Erfahrung mit Nachverstromung am BHKW

  • Hier mal eine Frage in die Runde bezüglich ORC an kleinen BHKW.

    Was ist die kleinste, hier bekannte Anlage mit ORC-Nachverstromung?


    Kürzlich habe ich von einer Mikroturbine im Bereich weniger kW (1-3) gelesen, die von Deprag (Amberg) kommen soll.

    Kennt sowas jemand im realen Betrieb:?:

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Aha, nun bin ich doch etwas überrascht, kein einziger Kommentar nach mehr als 100 Zugriffen.


    Interessiert das Thema niemanden oder hat da keiner eine Ahnung von?

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  • Unsere BHKW sind da wohl viel zu klein dafür.

    Naja, das ist ja der Grund meiner Fragestellung. Wenn jemande Generatoren mit Leistungen ab 1kWel anbietet, dann sollte das ab Abwärmemengen von 10-15 kW Sinn machen. Das wäre doch so ab BHKW mit 5-7kW el. gegeben?

    Deshalb die Frage,: wer versteht was davon:?:

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Bei der Investition von 100000€ bei einem BHKW mit 13KW elektrischer Leistung werden hier alle den Kopf schütteln.


    1. Du wirst hier so gut wie kein BHKW mit mehr als 10KW elektrischer Leistung finden, sind hier doch fast alle im 1-6KW Bereich.

    2. Wir entkoppeln ja schon die Wärme komplett für zum Heizen im Haus.

    3. Übrig bleibt da nur noch lauwarme Luft am Schornstein, da wirst du nie für 100000€ Energie entnehmen können.

    4. Wenn schon jemand so ein BHKW hätte, dann käme er wohl nie auf die Laufzeiten, dass die 100000€ in den nächsten 50 Jahren wieder rein kommen.

    5. Du als Energieberater solltest das doch selbst wissen.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Zur Nachverstromung des Abgases in diesem Leistungsbereich könnte man evtl Peltier Elemente nehmen, eine Seite durch Rücklaufwasser zum Dachs kühlen, die andere durch das Abgas beheizen. Das ganze mit so vielen Elementen aufgebaut, dass die erzeugte Gleichspannung der Ladespannung einer Batterie entspricht.


    Die Peltier Elemente gibt es mittlerweile sehr günstig aus Fernost, siehe Link unten. 5 Stück 12V 60W für 12,- €


    Ein bisschen Bastelarbeit, und dann sollte das funktionieren und vielleicht mit 500 € zu realisieren sein. Aber ob sich das jemals amortisiert?


    https://www.ebay.de/itm/12V-60…df6d53:g:2sgAAOSwfchcrcCH

    Werkstatt:

    Photovoltaik 4,8 kWp Netzeinspeisung

    BHKW Senertec Dachs HR Altölumbau

    Holzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    Photovoltaik 2,0 kWp mit Inselwechselrichter 5,0 kW und 26 kWh Batteriespeicher,

    BHKW Senertec Dachs HR NE als Batterieladegerät 3,0 kW

    Holzvergaser Buderus Logano S161

  • Da ist die Temp. Differenz zu gering. Die Meisten betreiben doch ihr BHKW im Brennwertbereich, was willst du da bei 10 Grad Differenz rausholen.

    Erst recht weil die Peltier einen beschissenen Wirkungsgrad haben.


    Wenn, dann würde ich eher mit ner kleinen WP am Kondenser nochmal Wärme entziehen. Macht sicher mehr Sinn und ist billiger.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Übrig bleibt da nur noch lauwarme Luft am Schornstein,

    Die Logik wäre, soweit mein Kenntnisstand, dass das Kühlwasser zunächst mit dem Abgas weiter aufgeheizt würde und dann den ORC-Prozess betreibt, der als Abwärme bei 45-50° in die Heizung ginge. Die Brennwertvorrichtung käme beim Abgas nach der Wärmeentnahme ins Kühlwasser. (so hab ich es verstanden)

    Also keine Wärme verschwendet, nur die höhere Exergie genutzt. Klingt zunächst mal logisch, ist aber sicher eine Frage der Kosten.

    Du als Energieberater solltest das doch selbst wissen.

    Als Energieberater will ich "wissen" und Zusammenhänge kennen, nicht annehmen, was alle denken.

    Deshalb frage ich, ob jemand was weiß. Wenn ich ohne Zahlenhintergrund sage, Deprag verschleudert zig-Tausende in reiner Dummheit, dann ist das nicht überzeugend.

    Zur Nachverstromung des Abgases in diesem Leistungsbereich könnte man evtl Peltier Elemente nehmen,

    Meine Frage zielt nicht auf mögliche Optionen, sondern auf den konkreten, beworbenen Ansatz. Und der heißt Mikroturbine in der Größe einer Urne.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
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  • Meine Frage zielt nicht auf mögliche Optionen, sondern auf den konkreten, beworbenen Ansatz

    Ich bitte um Nachsicht, wollte nur eine Idee kundtun als mögliche Alternative.

    Werkstatt:

    Photovoltaik 4,8 kWp Netzeinspeisung

    BHKW Senertec Dachs HR Altölumbau

    Holzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    Photovoltaik 2,0 kWp mit Inselwechselrichter 5,0 kW und 26 kWh Batteriespeicher,

    BHKW Senertec Dachs HR NE als Batterieladegerät 3,0 kW

    Holzvergaser Buderus Logano S161

  • Moin,

    Es funktioniert nicht, nicht mit Niedrigsttemperatur ( Niedertemperatur ist noch über 90°C ) und schon gar nicht mit unseren kleinen Anlagenleistungen !

    Wir hatten schon Hersteller solcher Wunderanlagen zu unseren früheren BHKW Infotagen - leider fiel das Ausstellungsstück vom LKW und kam nie an.


    mfg

  • Es funktioniert nicht, nicht mit Niedrigsttemperatur

    Das war bisher auch mein Kenntnisstand, deshalb hatte mich die Darstellung auch überrascht. Wobei die sagen, sie kämen mit der Abgaswärme auf 110-120°. Da wären nach Carnot 15% Wirkungsgrad drin und wenn dann 7% (der Abwärme) real als Strom hinten rauskommen würden, dann wäre das bei einem 10kWel BHKW immerhin ca. 1,4kW.

    Die Frage ist halt, was es dann unter dem Strich wirklich kostet, es ist ja nicht nur die Mikroturbine. Aber dazu gibt es, Überraschung;Überraschung, keine Angaben, weil: "es kommt darauf an. . .". Ein Schelm wer Böses dabei denkt.


    Also ich gehe jetzt mal davon aus, dass das keine Raketentechnik sein kann, wenn es keiner kennt.


    stephans-garage: ich wollte dich nicht kritisieren, sorry wenn meine Feststellung so klang.


    Und danke an alle, die ihren Kommentar dazu gegeben haben. Auch die Tatsache, dass keiner sowas kennt, ist ja eine hilfreiche feststellung.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
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  • Wenn das BHKW im Abgas soviel Leistung laesst, sollte man das BHKW dann nicht eher mal ueberholen?

    Für BHKW geht man ganz grob davon aus, dass 25-33% der zugeführten Verbrennungsenergie hinten als Strom rauskommt.(Es gibt Bessere, aber auch Schlechtere). Der Rest geht ca. jewels zur Hälfte ins Kühlwasser und in den Auspuff.


    Wenn also 10kWel rauskommen, dann kommt in Summe 20kW Abwärme raus. Da wäre also noch kein "Überholungsbedarf.

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  • Wir reden doch hier von BHKW und nicht von Notstromer. Beim BHKW wird die Wärme im Abgas mit Abgaswärmetauscher und Kondenser entzogen, übrig bleibt im Normalfall eine Abgastemp im Brennwertbereich. Also deutlich uner 50 Grad. Da reden wir dann von ein paar hundert Watt die in den Schornstein gehen.


    Für die 200-300 Watt willst du dann eine Anlage für 100000€ dranhängen die vielleicht mit einem Wirkungsgrad von 50% 150 Watt Strom erzeugt.

    Na das ist ein bomben Geschäft.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW