Ecopower 4,7 mit Photovoltaik kombinieren

  • Moin,

    ich habe im Keller ein Ecopower 4,7 welches ich gebraucht hier aus dem Forum gekauft habe, dieses geht nun bald an die Arbeit.

    Nun denke ich aber auch darüber nach in eine Photovoltaik mit ungefähr 10KWp zu investieren.

    Diese Anlage wird natürlich von einem Fachbetrieb installiert und ans Netz angeschlossen, wie kann ich das aber mit dem BHKW kombinieren?

    Ich möchte auch einen Stromspeicher haben und da aktuell den E3DC S10 E pro im Auge, kann dieser mit einem zusätzlichen AC Eingang vom BHKW umgehen und den Strom je nach Bedarf Speichern oder im Haus verteilen? Einspeisen ist mir egal, das gibt ja eh kein Geld mehr.

    Gibt es sonst noch Empfehlungen welcher Wechselrichter/Speicher besser wäre?


    Grüße und Danke

    Thomas

  • hi,

    ich habe im Keller ein Ecopower 4,7 welches ich gebraucht hier aus dem Forum gekauft habe, dieses geht nun bald an die Arbeit.

    Dein Netzbetreiber lässt das über 10Jahre alte Gerät ans Netz ??? Kann ich nicht so richtig glauben _()_

  • Vielleicht weiß er ja nichts davon ;)


    Vergütung wird es ja eh keine mehr geben.



    Thommy747

    ist dir bewusst daß du mit deinem E3DC Geld vernichtest ?

    Ja die Einspeisevergütung für PV ist niedrig, aber immer noch rentabel.

    Wenn du dein BHKW laufen lassen kannst, in der Zeit wo keine Sonne scheint hast du doch

    eine "Art Stromspeicher"


    Wie ist denn das Stromverbrauchsprofil ?

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Hallo,

    Der Netzbetreiber hat damit kein Problem und das ist ja auch nicht das Thema😉


    Wieso vernichte ich mit dem e3dc Geld?

    Der Stromverbrauch ist hoch, 3 Wohnungen und eine Werkstatt.

    Daher ja eh schon eine hohe Grundlast und aber den allermeisten Verbrauch natürlich nachmittags/abends wenn dann alle zuhause sind.

    Im Sommer wird das Bhkw aber so gut wie garnicht laufen da es auch eine Solarthermie gibt und man ja generell nicht so viel Wärmebedarf hat, daher dachte ich schon das ein stromspeicher sinnvoll wäre.


    Grüße und danke

    Thomas

  • Hallo,

    Der Netzbetreiber hat damit kein Problem und das ist ja auch nicht das Thema😉

    Na dann ist ja alles in Butter. Mein Rat: Verschlimmbessere die Situation nicht noch mit der falschen Batterie sondern hol dir Victron mit zb. BYD und häng das BHKW dahinter.

  • Das kommt drauf an, wenn du z.B. für den Photovoltaik Strom eine Einspeisevergütung bekommst, vernichtest du mit einem Speicher

    Geld. Wenn du für dein BHKW keine Einspeisevergütung bekommst, wäre es eine Möglichkeit das BHKW Stromgeführt laufen zu lassen.

    Aber das erachte ich auch für nicht sinnvoll wenn du einen Wärmespeicher hast. Dann wäre es sinnvoller das BHKW laufen zu lassen wenn

    du den Strom brauchst, und die Wärme zu puffern.

    Weil ein Wärmepufferspeicher relativ wenig kostet und die Wärmeverluste verschmerzbar sind, weil du mit einem BHKW die Wärme quasi

    sowieso übrig hast.

    Einen Stromspeicher musst du teuer kaufen, er hat relativ hohe Speicherverluste (ca 15-20%, unabhängig davon ob du 1 Tag speicherst oder 1 Woche)


    Rentabilitätsrechnung mit einem Speicher, mit einer vergüteten Photovoltaik-Anlage:


    Entgangene Einspeisevergütung Photovoltaik 7,5 Cent

    Speicherverlust 15% (du musst 11,5kwh einspeichern um 10 rauszubekommen)

    Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch, wenn bei Anschaffung Vorsteuer gezogen wurde (was sinnvoll ist)

    Zyklenzahl (Anzahl der Lade/Entladevorgänge) ist jetzt bei dir ein bißchen schwierig wenn du den Speicher auch

    mit BHKW Strom füttern willst, bei reiner Photovoltaik ist das Problem daß du im Winter wenig Strom zum Einspeichern

    hast = kurze Tage + lange Nächte)

    Im Sommer das umgekehrte Problem, viel Strom zum Einspeichern, aber eine kurze Nacht, da ist die Frage ob der gesamte

    Speicherinhalt in der Nacht verbraucht werden kann.


    (7,5Cent x 11,5kwh) geteilt durch 10kwh = 8,62 Cent pro kwh bzw 86,2 Cent für eine komplette Speicherladung

    Du wirst in etwa zwischen 150 und 220 Vollzyklen schaffen können (mit einer PV, weil im Winter die Beladeleistung fehlt)

    Rechnen wir im Schnitt mit 200 Zyklen, also 86,2 Cent für eine Ladung mal 200 = 172,40 Euro zuzügl. Mehrwertsteuer

    Das heißt die Beladung des Speicher "kostet" dich 172,40 Euro und sparen kannst du:

    2000kwh Bezugsstrom (=200Zyklen) x dein aktueller Bezugspreis netto 0,23 = 460,- Euro

    Also sparst du im Jahr 460,- abzüglich 172,40 = 287,60

    Jetzt kannst du die Anschaffungskosten des Speichers durch die jährlich gesparten Euros teilen, dann weißt du ab wann du

    in die Gewinnzone kommen kannst. Beispiel Speicher 10kw kostet 6000,- netto geteilt durch die 287,60, dann wärst du erst im

    21. Jahr in der Gewinnzone. Solang wird der Speicher nicht leben bzw. er altert ja auch (Degradation)

    Bei der Anschaffung bedenken, daß du einen teureren Hybrid Wechselrichter brauchst, wenn du das BHKW dazu nutzen

    willst, noch einen teureren Victron.

    Ich hab jetzt die Speichergröße mit 10kw geschätzt, aber recht viel größer würde ich dir auch nicht empfehlen -->

    siehe Zyklenzahl

    Natürlich könnte man jetzt noch eventuelle Förderungen abziehen.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

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    Einmal editiert, zuletzt von remag () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von remag mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Sorry aber das ist so nicht ganz richtig.

    Ich habe selbst PV, BHKW und Speicher in Betrieb. die 20% Verlußt gibts nur wenn du einen Blei Speicher hast, mit Li ist das ganz anders.

    Und gerade wenn er fürs BHKW keine Vergütung bekommt, passt der Speicher ganz gut, weil dann jede erzeugte KWh 28-30 Cent Wert ist und nicht nur 3-4Cent. für die Einspeisung. Ausserdem kann er so die Laufzeiten verringern was Wartung und Verschleiß reduziert.

    Nur der E3DC ist halt ne Grücke für das viele Geld, da würde ich auch eher Victron nehmen.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid

    28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Hm, ich denke ich habe das sehr sauber dargelegt.

    Ich habe geschrieben: 15-20% und gerechnet mit 15%

    Sollten Li Akkus unter Realbedingungen im Alltagsbetrieb WESENTLICH weniger Verlust haben,

    wäre ich für einen Link dankbar.


    Auch habe ich geschrieben daß sich bei Einspeicherung von BHKW und PV Strom die Werte verändern können.

    Wie der kwh Einstandspreis beim BHKW aussieht müsste ja auch erst berechnet werden.

    Und die Negativseite des Speichers (Verlust) bleibt so und so erhalten, warum das BHKW nicht dann nutzen wenn

    Strom gebraucht wird ? Deshalb kann man das Ding ja ein und ausschalten wie man will.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

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  • Er wird eher selten 4000-5000Watt Verbrauch haben, da wird er großteils für 3 Cent Börsenpreis einspeisen.

    Ich speise mit dem BHKW überhaupt nichts ein und habe dank Speicher trotzdem nur ein Netzbezug von 160KWh im Jahr.

    Li Speicher liegen bei ca. 7% Verlußt, je nach Hersteller.

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  • Der Verbrauch von 3 Wohnungen dürfte natürlich nicht so planbar sein daß man damit

    das BHKW geplant laufen lassen könnte. Aber der Bedarf einer Werkstatt könnte schon eher planbar sein.

    Da dürften auch die 5kw kein Problem sein.

    Im Zweifelsfall würde ich es lieber modulierend laufen lassen, als den Strom zu speichern.


    Und wenn er die Leistung nicht braucht, warum hat er dann so ein (vielleicht zu großes) BHKW genommen ?`


    Wie gesagt, Erfahrungsberichte im Photovoltaikforum sagen ziemlich genau 15% des Batteriesystems und 5% WR Verlust

    https://www.photovoltaikforum.…-batterie-wechselrichter/

    Nicht nur das Video, sondern auch die 2 Seiten Text beachten

    Wobei der WR Verlust mit und ohne Speicher anfällt, deshalb sind die gerechneten 15% mit Sicherheit ein akzeptabler Rechenwert.

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