Gewinnerzielungsabsicht bei kleinen PV-Anlagen und vergleichbaren BHKW

  • Hallo,

    da war sailor773 schneller und hat auch recht.
    Ein kleiner Kustgriff geht vielleicht, wenn Mustermann die PV-Anlage als Kleinunternehmer betreiben will. Gemeinsam mit seinem Stahlhandel bekommt er das nicht hin. Er kann aber -nur- die PV-Anlage z. B. an seine bessere Hälfte (m/w/d ;) verkaufen oder gemeinsam betreiben. Das Duo bessere Hälfte + Max gilt als eigener Unternehmer - und der kann dann die Kleinunternehmerregelung beanspruchen. Das wird aber einigen Schreibaufwand mit Netzbetreiber und Finanzamt verursachen.

  • Das Duo bessere Hälfte + Max gilt als eigener Unternehmer - und der kann dann die Kleinunternehmerregelung beanspruchen. Das wird aber einigen Schreibaufwand mit Netzbetreiber und Finanzamt verursachen.

    Und ich sehe dann je nach Gestaltung zumindest Risiken, was die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch betrifft.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Danke nochmal euch beiden für die Erklärungen :thumbup:

    Die Fragestellung von mir war vielleicht Missverständlich gestellt. Herr X ist Angestellter, er hat lediglich PV+BHKW im Nebenerwerb. Insoweit ist Wechsel in die KUR unproblematisch und die Verluste konnten über die Jahre nicht durch andere Einnahmen abgtragen werden. Es blieb bislang nur das ungute Gefühl das nach Aufgabe der Tätigkeit das FA die letzten 7 Jahre neu berechnen könnte, wie bei Aufgabe von VuV üblich.

  • Eigentlich ist ja schon alles gesagt, aber für evtl. mitlesende Dritte stelle ich hier noch mal zwei Links ein:


    Bei Haufe gibt es eine leicht verständliche Erklärung zu der Neuregelung, einschl. Hinweis darauf wie es mit der Umsatzsteuer weiter geht (natürlich genau so wie von rquermann erläutert :))


    und auf der Website des Bayerischen Landesamtes für Steuern findet man noch mal das Schreiben, ein Merkblatt dazu sowie ein Musteranschreiben für den Antrag.

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  • Umsatzsteuerrechtlich kommt es nicht auf Gewinnerzielungs-, sondern auf Einnahmeerzielungsabsicht an,

    sodass Einnahmen aus Liebhaberei umsatzsteuerbar sein können.

    Der umsatzsteuerrechtliche Begriff des Unternehmers wird mithin nicht durch die Grundsätze der Liebhaberei eingeschränkt. Da das Umsatzsteuerrecht keine besondere Liebhabereiregelung kennt, können hier die nicht umsatzsteuerbaren Sachverhalte mithilfe des Unternehmerbegriffs ausgeschieden werden. Für die Anwendung der Umsatzsteuerfreiheit von Einrichtungen nach gilt nach der Rechtsprechung, dass sie auch auf natürliche Personen mit Gewinnerzielungsabsicht bezogen ist.

    Rechtsgrundlage § 2 UStG.


    Es besteht nach wie vor das Recht, zu Votieren, also zum Kleinunternehmer, wenn die Voraussetzung erfüllt ( weniger 17500 Euro Umsatz ) sind.

    Bitte dann dem Energiedienstleister mit teilen!

    Vorsicht bei Neu Anlagen; Vorsteuerabzug dann nicht möglich, deshalb erst nach 5 Jahren votieren.

  • Ja.

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