Microgen Stirlingmotor selber instand gesetzt/repariert

  • Zur Instandhaltung zählen die Arbeiten, die ausser der Wartung anfallen (zB Reparaturen). Im Regelfall also nichts für den Besitzer.

    Ölwechsel ist ebenfalls nichts für den Besitzer, denn dabei wäre auch der Filtertausch erforderlich, beides ist Bestandteil der Wartung und macht dazwischen keinen Sinn.

    Anders kann es beim reinen nachfüllen sein. Wenn ein Hersteller wie zB Senertec eine Anleitung und Werkzeugset für den Betreiber zur Verfügung stellt, kann er diese Aufgabe selbst durchführen.

  • Ok, genau der Wortlaut hat mir gefehlt.


    Es geht dann quasi um den Unterschied zwischen Instandhaltung und Wartung.

    Soweit verstanden.


    Ölwechsel und Filtertausch mach ich bei meinem BHKW schon selbst, das geht auch

    ohne Spezialwerkzeug und man kommt schön ran.

    Wie es bei anderen (kleinen) BHKW aussieht kann ich nicht beurteilen.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • So schön das auch zu lesen ist - es ist schlicht VERBOTEN.

    Das ist nunmal ein Gasgerät - und daran herrscht, ohne wenn und aber, FACHBETRIEBSPFLICHT. Auch der TE erfüllt nicht die erforderlichen Voraussetzungen um diese Arbeit durchzuführen. Er selbst ist kein Fachmann, sein Vater war es mal. Aber es heisst Fachbetriebspflicht!


    Wenn eine solche Instandsetzung möglich ist, finde ich das gut! Aber dann bitte auchdurch Fachbetriebe ausführen lassen. Gas ist nunmal gefährlich.

    Du hast völlig recht! Da muss man auch nicht lange nach suchen. Das steht auf der zweiten Seite der Fachanleitung, die mit dem Gerät geliefert wurde:


    Damit ist aber auch die rote Linie gezogen. Diese rote Linie ist schon überschritten, wenn man in das Fachmenü von der Steuerung geht (wo man den Code "12345" eingeben muss). Und auch das Öffnen des Gehäuses, um z.B. den Resetknopf zu drücken ist verboten. Da muss jeder selber entscheiden wie weit er über diese rote Linie geht.


    Aber - würden wir uns alle daran halten, wäre dieses ganze Forum sinnlos.


    Ich persönlich würde darauf gucken, wen ich alles gefährde. Wäre das Gerät in einem Mietshaus installiert, würde ich von solchen Sachen abraten.


    Ansonsten ... wer auf Nummer sicher gehen will zieht seinen Heizungsbauer hinzu, damit dieser das Gerät nach den Arbeiten wieder in Betrieb nimmt und auf Sicherheit prüft. Ob der das macht und schriftlich bestätigt ist aber eine andere Frage und seine persönliche Entscheidung. Daher sollte man das vorher klären.


    Hallo Erkenkind,


    da ich ganz in der Nähe von Bielefeld wohne und ich den Ökofen Condens_e mit diesem Stirlingmotor besitze, bin ich natürlich interessiert an dem Namen und Adresse des Mannes. Kannst du mir die Info mitteilen?


    Gruß

    Pelletkiste

    Schreib an info@microgen-engine.com

  • In Bezug auf ein normales BHKW und das Forum hast du da sicher eine vertretbare Ansicht.

    Aber der Treat hier entwickelte sich ja aus einer Reparatur eines Stirlings.

    Dabei wird an Gasverrohrung und Brenner gearbeitet. Und das ist ein absolutes No Go, hier besteht eine klare Fachbetriebspflicht.


    Und - eine Reparatur machen und nachher vom Fachmann prüfen lassen - geht nicht. Wie soll der prüfen, ob alles korrekt zusammengebaut ist, ggf sind auch bei Schrauben Drehmomente vorgegeben. Also einfach vor die Kiste stellen, optisch kontrollieren, ggf Gasdruckmessung reicht nicht.

  • Wow! Nach dem Lesen Des Beitrags lies mir unser kaputter Stirling keine Ruhe mehr.

    u.a. „Fehler 283 alternat überström“ und kein Mucks mehr. Schwiegersohn ist HB und hat in Absprache mit Viessmann die Elektroden gewechselt. Half alles nix. Viessmann kam vorbei und meinte Kolben sitzt fest☹️. Statt Ersatzstirling wollte Viessmann uns lieber einen Vitolator verkaufen.


    Bin dann im Sommer auch bei dem netten Gerwin gelandet:

    gerwin.lubbers@microgen-engine.com

    Haben uns einen neuen Stirling für knapp 5000€ inkl Fracht schicken lassen.

    Schwiegersohn hat das Teil eingebaut, ich - soweit möglich - assistiert.

    Da am Ende die Lust nachließ, wurden nur die Viessmannmaße (272mm +/-…) grob per Zollstock eingestellt. Stirling brummte wieder, allerdings nur mit ca 750W.


    Gerwin ermahnte uns, genauer einzustellen👆🏼😅 (ok, my fault)


    Nochmal den Zusatzbrenner abzubauen war uns zu aufwendig. Also aus Pappe eine 272mm- Schablone ausgeschnitten und direkt an die Federn angelegt. Eieiei, die Zollstockvariante war natürlich viel zu grob. Bei uns ca 10mm zu wenig. Dann noch per Kugellibelle (ca 1,50€ im Baumarkt) nachjustiert, damit der Stirling schön gerade hängt (gab’s beim alten Stirling ev deswegen den Kolbenfresser?)

    Und siehe da, jetzt auch wieder Werte knapp über 1000W, je nach Rücklauftemperatur.


    den alten Stirling schickten wir, in Absprache mit Gerwin per ups (mit der Verpackung in der der neue Stirling kam) ins Werk in NL.
    Ich hatte gehofft, der wäre reparabel und steht dann als Ersatz im Keller. Ne, der war wohl echt kaputt. Eingebaut 4/2013, seit 5/2021 kaputt. Vorher kontinuierlicher Leistungsabfall


    da wir das Microbhkw steuerlich als Kleingewerbe angemeldet haben, hoffe ich auf Anerkennung der 5000€ via Steuererklärung. (Mache ich seit 2019 selber per Wiso)

    Dann rechnet sich das, sofern der Stirling brav weiterläuft.


    hier Fotos vom alten Stirling nach acht Jahren braver Arbeit.

  • Liebe Vitotwin 300 Benutzer, insbesondere die das hier gezeigte nachmachen wollen. Bei Arbeiten am Ringbrenner muss eine Schutzmaske (P2 nach TRGS) getragen werden, weil die Fasern lungengängig sind und schwere Krankheiten auslösen können. (Seite 60 in der Serviceanleitung)

    Da diese Fasern beim ausblasen überall hingelangen sollte man Vollschutz tragen!


    Nach meiner bescheidenen Meinung, mach das Ding nicht auf !!!