16ct & 8ct Vergütungen für welche Dauer Garantiert?

  • Hallo in die Runde,


    ich plane mir zur Optimierung meiner Elektrischen Energieversorgung (nach meiner PV & Speicher) jetzt zusätzlich eine Brennstoffzelle anzuschaffen,

    und

    benötige zur Amortisationsberechnung die Abklärung von ein paar mir noch fehlenden Details zu Eckdaten und Prinzipien im Bereich BHKW.


    Deswegen möchte ich folgende (wahrscheinlich für die meisten BHKW-Nutzer triviale) Frage stellen:


    Wird die bei Inbetriebnahmedatum aktuelle EINSPEISEPRÄMIE (derzeit 16 ct/kWh und 8 ct/kWh für den Eigenverbrauch) AUCH so wie bei Photovoltaik über die gesamte steuerliche Anlagenlaufzeit (bei BHKWs 10 Jahre?) als:


    "Garantierter Abnahmepreis" gewährt


    = als Vertrauensvorschuss und zur Planungssicher für & an den jeweiligen Betreiber des BHKWs?,

    oder

    schwankt die für die Anlage gewährte Einspeiseprämie im Laufe Ihres Lebens je nach Willkür der Regierung hoch und runter?


    An dieser Stelle schon mal:

    Vielen Dank für Eure Energie ;)


    Thomas

    9,88 kWp PV mit 7,5 kWh Stromspeicher, openWB duo Wallbox 2x 11kW mit Tesla Model 3, ... Erdgasauto und LPG-Auto, Holzheizung

  • Versuche dich doch darin die Suchfunktion zu nutzen, hätte schneller zur Antwort geführt:


    KWKG 2020: Doppelte Vergütung bei halbierter Laufzeit für Mini-BHKW und eine bürokratische Entlastung


    Im weiteren wird der BSZ Strom selten zum Eigenverbrauch nutzbar sein wenn du schon PV und Batterie hast. Bei hohem Strombedarf könnte das vielleicht anderst sein, aber dann wäre eine BSZ auch zu klein...

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Hallo,


    und ja, den Text in erwähntem Link hatte ich schon vorher auch gelesen (!).


    Dieser gibt aber leider keine konkrete Auskunft auf meinee Frage:

    ob die KWK Zulagen (der Einspeise- als auch der Eigenverbrauchs- Zuschläge) ab Inbetriebnahmedatum FIXIERT (GARANTIERT) sind. Es ist nur vage zu vermuten das das eventuell nichts so ist (= diese im Laufe der Anlagenzeit schwankt), denn es werden hier primär Anlagen mit Inbetriebnahmedatum ab 01.01.2020 thematisiert.

    Ich würde diesbezüglich ganz einfach antworten von Leuten favorisieren, die in den letzen Jahre reale Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben, und eine eindeutige Antwort wie:


    a) "Die Prämien sind fix" oder

    b) "Die Prämien variieren je nach aktueller Gesetzeslage"


    als eindeutig und hilfreicher bevorzugen.


    Bezüglich der (nach PV & Speicher) noch für das BHKW übrig bleibenden Strom-Anahmemenge:


    Ich habe eine Eigenen Simulator in dem ich das Jahr 2017 im 5-Minuten-Takt 365/24/7 komplett mit

    - jeder PV (in Größe, Himmels-Ausrichtung, Panelneigung ... bis zu 3 verschiedene Panel-Flächen)

    - jeder Stromspeichergröße (in kWh, als auch möglicher Lade- und Entladeleistung in kW)

    - jedem Hausverbrauch

    - jeder Wallbox (in kW, als auch Lademodi: Fix bis hin zu "INTELLIGENT hausüberschussgeführt")

    - jedem E-Auto (kWh-Akku, kW-Ladeleistung, und Verbrauch als kWh/km)

    - mit bis zu 2 Fahr- und Ladevorgängen pro Tag (auch über Mitternacht mit Abfahrt morgens)

    - mit einer sich wiederholenden E-Auto-Woche

    = ein komplettes PV-Speicher-Wallbox-EV Jahr AUF KNOPFDRUCK im 5-Minutentakt SIMULIEREN kann

    - inklusive jedes BHKWs in verschiedensten Größen (kW(el)) und Betriebsmodi & Zeiten !!!


    ... sodass ich die Stomverteilung in kWh als:

    - Gesamtverbrauch

    - davon aus PV

    - davon aus Speicher

    - davon aus BHKW

    - Netzbezug

    sehen kann !

    UND

    ich habe die identische Aufteilung auch nochmals feiner, d.h. z.B.

    E-Auto-Strom

    - x kWh aus PV

    - x kWh aus Stromspeicher

    - x kWh aus BHKW (auch via Vorspeicherung-Speicher)

    - x kWh aus Netzstorm

    ... auch so nochmals für das Haus PUNKT.


    So kann ich noch VOR dem BAU und/oder Kauf, aber auch noch VOR dem ZUBAU einer jeglichen dieser Technischen Anlage (so wie jetzt den Zukauf eines BHKWs) genauestens sehen, WIE VIEL KW ich in meiner "Konstellation" aus Stromerzeugung MINUS Verbrauch noch für das BHKW direkt selber abnehmen werde, und wie viel ich Einspeisen werde.


    ... ein komplettes Jahr in 5-Minuten-Takt-Genauigkeit mit ALLEN möglichen Geräten und/oder persönlichen Verbrauchsgewohnheiten.

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  • hier primär Anlagen mit Inbetriebnahmedatum ab 01.01.2020 thematisiert.

    Wenn bis zu deiner Inbetriebnahme keine Änderungen des Gesetzes erfolgen gilt die aktuelle Fassung. Allerdings ist zu beachten das z. B. die aktuelle Fassung eben bis 1.1. rückwirkend gilt. Es wäre also denkbar wenn du z. B. am 1.3. Inbetriebnahme hast das am 1.7. eine neue Fassung raus kommt die dann ebenfalls rückwirkend für dich gilt...

    a) "Die Prämien sind fix" oder

    Bisher waren die, zum Zeitpunkt der Inbetreibnahme, gültigen Vergütungen immer für 10 Jahre gültig. Aktuell steht ja da für wieviele Betriebsstunden es diese Vergütungen gibt.


    Ich bin der Meinung der Text gibt alle wichtigen Informationen wieder, wenn du aber absolute Gewissheit willst musst du dir das aktuell gültige EEG und KWKG durchlesen.


    https://www.gesetze-im-internet.de/kwkg_2016/

    https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/

    ... ein komplettes Jahr in 5-Minuten-Takt-Genauigkeit mit ALLEN möglichen Geräten und/oder persönlichen Verbrauchsgewohnheiten.

    Entschuldige, aber bei all der Überschwänglichkeit kann ich nicht anderst: Cool, kann das Programm auch für den entsprechenden Vergütungszeitraum (also z. B. bei PV 20 Jahre) im 5 Minuten takt die Bewölkung vorausberechnen.?!

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

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    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

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    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    Einmal editiert, zuletzt von Der Dachs läuft ;) ()

  • Nur zur Klarstellung:

    Bisher waren die, zum Zeitpunkt der Inbetreibnahme, gültigen Vergütungen immer für 10 Jahre gültig.

    Soweit ich weiß sind die für EE- oder KWK-Anlagen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen Vergütungen noch nie durch spätere Gesetzesfassungen rückwirkend geändert worden – jedenfalls nicht zum Nachteil der Betreiber. Der Vertrauensschutz wird bei uns (anders als in Ländern wie Spanien) sehr hoch geschätzt, dafür sorgen ggf. schon die Gerichte. Zu allfälligen Unsicherheiten in den paar Monaten der unmittelbaren Gesetzgebungsphase siehe die Ausführungen vom "Dachs" – da kann sowas schon mal vorkommen. Aber wenn das Gesetz verabschiedet ist, gilt für alle unter diesem Gesetz in Betrieb genommenen Anlagen der Vertrauensschutz, auch länger als zehn Jahre. Letzteres kann ja z.B. bei Anlagen mit weniger als 3.500 VBh/Jahr durchaus vorkommen und war zu der Zeit, als die KWK-Zulage für 60.000 VBh gewährt wurde, fast die Regel.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Supi und Danke für die Antwort,

    dann ist die Einspeisung identisch wie bei der PV über die KWKG Förderzeit garantiert. Damit kann man Arbeiten / Rechnen.


    Der Wolkengang ist im 5-Minutentakt über das komplette Jahr 2017 vorhanden. Ich habe zwar noch 2018 und 2019 auch als Rohdaten vorliegen, aber Rechne und Simuliere eigentlich immer mit 2017. Die daraus ermittelten Werte trägt man dann in eine zweite Tabelle zur Amortisationsberechung inkl. freier Wahl der Unternehmerschaft/Kleinunternehmerschaft/Umoptierung nach 5 Jahren/Inselanlage und Liebhaberei nach 5 Jahren, und simuliert dann 20 Jahre in Folge inklusive Degradation etc. auf Knopfdruck alle G & V Steuerberechnungen, samt Kreditkosten, Abzahlung, frei eingebarer Strompreisentwicklung des Netzstroms, samt EEG Reduktion in der aktuellen Form, als "Gegenpol" der Kosten die es zu schlagen gilt.
    So sieht man sehr schnell wie viel NETTO an EURO man nach 20 Jahren Sparen kann, oder ob sich jeweilige Anlage in dem persönlichen Verbrauchsmuster NICHT amortisiert, man "dauf legen" würde.

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  • Der Spruch ist gut :D


    ... als empirisch denkend und handelnder Mensch, und den hier zu Passe stehenden Summen (!), würd ich NIE "aus dem Bauch heraus entscheiden" !, denn es ist unmöglich, bei den vielen Faktoren die hier zu berücksichtigen sind, auch nur ein annähernd ungefähren "Ausgang" (monetär) abschätzen zu können !

    Da ich mich NICHT finanziell Ruinieren möchte, Recherchiere und Kalkuliere ich immer VORHER. Natürlich liegt darin auch immer die Warhscheinlichkeit, bei einer falschen Recherche zu einem falschen Ergebnis zu kommen, ABER: die Wahrscheinlichkeit wird dabei immer noch HÖHER sein richtig zu liegen, als nur aus dem Bauch heraus, ... da könnte man ja auch gleich Würfeln ! :D


    Und / Aber genau deswegen direkt die weitere Frage:

    Wird die Einspeisung immer noch mit diesem Konstrukt der GESAMT-LIEFERUNG und dann "Fiktiven Rücklieferung" abgerechnet? ... d.h. dann würde es ja immer interessant ob Unternehmer o. Kleinunternehmer ... :/? ... benötige ich halt eben für die Berechnungslogik, ... damit die stimmt und der Realität entspricht ... ist ja keine Hexerei oder Raketentechnik, ABER man muß es vorher abklären.

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  • Wird die Einspeisung immer noch mit diesem Konstrukt der GESAMT-LIEFERUNG und dann "Fiktiven Rücklieferung" abgerechnet?

    Ja.

    d.h. dann würde es ja immer interessant ob Unternehmer o. Kleinunternehmer ... :/ ?

    Ich glaube die meisten von uns haben das so gemacht und wie bei der PV auf die KUR verzichtet.

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    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Es gibt keine "Einspeiseprämie" bei KWK-Anlagen, die vergleichbar mit der Einspeiseprämie bei kleinen EE-Anlagen wäre. ;-)


    Die Förderung nach dem KWK-Gesetz (KWK-Zuschlag) wird immer zusätzlich zum Marktpreis des Stroms bei der Einspeisung gezahlt.

    Dieser schwankt erheblich - siehe "Üblicher Preis"

    Der KWK-Zuschlag bleibt und blieb die letzten 18 Jahre aber immer so, wie der Anlagenbetreiber ihn im Gesetzestextes vorgefunden hat, welcher am Inbetriebnahmetag der KWK-Anlage gültig war.


    Übrigens: auch über die 30.000 Vollbenutzungsstunden Förderzeitraum hinaus bekommt die kleine Brennstoffzellenanlage nach Auslaufen der KWK-Förderung noch den üblichen Preis bezahlt für die KWK-Strommenge.

  • Ich glaube die meisten von uns haben das so gemacht und wie bei der PV auf die KUR verzichtet.

    Ja Kleinunternehmerregelung, also keine USt erstattung macht bei PV meist nach 5 Jahren Sinn, wenn die USt aus der Investition nicht zurückgezahlt werden muss. Bei KWK kommt es immer drauf an wie hoch die laufenden Kosten sind, die ja bei PV sogar 0 sein können wenn nicht gerade etwas kaputt geht...


    jetdriver67 Technische defekte und Umwelteinflüsse wird dein Programm bestenfalls Statistisch berücksichtigen können, d. h. hier hättest du auf die 20 Jahre PV Laufzeit sicher Schwankungen um die 4 - 5 Jahre wenn z. B. ein Wechselrichter defekt geht. Bei so vielen geschätzten Annnahmen in einer Berechnung kann man die Berechnung auch gleich weniger detailiert machen und bekommt ein ähnliches Ergebniss.

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  • @Der Dachs´s Läuft: Ja, ich kalkuliere bereits eine Reparatur des Speichers UND eine des Wechselrichters (beides kann man separat als getrennte Beträge eingeben) nach 10 Jahren inklusive einem Neukredit dafür samt Zinskosten, und Erhöhung der Abschreibung, Erhöhung der Teilwertwertberechnung, Unentgeltlichen Wertabgabe, etc. ... alles ist mit drin.

    (Ich habe ein Garantieverlängerung auf 10 Jahre, insofern ist der Preis FIX bis dahin)
    Die Degratition der Panels und auch des Hausstromspeichers kann man auch auf 1/10tel Prozent pro Jahr mit eingeben.

    Die Schwankungen innerhalb der verschiedenen Jahre ist ja normal, und dieser werden mal über und mal unter der Vorhersage sein, ABER sich zum Schluss (über die 20 Jahre) sehr genau im Durchschnitt so ergeben ... denn je länger, desto genauer wird der Durchschnitt.

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