Wärmepumpen Vor und Nachteile?

  • Hallo liebe community,

    ich bin neu im Forum und habe gleich mal ein paar Fragen. Ich will gerne bei mir eine Wärmepumpe installieren, bin allerdings noch sehr unklar über die Anschaffungs und Wartungskosten. Spart man am Ende wirklich, bzw. nach wie vielen Jahren macht sich das denn ca. bezahlt?

    Danke und Grüße aus BW

    Jens

    Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.

  • Moin Jens,


    zunächst willkommen im BHKW-Forum!


    Um beurteilen zu können ob sich eine Wärmepumpe für Dein Anwesen – auch im Vergleich zu anderen Alternativen – überhaupt eignet, müsstest Du uns schon ein paar genauere Informationen liefern. Am besten eignet sich dazu der Fragebogen, auch wenn der eigentlich für Fragen zu einer BHKW-Planung dienen soll. (Wenn Dich ein BHKW nicht interessiert, kannst Du die Fragen zum Stromverbrauch ja auslassen.)


    Mit diesen Informationen werden wir Dir vielleicht sagen können, ob eine WP für Dein Anwesen eine gute Idee ist, bzw. was aus unserer Sicht vielleicht noch in Frage käme. Aber die Wirtschaftlichkeitsrechnung dazu musst Du dann – auf Basis eines Angebotes vom Heizungsbauer Deiner Wahl – schon selber machen.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Hallo, deine Angaben sind etwas dürftig. Etwa so: Ich möchte ein rotes Auto, was kostet das und wieviel Sprit verbraucht es ?


    Gebäudegröße ?

    Jetzige Heizung + Warmwasserbereitung ?

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    25kw Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Und selbst wenn es 200 Euro im Jahr mehr kostet, du schonst die Umwelt.


    Bin mit meiner Panasonic WH-MDC05H3E5 zufrieden.


    Im Moment unterstuetzt sie noch meinen Oeler im bivalenten Betrieb. Wenn die Tanks leer sind, fliegt der Oeler raus, dann sind die Moderinisierungen eventuell soweit, dass ich garkein zusaetzliches Heizsystem mehr brauche. Somit waer dann auch der Schornsteinfeger nichtmehr noetig und ich hab nen weitere freien Termin im Kalender ;)

  • Trotzdem muss das Wärmepumpenkonzept schlüssig sein. Welche Wärmequelle soll genutzt werden ? Luft / Wasser WP sind bei Minusgraden wenn viel Wärme benötigt wird nicht wirklich hilfreich und schon gar nicht wirtschaftlich. Wie hoch soll meine Warmwassertemperatur werden ? ( über 55 Grad sind kaum zu erreichen ) Wie groß ist der Wärmebedarf den ich decken will wirklich ? Ist eine Solaranlage ( thermisch oder Strom ) vorhanden ?


    Ich würde niemandem ohne passende Rahmenbedingungen eine Wärmepumpe empfehlen, ein BHKW übrigens ebenfalls nicht.

  • Moin zusammen


    bin neu hier, was das schreiben angeht, im "mitlesen" schon 10 Jahre dabei..8o


    somit habe ich leider keine Ahnung wie ich ein neues Thema eröffnen kann?!

    Inhalt wäre BHKW mit WP zusammen mit PV und Speicher für aktuelle KfW "Wünsche"..:/


    Beste Grüße


    Dennis

    Dachs Gen5.5, VitoCrossAll 19kW, PV 14,4Kwh, E3DC S10 Pro

  • somit habe ich leider keine Ahnung wie ich ein neues Thema eröffnen kann?!

    Du gehst in der Menüleiste über DiskussionsFORUM>Forenliste in das passende Unterforum, z.B. "Beratung, Anlagenplanung & Wirtschaftlichkeit", und öffnest dieses Unterforum. Dann erscheint über der Threadliste rechts oben der Button "Neues Thema". Da klickst Du drauf, denkst Dir eine attraktive Überschrift aus, schreibst weiter unten Deinen Beitrag und schickst das wie üblich über den Button unten ab.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Die Anschaffung einer Wärmepumpe würde mich auch interessieren. Aber ja, ihr habt wohl Recht, so pauschal gibt es nicht die eine perfekte Lösung.

    Stimmt.

    Es gibt viele, die auf Gedeih und Verderb WPs einbauen.

    Aber - die Betriebsumstände müssen alle passen. Wenn das nicht der Fall ist, wird das heizen sehr teuer.

    Auch ein Problem - die Wärmequelle. Luft-WPs können sich durch Geräusche (Luftschall, Reflexion) auch beim Nachbarn unangenehm bemerkbar machen. Und dann wirds schwierig.

    Zudem muß man auch auf möglichst geringe Vorlauftemp. achten - bei bestehenden Heizsystemen mit Heizkörpern kommt man da nur schlecht hin.

    Keine Frage, in heutigen Neubauten mit Flächenheizung klappt das - aber im Bestand muß man sehr aufpassen.

  • Zudem muß man auch auf möglichst geringe Vorlauftemp. achten

    DAS ist der entscheidende Punkt. Vorlauftemperaturen oberhalb von 50°C im Heizkreis sind aus meiner Sicht für eine Wärmepumpe ein KO-Kriterium, insbesondere wenn – wie fast immer bei Bestandsgebäuden – nur eine Luft-WP möglich ist.

    bei bestehenden Heizsystemen mit Heizkörpern kommt man da nur schlecht hin.

    Das hängt davon ab. Wenn man ein Bestandsgebäude energetisch saniert, lassen sich die Heizkörper (die ja auf den Wärmebedarf im unsanierten Zustand ausgelegt sind) häufig ohne Komfort-Einbuße mit weit niedrigeren Vorlauftemperaturen betreiben als zuvor. Für unsanierte Bestandsgebäude würde ich allerdings Wärmepumpen (insbesondere Luft-Wärmepumpen) in aller Regel nicht empfehlen.

    Luft-WPs können sich durch Geräusche (Luftschall, Reflexion) auch beim Nachbarn unangenehm bemerkbar machen. Und dann wirds schwierig.

    Früher war das ein Problem, aber heutzutage haben die Hersteller das Schallproblem beim Luft-Wärmetauscher m.E. im Griff.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Luft-WPs können sich durch Geräusche (Luftschall, Reflexion) auch beim Nachbarn unangenehm bemerkbar machen. Und dann wirds schwierig.

    Früher war das ein Problem, aber heutzutage haben die Hersteller das Schallproblem beim Luft-Wärmetauscher m.E. im Griff.

    Das kommt auf die Konstruktion (Ventilator und Gehäuse), Betriebsumstände (Ventilatordrehzahl) sowie den Aufstellort an.

    Also einige Möglichkeiten, "billiger" zu werden. Wenn da ein erfahrener WP Betrieb einen größeren Außenventilator anbietet um Geräusche zu vermeiden und ein weiterer den einen kleineren, ist für den ersten der Auftrag meist verloren, da teurer.

  • In den 1980er Jahren hatten wir schon mal das Thema Wärmepumpen, intensiv auch beworben mit Luftwärmepumpen, weil Tiefbohrungen und Erdverlegung nicht möglich oder zu teuer waren - es wurde primärenergieseitig ein Flop.


    Zitat dazu: Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich


    Heute wird (von wem eigentlich?) versucht, durch wahnwitzige Rabatte (bis 45% bei bestimmten Ölheizungen) unter dem

    Vorwand der Klimaziele diese Produkte wieder in Umlauf zu bringen. Bedenke, diese Rabatte treten ja nur bei Objekten im Bestand auf - ein Neubau hat ja nichts zum tauschen.

    Im Neubau gibt es auch Forderungen vor Genehmigung und die zielen irgendwie auch in die WP-Richtung, was in einem Teil der Fälle auch richtig ist, aber leider auch überwiegend finanzielle Fehlentscheidungen werden. Es werden wieder Luftwärmepumpen gewählt, weil Tiefbohrungen behördlich nur noch ganz regional und selten genehmigt werden und die Grundstücksfläche eine Erdverlegung ausschließt.


    Gruß Dietrich

  • Naja, so schwarz sehe ich das nicht mit den Bohrungen, das ist verbreitet möglich - aber das kostet auch einige 1000€.

    WP der 80er sind ein anderes Thema.

  • Heute wird (von wem eigentlich?) versucht, durch wahnwitzige Rabatte (bis 45% bei bestimmten Ölheizungen) unter dem

    Vorwand der Klimaziele diese Produkte wieder in Umlauf zu bringen. Bedenke, diese Rabatte treten ja nur bei Objekten im Bestand auf - ein Neubau hat ja nichts zum tauschen.

    Für mich klingt das zu pauschal und zeugt auch von einer gewissen Abneigung, was für die Fragestellung aber nicht dienlich ist. So haben z. B. die erwähnten 45% für die Ablösung einer Ölheizung nichts mit Wärmepumpen zu tun, die gibt es auch für andere Lösungen.


    Nebenbei können Luft-Wasser-WP durchaus für Altbestand mit Heizkörpern sinnvoll eingesetzt werden. Natürlich nicht im monovalenten Betrieb. Aber wenn es draußen 10° C hat, dann reichen auch im Altbau 35-40° Vorlauf. Jedenfalls funktioniert das in meinem Elternhaus prächtig. Wenn der COP zu niedrig wird, muss halt mit Gas geheizt werden und gut.


    Heute gibt es halt keine pauschalen Lösungen mehr für Heizungen. Es müssen immer eine ganze Reihe von Randbedingungen abgewogen werden. Das Problem dabei ist, dass keiner weiß, was er für Rahmenbedingungen in 10 Jahren ansetzen kann. Genau genommen weiß man das nichtmal für 5 Jahre. Schon heute scheiden sich die Geister, welchen Strommix man denn nun nehmen soll, weil es Zeiten gibt, wo Windstrom im Überfluss da ist, aber auf der anderen Seite in der Dunkelflaute der Bedarf am höchsten ist.


    Das Kernproblem ist doch eine konsequent inkonsistente Energiepolitik. Wie hier im Forum schon öfter angesprochen machen wir per Kabinetsbeschluß den Strommix sauber. Wir schalten AKW und Kohle ab, belasten Gas mit einer CO2-Steuer und machen gleichzeitig Heizung und Mobilität elektrisch. Die dadurch entstehende Stromlücke schließen wir dann mit Sprechblasen. Wie soll daraus eine fundierte Entscheidung für welche Heizung rauskommen?


    Aber das Für und Wider neutral zu betrachten macht trotzdem Sinn |__|:-)

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.