BHKW und Pellets

  • Hallo,


    nachdem ich mich schon lange nicht mehr gemeldet hatte, wollte ich noch einmal das Ergebnis meiner Aktivitäten hier einstellen.


    Als Erinnerung: Aktuell betreibe ich eine Holzpelletheizung mit einer Heizleistung von 27/32 kW Leistung. Unterstützt von 20 qm Heißwasser-Flachkollektor. Der Kessel muss ausgetauscht werden und ich suche eine ökologische und nachhaltige Lösung. Deshalb hatte ich an ein BHKW mit Holzpellets als Energieträger gedacht. Oder im weiteren Verlauf meiner recherche auch an eine Brennstoffzelle.


    Ergebnis: Aktuell gibt es für den Privathaushalt scheinbar nur noch EINE Firma "ÖkoFEN" mit einer solche BHKW Lösung auf Basis von Holzpellets. Dieser Kessel liefert jedoch maximal 16 kW Heizleistung, was für mich nicht ausreicht. Eine Brennstoffzelle ist für mich nicht interessant, da ich zum einen keinen Gasanschluss habe (also mit extra Tanks arbeiten müsste um Gas vorzuhalten), und Brennstoffzellen aktuell überwiegend mit Erdgas betrieben werden. Der Einsatz von Erdgas widerspricht MEINEM persönlichen Ansatz einer nachhaltigen Heizung.


    Aus diesen Gründen werde ich jetzt wieder eine 'normale' Pelletheizung installieren, und hoffen, dass bei der nächsten anstehenden Heizung das Thema Brennstoffzelle (für mich) vernünftig einsetzbar sein wird.



    Ich bedankle mich noch einmal ganz herzlich bei allen in diesem Forum, die mich so gut, umfassend und äußerst geduldig beraten haben!



    Grüße!

  • Hast Du bei ÖkoFen mal angefragt? Neben der kleinen Pellematic soll es auch den größeren Condens mit Stirling geben. Anfragen am besten in Österreich, dort gibt es die besten Infos, Deutschland hat nur "Vertrieb".

  • Hallo (Herr?) Neuendorfer!


    Ja, ich hatte bei ÖkoFEN nachgefragt. In der Tat zwar nur beim dt. Vertrieb. Der hatte zuerst auch nur bestätigt, dass es aktuell in der Tat nur diesen einen Kessel gäbe. Auf etwas nachbohren, und winken mit größeren Scheinen, hatte sich der Kollege jedoch sehr erfreut gezeigt, und intern nachgefragt, ob nicht in absehbarer Zeit eine neue Kesselgeneration auf den Markt käme, welche dann mit Sterling (oder anderen) Motoren zu einem BHKW aufgerüstet werden könne.


    Ergebnis war, dass jetzt im Herbst zwar eine neue Kesselgeneration auf den Markt kommt, diese aber nicht mit einem Motor ausgerüstet werden kann, und auch nicht für eine spätere Nachrüstung mit Motor vorbereitet werden könne. Denn es wäre für mich eine sehr schöne Option gewesen, jetzt den Kessel zu kaufen, und den Motor erst 2022/2023 nachzurüsten, wenn meine (zusätzlich) vorhandene PV-Anlage aus der Förderung fällt. Also leider auch eine Sackgasse.


    Danke für Deinen Hinweis!

  • Das Thema Stirling hat sich eigentlich bei den Herstellern erledigt - zu teuer und anfällig für zuwenig Leistung. Einen Kessel damit nachzurüsten ist regelungstechnisch nicht planbar.

    Heute wird aus die BSZ gesetzt, das funktioniert bei Pellets aber nicht. Denn das geht mit Erdgas - welches für die Bsz aufgespalten wird um Wasserstoff zu gewinnen.

  • Heute wird aus die BSZ gesetzt, das funktioniert bei Pellets aber nicht. Denn das geht mit Erdgas - welches für die Bsz aufgespalten wird um Wasserstoff zu gewinnen.

    Man sollte aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Pellets sind nachwachsende Rohstoffe, Erdgas eher nicht.

    Eine BSZ kann auf heutigem technischen Stand nur mit massiven Subventionen (die wieder auf den Strompreis anderer umgelegt werden) für den Anwender kostendeckend werden. Ihren großen Auftritt wird sie imho dann bekommen, wenn überschüssiger Strom in großen Mengen zu Wasserstoff umgesetzt wird und dann wieder zu Strom werden soll.

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  • Man sollte aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Pellets sind nachwachsende Rohstoffe, Erdgas eher nicht.

    Genau wie du schreibst wenn dann mal Wasserstoff das Gas der Zukunft ist und aus Windkraft kommt ist es, je nach Herkunft der Pellets, sogar Umweltfreundlicher. Über die Masse sinken dann auch ggf. die Preise. Das kann man vielleicht mit den PV Preisen aus 2000 und aktuell vergleichen, es braucht halt erstmal Förderung als Marktanreiz.



    Vielleicht wäre ja ein Holzvergaser BHKW ne Lösung.

    Wäre sicher interessant, nur mit reicht viel Aufwand, und Eingriff in die Anlage verbunden. Nach meinem Kenntnissstand macht so was nur in groß Sinn, die nötige Größe ist aber glaube ich bei 30 kW nicht gegeben.

    Sowas muss dann durchlaufen, sonst lohnt es sich schon allein durch die Aufheizphasen nicht. Nichts gegen Holzvergaser, ich habe selbst einen Holzvergaserofen, aber als BHKW ist das für einzelne Wohnhäuser nicht realisierbar. Für einen ganzen Straßenzug, mit zusätzlicher Spitzenlastabdeckung z. B. über Gas (von mir aus auch BHKWs) oder eine mittlere Industriefirma, die vielleicht sogar ganzjährig die Abwärme nutzen kann sieht das anderst aus.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    Einmal editiert, zuletzt von Der Dachs läuft ;) ()

  • Gibt es überhaupt Brennstoffzellen mit dem man ein Haus heizen kann? Also ein Haus Bj. 1970 meine ich. Das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle sind so alt wie ich selber bin. Warum man alte Hüte ständig ausgräbt? Man muss den Verbrauch einen Hauses Richtung Null reduzieren. Dann ist es egal mit was man heizt.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

    Iventux 3,68 kWp aus 2009

    Schott 4,53 kWp aus 2011

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

    Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012
    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004

  • Die normale BSZ von heute liegt im Leistungsbereich von 1-2 kw el, bei etwa gleicher Heizleistung. Für ein Haus aus den 1970ern also viel zu wenig. Ja man kann den Verbrauch eines existierenden Hauses reduzieren - aber gegen "0" mit vernünftigem Aufwand nicht. Isolieren und neue Fenster kosten viel - das allein hat schon 30-40 Jahre Amortisationszeit.

  • Die normale BSZ von heute liegt im Leistungsbereich von 1-2 kw el, bei etwa gleicher Heizleistung. Für ein Haus aus den 1970ern also viel zu wenig. Ja man kann den Verbrauch eines existierenden Hauses reduzieren - aber gegen "0" mit vernünftigem Aufwand nicht. Isolieren und neue Fenster kosten viel - das allein hat schon 30-40 Jahre Amortisationszeit.

    Darum habe ich in meinem Haus auch nur das Dach und den Keller so weit wie möglich isoliert. Das alte Haus zu isolieren würde ich mich nicht trauen. Zu hoch ist mir das Risiko feuchte Wände einzusperren. Bei meinen Mietern macht es noch weniger Sinn solange die Einsparung nicht auf meinem Konto landet. Witziger weise bekomme ich für meinen Neubau (Kfw40+) 175.000 € geschenkt. Warum man solche Spenden nicht in den Altbau verlagert ist mir rätselhaft.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

    Iventux 3,68 kWp aus 2009

    Schott 4,53 kWp aus 2011

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

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    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012
    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004

  • Die Einsparung könnte auf deinem Konto landen, da du durch die Renovierungsmaßnahme die Nebenkosten senkst hast du eine gute Rechtfertigung für eine entsprechende Mieterhöhung. Für die Mieter bleiben die Kosten Miete und Heizkosten etwa gleich, aber der Komfort erhöht sich.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

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    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Die Einsparung könnte auf deinem Konto landen, da du durch die Renovierungsmaßnahme die Nebenkosten senkst hast du eine gute Rechtfertigung für eine entsprechende Mieterhöhung. Für die Mieter bleiben die Kosten Miete und Heizkosten etwa gleich, aber der Komfort erhöht sich.

    Ich sehe schon, du hast keine Erfahrungen mit einem schwäbischen Ingenieur als Mieter. :S Aber im ernst, man muss schon ein gewisses Klientel an Mieter haben um so was durchsetzten zu können. Bei meinen ging das. Wir haben seit 8 Jahren keine Nebenkostenabrechnung mehr. Früher hatte jede Wohnung ihren eigenen Kabelanschluss und Internetzugang. Jetzt hat das ganze Haus eine Schüssel fürs Fernsehen und einen Router fürs ganze Haus. Wir haben uns dann auf eine Miete geeinigt. Bisher hab ich noch nicht drauf bezahlt.
    Vor den 8 Jahren hatte ich ein Mieterin, die wollte eine vorschriftsgemäß Abrechnung. Nach einem Jahr wollte sie es auf einmal nicht mehr. Der Vermieter hatte Wärmemengenzähler geleast. :) Danach haben wir bis zu ihrem Auszug wieder nach Quadratmeter abgerechnet.

    Solon 8 kWp aus 2003

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    Iventux 3,68 kWp aus 2009

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    Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

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    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004