Erfahrung mit Nachverstromung am BHKW

  • Beim BHKW wird die Wärme im Abgas mit Abgaswärmetauscher und Kondenser entzogen, übrig bleibt im Normalfall eine Abgastemp im Brennwertbereich.

    Ja, das ist zutreffend, wenn das BHKW keine Nachverstromung hat, dann wird das heiße Abgas "einfach rundergekühlt".

    Bei der (nicht von mir) beworbenen Maschine würde die Wärme aber zunächst in den ORC gebracht, und erst der Rest in den Kondenser. Soweit wäre die Logik schon OK.


    Für die 200-300 Watt willst du dann eine Anlage für 100000€ dranhängen

    Ich weiß nicht wo Du die Zahlen hernimmst, ich hab keine genannt, weil ich keine kenne.

    die vielleicht mit einem Wirkungsgrad von 50% 150 Watt Strom erzeugt.

    Auch bei den 50% frage ich mich, wo Du die abgreifst. Auch da gibt es keine konkrete Angabe, aber die kann nach Carnot nicht sehr hoch sein. Was ich im Wikipedia nachlese kann die real so 7-8% sein, allerdings auf die Wärmemenge von 20kW bezogen. D. h. so 1,x kW können da schon rauskommen (für lau). Damit liese sich bei einem üppigen Eigenverbrauch schon eine Maschine irgendwo zwischen 10 und 20k finanzieren. Aber genau da liegt nach meiner Einschätzung auch der Hund begraben, wenn das BHKW selbst schon aus dem Eigenverbrauch finanziert wird, dann bleiben nur die Restzeiten, in denen das BHKW nicht ausgelastet wäre. Und dann wird das Eis mehr als dünn für eine Amortisation.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Selbst wenn das Teil vorm Kondenser installiert wird ist die Wärmemenge im Abgas nicht besonders hoch, da der Abgaswärmetauscher ja schon ziemlich die Abgase runterkühlt.

    Abgesehen davon steht das Teil dann in Konkurrenz mit der Abwärme die man im Haus verbrauchen könnte. Man tauscht also nutzbare Wärme gegen ein bischen Strom. Worin soll darin ein Nutzen sein?


    Abgesehen davon, laufen BHKW ja meist abhängig vom Wärmebedarf, da sind die Laufzeiten ja sowieso gering. Sowas wird sich nie rentieren.


    Die 100000€ hatte ich aus dem Link den ich eingestellt hatte.

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    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
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    Einmal editiert, zuletzt von stromsparer99 ()

  • Das hatte ich oben schon mal beschrieben:

    Zunächst nimmt man das Kühlwasser mit z.B. 90°C (ob da wegen dem Druck ein Wärmetauscher zwischengeschaltet ist, weiß ich nicht). Das wird dann direkt mit dem heißen Auspuff beaufschlagt. (der von Dir angsprochene Abgaswärmetauscher). Danach geht das Abgas in den Kondenser. Insoweit nichts neues, außer dass das Abgas mit etwas mehr Temperatur in den Kondenser geht.


    Das heiße Wasser (130°) liefert seine Wärme im ORC ab und wird dabei entsprechend auf "Kühlwasserrücklauf" abgekühlt.

    Die im ORC abgelieferte Wärmemenge leistet etwas Arbeit und kommt auf der anderen Seite mit 40-50° wieder raus, je nachdem wie hoch die Heizkreistemperatur ist.


    Am Ende fehlt genau die Wärme, die in Strom umgewandelt wurde. Man tauscht also Wärme 1:1 gegen Strom

    Soweit kann ich der Logik schon folgen, nur finanzieren kann ich das ohne konkrete Zahlen nicht.

    Deshalb auch meine Ausgangsfrage: Weiß jemand was konkretes? Und darauf ist die Antwort wohl "nein".

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