der Wirkungsgrad Deines alten Kessels kann unmöglich höher als 80-85% (Hs) liegen, wahrscheinlich sind es eher 70-75%. Demnach sollte Dein Verbrauch allein mit dem Ersatz des alten Gaskessels durch eine moderne Brennwerttherme mindestens um 10.000 kWh zurückgehen, möglicherweise um bis zu 20.000 kWh.


    Was das Gebäude selbst betrifft, würde ich Dir raten, einen Energieberater zu engagieren. Der könnte die Schwachstellen ermitteln, und dann kannst Du entscheiden, welche Maßnahmen Du ergreifen möchtest. Außerdem ermittelt der Berater anhand der Bauart den Energiebedarf für Heizung und WW für das Gebäude im Istzustand: Was Du mehr verbrauchst, ist dann halt für den Pool.

    2. Angenommen es gibt keine Verbesserungsmöglichkeiten: Wäre für mich eine BHKW sinnvoller als eine Gas-Brennwert Kessel?

    Unabhängig von den Verbesserungsmöglichkeiten im Wärmebereich würde ich Dir bei dem Stromverbrauch auf alle Fälle empfehlen, ein BHKW der 2 kW-Klasse wie das NeoTower 2.0 einzubauen. Mit 5,2 kW thermischer Leistung würde das in Deinem Gebäude selbst dann noch annehmbare Laufzeiten bringen, wenn es Dir gelingen würde, den Wärmebedarf unter 40.000 kWh zu drücken. Und mit einer Leistung von 2 kW(el) sollten mindestens 10.000 kWh Strom im Jahr herauskommen. Zusätzlich brauchst Du eine Brennwerttherme für die Spitzenlast.


    Ob es außerdem Sinn macht, das BHKW durch eine PV-Anlage zu ergänzen, hängt von den BHKW-Laufzeiten im Sommerhalbjahr ab und damit von der Frage, wie viel Wärmebedarf im Sommer für die Poolbeheizung anfällt.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Vielen Dank für die Einschätzung.


    1. Laut unsere Dachdecker ist eine Dacherneuerung nicht notwendig. Allerdings ist das Dach sehr alt und auf der Spitzboden im Sommer ist nicht aufzuhalten, daher würde ich allein wegen der Dämmung das Dach bald erneuern will.


    2. Das Haus war natürlich leer als wir das gekauft haben. Wir haben kein alte Elektrogeräte mit gebracht. Alle Halogen-Birnen habe ich bereits durch LED ausgetauscht, es war über 120 Birnen vorhanden gewesen. Die Umwälzpupe scheint auch EC Motor betrieben zu sein. Das Haus wurde in 1992 saniert.


    3. Ich glaube die Pool-Halle ist gut isoliert. Fassaden sehen alle ziemlich neue und Modern aus. Fenstern sind mit zweifacher Verglasung und optisch sehen die Modern aus. Nur das Dach sieht richtig alt aus. Wir kann man selber die Wanddämmung messen?


    1. Vielen Dank. Die Poolhalle hat immer Lufttemperatur von 28°C und den Wassertemperatur von 26°C. Wasserverdünstung ist sehr gering (es gibt eine Wasseruhr für den Raum, ist also messbar). Es wird entfeuchtet mit eine Zentralelüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, genau gesagt: Helios KWLC 650 SEH


    2. Wie kann man den Wirkungsgrad von der alte Viessmann Kessel erkennen?


    3. Wir haben absage für den PV Anlage bekommen wegen den alten Dach. Wir werden noch mal versuchen nach der Dacherneuerung.

  • Hallo, ist die Pool Halle ein separates neues Gebäude ?


    Direkt am Haus oder steht die Halle alleine ?

    Wie groß ist denn der Pool ?


    Bei diesen Temperaturen ist der hohe Verbrauch nicht verwunderlich und ein klein wenig Verbesserung in

    der Dämmung bringt viel.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • naja, auch da wäre der Wand Aufbau bzw. Dämmung interessant, weil 28° einfach sehr warm ist, und das gegen eine immer kalte Kellerwand

    sollte auch ordentlich ausgeführt sein.


    Und wie groß ist nun der Pool ?

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Der Pool ist 9m x 3,8 m x 1,6 m


    Ich habe genau beobachtet dass in die letzte 24 Stunden, wir haben eine Gasverbrauch von 17l sprich ca. 170 kWh, sprich 60,000 kWh in einem Jahr. Dabei waren kein Heizkörper an. Es ist nur Warmwasser und Poolhalle. Das wäre dann auch ungefähr den Sommerverbrauch. Ich muss wohl eine Energieberater ziehen müssen, um raus zu finden wo die alle Wärme verschwindet.


    Einzige gute Nachricht ist dass wir eine konstante hohe verbrauch haben, die für eine BHKW Voraussetzung ist.

  • Kannst Du mal die relative Luftfeuchtigkeit in dem Poolraum messen (am besten vor der Benutzung)? Ich hab hier ein Diagramm aus dem RWE Energie Bau-Handbuch, mit dem man daraus (plus den von Dir bereits gemachten Angaben) die Verdunstungsleistung in Gramm pro Stunde und damit den Energieverbrauch eines Innenpools abschätzen kann. Die Wärmeverluste des Pool-Raumes an sich kommen dann noch dazu, aber die kann der Energieberater ermitteln.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Hallo,

    Luftfeuchtigkeit ist derzeit auf 64%, bleibt auch in diese dreh. Vor der Füllung war die Luftfeuchtigkeit um 58-60% gewesen.


    es gibt eine Energieausweis aus 2013 die noch bis 2029 gültig sein soll, kann das helfen? Es sagt: Die beheizte Wohnfläche von 332 m² teilt sich auf in 163,56 m² Wohnhaus und 168,44 m² Schwimmhalle (Nutzfläche).


    Das heißt, mehr als die hälfte der Wohnflasche wird ganzen Jahr lang beheizt, und zwar auf 28°C. Dann sollte doch die Werte irgendwie hinhauen? Es sagt auch dass der Dämmstandard des Gebäudes entspricht mindestens der Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1995. Die einzige Verbessrungsvorschlag auf dem Energieausweis ist das Austausch von den Heizung durch Gas-Brennwert-Kessel.


    Was kostet eine Energieberatung ungefähr? Kann der Energieberater mehr Information geben als was im Energieausweis steht?


    Ok, ich habe falsch gelesen, während der Benutzung geht es Luftfeuchtigkeit manchmal bis zu 72% (z.B. wenn wir Gäste mit Kindern haben)

  • Nach dieser Zahlen, haben wir eine Wärmebedarf von Minimum 7kW. Sollte nicht eine NeoTower 3.3 mit eine Gas-Brennwert für Spitzenleistung oder eine NeoTower 5.0 ohne Spitzenleitungskessel Sinn machen?


    Ich sehe auch dass die Thermische Wirkungsgrad von eine BHKW liegt in der dreh von 70% wobei die Wirkungsgrad eines Gas-Brennwerts liegt bei über 95%.


    Da meine Gas verbrauch deutlich höhe als mein Stromverbrauch ist, sollte doch eine Brenntwertkessen mehr Sinn machen. Oder sehe ich was falsch?

  • Jedenfalls ist es so, dass bei den genannten Werten aus dem Pool ca. 33 l Wasser am Tag verdunsten. Im Jahr sind das knapp 12 m3. Die daraus errechenbare Verdunstungswärme, die vom Heizsystem aufgebracht werden muss, liegt bei 7.500 kWh im Jahr.


    Angenommen der Gaskessel hat einen Wirkungsgrad von 75% (Hs), dann würden auf die reine Verdunstung aus dem Pool ca. 10.000 kWh Gasverbrauch entfallen. Die restlichen 60.000 kWh müssen aus anderen Ecken kommen. Bei den genannten 75% Wirkungsgrad würde das einem Wärmebedarf von ca. 45.000 kWh entsprechen. Bei 332 m2 Nutzfläche (angenommen man kann das mit der Schwimmhalle so rechnen) wären das ca. 135 kWh pro Quadratmeter im Jahr. Das ist nicht gerade toll, aber auch nicht grottenschlecht und für ein bislang kaum saniertes Gebäude aus den Fünfziger Jahren eigentlich völlig in Ordnung.


    Trotzdem macht es angesichts erheblich anziehender Gaspreise (vom Klima ganz zu schweigen) Sinn nachzusehen, ob man hier mit vernünftigem Aufwand noch was machen kann. Die Dachsanierung würde vor allem dann viel bringen, wenn die darunterliegende oberste Geschossdecke schlecht oder gar nicht gedämmt ist. Sofern aber kein Dachausbau zu Wohnzwecken geplant ist, würde ich an Deiner Stelle – statt einer Dachdämmung in 2030 – sofort die Geschossdecke dämmen. Das ist weitaus weniger aufwändig als eine Dachdämmung und wird auch gefördert. Aber das kann Dir der Energieberater besser erklären, und welche Förderungen man dafür bekommt. Der Einsatz des Beraters wird übrigens ebenfalls gefördert.

    Da meine Gas verbrauch deutlich höhe als mein Stromverbrauch ist, sollte doch eine Brenntwertkessen mehr Sinn machen. Oder sehe ich was falsch?

    Also eine neue Brennwerttherme brauchst Du in jedem Fall, entweder für den Alleinbetrieb oder als Spitzenlasttherme für ein BHKW. Die Dimensionierung würde ich dabei auf den Alleinbetrieb auslegen, allein schon für den Fall dass mit dem BHKW mal was ist.


    Zweitens solltest Du einen hydraulischen Abgleich machen lassen. Das könnte ein wenig Energie einsparen, aber vor allem könnte es zu einer spürbaren Verringerung der benötigten Heizkreistemperaturen führen. Eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur verbessert den Wirkungsgrad von Brennwertthermen und (mit Kondensator ausgerüsteten) BHKW's. Der HA ist auch förderfähig.

    Ich habe genau beobachtet dass in die letzte 24 Stunden, wir haben eine Gasverbrauch von 17l sprich ca. 170 kWh, sprich 60,000 kWh in einem Jahr. Dabei waren kein Heizkörper an. Es ist nur Warmwasser und Poolhalle.

    ...

    Nach dieser Zahlen, haben wir eine Wärmebedarf von Minimum 7kW. Sollte nicht eine NeoTower 3.3 mit eine Gas-Brennwert für Spitzenleistung oder eine NeoTower 5.0 ohne Spitzenleitungskessel Sinn machen?

    Diese 24h-Messung würde ich mit großer Vorsicht betrachten. Wenn Du weiter oben schreibst, dass der Gesamtverbrauch 70.000 kWh im Jahr ist (192 kWh/Tag), kann der Sommerverbrauch – also ohne Heizung – unmöglich bei 170 kWh/Tag liegen. Da stimmt irgendwas nicht. An Deiner Stelle würde ich den Verbrauch mindestens über einen Monat beobachten, dann bekommst Du ein genaueres Bild.


    Zweitens geht es nicht um den Gasverbrauch, sondern um den Wärmebedarf. Selbst wenn die 170 kWh/Tag stimmen würden, sind sie ja mit Deinem alten Kessel erzeugt worden. Im Sommerbetrieb ist der Wirkungsgrad eines 29 Jahre alten Gaskessels mit 70% (Hs) wahrscheinlich noch geschmeichelt. Dann läge der tatsächliche Wärmebedarf eher bei 120 kWh/Tag. Aber wie gesagt, ich glaube an diesen Wert sowieso nicht. Der Wärmebedarf für die Verdunstung aus dem Pool beträgt ca. 1 kW, d.h. ca. 24 kWh am Tag. Zusätzlicher Heizwärmebedarf dürfte für die Poolhalle im Sommer selbst bei 28°C Raumtemperatur kaum anfallen, weil die Lüftung (wie Du schreibst) eine Wärmerückgewinnung hat. Einschließlich Warmwasser für zwei Personen dürfte der Gesamtwärmebedarf im Sommer kaum über 30 kWh/Tag liegen. Immerhin, dafür könnte ein NeoTower 2.0 schon sechs Stunden am Tag laufen. Und damit kommen wir zum dritten Punkt


    BHKW's werden vorrangig nicht nach dem Wärme- sondern nach dem Strombedarf dimensioniert. Der Wärmebedarf spielt nur insoweit eine Rolle als er die Laufzeit des BHKW begrenzt. Der Grund dafür ist, dass auch unter Berücksichtigung des KWK-Bonus der Eigenverbrauch von BHKW-Strom pro kWh fast doppelt so viel bringt wie eingespeister Strom. Es macht daher in den meisten Fällen keinen Sinn, für viel Geld ein größeres BHKW zu kaufen als nötig und damit hohe Stromüberschüsse zu produzieren.


    Deshalb ist es m.E. auch heutzutage sinnvoll, die Größe des BHKW so zu wählen, dass es vor allem im Sommerhalbjahr (bei begrenztem Wärmebedarf) möglichst lang läuft und daher in möglichst vielen Jahresstunden Strom zur Verfügung stellt. Die Jahresstromproduktion sollte m.E. in derselben Größenordnung liegen wie der Jahresstromverbrauch. Nach diesen Kriterien halte ich in Deinem Fall ein NeoTower 2.0 mit Spitzenlasttherme für die richtige Wahl. Sofern Du in nächster Zeit planst, ein E-Auto jede Nacht aus der Steckdose zu laden (bringt ca. 50-100 Kilometer/Nacht) – aber nur dann – käme vielleicht noch ein NT 3.3 oder ein Dachs 2.9 in Frage, beide auch mit Spitzenlasttherme. Ein monovalent betriebenes BHKW halte ich für Unsinn, weil es im Sommerhalbjahr selbst mit Pool vermutlich viel zu kurze Laufzeiten erreicht.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Danke für die nützliche Beratung.


    1. Dachgeschoss ist bereits ausgebaut mit Laminatboden und Thermo-Laminat Unterlage. Es ist also schwierig Geschossdecke noch zu dämmen (?)


    2. Ich habe verstanden warum wird ein NeoTower 2.0 mehr Sinn machen, zusätzlich zum Gas Brennwert. Mit dem BHKW kann ich möglicherweise die ganze 3500€ Stromkosten im Jahr sparen kann.

    2.a. Arbeitsort ist 40 km entfernt, vielleicht ein E-Auto macht dann auch Sinn.

    2.b. Die Lüftungsanlage hat auch eine elektro-Nachheizungs-Funktion die momentan ausgeschaltet ist. Das kann ich dann auch einschalten um Gas zu sparen.


    Mein nächste Steps:

    1. Hydraulische Ausgleich machen lassen

    2. Angebot für BHKW und Gas -Brennwert Kessel einholen


    Vielen vielen Dank!!

  • Dachgeschoss ist bereits ausgebaut

    Wenn das Dachgeschoss bereits ausgebaut ist, hilft natürlich nur das Dach dämmen. Damit solltest Du aber nach Möglichkeit nicht so lang warten. Das Gas wird immer teurer, und die gegenwärtige üppige Förderung für solche Maßnahmen wird es auch nicht ewig geben.


    Meine Empfehlung wäre in jedem Fall einen Energieberater einzuschalten: Erstens ist das Voraussetzung für die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen wie z.B. Dachdämmung. Und zweitens fallen dem Berater vielleicht noch andere Stellen auf, an denen Du mit vertretbarem Aufwand noch etwas machen könntest um Wärmeenergie zu sparen.

    2.a. Arbeitsort ist 40 km entfernt, vielleicht ein E-Auto macht dann auch Sinn.

    Bei 40 km Pendelstrecke macht ein E-Auto oder Plug-in Hybrid jedenfalls Sinn, auch schon ohne BHKW.


    Je nach E-Auto wirst Du für die 40 km etwa 8 kWh verbrauchen, im Winter (wo das BHKW nachts läuft) wahrscheinlich eher 10-12. Wenn Du nicht kostenfrei beim Arbeitgeber laden kannst, wären das im Mittel 16-20 kWh Verbrauch pro Tag, bzw. mit 2,3 kW Ladeleistung (Steckdose) 7-9 Ladestunden pro Nacht. Das ist gerade noch zu schaffen. Allerdings wird das BHKW nur im Winter die ganze Nacht durchlaufen. Mit 2 kW(el) abzüglich Grundlast (200 W) stehen in der Nacht – so lang das BHKW durchläuft – für das Laden etwa 1,8 kW zur Verfügung. In acht Stunden kannst Du also ca. 14 kWh aus dem BHKW laden (der Rest kommt aus dem Netz). Mit 220 Arbeitstagen wären das theoretisch 3.000 kWh. In der Praxis dürfte das BHKW eher in der Hälfte dieser Nachtstunden tatsächlich laufen, dann kommen auf diese Weise 1.500 kWh zusammen. Ist nicht die Welt, aber ein schönes Zubrot für die Wirtschaftlichkeit sowohl des E-Autos als auch des BHKW.

    Die Lüftungsanlage hat auch eine elektro-Nachheizungs-Funktion die momentan ausgeschaltet ist. Das kann ich dann auch einschalten um Gas zu sparen.

    Mach das bloß nicht. Der Strom aus dem Netz kostet Dich 30 ct/kWh, das Erdgas selbst mit Deinem schlechten Kessel weit weniger als 10 ct/kWh, später eher 6 ct/kWh. Dafür würde ich später nicht mal überschüssigen BHKW-Strom einsetzen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

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