Umstellung bestehender ST Anlage von Wasser/Glykol auf rein Wasser?

  • Hallo!

    Ich habe seit 2002 eine solarthermische Anlage, die meine Pelletheizung unterstützt. Leider habe ich jetzt nicht wirklich viele Infos zu der ST Anlage, kann nur sagen, dass sie geschätzt 15 qm Fläche hat, und zur Zeit über einen Wärmetauscher einen zentralen 1.000l Pufferspeicher beliefert. Da das System ja schon etwas älter ist, und es nicht direkt in den Puffer geht VERMUTE ich jetzt auch nur, dass eine Wasser/Glykol-Mischung darin zirkuliert (sorry das ich nur so unkonkrete Angaben machen kann!). Die Kollektoren sind eine Indachanlage (dem Denkmalschutz geschuldet), fast perfekt nach Süden ausgerichtet und es sind KEINE Vakuumröhren.


    Da ich jetzt wohl die Pelletheizung austauschen muss, stellt sich für mich jetzt die Frage, ob man im Zuge des Umbaus auch die Anlage auf eine rein Wasser betriebene Füllung umstellen kann/soll? Ich habe gelesen, dass das ganz wesentliche Vorteile hätte?


    Vielen Dank für eure Meinungen/Ideen dazu!
    Mathias

  • Die AquaSolar-Technik setzt auf die geringen Wärmeverluste von Vakuumröhrenkollektoren. Ich denke nicht, dass das Konzept bei Flachkollektoren gut funktioniert, da die Wärmeverluste im Umkehrbetrieb erheblich sein dürften.


    Also den 1.000 Liter Speicher wohl besser lassen, wie er ist. Oder einen größeren setzen, wenn die Anlage häufig in Stagnation gerät.

  • Und schon wieder einen ganz herzlichen Dank!

    Ja, in der Tat steht die ST Anlage im Sommer häufig schon am mittleren bis späteren Vormittag.


    Ganz besonders ärgerlich ist für mich, dass meine Paradigma, egal ob gerade Wärme verbraucht wird oder nicht, jeden Morgen einmal den zentralen Puffer aufheizt. Ich habe in all den Jahren nie herausgefunden, warum sie das tut. Für ein Troubleshooting hätte man angeblich einen Datenlogger an den Bus anschließen müssen, um zu sehen, woher die Aufforderung zum hochheizen kommt (meine Heizungsfirmen waren aber leider an dem Thema immer sehr wenig interessiert). Ergebnis: Ich schalte die Pelletheizung, sobald es geht, ganz aus, um die ST besser auszunutzen. Problem DABEI: Da der Puffer nicht mehr als einen bewölkten Tag überbrücken kann, ist man immer daran, den Kessel ein- und wieder auszuschalten. Das macht mich im Sommer leider immer sehr unentspannt. Vermutlich war es damals ein Fehler, die ST nicht von Paradigma zu nehmen, sondern ein anderes, weitaus günstigeres (billigeres?) System. Deswegen auch meine Anfrage bezüglich des Puffers (Der 'richtige' Wärmespeicher?).

  • Ich kenne die Regler von Paradigma nicht. Die von ÖkoFEN sollen ganz gut sein (Touch, online, Datenlogger). Falls Du Dir die Condens mit Motor holst, wäre die Einbindung der Solar in den Regelkreis sicher nicht verkehrt.