Wärmepumpen Vor und Nachteile?

  • ...Bohrungen... das kostet auch einige 1000€.

    Wir haben für drei Bohrungen mit je 99 m 15 tsd € bezahlt und dafür bekommt man das heute nicht mehr.


    Wir betreiben eine Sole - Wasser Wärmepumpe mit überschüssigem Dachsstrom, wird er benötigt wird die WP gesperrt. Besonders wenn die WP unseren 1.000 l Hygienespeicher der als Vorwärmung für eine Frischwasserstation dient, aber auch von unserer Solaranlage erwärmt wird heizt ist die Leistungszahl unübertreffbar.


    Für entsprechende Objekte macht eine WP imemr Sinn, wenn sie mit KWK Strom betrieben werden kann.

  • Naja, so schwarz sehe ich das nicht mit den Bohrungen, das ist verbreitet möglich - aber das kostet auch einige 1000€.

    WP der 80er sind ein anderes Thema.

    Ist nicht immer möglich. Ich darf nicht bohren - Wasseramt...


    Ich stehe selbst vor der Problematik, ein neues Heizungssystem in ein altes Haus einzupflanzen - und muss das richtige finden. Mit grösserem Aufwand schaffe ich vielleicht KFW70, aber das wird entsprechend teuer. Und selbst dass wäre für eine Wärmepumpe eine Herausforderung und beim Stromverbrauch sicher recht ordentlich. Technisch finde ich Wärmepumpen super, aber zu den realen Betriebskosten - klar können die verschieden sein - findet man selten realistische Angaben. Ich glaube, viele Anlagen werden nur aufgrund der Förderung gekauft.

  • Das ist der Punkt. Eine WP kann ein gutes Heizsystem sein, aber sie ist es nicht überall.

    Eine WP wird Pellets oder Gas nicht kompett ersetzen können. Die Grenze sollte man anhand VL Temperatur und Arbeitszahl ziehen. Bei VLTemp oberhalb 45° und AZ < 3 ist der Betrieb einfach zu teuer.

  • Ganz so kritisch würde ich es nicht sehen, die neuesten Generationen Luftwärmepumpen (Kältemittel Propan) sind auch bei Minusgraden (Referenzwert -7°) noch bei COP 2,5

    https://www.vaillant.de/heizun…194816.html#specification

    Hängt dann vielleicht auch noch davon ab wo die Kiste steht, Zugspitze oder Düsseldorf, freies Feld oder Stadtmitte,

    aber an wieviel Tagen hat man schon -7° tagsüber ? Eine Luftwärmepumpe sollte ja den Hauptanteil tagsüber laufen.

    Am besten natürlich kombiniert mit einer großen Photovoltaikanlage um auch im Winter was zu erzeugen.

    Vielleicht sogar mit (einem Teil) Winter optimierten Lage. (Südfassade zum Beispiel)

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Das Problem ist der teurer Stromeinkauf für die Wärmepumpe, den man nicht hat, wenn man eigenerzeugten Strom verwendet.


    Man muss also die Betriebsbedingungen der WP betrachten, die WP kann nichts dafür.

    Genau. Ich finde den Hebel 1kw rein 3kw raus eine tolle Sache, nur kostet der Strom aber eben auch mit 25 bis 30 Cent aktuell deutlich mehr als Gas, so dass sich dieser Vorteil leider zumeist wieder auflöst. Und nennenswert PV Strom gibt es eben nur im Sommer. Ich habe leider eine 50er Jahre Hütte mit "nicht so idealen" Wänden - und PV geht eh nicht wegen Ensembleschutz...

  • Die Grenze sollte man anhand VL Temperatur und Arbeitszahl ziehen. Bei VLTemp oberhalb 45° und AZ < 3 ist der Betrieb einfach zu teuer.

    Das ist wie bereits gesagt eine Frage des Strompreis und wird letztlich zur Politischen Entscheidung. Die KWK Betreiber speisen Strom für ca. 4 ct / kWh ein und WP Betreiber müssen ca. 24 ct / kWh dafür bezahlen.

    Da liegt doch der Hund begraben.


    Wenn man Politisch eine Umweltfreundliche Heizung will, kommt aus meiner Sicht außer der WP sehr wenig in Frage. Ich finde es nicht in Ordnung, dass man WP für kleine Einfamilienhäuser nicht zur Pflicht macht und ihnen entsprechende Strompreise gesetzlich bestimmt.

  • Das ist wie bereits gesagt eine Frage des Strompreis und wird letztlich zur Politischen Entscheidung. Die KWK Betreiber speisen Strom für ca. 4 ct / kWh ein und WP Betreiber müssen ca. 24 ct / kWh dafür bezahlen.

    Da liegt doch der Hund begraben.


    Wenn man Politisch eine Umweltfreundliche Heizung will, kommt aus meiner Sicht außer der WP sehr wenig in Frage. Ich finde es nicht in Ordnung, dass man WP für kleine Einfamilienhäuser nicht zur Pflicht macht und ihnen entsprechende Strompreise gesetzlich bestimmt.

    Wie hoch dürften denn deiner Meinung nach die Heizkosten für ein "kleines Einfamilienhaus" sein? Sagen wir mal 160 qm. Da mein Haus (200 qm) schon fast 3000 Liter Heizöl mit Warmwasser Verbrauch hat. Inzwischen heizen wir das meiste mit Holz.

    Solon 8 kWp aus 2003, Sharp 5,94 kWp aus 2004, Iventux 3,68 kWp aus 2009, Schott 4,53 kWp aus 2011, Dachs 5,3 MSR2 aus 2007, Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002, Dachs 5,5 MSR2 aus 2012, Varta 9 kWh aus 2016, PV 3,9 kWh aus 2004

  • Hallo ,


    die relative hohe Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe führt einige Altbau Inhaber dazu die ihren alten Ölheizungskessel gegen eine Wärmepumpe auszutauschen . Manchmal gegen aller Vernunft .

    Zum Beispiel mein direkter Nachbar : Ölkessel raus , Luft -Wärmepumpe rein ( bei 50/70 Gradsystem ) , Bude lauwarm . Baut sich jetzt zusätzlich ein Heizkamin ein .

    Der Hammer : Erst im vorherigen Winter hatte ich mir hier im Forum eine Wärmebildkamera ausgeliehen um Wärme- Leckagen am Haus aufzuspüren . Dabei habe ich auch die Giebelseite ( west) meines Nachbarn gefilmt und dabei eine sehr schlechte Wandisolierung festgestellt .

    Ich habe ihm dringend angeraten eine Aussenwand Isolierung anzubringen !!! Was soll man dazu noch weiter sagen .

    Werde mich jedenfalls mit Ratschlägen zurückhalten .

    Gruß

  • Energiepolitisch bin ich der Ansicht, dass zur Daseinsvorsorge eine soziale Grundlage zur Beheizung von Wohngebäuden bestehen muss. Ausgeführt von den zuständigen Hauptzollämtern hat jeder Bürger ab der Geburt bis zum Tod das Recht gewisse Energiemengen Steuerfrei und Umlagenfrei zu erhalten.

    Die Abwicklung erfolgt mit der allseits bekannten "Elster", wo jeder alles elektronisch eingibt und es automatisiert abgewickelt wird. Da kann man dann klicken, ich heize ökologisch mit einer Stromwärmepumpe und erhält pro Person x kWh zu sagen wir 10 ct / kWh.

    Bei einer Wärmepumpe kann der Wärmepreis locker mit jeder Pellet oder Gasanlage mithalten.


    Luft -Wärmepumpe rein ( bei 50/70 Gradsystem ) , Bude lauwarm . Baut sich jetzt zusätzlich ein Heizkamin ein .

    Fragt sich wer ihn da beraten hat, aber wahrscheinlich funktioniert es in der Übergangszeit und er muss nur ab z.B. 5 Grad Aussentemperatur "zu heizen".


    Wir haben unsere Gebäude alle nachgedämmt und ersetzen nach und nach die Isolierglasfenster gegen beste Dreifachfenster. Aber auch ich stosse immer wieder auf Unverständnis was das Wärmedämmen angeht.

  • Hat einer Erfahrungen mit Luft-Luft-WP ? Unten die Datenblätter von Panasonics Etherea-Geräten. Die Außengeräte sind 10db leiser als bei Luft-Wasser-Geräten.

    Wie glaubwürdig sind deren gute SCOOP-Werte? Nachmessen ist deutlich schwerer als bei Luft-Wasser-Geräten.

  • Ich fand die Panasonics Etherea auch total interessant, die Effizienz/der COP sollte eigentlich durchweg hoeher sein als bei Luft-Wasser-WPs.


    Leider hatte meine bessere Haelfte nichts uebrig fuer so einen Kasten unter der Zimmerdecke :(


    Meine eigene Sorge war die Umstellung der Luftstoermungen im Raum. Eventuell fuehlt man die kuehlere Luft von Fenstern und Tueren staerker, weil die Luft mituntern andersrum zirkuliert.


    Toll ist die Faehigkeit des Entfeuchtens und "Pustens", sollte man Schimmelprobleme haben, sind die damit jedenfalls erledigt.

  • Die Außengeräte sind 10db leiser als bei Luft-Wasser-Geräten.

    Zwar hab ich mich damit befasst, aber keine reale Erfahrung.


    Warum die Außengeräte leiser sein sollen als bei Luft-Wasser erschließt sich mir nicht, weil auf dieser Seite eigentlich kein Unterschied in der Technik vorliegt (bei gleicher Leistung)


    Bei Bosch kann man nachlesen, dass Luft-Luft WP nur für Niedrigenergiehäuser taugen.

    https://www.bosch-thermotechno…pe/luft-luft-waermepumpe/


    Ansonsten kenne ich die nur als Klimaanlagen. Für die Klimatisierung taugen weder Fußboden"heizungen" noch "Heizkörper", da ist die Luft-Luft-Technik fast unvermeidlich.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Hey :)


    Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Formen der Wärmpumpe.

    Die preiswerteste Wärmepumpe soll die Luft-Wasser-Wärmepumpe sein. Zudem ist diese mit einem geringem Installationsaufwand verbunden. Zum Vergleich: Der Aufbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist aufwendiger. Ein Grund dafür ist z.B., dass Bohr- und Baggerarbeiten für die Benutzung notwendig sind. Wenn du jedoch einmal eine Sole-Wasser-Wärmepumpe installiert hast, läuft diese weitestgehend wartungsfrei und liegt im guten Preisrahmen.


    LG

    Mit Geistesblitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen. - Friedrich Hebbel

  • Hallo,

    habe für meinen Schiegersohn die Rentabilität seiner Luft/Wasser-WP berechnet.

    Bis >-8 Grad ist die WP besser als z.B. eine PV-Anlage (Heizstab) bei 9,5 Cent Einspeisevergütung.

    Sollte die kWh für WP ehr als 26 Cent kosten, schon bei >-6 Grad, da der Wirkungagrad nachlässt bei tiefen Temperaturen.