BlueGen oder Dachs + Sole Wärmepumpe - PV - Batterie - E- Fahrzeug

  • Habe viele gute Beiträge im Forum gelesen und mich nun gleich angemeldet.

    Verbrauchs- und Bestandsdaten s.u.


    Ziele :

    Möchte meine Oelheizung BJ 2000 verbrauch 3 -4000 Lit /Jahr incl. Warmwasser auf einen Umweltgerechten Stand bringen

    Wohnfläche ges. 450 qm , beheizt incl. ELW 250 qm mit Fußbodenheizung und zusätzlichen Konvektoren

    Keine Gasleitung - Flüssiggas kann aber gut installiert werden.


    PV Anlage 24 KWP ost /west auf Tonnendach incl. E3DC Speicher 19 KW vorhanden,

    Eigenverbrauch ohne PV Deckung mind. 1400 KW im Winter incl. Nachbar 3800 KW ges.

    Stromverbrauch incl. Nachbar und E- Fahrzeug mind. 24 KW am Tag = 9000 /Jahr


    Aufgabe : Würde gern Sole Wärmepumpe instalieren und den Strom dafür und den sonstigen Bedarf im Winter selbst erzeugen ,

    um möglichst wenig Fremdenergie zu verbrauchen.


    Bluegen BG-15 wäre gut - geht wohl nicht mit Flüssiggas ?? Warum nicht ?

    (oder Vitaflor)

    KWK - Dachs oder ähnliches wäre denkbar ? Heizraum ist groß genug.

    Habe viel hin und her überlegt, vielleicht findet ihr eine gute Lösung, muß nicht der billigste Weg sein.


    Würde mich sehr freuen eine gute Lösung zu finden, ggf. noch mit KWK - Förderung in diesem Jahr noch zu beantragen ?


    Beste Grüße



    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: 9000 KW

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 3000 lit. Oel


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Oel

    Alter und Typ der der Heiztechnik: Buderus Oel 55 KW

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: nein - kein Platz mehr

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: 300 lit soll neu

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: zentral würde lieber auf dezentral umsteigen da z.T. sehr lange Leitungswege

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: rel. gleichbleibend - Ladespitzen E- Fahrzeug

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: früher ja

    Temperaturen der Heizkreise: 45 - 50 Grad Fußboden... , dann keine Konvektoren nötig.

    Art der Heizkörper: FB- und Konvektor


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 250 qm 4 Bew,

    Art und Baujahr der Immobilie: große EFH mit ELW

    Erfolgte Modernisierungen: 2000

    Weitere geplante Modernisierungen: Evtl Fenster teilweise 2 Fach Vergl.

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: ja wenn oel entfällt.

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: nein - nur Flüssiggas möglich

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: ja ein zusätzliches EFH geplant und ein Nachbar wird mit Strom beliefert


    Weniger anzeigen

  • Hallo, du hast gleich mehrere Probleme.

    1. Eine WP braucht nicht unerheblich Strom, da nützt dir eine BSZ nichts.

    2. Für ein BHKW z. B. Dachs hast du nicht genug Wärmebedarf, und wenn du den Strom dann in ne WP schickst noch weniger.

    3. Deine VL Temperaturen 45 - 50 Grad sind viel zu hoch, nicht nur das dir die Füße kochen, auch für eine WP ist das nicht optimal (kein guter Wirkungsgrad)


    Da bei dir nur Flüssiggas geht wäre höchsens ein kleiner Dachs denkbar, den Strom scheinst du ja loszuwerden. Damit wärst du zumindest elektrisch gesehen unabhängig. Wirtschaftlich wird das auch nicht sein, aber darum scheint es dir ja vorrangig nicht zu gehen. Aus deinen Zahlen oben werde ich nicht so ganz schlau - da scheint auch der Nachbar mitdran zu hängen - hier musst du beim verkauf von Strom aufpassen, das ist viel Papierkram...


    Achso und Wasser dezentral bedeutet entweder sehr hohe Vorlauftemperaturen dort hin, oder das Wasser mit Strom zu erwärmen. Damit holst du dir aber mindestens genauso hohe Leistungsspitzen wie mit dem Auto laden ins Haus.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Vielen Dank für die schnelle Analyse,

    ja ich habe mehrere Probleme, die man offensichtlich auch als Kenner der Materie noch nicht unter einen Hut bringen kann.


    Du meinst also nur Dachs ohne Wärmepumpe ?


    Die Fußbodenheizung ist zu hoch das ist wahr, ich wollte ausprobieren, ob ich damit die Räume warm bekomme, ohne die Heizkörper zu benutzen. Das geht offenbar, aber nur mit dieser hohen Temperatur. Mit Wärmepumpe würde ich dann niedriger fahren und Heizkörper mit nutzen..macht man doch so ?


    Wenn ich die Förderung von Dachs und Gastank in Anspruch nehmen will muss ich jetzt noch Angebot anfordern und Antrag stellen ?

    Die KWK Förderung läuft doch aus,oder ?


    Gruß Martin

  • Hallo e-fan ,


    m.m. sollest Du sofort ( spätestens bis zum 31.12.2020 ) eine Zulassung einer KWK - Anlage ( bis 50 KWel ) bei der

    BAFA beantragen , sowie einen Förderantrag für eine Zuschlagszahlung beantragen ( ist nur noch für ein BHKW bis

    2 KWel möglich ) .

    Das RMB neo Tower 2,0 wäre m.m. für Dich eine gute Empfehlung . ( auch für flüssig Gas erlaubt )


    Die Fomulare kannst Du Dir bei der BAFA runter laden .


    Gruß

  • Moin e-fan,


    ich kann mich da unserem "Dachs" nur anschließen: Bei dem relativ geringen Wärmeverbrauch ist es sinnlos, gleich zwei teure Wärmeerzeuger anzuschaffen. Sowohl eine Sole-WP als auch ein BHKW könnten bei Dir evtl. Sinn machen, aber nicht beides zusammen.


    Zunächst sollten wir aber die Frage des Stromverbrauchs klären, mit den Angaben komme ich nicht ganz klar.

    Eigenverbrauch ohne PV Deckung mind. 1400 KW im Winter incl. Nachbar 3800 KW ges.

    Stromverbrauch incl. Nachbar und E- Fahrzeug mind. 24 KW am Tag = 9000 /Jahr

    Noch mal zur Kontrolle, verstehe ich das richtig:

    • Du verbrauchst demnach zusammen mit dem Nachbarn einschl. E-Auto ca. 9.000 kWh Strom im Jahr (gut 24 kWh am Tag).
    • Davon werden insgesamt 3.800 kWh für Dich und den Nachbarn aus dem Netz bezogen (Du 1.400, der Nachbar die verbleibenden 2.400), und zwar fast ausschließlich im Winter.
    • Die Differenz von (9.000-3.800=) 5.200 kWh kommt aus der PV-Anlage.

    Soweit korrekt? Wenn nicht bitte um Korrektur.


    Zusatzfrage: Wie viel Strom wird denn aus der PV-Anlage ins Netz eingespeist? Eine O/W-Anlage mit 24 kWp müsste doch selbst in Schleswig-Holstein ihre 16-18.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen, oder?


    Aber wenn das alles so stimmt, geht es doch am Ende des Tages (abgesehen von der Erneuerung der Heizung) nur um die Substitution der o.g. 3.800 kWh Netzbezug.

    Du meinst also nur Dachs ohne Wärmepumpe ?

    Dafür wäre ein Dachs (selbst der kleine 2.9) völlig überdimensioniert: Der hat in der Flüssiggas-Version 3,0 kW(el) und würde an einem Wintertag 72 kWh Strom erzeugen, also etwa das Dreifache der von Euch benötigten Strommenge - selbst wenn die PV-Anlage überhaupt nichts bringt. Auch ein NeoTower 2.0 BHKW, das wärmeseitig passen könnte, wäre mit voraussichtlich 9.000 kWh/a Stromproduktion (48 kWh/Tag im Winter) überdimensioniert. Und selbst eine BlueGen Brennstoffzelle mit 1,5 kW(el) wäre überdimensioniert, auch wenn es sie für Flüssiggas gäbe, weil sie das ganze Jahr über Strom produziert – auch in den 6-8 Monaten, wo Ihr wahrscheinlich jetzt schon vollständig aus der PV versorgt seid.


    Wenn Du unbedingt im Winter die Strom-Autarkie steigern möchtest, könnte bei den genannten Zahlen am ehesten noch die Flüssiggas-Brennstoffzelle von Sunfire passen. Die produziert während der Heizperiode ca. 17 kWh Strom am Tag, was im Winter zusammen mit PV und Speicher womöglich schon für annähernd 100% Autarkie reicht. Auch sie würde aber (weil sie mit 1,25 kW thermischer Leistung wahrscheinlich 6000 Stunden im Jahr läuft) in der Übergangszeit einiges an PV-Eigenverbrauch substituieren. Und ich habe keine Ahnung, was dieses relativ neue Gerät bei Anschaffung und Wartung kostet und wie zuverlässig es arbeitet. Immerhin hätte es den Vorteil, dass die Förderung aus einem anderen Topf kommt (KfW anstatt BAfA) und nicht zum Jahresende ausläuft. Ob da wie bei der Vitovalor eine Flüssiggastherme für die Spitzenlast eingebaut ist, oder ob man die zusätzlich kaufen muss, weiß ich nicht.


    Je länger ich darüber nachdenke, tendiere ich aber dazu, Dir stattdessen "Wärmepumpe ohne Dachs" zu empfehlen und das BHKW bzw. die BZ ganz wegzulassen. Mit der großen PV-Anlage und dem Speicher könntest Du wahrscheinlich acht Monate im Jahr die WP aus jetzt nicht genutztem PV-Strom regenerativ betreiben. Natürlich werden 70% des WP-Stroms in den vier Wintermonaten anfallen, den musst Du dann zum größten Teil kaufen. Aber wenn ich mir überlege, wie viel Windkraft bei Euch da oben im Winter abgeregelt werden muss, weil die Leitungen für den Abtransport fehlen, erscheint mir unter ökologischen Aspekten eine Steigerung des regionalen Stromverbrauchs im Winter gar nicht so schlecht. Und soweit ich weiß wird eine WP, wenn man sie als Ersatz für eine alte Ölheizung einbaut, auch in den nächsten Jahren bis zu 40% der Gesamtkosten gefördert.


    Ach ja:

    Die Fußbodenheizung ist zu hoch das ist wahr, ich wollte ausprobieren, ob ich damit die Räume warm bekomme, ohne die Heizkörper zu benutzen. Das geht offenbar, aber nur mit dieser hohen Temperatur. Mit Wärmepumpe würde ich dann niedriger fahren und Heizkörper mit nutzen..macht man doch so ?

    Natürlich, das macht man so. Wenn Heizkörper da sind, spricht absolut nichts dagegen sie auch zu nutzen, und bei einer Wärmepumpe steigert jedes Grad weniger im HK den Wirkungsgrad. Eigentlich müsste die optimale Heizkreistemperatur ja im Rahmen des hydraulischen Abgleichs schon ermittelt worden sein, und da werden selbstverständlich sämtliche vorhandenen Heizkörper bzw. -Flächen berücksichtigt.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)


  • Wenn Du unbedingt im Winter die Strom-Autarkie steigern möchtest, könnte bei den genannten Zahlen am ehesten noch die Flüssiggas-Brennstoffzelle von Sunfire passen. Die produziert während der Heizperiode ca. 17 kWh Strom am Tag, was im Winter zusammen mit PV und Speicher womöglich schon für annähernd 100% Autarkie reicht. Auch sie würde aber (weil sie mit 1,25 kW thermischer Leistung wahrscheinlich 6000 Stunden im Jahr läuft) in der Übergangszeit einiges an PV-Eigenverbrauch substituieren. Und ich habe keine Ahnung, was dieses relativ neue Gerät bei Anschaffung und Wartung kostet und wie zuverlässig es arbeitet. Immerhin hätte es den Vorteil, dass die Förderung aus einem anderen Topf kommt (KfW anstatt BAfA) und nicht zum Jahresende ausläuft. Ob da wie bei der Vitovalor eine Flüssiggastherme für die Spitzenlast eingebaut ist, oder ob man die zusätzlich kaufen muss, weiß ich nicht.


    Je länger ich darüber nachdenke, tendiere ich aber dazu, Dir stattdessen "Wärmepumpe ohne Dachs" zu empfehlen und das BHKW bzw. die BZ ganz wegzulassen. Mit der großen PV-Anlage und dem Speicher könntest Du wahrscheinlich acht Monate im Jahr die WP aus jetzt nicht genutztem PV-Strom regenerativ betreiben. Natürlich werden 70% des WP-Stroms in den vier Wintermonaten anfallen, den musst Du dann zum größten Teil kaufen. Aber wenn ich mir überlege, wie viel Windkraft bei Euch da oben im Winter abgeregelt werden muss, weil die Leitungen für den Abtransport fehlen, erscheint mir unter ökologischen Aspekten eine Steigerung des regionalen Stromverbrauchs im Winter gar nicht so schlecht. Und soweit ich weiß wird eine WP, wenn man sie als Ersatz für eine alte Ölheizung einbaut, auch in den nächsten Jahren bis zu 40% der Gesamtkosten gefördert.


    Moin Sailor,


    Danke für deine Überlegungen, sehr gut !


    die Sache mit der Stromversorgung hast du genau richtig interpretiert, nur das bei 3800 KW die WP noch nicht dabei ist = ca. 40 KW Tag ! , wenn sie 180 KWh/Tag Wärme produzieren soll.9000 ist der Stromverbrauch ohne die geplante WP. Im Sommer nutze ich 5500 KW PV Strom und speise 11000 ins Netz, die Einschätzung von 16 - 17000 KW ges. Leistung sind genau richtig.:thumbup:

    Wirtschaftlich ist die zusätzliche Sunfire wohl auf lange Zeit nicht, der damit erzeugte Strom kostet auch 21 Cent(ohne Abschreibung) nur die 24 KW th/Tag sind dann umsonst und die WP würde dadurch 10 % weniger laufen.

    Von Oktober bis Februar würde der Strom nicht reichen, ansonsten hätte ich viel Überschuß.

    Auf die Wärmepumpe würde ich jedenfalls Wert legen, damit ist der Sommer erledigt und im Winter 3/4 der benötigten Energie gespart.

    Aber woher die fehlenden ca 4800 KW Strom nehmen? (bei 22 KW th WP Leistung , LAufzeit 8 Std bei 5 KW Verbrauch und 120 Tage Winter)

    (Braucht man 3 Sunfire 750 ;))

    Wenn der Neubau in der Nachbarschaft kommt könnte man noch effektiver gemeinsam arbeiten, vielleicht ist der Dax doch besser ?

    Mit der Windkraft hast du schon Recht, aber der Strom ist leider genau so teuer, außerdem bekommt ihr den bald günstig in den Süden.8o,

    da wollen wir euch den doch nicht verbrauchen.

    Hab ich da einen rechenfehler drin ?

    Bis Morgen

    e-fan

  • Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: 9000 KW

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 3000 lit. Oel

    Also wenn ich deine Verbrauchsdaten und auch die übrigen Angaben ansehe würde ich dringend zu einer Sanierung der Gebäudehülle raten.

    Du schüttest nur einen Haufen Energie in ein Fass ohne Boden.

    Deine Heizung ist exakt deshalb so üppig ausgelegt (55kW Ölkessel... sowieso überdimensioniert), weil die Hütte so zugig ist.

    Deshalb: Bevor du über neue exotische Technik nachdenkst bring die Hütte auf Vordermann.

    PV Anlage 4,9 kW, 20 * Trina 245W, WR Imeon 9.12, 3-phasig, On/Off Grid

    Batterie Hawker 48V, 575Ah, E-Auto Renault Zoe

  • Mit Wärmepumpe würde ich dann niedriger fahren und Heizkörper mit nutzen..macht man doch so ?

    Ja klar, je mehr Heizfläche du nutzt desto geringer sind die Temperaturen.

    Aber wenn ich mir überlege, wie viel Windkraft bei Euch da oben im Winter abgeregelt werden muss, weil die Leitungen für den Abtransport fehlen, erscheint mir unter ökologischen Aspekten eine Steigerung des regionalen Stromverbrauchs im Winter gar nicht so schlecht. Und soweit ich weiß wird eine WP, wenn man sie als Ersatz für eine alte Ölheizung einbaut, auch in den nächsten Jahren bis zu 40% der Gesamtkosten gefördert.

    An diese ökologisch regionalen Vorteile habe ich nicht gedacht!:thumbup::thumbup::thumbup:

    nur das bei 3800 KW die WP noch nicht dabei ist = ca. 40 KW Tag ! , wenn sie 180 KWh/Tag Wärme produzieren soll.9000 ist der Stromverbrauch ohne die geplante WP.

    Da werd ich wieder nicht schlau draus 3800 kWh ohne WP oder 9000kWh ohne WP.

    Je besser du die Temperaturen runter bekommst, desto besser eignet sich eine WP. Vielleicht kann man über den Volumenstrom der FBH oder austausch der zusätzlichen Heizkörper hier noch was machen? Wie alt sind denn die Fenster, und ist das Dach gedämmt?

    Wenn hier noch Potenzial ist wäre die WP auf jeden Fall die bessere Wahl!

    KWK läuft bei dir vermutlich maximal an 120 Tagen, wenn du in diesen Tagen die 9000 kWh verbrauchst kommst du auf ca. 3 kWh pro Stunde da du ja eh nen Speicher hast lasse ich Lastspitzen und Grundlast jetzt mal unter den Tisch fallen. Da wäre ein Dachs geeignet und käme auf knapp 3000 Betriebsstunden, berüchsichtigt man aber das es nicht an allen 120 Tagen gleich kalt ist würdest du mit optimiertem Pufferspeicher vermutlich aber eher auf 2000 bis 2500 Betriebsstuden kommen. Das wäre zumindest in 10 Jahren nicht wirtschaftlich darstellbar, dazu müssten es mindestens um die 3500 Stunden sein. Auch bin ich mir nicht sicher wie es sich mit den Wartungskosten verhält, beim alten Dachs war die Wartung ja nicht nur nach Betriebsstunden sondern auch nach 2 Jahren fällig. Wird beim neuen auch so sein, also ist mit höheren Wartungskosten zu rechnen.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Moin e-fan,

    Auf die Wärmepumpe würde ich jedenfalls Wert legen, damit ist der Sommer erledigt und im Winter 3/4 der benötigten Energie gespart.

    ich glaube insoweit sind wir uns einig. Nehmen wir also die WP als "gesetzt". 40 kWh Stromverbrauch für 180 kWh Wärme bedeutet eine Leistungszahl von 4,5: Das ist für eine Sole-WP realistisch. Auch die Auslegung (Leistungsaufnahme 5 kW, Wärmeabgabe 22 kW) passt.


    Aber woher die fehlenden ca 4800 KW Strom nehmen? (bei 22 KW th WP Leistung , LAufzeit 8 Std bei 5 KW Verbrauch und 120 Tage Winter)

    Was Du pro Winter (120 Tage) nach Deinen Angaben brauchst, sind zunächst mal im Durchschnitt (120*180=) 21.600 kWh Wärme sowie 3.800 kWh Strom. Letzteres wären nicht 24 kWh/Tag, sondern 32 kWh, aber lassen wir das mal so stehen. Die 4.800 kWh zusätzlicher Stromverbrauch fallen nur an, wenn Du die WP (was m.E. die wirtschaftlichste Lösung wäre) monovalent betreibst.


    Nehmen wir jetzt mal an, Du hättest zusätzlich das kleinste am Markt verfügbare Flüssiggas-BHKW, ein NeoTower Living 2.0 mit 2 kW(el) und 5,2 kW(th). In 24 Stunden könnte das 48 kWh Strom und 125 kWh Wärme erzeugen. Da der Wärmebedarf mit 180 kWh/Tag im Durchschnitt weit höher liegt, können wir also annehmen, dass das NeoTower im Winter 120 Tage lang durchläuft. Dann würde es in dieser Zeit (120*125=) 15.000 kWh Wärme und (120*48=) 5.760 kWh Strom erzeugen. Die (nunmehr zum Spitzenlast-Erzeuger "degradierte") WP müsste dann im Winter noch die restlichen (21.600-15.000=) 5.600 kWh Wärme erzeugen. Dafür würde sie (5.600/4,5=) 1.244 kWh Strom verbrauchen, was den Gesamtbedarf in dieser Zeit auf (3.800+1.244=) 5.044 kWh steigert. Aus dem BHKW kommen 5.760 kWh, also reicht das aus, um (mit Hilfe des vorhandenen großen Stromspeichers) den Strombedarf von Wärmepumpe plus Haus im Durchschnitt zu decken, und es würden sogar noch ca. 700 kWh Strom eingespeist. Wegen des Stromspeichers ist der Unterschied zwischen BHKW-Leistung und Leistungsaufnahme der WP dabei kein Problem.


    An extrem kalten Tagen (-16°C) dürfte sich der Wärmebedarf im Vergleich zum Durchschnitt verdoppeln. Dann läuft das NeoTower immer noch durch und erzeugt pro Tag 48 kWh Strom und 125 kWh Wärme. Verbraucht werden aber 360 kWh Wärme. Die fehlenden (360-125=) 235 kWh müssen aus der WP kommen. Dafür werden etwas mehr als 50 kWh Strom verbraucht. Du müsstest Dich also damit abfinden, an solchen Tagen mindestens den Haushalts-Stromverbrauch zuzukaufen. Hättest Du stattdessen einen Flüssiggas-Dachs F3.0 mit 3,0 kW(el) und 6,9 kW(th), so würde der am Tag 72 kWh Strom und 165 kWh Wärme erzeugen. Die WP müsste (360-165=) 195 kWh Wärme erzeugen und dafür 43 kWh Strom verbrauchen. Für den Haushalt bleiben (72-43=) 29 kWh übrig, was nach Deinen Angaben in aller Regel ausreichen müsste.


    Fazit: Wenn Du den durchschnittlichen Stromverbrauch Deiner Wärmepumpe im Winter mit einem BHKW abdecken möchtest, reicht ein NeoTower 2.0 aus. Wenn Du das System auf Extrembedingungen auslegen möchtest, wäre dafür ein Dachs F3.0 erforderlich (oder das geringfügig größere NeoTower Living 3.3). Lohnen würde sich das mit dem F3.0 bzw. NT 3.3 aber wohl nicht, und jedes größere BHKW wäre jedenfalls Geldverschwendung.


    Unabhängig davon bleibe ich dabei: Eine aufs Jahr bezogene Rechnung dürfte jedenfalls zeigen, dass die Lösung "nur Wärmepumpe" und auch die (m.E. schlechtere) Lösung "nur BHKW" wirtschaftlicher ist als die Kombination. Deswegen würde ich – wenn das mein Haus wäre – die Wärmepumpe machen und ansonsten – dem Rat von Bernhard_Konrad folgend – die ca. 30.000 € für das zusätzliche BHKW lieber in die energetische Sanierung des Gebäudes stecken. Dafür ist dann auch die Förderung weitaus höher, und die läuft nicht zum Jahresende aus.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 ()

  • Hallo ,


    habe aktuell ein Angebot für den Einbau des BHKW RMB 2,0 Living ( Leistungsdaten 1.1 - 2.0 KWel )

    incl. 330 L Pufferspeicher erhalten , da ich den Förderbonus der BAFA mit nehmen möchte .

    Ges. Einbaukosten ca. 25 000 Euro .

    Habe heute den ausgefüllten BAFA - Förderantrag von der Angebotsfirma bekommen und abgeschickt .


    Mein Jahresverbrauch von 6000 - 7000 KW passt gut zu meinem vorhandenen Eco- power 1,0 . Das Gerät ist allerdings stark am Abbauen , so dass ich es im Frühjahr ersetzen muss .

    Das neue Gerät hat sogar eine E - Autoladetaste . Für mich als E- Auto Besitzer interessant .

    Gruß