Werkstatt mit Strom versorgen

  • Hallo...

    ich spiele mit dem Gedanken, mit meiner Werkstatt in mein Haus umzuziehen. Der Platz wäre da...jedoch müsste ich durch den Kompressor und auch den Ofen eine Leistungserhöhung beim Netzbetrieber kaufen...

    Nun war der Gedankengang folgendermaßen...ich suche mir ein gebrauchtes BHKW und betreibe damit die Großgeräte (11kW Kompressor, 9kW Ofen) und speise die Wärme in einen Puffer (eventuell ein weiterer Puffer). Aktuell steht bereits ein 1000L Puffer im Haus, den die Flüssiggastherme füttert und aus dem das gesamte Haus (OG 200m², EG 100m² + Warmwasser über Frischwasserstation) die Wärme zieht.

    1. schafft ein BHKW mit 20kW den Kompressoranlauf?
    2. ich möchte nicht einspeisen

    3. was, wenn die Puffer voll sind...dann müsste ich die Wärme abführen (im Sommer)?
    4. wie weit kann denn ein 20kW BHKW nach unten modulieren?

    Die Leistungserhöhung würde 2000 EUR kosten und das würde ich lieber in ein BHKW (Heizöl) stecken

  • Musst du denn die Geräte gleichzeitig benutzen? Bei 11 kWh braucht man doch keine Leistungserhöhung, das sind doch nur 16A. Selbst beides zusammen 20 kWh liegt unter 35A was soweit ich weiß jeder Privathaushalt hat.


    Ein BHKW lohnt sich nur dann wenn du die Wärme auch nutzen kannst, abführen ist also quatsch. Wenn du hier was vernünftiges als Antwort willst brauchen wir mehr Daten zu Wärme und Strombedarf der Immobilie.


    Im Sommer wird vermutlich das BHKW nicht auf Laufzeit kommen, hier wäre dann eine PV sinnvoller.


    Gebrauchte BHKWs mit nachgerüsteter ARN4105 wirst du nicht unter 5000€ bekommen, und das ist auch nur noch bis März möglich.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • ...das Problem bei dem Kompressor mit 11kW ist der hohe Anlaufstrom...zeitgleich mit diesem läuft mindestens die Absaugung mit 5kW. Es lässt sich durchaus versetzt einschalten, um die Anlaufströme zu verteilen

    Der Brennofen hat aktuell 9kW, wird aber in Zukunft dann einem 15kW Ofen weichen müssen und es macht durchaus Sinn (zeitliche Effektivität), diese Geräte zeitglich zu betreiben...es ist ein Nebenerwerb

    Nach meinen bisherigen Recherchen wäre wohl allein für den 11kW Kompressor ein Generator von 40kVA nötig, um den Anlauf zu gewährleisten.
    Weiterhin sollte die Netzparallelschaltung wohl dafür sorgen, dass ein entsprechendes BHKW bspw. 10KW liefert und der Rest dem Netz entnommen wird...

    Was passiert denn, wenn man das BHKW nicht meldet und die ARN4105 außen vor lässt? Bringe ich das Netz damit vollends durcheinander? Zählt der Smartzähler rückwärts obwohl ich nicht einspeisen möchte?

    Ich habe mal grob gerechnet...ein BHKW mit 11/22kW und 90% Wirkungsgrad sollte bei Volllast 6,7L/h Heizöl verbrauchen...rein elektrisch betrachtet....kostet bei hoch gerechnetem 1 EUR pro Liter Heizöl die kWh Strom 0,33 EUR...Wärme menge nicht betrachtet....

    Ich weiß, dass die Rechnung nur grob ist und die Anschaffung nicht beinhaltet, aber bei einem Preis von 0.85 EUR/Liter Heizöl kostet der nur betrachtete Strom genau so viel wie beim Versorger...

  • Moin,

    Die Leistungserhöhung würde 2000 EUR kosten und das würde ich lieber in ein BHKW (Heizöl) stecken

    bereits ab diesem Satz ist jede weitere Überlegung über ein BHKW Sinnfrei. Bitte lass Deinen Netzanschluss ertüchtigen, willst Du am Strom sparen kauf Dir nen 15KW Flüssiggasofen und/oder investiere in eine PV Anlage.

  • Guten Morgen,

    ich weiß wohl, dass das Thema BHKW nicht mit 2000 EUR zu erledigen ist...ohne Frage. :-)

    Es war ja deshalb die Überlegung, in ein gebrauchtes BHKW zu investieren, um bspw. einen Teil der Geräte damit betreiben zu können.

    Kann denn jedes BHKW auch als Insel betrieben werden?

  • Hallo, ohne technische Änderungen gegenüber dem Parallelbetrieb oder Zusatzgeräte ist meines Wissens nach kein Bhkw inselfähig.

    Werkstatt:

    Photovoltaik 4,8 kWp Netzeinspeisung

    BHKW Senertec Dachs HR Altölumbau

    Holzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    Photovoltaik 3,2 kWp mit Inselwechselrichter 5,0 kW und 26 kWh Batteriespeicher,

    BHKW Senertec Dachs HR NE als Batterieladegerät 4,5 kW

    Holzvergaser Buderus Logano S161

  • ....und Netzparallel bedeutet Verbindung zum öffentlichen Netz mit Meldung und allem drum und dran....

    ...gibt es ein Netzparallel ohne Einspeisung und ohne Meldung...wohl eher nicht, oder?

  • .... es kommt darauf an, ob du anmeldest und was, und ob jemand dafür unterschreibt.


    Ich habe in einem Objekt ein nicht gemeldetes Bhkw und in einem weiteren Objekt ein gemeldetes Bhkw, was aber kaputt gegangen ist und durch eine PV Anlage ersetzt worden ist ohne Änderungsmeldung.


    Die Frage ist, was passiert, wenn man erwischt wirst. Vielleicht würde dann der eingespeiste Strom hochgerechnet und nachvergütet - wohl eher nicht.

    Werkstatt:

    Photovoltaik 4,8 kWp Netzeinspeisung

    BHKW Senertec Dachs HR Altölumbau

    Holzvergaser Atmos DC30GSE

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    BHKW Senertec Dachs HR NE als Batterieladegerät 4,5 kW

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  • Vielleicht würde dann der eingespeiste Strom hochgerechnet und nachvergütet - wohl eher nicht.

    Wenn Du was regelwidriges machst, dann wird alles, was Dir zu Ungunsten gerechnet werden kann, gegen Dich gerechnet. D. h. Du solltest damit rechnen, dass Du alles was KWK-Zulagen sind, auf jeden Fall zurückzahlst. Und zwar rückwirkend bis zu dem Zeitpunkt, wo Du nachwweisen kannst, dass das noch in Ordnung war. Fraglich ist allenfalls, ob Du nicht die gesamte Vergütung zurückgeben musst, weil widerrechtlich eingespeist = keine Vergütung. (für den konkrten Fall weiß ich das nicht, aber so ist meine Erfahrung für vergleichbare Situationen)


    Ansonsten gilt immer, wenn man gegen Regeln verstößt das 11 Gebot ("Du sollst Dich nicht erwischen lassen")

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • dass Du alles was KWK-Zulagen sind, auf jeden Fall zurückzahlst.

    wenn man denn welche bekommen hat.


    Aber wenn ich ganz still und heimlich mein nicht angemeldetes ( technisch einwandfreies) Bhkw betreibe, sollte der Netzbetreiber eigentlich glücklich und zufrieden mit dem geschenkten Strom sein.

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  • aber du hinterziehst Energiesteuer und EEG-Umlage......

    Du meinst die Umlagen, die auf dem Stromeinkauf drauf sind? Das habe ich noch nicht in Betracht gezogen. OK, Energiesteuer und MwSt bezahle ich doch auch mit dem Brennstoffeinkauf? Wahrscheinlich aber nicht im gleichen Maße, und miteinander verrechnen wird das wohl auch kein Richter.

    Werkstatt:

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  • Zum eigentlichen Thema, selbst wenn du ein gebrauchtes BHKW geschenkt bekommen würdest würde der Einbau allein schon teurer als die 2000 € werden.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Aus dem PV-Forum weiß ich, dass auch Mitarbeiter von der Gegenseite ( in der DDR hieß das noch Klassenfeind) mitlesen! Wenn Du also was baust und nicht anmeldest, werden sehr bald zwei Herren mit Ausweisen vor der Tür stehen und ihr Interesse bekunden......

  • Gleich zwei? Falls das BHKW versucht zu flüchten?!:rtfm:       :protest:       :neo:  :hexe:.

    Wollte mal die Smileys benutzen ;)

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung