Heizungsaustausch EFH: Brennwert- oder Brennstoffzellenheizung

  • Hallo in die Runde,


    ich bin neu hier und zufällig bei der Recherche zum Thema Brennstoffzelle auf euer Forum gestoßen. In den anderen Forenthemen habe ich schon einiges über das Thema gelernt. Großes Kompliment!


    Nun zu unserer Ausgangslage:


    Unsere bestehende Heizungsanlage läuft zwar noch problemfrei, wir möchten sie aber nun aufgrund des Alters (25 Jahre) austauschen und die Entscheidung ohne zeitlichen Druck treffen. Dachdämmung haben wir überwiegend vor 8 Jahren von innen gemacht, die noch fehlenden zwei Räume werden wir innerhalb der nächsten 2-3 Jahre von außen machen, wenn das Dach erneuert wird. Die Fassade ist nicht nachträglich gedämmt, aber sehr massiv mit 30 cm Mauerdicke aus dem Baujahr. Wir haben uns 2012 bei der Renovierung aller Bodenbeläge gegen eine Umstellung auf Fußbodenheizung entschieden. Evtl. war das im Nachhinein betrachtet ein Fehler, der Aufwand das jetzt noch zu ändern, wäre uns aber zu hoch.


    Unsere bisherigen Überlegungen gehen in Richtung Brennwerttechnik oder Brennstoffzelle. Die Optionen Solarthermie und Wärmepumpe erscheinen uns nach bisherigen Recherchen nicht sinnvoll, wenn wir das richtig überblicken in unserer Situation.


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher Stromverbrauch: 6.000 kWh
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 48.000 kWh


    Derzeitige Heizung
    Energieträger der Heizung: Gas
    Alter und Typ der der Heiztechnik: Baujahr 1995, Vaillant Niedertemperatur VK 42/4-2 XEU, 42,4 kW
    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein
    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: Nein
    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: zentral, 300 l, wurde 2014 neu angeschafft
    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: Nein
    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: Nein
    Temperaturen der Heizkreise: ?
    Art der Heizkörper: teils Flach- teils alte Gusseisen-Heizkörper


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 320qm, 5 Bewohner
    Art und Baujahr der Immobilie: EFH 1963
    Erfolgte Modernisierungen: Fenster 90er Jahre, teilweise Dachdämmung 2012
    Weitere geplante Modernisierungen: restliche Dachdämmung im Zuge Dachneueindeckung (nächste 2-3 Jahre)
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei:
    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: vorhanden
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: Nein


    Sonstige Überlegungen:

    Bei der Modernisierung möchten wir auch die Option E-Auto im Blick haben, auch wenn es aktuell nicht konkret ansteht. Eine weitere Überlegung geht in Richtung einer PV-Anlage. Zudem ist es noch eine Überlegung, in 2-3 Jahren ein bestehendes Schwimmbecken (außen, 8 x 4 m) zu reaktivieren. Würden sich die Empfehlungen dadurch verändern?


    Unsere konkreten Fragen:

    • Lohnt sich aus eurer Sicht eine Brennstoffzellenheizung?
    • Wenn ja, welche könnte da am besten passen?
    • Gibt es aktuell noch die Probleme mit der KWK-Zulage in Verbindung mit der KfW-Förderung oder ist das inzwischen geklärt (hatte ich in einem anderen Thema gelesen)?
    • Wie seht ihr das Zusammenspiel der Brennstoffzelle mit einer PV-Anlage: Ergänzt sich das bei unseren Verbräuchen und Plänen gut oder eher nicht?

    Danke schon mal vorab für eure Gedanken und Ideen.

  • Die Grundlagen passen an sich schonmal sehr gut. Als Synergie mit der Installation der neuen Heizung kommt natürlich ein schöner Nebeneffekt ebenfalls mit auf...


    Die Aussicht auf einen höheren Strombedarf macht die Sache ebenso interessanter und kommt der Wirtschaftlichkeit sehr entgegen.


    PV UND Brennstoffzelle ist wahrscheinlich ein wenig viel. Wenn du jedoch den Autarkiegedanken im Fokus hast, reden wir von einem anderen Punkt.


    Wenn die Interesse an unserem BLUEGEN hast, einfach eine kurze Mail an bluegen(at)solidpower.com und meine Kollegen verbinden dich gerne an einen unserer Partner zur kompetenten und vollständigen Beratung

  • Seit ein paar Tagen habe ich mich intensiver in das Thema Brennstoffzelle für unser Projekt reingearbeitet... Stehen aber natürlich noch ganz am Anfang im Vergleich zu vielen von euch und hoffen daher, von euren Erfahrungen und Anregungen profitieren zu können.


    Das tool von Sailor 773 ist schon sehr cool und extrem hilfreich für die Überlegungen von potentiellen BSZ-Nutzern wie uns. Danke dafür! Gibt es das zufällig auch schon für die Bluegen? Ich habe es hier nicht gefunden und versucht, das selbst zu übertragen von Vitovalor auf Bluegen im Anhang, bin mir aber bei einigen Parametern nicht sicher, ob ich das mit meinem Basiswissen richtig gemacht habe...


    Die Bluegen produziert doch durchgehend unabhängig vom Wärmebedarf. Insofern müsste die Kalkulation ja sogar noch etwas einfacher sein, weil ein Unsicherheitsfaktor (tatsächliche Laufzeit) wegfällt, oder?


    Dazu habe ich folgende Fragen:

    • Welches ist für die Bluegen der richtige Wert zur Berechnung des Erdgasverbrauchs (Zelle H38)?
    • Förderung bei Vitovalor: In der Tabelle steht 1.350 EUR für die KWK-Zulage. Müsste das nicht 1.800 EUR sein oder hat sich das geändert?
    • Wie hoch ist die Förderung bei Bluegen: 12.450 EUR KfW + 3.600 EUR KWK-Zulage? Im Prospekt wird ja auch mit "bis zu" 16.050 EUR geworben.
    • Wie sieht das aktuell mit der MWSt der Anlage aus: Bekommt man die nach wie vor erstattet, wenn man auf die Kleinunternehmer-Regelung verzichtet? Irgendwo hatte ich was von Liebhaberei gelesen. Ist das aktuell ein tatsächliches Risiko aus eurer Sicht? Der Vertrieb wirbt ja massiv mit dieser Rückerstattung und eigentlich scheint es für mich auch plausibel, wenn man das als Unternehmer mit Regelbesteuerung betreibt.
    • Da wir eh unsere Heizung austauschen wollen, kommt bei der Bluegen ja noch der Einbau eines Brennwertgerätes als Ergänzung dazu. Was müsste ich dafür in etwa veranschlagen in der Kombi und gibt es hier Empfehlungen, was sich da am besten eignet in Bezug auf die Leistung? In der Tabelle hatte ich erstmal nur den Preis für Bluegen solo angesetzt, den Hans Dampf hier irgendwo genannt hatte.

    Für unser Basisszenario (also ohne E-Auto und Reaktivierung Pool) kann ich das tool auf jeden Fall richtig gut nutzen. E-Auto ist ja sogar auch mit drin, da muss ich mich aber nochmal in Ruhe reinarbeiten.


    Noch nicht ganz sicher bin ich zu den Auswirkungen , wenn wir den Pool nutzen wollen (ist ans Warmwassernetz des Hauses angeschlossen, aber bislang abgeschaltet). Habt ihr da Ideen? Wäre dann evtl. die Beheizung des Pools mit einer Wärmepumpe eine Idee in Verbindung mit der Bluegen? Evtl. dann mit Stromspeicher? Oder sogar mit PV on top? Oder gibt es da ganz andere interessante Lösungen?


    Würde mich freuen, wenn ihr helfen könnt.

  • Moin nevs,


    ich bitte um Verständnis, dass ich mich jetzt nicht auf die Schnelle in eine neue Tabelle einarbeiten will. Aber Fragen kann ich schon beantworten. Richtig ist, dass die BlueGen unabhängig vom Wärmebedarf durchläuft (theoretisch 8.760 Stunden im Jahr, de facto ist es wohl wegen Wartung etwas weniger) und sich daher alle Berechnungen zur Laufzeit erübrigen.

    Welches ist für die Bluegen der richtige Wert zur Berechnung des Erdgasverbrauchs (Zelle H38)?

    Laut technischen Unterlagen braucht das Modell BG15 pro Betriebsstunde ca. 2,7 kW (Hi), das entspricht 3 kWh (Hs). Der letztere Wert ist das was man beim Versorger bezahlt und gehört deshalb in die Tabelle.

    Förderung bei Vitovalor: In der Tabelle steht 1.350 EUR für die KWK-Zulage. Müsste das nicht 1.800 EUR sein oder hat sich das geändert?

    In dem mir vorliegenden Entwurf zum neuen KWKG steht, dass die Förderdauer aller BHKW's von bislang 60.000 Vollbetriebsstunden auf 45.000 gekürzt werden soll. Das betrifft analog auch den Pauschalzuschuss für Anlagen bis 2 kW: Das wären dann zukünftig bei der Vitovalor EUR 1.350. Ob das in der verabschiedeten Fassung so bleibt, weiß ich auch nicht. Aber Vertrauensschutz für neu in Betrieb gehende Anlagen besteht laut Entwurf wohl nur, wenn der Auftrag vor Januar 2020 erteilt wurde. Deshalb habe ich vorsichtshalber hier den gekürzten Wert eingesetzt. Übrigens ist auch bei der Kürzung der jährlich geförderten VBh das letzte Wort anscheinend noch nicht gesprochen. Ursprünglich standen da 3.500 VBh/a, in einem späteren Entwurf eine Staffel beginnend mit 5.000 VBh ab 2020. Dafür ist die Kürzung der Gesamtförderdauer auf 75% erst in diesem zweiten Entwurf hineingekommen. Offenbar sind da die Verhandlungen voll im Gange. Zur weiteren Entwicklung "demnächst in diesem Theater"...

    Wie hoch ist die Förderung bei Bluegen: 12.450 EUR KfW + 3.600 EUR KWK-Zulage? Im Prospekt wird ja auch mit "bis zu" 16.050 EUR geworben.

    Siehe oben. Die EUR 12.450 bleiben wohl, statt den EUR 3.600 würde ich vorsichtshalber EUR 2.700 einsetzen.

    Wie sieht das aktuell mit der MWSt der Anlage aus: Bekommt man die nach wie vor erstattet, wenn man auf die Kleinunternehmer-Regelung verzichtet? Irgendwo hatte ich was von Liebhaberei gelesen. Ist das aktuell ein tatsächliches Risiko aus eurer Sicht?

    Bei der MWSt bleibt alles beim alten. Mit der Liebhaberei-Frage hat das nichts zu tun, die betrifft nur ggf. die Einkommensteuer. Auch ein "Liebhaberei"-Betrieb unterliegt, wenn er Umsätze erzielt, dem UStG. Ausschlaggebend ist hier nur die Frage, ob die Anlage zu mindestens 10% unternehmerisch genutzt wird. Das ist bei Brennstoffzellen wegen der nach wie vor gültigen fiktiven Volleinspeisung stets der Fall, selbst bei 100% Eigenverbrauch.

    Da wir eh unsere Heizung austauschen wollen, kommt bei der Bluegen ja noch der Einbau eines Brennwertgerätes als Ergänzung dazu. Was müsste ich dafür in etwa veranschlagen in der Kombi und gibt es hier Empfehlungen, was sich da am besten eignet in Bezug auf die Leistung?

    Dazu kann man keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Viessmann-Thermen (Vitodens 300) werden für 3-5000 EUR angeboten, der Einbau kommt hinzu. Du solltest Dir da vom Heizungsbauer ein Angebot machen lassen.


    Bei 48.000 kWh Brennstoffverbrauch, die mit angenommen 80% Wirkungsgrad (Hs) des alten Kessels wahrscheinlich weniger als 40.000 kWh Wärmebedarf entsprechen, halte ich die bisherigen 42 kW für völlig überdimensioniert. Die reine Heizlast dürfte kaum über 17 kW liegen. Einschließlich Warmwasser wäre eine Standardtherme mit 19 kW(th) möglicherweise etwas knapp bemessen, aber das nächst größere Modell (25 kWth) sollte selbst in kalten Wintern locker ausreichen. Beide würde man auch in einer Vitovalor eingebaut bekommen. Die thermische Leistung der Brennstoffzellen (Vitovalor 1,1 kW; BlueGen 0,85 kW) ist so gering, dass man sie m.E. bei der Bemessung der Therme außer Acht lassen kann.

    Wäre dann evtl. die Beheizung des Pools mit einer Wärmepumpe eine Idee in Verbindung mit der Bluegen? Evtl. dann mit Stromspeicher? Oder sogar mit PV on top? Oder gibt es da ganz andere interessante Lösungen?

    Eine Pool-WP könnte in Verbindung mit einer BlueGen gehen, wobei aber die Leistung der BlueGen für den Betrieb einer WP wohl etwas knapp ist. Eine PV-Anlage in Verbindung mit einer Pool-WP halte ich da für besser, weil sie wesentlich höhere Leistungen bringt und zwar im Wesentlichen zu der Jahreszeit, wo man auch den Pool benutzt. Ein Stromspeicher kostet hingegen nur Geld und wäre für eine solche Anwendung m.E. Unsinn (da ist es wesentlich kostengünstiger und ressourcenschonender, im Pool die Wärme zu speichern).


    Eine Alternative für die Poolbeheizung wäre eine Solarthermie.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Hallo Sailor,


    vielen Dank schon mal für deine Tipps und Ideen. Man merkt, dass du da schon sehr viel Wissen angesammelt hast. Sehr nett, dass du das auch teilst.


    Wegen der Förderung: Es ist ja schon ein nicht unerheblicher Posten, besonders bei der Bluegen. Das wäre ja krass, wenn es rückwirkend geändert wird finde ich... Wann ist denn hier mit einer Entscheidung zu rechnen? Habt ihr da Infos zum Zeitplan?


    Wegen dem Thema Liebhaberei: Ich dachte, wenn sie die Gewinnerzielungsabsicht bestreiten, ist es keine gewerbliche Tätigkeit mehr und dann scheidet auch der MWSt-Abzug aus... Aber OK, umso besser, wenn man zumindest mit der MWSt-Erstattung fest kalkulieren kann.


    Du hast sicher recht, dass die bisherige Heizung überdimensioniert ist. Ich vermute, dass die von unserem Vorbesitzer angeschafft wurde, weil er damit auch den Pool beheizt hat.


    Und die Überlegung mit der eventuellen Reaktivierung des Pools verkompliziert das Ganze natürlich auch in Bezug darauf, welche Brennstoffzelle besser passen könnte. Eine Frage dazu: Müsste die Inbetriebnahme des Pools nicht auf jeden Fall dazu führen, dass auch die Vitovalor im Sommer durchgehend in Betrieb wäre (mit Ausnahme der kurzzeitigen Abschaltung alle 2 Tage), so dass hier zumindest die Unsicherheit bezüglich der Laufzeit vom Tisch wäre? Oder habe ich da einen Denkfehler?


    Das mit der Solarthermie speziell für den Pool werde ich nochmal versuchen zu recherchieren. Das ist ja dann eine andere Ausgangssituation und Wärme, die bereitgestellt werden muss. Für unser Haus hatte ich das als nicht wirtschaftlich abgehakt.


    Grüße nevs

  • Müsste die Inbetriebnahme des Pools nicht auf jeden Fall dazu führen, dass auch die Vitovalor im Sommer durchgehend in Betrieb wäre (mit Ausnahme der kurzzeitigen Abschaltung alle 2 Tage), so dass hier zumindest die Unsicherheit bezüglich der Laufzeit vom Tisch wäre?

    So würde ich das jedenfalls auch erwarten.


    Allerdings kenne ich mich mit den technischen Gegebenheiten einer Poolbeheizung nicht aus – insbesondere nicht damit, wie man die hydraulisch an eine Vitovalor so anbinden kann, dass neben der Poolheizung auch die wichtigeren Funktionen (d.h. Warmwasserversorgung und Raumheizung) immer noch gewährleistet sind. In jedem Fall ist die thermische Leistung der Vitovalor viel zu gering, um eine Poolheizung allein zu stemmen. Du wirst also um eine Zusatzheizung nicht herum kommen. Und damit wird das System aus meiner Sicht langsam reichlich komplex. Aber vielleicht hat ja Dein Heizungsbauer dafür eine praktische Lösung.


    In dem Zusammenhang noch eine Anmerkung zu einer Frage in Deinem ersten Beitrag:

    Wie seht ihr das Zusammenspiel der Brennstoffzelle mit einer PV-Anlage: Ergänzt sich das bei unseren Verbräuchen und Plänen gut oder eher nicht?

    Technisch ist das überhaupt kein Problem, man braucht nur die übliche Zählerkaskade.


    Aber ob sich das gut ergänzt, hängt eben davon ab, ob die Brennstoffzelle im Sommer durchläuft oder nicht. Wenn sie es tut (wie die BlueGen, oder evtl. auch eine zur Schwimmbadheizung eingesetzte Vitovalor), so hast Du auch im Sommer tagsüber immer 1,5 bzw. 0,75 kW Strom aus der BZ zur Verfügung. Das deckt die gesamte Grundlast ab, und für den Eigenverbrauch aus der PV-Anlage bleiben nur die Spitzen übrig, z.B. beim Kochen oder Einschalten von großen Haushaltsgeräten. De facto wird die PV-Anlage insbesondere mit einer BlueGen nahezu als Volleinspeiser laufen, außer Du lädst damit ein E-Auto: Dazu muss das E-Auto aber tagsüber i.d.R. auf dem Grundstück stehen (und nicht beim Arbeitgeber oder auf einem P&R-Platz). In allen anderen Fällen bedeutet eine durchlaufende BZ erhebliche Einbußen beim PV-Eigenverbrauch, und damit bei der Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage.


    Eine nicht durchlaufende Brennstoffzelle (oder ein konventionelles BHKW) würde man dagegen im Sommer vorzugsweise in den Abend- und Nachtstunden (für TWW) laufen lassen. Dann kriegt man tagsüber den Strom von der PV und nachts von der BZ. In der Heizperiode hat man natürlich immer noch Parallel-Laufzeiten, aber da eine PV-Anlage rund 3/4 ihres Jahresertrags im Sommerhalbjahr bringt, wirkt sich das nicht so stark aus. Deswegen halte ich eine PV-Anlage für ein wärmegeführtes KWK-Gerät (das also im Sommer wenig läuft) für eine sehr gute Ergänzung.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)