Elektroautos mit PV-Strom

  • Hallo,


    ich hab eine Frage zu Photovoltaikanlagen.

    Ich hab vor mir eine zu kaufen, bin mir aber noch nicht sicher welche. Da ich den Strom nicht nur für das Haus nutzen möchte, sondern auch mein Elektroauto damit laden möchte, bin ich mir nicht sicher welche die Richtige ist.

    Hat wer Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?


    Vielen Dank schon mal für die Antworten!

    Lg Hanna

  • Hallo,


    vielleicht wäre die Frage in einem PV Forum besser aufgehoben :/


    Es gibt nicht ,,die'' richtige PV Anlage, es kann eine möglichst optimale Anlage geben, aber ohne irgendwelche Daten ( zur Verfügung stehende Dachfläche / Ausrichtung, gewünschtes / verfügbares Investvolumen, Verbrauchsverhalten, Strombezug / Jahr, gewünschtes Fahrzeug, evtl Kombination mit einem Speicher, ...... )


    Wenn da konkrete Daten vorhanden sind, kann man schauen, in welche Richtung es gehen wird / sollte.

    Werkstatt:

    PV 4,8 kWp BHKW Senertec Dachs HR AltölumbauHolzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    PV 3,2 kWp Inselwechselrichter 5,0 kW26 kWh Batteriespeicher BHKW Senertec Dachs HR NE Holzvergaser Buderus Logano S161

  • Hallo Stephan,


    danke für deine Antwort.


    Es handelt sich um ein 50 qm Dach, ich hab mir ein Budget von bis zu 20 000 Euro in etwa vorgestellt. Es soll nur zum Eigenstrom-Verbrauch dienen (Einfamilienhaus). Wir haben einen einen durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh an Strom. Das Auto haben wir bereits, ist ein Opel Corsa-e.


    Würd mich freuen, wenn mit den Daten mir wer weiterhelfen kann.

  • Wenn dir Autoladen wichtig ist, dann solltest du was nehmen wie SMA mit Homemanager, da kann die Walbox mit Kommunizieren.


    Gruß

    Thomas

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid

    28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Die Leistung ist eher kosmetischer Natur zum Autoladen!


    Bei 50qm Dachfläche bekommt Du grob 5-7 kWp aufs Dach

    Nachfolgend ist die theoretische Prognoseleistung in kW je Monat einer meiner Anlagen je kWp dargestellt:



    Das heißt für Dich, im Januar erzeugt Deine 5kWp Anlage (5x11,9) ca. 60kWh Strom - mein i3 braucht ca. 16 kWh auf 100 km

    Da davon aber noch der Hausverbrauch weggeht und Du nicht immer an der Ladesäule stehst wenn gerade die PV-Anlage läuft kannst Du Dir ja vorstellen was dann geht.


    Ich wage mal zu behaupten, als Arbeitnehmer der jeden Morgen weg fährt und Abends wieder heimkommt, kannst du 2/3 des Jahres praktisch vergessen!


    Das ist übrigens auch der Grund, warum ich Wärmepumpen in Kombination mit PV für Schwachsinn halte!

    Wenn die Sonne scheint, braucht man keine Wärme und wenn es kalt ist, dann hat mein keine / zuwenig Sonne.


    Aber die Werte der PV-Anlage laufen genau entgegen eines BHKW - darum ist das die optimale Kombination!

  • Mit 1200-1400€ netto je KWp solltest du hin kommen. Jetzt kommt es darauf an wie viele Module aufs Dach passen. Je nach dem können da 5-8KWp drauf. Fürs Auto wirds halt nur in den Sommermonaten funktionieren. Die Frage ist halt, wann das Auto geladen werden soll? Tagsüber oder Abends nach der Arbeit?

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid

    28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Alles meine Meinung und keine Gewährleistung für Richtigkeit….Aber es ist auch kein Hexenwerk was ich erzähle… Auch weiß ich nicht ob das was ich schreibe schon mal im Forum verarbeitet wurde… wenn dann sry


    Meiner Meinung nach ist das Pferd von hinten „angefasst“ worden 😁 vor allen Anschaffungen sollte man sich klar machen was man vor hat.


    1. Soll die stromproduzierende Anlage eine Spielerei sein

    oder

    2. Will ich damit wirtschaftlich Kosten senken.


    Das mit der Spielerei ist einfach. Probiert Euch aus, macht was Ihr wollt 😁


    Bei der wirtschaftlichen Lösung wird es schwieriger. Jedem sollte bewusst sein, dass er mit der Anschaffung der Anlage und dem Produzieren von Strom ein Unternehmen betreibt und das sollte wie jedes andere Unternehmen einen Plan haben und der Markt für Euer Produkte sollte analysiert werden, sonst könnte die Gefahr besteht, dass Ihr Verlust macht.


    Früher war dies nicht so wichtig, dank einer fetten Einspeisevergütung konnte man schwer Verlust machen. Heute sind Anlagen nur noch wirtschaftlich, wenn diese den Eigenverbrauch senken. Es soll somit zuerst eine Analyse des Bedarfs erfolgen. Gut kann da ein z.B. Smartmeter helfen, also ein Computer der am Stromzähler sitzt und alles protokolliert. Die Lösung einfach den Jahresstromverbrauch herzunehmen ist doch recht ungenau. Man sollte auch für alles offen sein und nichts grundsätzlich ablehnen. Viele haben mehr oder weniger Glück, dass sich die Lebensgewohnheiten und damit der Verbrauch ähneln. Damit besteht kaum Gefahr, was falsch zu machen. Aber es würde noch besser laufen, wenn man sich vorher Gedanken machen würde. Also einen professionellen unabhängigen Energieberater über die Tatsachen schauen lassen. Der kostet natürlich Geld, weil Euch nicht sein Produkt verkaufen möchte. Sein Produkt sollte ein gute Energieberatung sein und damit dann zufriedene Kunden.


    Bevor Ihr Geld einspart beim Stromverbrauch müsst Ihr erstmal in die PV oder BHKW investieren und das sind nicht unerhebliche Kosten, die sich erst über Jahre amortisieren. Am schnellsten kommt man zurzeit auf einen grünen Zweig, wenn man den Eigenverbrauch mit ca. 0,3€ /kWh auffängt.


    Alles was zu viel produziert wird und was Ihr nicht verbrauchen könnt, wird ins Stromnetz eingespeist mit einer Vergütung von 0,08€/kWh und damit wird das Ganze schnell ein Minus Geschäft, wenn die kWh Strom in der Produktion bei einer PV Anlage mit 0,10 bis 0,12€/kWh kostet, wenn man alles richtig gemacht hat und alle Parameter stimmen, wie Ausrichtung, Qualität des Produkts usw…. (hier bin ich mir definitiv nicht sicher, weil ich noch nichts produziere sondern noch in der Planungsphase bin).


    Bei einem BHKW wird es noch bunter, wie man im ganzen Forum erkennen kann

  • Alles was zu viel produziert wird und was Ihr nicht verbrauchen könnt, wird ins Stromnetz eingespeist mit einer Vergütung von 0,08€/kWh und damit wird das Ganze schnell ein Minus Geschäft, wenn die kWh Strom in der Produktion bei einer PV Anlage mit 0,10 bis 0,12€/kWh kostet

    Überschlagsrechnung: Wenn man etwas sucht und vor allem den (fast immer unwirtschaftlichen) Stromspeicher weglässt, kriegt man heutzutage eine PV-Anlage ordentlicher Qualität in der Größenordnung von 10 kWp für ca. 1.200 EUR/kWp. Rechnet man die AfA über die Förderungsdauer (20 Jahre), so hat man Kosten von 60 EUR/kWp im Jahr. Einmal in den 20 Jahren muss man wahrscheinlich den Wechselrichter erneuern: 2000 EUR für eine 10 kWp-Anlage macht weitere 10 EUR/kWp im Jahr. Mit noch mal 10 EUR/kWp im Jahr für Sonstiges (Versicherung etc.) kommt man insgesamt auf 80 EUR/kWp. Bei halbwegs günstiger Lage und Ausrichtung kann man pro kWp ca. 1.000 kWh im Jahr ernten. Damit entsprechen die Kosten mit 8 ct/kWh ziemlich genau der EEG-Vergütung, wohlgemerkt bei theoretischen 100% Volleinspeisung.


    In dem Moment, wo Eigenverbrauch vorliegt (egal wie hoch) wird man also eine PV-Anlage über weniger als 20 Jahre amortisieren können. Teurer wird es nur, wenn man deutlich kleiner bauen muss, eine schlechte Lage, Ausrichtung oder Verschattung hat. Aber selbst bei nur 200 kWh/kWp Eigenverbrauchsanteil (20%) kommen grob geschätzt 40 EUR pro kWp und Jahr Ertrag aus der Bezugsstrom-Einsparung hinzu. Damit müsste sich nahezu jede PV-Anlage (außer vielleicht mit ganztägigem Schatten oder Ausrichtung nach den beiden Nord-Quadranten) in deutlich weniger als 20 Jahren amortisieren.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

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