Sinn und Unsinn von Akku-Speichern für die stationäre Stromversorgung

  • Lässt diese Betrachtungsweise nicht sowohl Mögliche- als auch Tatsächliche Lebenserwartung der Zellen völlig außer acht ?

    Außer Acht insofern, als technisch mögliche Zyklenzahlen massiv an Wert verlieren, wenn sie nicht in relativ kurzer Zeit auch ausgenutzt werden. D.h. imho in Anwendungen, wo mehrere Zyklen pro Tag ablaufen, macht eine Lebensdauer von >6.000 Zyklen schon Sinn, aber nicht, wenn ich dazu 20-30 Jahre brauche.


    Hinter dem Link, den ich oben zu Natrium-Akkus angegeben habe, wird behauptet, dass in den letzten Jahren die Halbwertszeit von Li-Akkus bei 3 Jahren lag. Das erscheint mir überzogen und ich gehe weiterhin von 5 Jahren aus. Wenn also ein Akku, der heute €1000 kostet in 5 Jahren neu nur noch €500 kostet, dann muss ich in diesen 5 Jahren mit diesem Akku mehr als €500 Gewinn machen, sonst habe ich wirtschaftlich Geld verloren, auch wenn mein Akku noch weitere 10 Jahre hält. Ich könnte den Akku ja dann für €500 kaufen und der wäre dann neu (und vermutlich ökologisch weniger belastet) Da könnte ich natürlich ein anderes ökologisches Gegengewicht einrechnen, wenn ich einem Akku (von heute) eine ökologisch positive Gesamtbilanz zuordnen könnte. Aber das fällt mir in den meisten heute gültigen Rahmenbedingungen auch schwer.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • p.s.

    Tatsächliche Lebenserwartung der Zellen völlig außer acht

    Bei Dir geht die Kalkulation natürlich auf. Der Restwert des Speichers wird ja aus dem regulären Preis abzuleiten sein. Wenn also nach 5 Jahren der Neupreis nur noch 50% ist, dann hast du mit 40% Einkaufspreis noch immer weniger bezahlt, als Du dann für einen neuen berappen müßtest. Durch Subventionen müssen solche Rechenmodelle natürlich ganz anders ausfallen, sonst wäre die Subvention ja sinnlos.

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  • Beispielsweise die Annahme, wie lang eine ausgeförderte (also bei Betriebsbeginn des Speichers gut 20 Jahre alte) PV-Anlage überhaupt noch hält.

    Ich denke sowas sollte man nicht mit einplanen, da sind zu viele Unbekannte in der Rechnung, z. B. wenn die alte PV nur noch 5 Jahre macht, was kostet in 5 Jahren eine neue, wie sieht die Gesetzeslage in 5 Jahren aus, ist da ein Speicher zur PV vielleicht sogar Pflicht, etc.


    Vor einigen Wochen wusste man noch nichtmal ob der PV Deckel aufgehoben wird oder Netzparalelle PV zum Jahresende vielleicht nicht mehr möglich ist...

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 56.500 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 34.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    2021 3x Go e Charger Homefix 11kW

  • Beispielsweise die Annahme, wie lang eine ausgeförderte (also bei Betriebsbeginn des Speichers gut 20 Jahre alte) PV-Anlage überhaupt noch hält.

    Ich denke sowas sollte man nicht mit einplanen, da sind zu viele Unbekannte in der Rechnung, z. B. wenn die alte PV nur noch 5 Jahre macht, was kostet in 5 Jahren eine neue, wie sieht die Gesetzeslage in 5 Jahren aus, ist da ein Speicher zur PV vielleicht sogar Pflicht, etc.


    Vor einigen Wochen wusste man noch nichtmal ob der PV Deckel aufgehoben wird oder Netzparalelle PV zum Jahresende vielleicht nicht mehr möglich ist...

    Wir planen immer noch ein Haus. Der Akku und die PV standen nie zur Diskussion. Das gehört bei mir zu einen Haus, wie die Dunstabzugshaube in die Küche. Ich würde gar nicht auf den Gedanken kommen ohne zu bauen.

    Meine PV ist nun 18 Jahre alt. Irgend eine Alterung ist nicht feststellbar. Eigentlich müsste der Ertrag steigen, da die ersten Wechselrichter ausgewechselt wurden und durch effizientere ersetzt wurden. Ich kann das natürlich nicht nachmessen. Aber gefühlt ist kein Leistungsabfall in all den Jahren feststellbar.

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007, Solon 8 kWp aus 2003, Sharp 5,94 kWp aus 2004, Iventux 3,68 kWp aus 2009, Schott 4,53 kWp aus 2011, Sonnen 10 kWh aus 2017;

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012, Varta 9 kWh aus 2016, PV 3,9 kWp aus 2004, Aleo 6,1 kWp aus 2021; Solyco 11,6 kWp aus 2022,

  • Falls es jemanden interessiert:

    bei NKON (Holland) gibt es aktuell den Akku

    Samsung INR18650-13P 1300mAh

    für einen Spottpreis. Die Akkus sind neu, aber aus dem Jahr 2016.

    Zunächst habe ich mir 50Stk zum Testen gekauft und keinerlei Beeinträchtigung feststellen können.

    (Bei Lieferung hatten sie noch eine Spannung von 3,52V)

    Dann habe ich noch 1000 nachgekauft.

    Kostenpunkt knapp €100 / kWh (ohne Mwst)

    Klar mit viel Arbeit und BMS Marke Eigenbau, aber damit läßt sich rentabel wirtschaften.


    https://www.nkon.nl/de/recharg…samsung-inr18650-13p.html

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Ich sehe aber ein Problem darin, dass der selbst erzeugte Wasserstoff als Kraftstoff auch in Fahrzeugen verwendet werden kann und eben genau dieser dann nicht besteuert wurde - ergo glaube ich, dass unser Staat an der Entwicklung und Verbreitung dieser Technik kein Interesse haben wird, da hier auf lange Sicht wohl einige Steuereinnahmen ( Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer ) fehlen werden.

    Wo wäre da der Unterschied? Wasserstoff ins BSZ Auto oder Strom direkt ins E-Auto. Der Staat hat in beiden Fällen keine Steuer.

    Je mehr E Autos auf den Markt kommen desto weniger Steuern für den Staat, zudem die ja auch KFZ Steuer befreit sind.

    Langfristig werden wir das mit Mautgebühren ausgleichen müssen.


    Generell wäre die Umwandlung in Wasserstoff nicht die schlehteste Idee, die Frage ist nur ob die Wandlungsverluste die Sache nicht absurd machen.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW, Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100

    2 Victron Multigrid, 28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV, 3,85KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

    Smart Forfour EQ

  • stromsparer99


    Wandlungsverluste hin oder her - Wenn du eine abgeschriebene PV Anlage auf dem Dach hast, kostet der Strom ja schon mal quasi nichts.


    Wo wäre da der Unterschied? Wasserstoff ins BSZ Auto oder Strom direkt ins E-Auto

    Der Unterschied wäre die fehlende Batterie im E-Auto. Ich würde aber eher hingehen, und einen Bestands-Pkw auf Wasserstoff umrüsten und erst gar kein neues Auto kaufen.

    Werkstatt:

    PV 4,8 kWp BHKW Senertec Dachs HR AltölumbauHolzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    PV 5,4 kWp Inselwechselrichter 5,0 kW26 kWh Batteriespeicher BHKW Senertec Dachs HR NE Holzvergaser Buderus Logano S161 ● Windrad Makemu Domus 0,0 kW ● Autarkie: 100%

  • Derzeit gibt es aber keine bezahlbare Möglichkeit der Umrüstung.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW, Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100

    2 Victron Multigrid, 28KWh Lifepo4 (32x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV, 3,85KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

    Smart Forfour EQ

  • Der Unterschied wäre die fehlende Batterie im E-Auto. Ich würde aber eher hingehen, und einen Bestands-Pkw auf Wasserstoff umrüsten und erst gar kein neues Auto kaufen.

    Wenn du aber für die Wasserstofferzeugung deinen eigenen PV Strom verwenden willst tauschst du nur Batterie gegen Elektrolyseuer.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 56.500 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 34.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    2021 3x Go e Charger Homefix 11kW

  • tauschst du nur Batterie gegen Elektrolyseuer

    korrekt.


    Das erhöht doch aber die Flexibilität: Eine Batterie kann ich nur im Haus oder nur im Auto nutzen, ( Von Energieumschichtung mal abgesehen) und auch nicht als Langzeitspeicher.


    Wasserstoff kann ich zur Stromerzeugung zu Hause oder im Auto verwenden, kann damit mein Haus heizen und ihn sogar, Tankanlage vorausgesetzt, im Sommer erzeugen und im Winter verbrauchen.


    Von daher sehe ich schon einen nicht unerheblichen Vorteil im Wasserstoffspeicher gegenüber dem Batteriespeicher.

    Werkstatt:

    PV 4,8 kWp BHKW Senertec Dachs HR AltölumbauHolzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    PV 5,4 kWp Inselwechselrichter 5,0 kW26 kWh Batteriespeicher BHKW Senertec Dachs HR NE Holzvergaser Buderus Logano S161 ● Windrad Makemu Domus 0,0 kW ● Autarkie: 100%

  • Wasserstoff kann ich zur Stromerzeugung zu Hause oder im Auto verwenden

    Ich bin wirklich ein Fan der Wasserstofftechnologie und beschäftige micht gerne damit, dennoch (oder eher deshalb) halte ich es für illusorisch, zuhause ein bisschen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Zum einen ist das Zeug nicht ungefährlich, was den Umgang damit sehr teuer macht, zum anderen läßt es sich auch nicht leicht einsperren. Die Vorstellung, man nehme eine Taucherflasche und fülle sie mit Wasserstoff, ist reine Illusion.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Die Vorstellung, man nehme eine Taucherflasche und fülle sie mit Wasserstoff, ist reine Illusion.

    Das ist jetzt etwas überspitzt dargestellt, aber grundsätzlich so machbar.

    Werkstatt:

    PV 4,8 kWp BHKW Senertec Dachs HR AltölumbauHolzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    PV 5,4 kWp Inselwechselrichter 5,0 kW26 kWh Batteriespeicher BHKW Senertec Dachs HR NE Holzvergaser Buderus Logano S161 ● Windrad Makemu Domus 0,0 kW ● Autarkie: 100%

  • Alle aktuelle Wasserstoffautos haben einen Akku zur Speicherung. Warum wohl?


    Das mit den Flaschen kann man kaufen, wenn man Mut zum Risiko hat.

    https://www.homepowersolutions.de

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007, Solon 8 kWp aus 2003, Sharp 5,94 kWp aus 2004, Iventux 3,68 kWp aus 2009, Schott 4,53 kWp aus 2011, Sonnen 10 kWh aus 2017;

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012, Varta 9 kWh aus 2016, PV 3,9 kWp aus 2004, Aleo 6,1 kWp aus 2021; Solyco 11,6 kWp aus 2022,