Eigentümerwechsel - alte Öl-Heizung muss raus

  • Guten Morgen alle zusammen,


    Mein Freund und ich haben das Haus seines Großonkels überschrieben bekommen, nun müssen wir innerhalb von zwei Jahren die Heizung austauschen.

    Wir sind immer noch am Durchsehen der Unterlagen, leider sind die Heizung betreffend noch keine Rechnungen aufgetaucht.


    (Fragebogen unten)


    Wir hätten gerne ein BHKW.


    Als Brennstoff hatten wir Pellets/Hackschnitzel im Blick (Oköfen Pellematic Condens_e). Allerdings habe ich hier im Forum schon gelesen, "finde mal ein Pellet BHKW das ein Jahr störungsfrei gelaufen ist" (also so habe ich es auf jedenfall verstanden), das hat uns natürlich verunsichert.


    Als Alternative hatten wir ein (Bio-)Gas BHKW gedacht. In dem Bereich fand ich die Hersteller Senertec (Dachs) und Hargassner interessant.


    Wie haben nicht wirklich Ahnung von der Materie, würde ich sagen ... :blush2:


    Wir haben geplant eine Fußbodenheizung einbauen zu lassen. (Ausgenommen Schlafzimmer, Bad, beim Gästezimmer sind wir uns nicht sicher, da es eventuell mal ein Büro wird)

    Ein großer Kellerraum wurde bisher mitgeheizt, dort sollen neue Heizkörper installiert werden.


    PV wäre für uns auch interessant und ein Batteriespeicher.


    Bisher sind bei uns Waschmaschine, Trockner und Herd auch oftmal gleichzeitig gelaufen, das sollte auch weiterhin möglich sein, da wir erst spät von der Arbeit kommen.


    Wie groß sollte die Anlage sein und was wäre sonst noch sinnvoll?

    Welche Hersteller gäbe es eventuell noch, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

    Welche Förderungen gibt es von BAFA und Kfw die eventuell Biogas rentabel machen? (Ist ja ein ganzes Stück teurer)


    Vielen Dank schon mal im Voraus!!! :)



    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: zurzeit nicht bekannt

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ca. 1400-1500 Liter pro Jahr (1 Person)



    Derzeitige Heizung : Von Buderus - Einbau 1965


    Energieträger der Heizung: Heizöl


    Alter und Typ der der Heiztechnik: 1965 - wir suchen aktuell noch Unterlagen über das Haus , laut Plan Öl-Warmwasserheizung , Stahlkessel, laut Vorbesitzer wurde der Brenner der Heizung vor 15 Jahren ausgetauscht.


    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein


    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: nicht bekannt


    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: Zentrale Warmwasserbereitung - ursprünglich 80-Liter-Speicher Elektro (Modernisierung nicht bekannt)


    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: Ich denke wir werden deutlisch mehr Strom verbrauchen als der Vorgänger


    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: nicht bekannt


    Temperaturen der Heizkreise: nicht bekannt


    Art der Heizkörper: Rippenheizkörper (Gussradiatoren)



    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 120m², zwei Bewohner


    Art und Baujahr der Immobilie: Reihenhaus (Mittelhaus) Baujahr 1965


    Erfolgte Modernisierungen: Fenster wurden wohl ausgetauscht (2-fach verglast)


    Weitere geplante Modernisierungen: Außendämmung, Dachdämmung, Fußbodenheizung, Photovoltaik, Heizungs- und Wasserrohre, Elektronik (etwas Richtung Smart-Home), Haustür, Terassentür


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: nicht bekannt


    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: nicht vorhanden, allerdings hat die voherige Reihe Gasanschluss, müsste also möglich sein


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: zurzeit nicht

  • PV wäre für uns auch interessant und ein Batteriespeicher.

    Falls eine KWK Anlage und PV gemacht werden, kein Batteriespeicher! Wann soll der denn noch entladen werden? Kann sich bei den (übertrieben) 2 Nächten im Jahr nicht lohnen...

    Bisher sind bei uns Waschmaschine, Trockner und Herd auch oftmal gleichzeitig gelaufen, das sollte auch weiterhin möglich sein, da wir erst spät von der Arbeit kommen.

    Kann man machen, besser ist es die Zeitschaltungen zu verwenden, früh die Waschmaschine beladen, mittags bei Sonnenschein programmiert laufen lassen, abends Wäsche entnehmen...

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ca. 1400-1500 Liter pro Jahr (1 Person)

    BHKW kannst du eigentlich ausschließen, da kommt eher eine BSZ in Frage. Hierfür brauchen wir aber mehr Daten insb. zu eurem geschätzten Stromverbrauch auch Grundlastangabe und wenn möglich dem täglichen Warmwasserbedarf, dann kann man sehen ob BSZ in Frage kommt.


    Was mir gerade noch fehlt sind die Kosten des Wartungsvertages, dann könnte ich grob überschlagen.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    Einmal editiert, zuletzt von Der Dachs läuft ;) ()

  • Zu Holzpellet-BHKW einfach hier mal einlesen: Enerlyt entwickelt Stirlingmotor-BHKW für Holzpellets Kann man machen - aber nur aus Idealismus, nicht des Geldes wegen. Die Anlagen von ÖkoFEN sollen gut laufen. Aber es rechnet sich halt nicht. Wenn Erdgas verfügbar ist, würde ich mir keinen Pelletkessel mit Lager usw. anschaffen.


    Grundsätzlich gilt: Erstmal einziehen und Verbrauchsdaten sammeln, dann faktenbasiert investieren. Wie viel Strom werdet Ihr brauchen - wie viel Wärme. Das sieht ganz anders aus, als die Onkelbewohnung. ;)


    Wenn Ihr direkt was machen wollt, schaut nach Gas-Brennwert und Solarthermie. Den Rest des Daches (maximal 10 kWp) dann mit PV-Auslegen. Und wenn das Dach bald fällig ist, erst das Dach machen und direkt Dachdecker und Installateure verknüpfen, dann kann der Dachdecker die Halterungen für Solarthermie und PV direkt einbauen. Bei den neuen Förderungen dafür und den geringen Verbräuchen von nur zwei Bewohnern rechnet sich vermutlich keine Brennstoffzelle. -> https://www.bafa.de/DE/Energie…m_im_ueberblick_node.html

  • Danke schon mal für die Antworten!


    Für uns ist das mehr oder weniger Neuland.


    Zu Holzpellet-BHKW einfach hier mal einlesen: Enerlyt entwickelt Stirlingmotor-BHKW für Holzpellets Kann man machen - aber nur aus Idealismus, nicht des Geldes wegen. Die Anlagen von ÖkoFEN sollen gut laufen. Aber es rechnet sich halt nicht. Wenn Erdgas verfügbar ist, würde ich mir keinen Pelletkessel mit Lager usw. anschaffen.


    Den Beitrag hatte ich bereits gelesen, aber da das innerhalb von zwei Jahren über die Bühne gehen muss, überzeugt mich das noch nicht so sehr. Ich greife da dann doch lieber auf bewährte Systeme zurück, die schon lange Zeit gut laufen.


    HKW kannst du eigentlich ausschließen, da kommt eher eine BSZ in Frage. Hierfür brauchen wir aber mehr Daten insb. zu eurem geschätzten Stromverbrauch auch Grundlastangabe und wenn möglich dem täglichen Warmwasserbedarf, dann kann man sehen ob BSZ in Frage kommt.


    Und wenn das Dach bald fällig ist, erst das Dach machen und direkt Dachdecker und Installateure verknüpfen, dann kann der Dachdecker die Halterungen für Solarthermie und PV direkt einbauen. Bei den neuen Förderungen dafür und den geringen Verbräuchen von nur zwei Bewohnern rechnet sich vermutlich keine Brennstoffzelle. -> https://www.bafa.de/DE/Energie…m_im_ueberblick_node.html


    Jetzt mal eine ganz blöde Frage.


    Ich lese oft von BHKW mit Brennstoffzelle , gibt es da nochmal einen Unterschied zur "alleinigen" Brennstoffzelle?

    Brennstoffzellen spalten ja sozusagen den Wasserstoff aus dem Erdgas ab und dieser reagiert dann mit Sauerstoff zu Wasser, Wärme und Strom?!

    Ich scheine noch nicht darauf gestoßen zu sein, aber was ist der Unterschied zwischen einem mit Erdgas oder Biogas betriebenen BHKW und einer BSZ?



    Wenn ich den Stromverbrauch schätze - wir wohnen zur Zeit in einer Einliegerwohnung im Haus meiner Eltern und rechnen den Strom in Einem ab, also haben wir jetzt keinen genauen Stromverbrauch - geschätzt 3000-3500 kW.



    Wir würden das Haus jetzt so langsam ausräumen und dann gerne alles was gemacht werden muss erledigen und dann erst einziehen.


    Das Dach wurde 2016 neu gedeckt, die Rechnung haben wir gefunden.


    Leider hat der Onkel keinen Schimmer mehr was er hat machen lassen und ist auch mittlerweile etwas verwirrt, also wissen wir auch nicht, was von Dem was er sagt überhaupt noch stimmt....


    Zur Dämmung vom Dach haben wir leider auch noch nichts gefunden oder Außenwanddämmung, ob er die bei der Fassade gleich hat mitmachen lassen...


    Wir können auch gar nicht einschätzen, welche Größe das BHKW / Brennstoffzelle haben müsste um auch den Verbrauch zu decken, wenn wir , ich sage jetzt mal , alle größeren Geräte gleichzeitig laufen haben.


    Irgendwie gerade alles nicht so einfach. Ich habe von allem anderen mehr Ahnung, aber von Heizungen noch nicht wirklich...


    Wir sind für jede Hilfe dankbar!

  • Wenn Ihr keinen Schimmer habt und das Haus nicht kennt, lasst Euch das Haus von nem Energieberater "durchleuchten" und einen Sanierungsfahrplan erstellen. Gibt es Fördergeld für: https://www.bafa.de/DE/Energie…ratene/beratene_node.html Energieberater findet man unter https://www.energie-effizienz-…e-experten-in-ihrer-naehe dabei alle Optionen außer Denkmalschutz aktivieren und dann bei der Liste die "Schornsteinfeger", "Fensterbauer", "Heizungsbauer" usw. aussortieren. Danach über Google und Bewertungen mal checken, ob der Experte in Verruf ist.


    Ihr könnt auch ne Brennstoffzelle setzen. Aber die Frage ist eben, was bei der Hütte noch alles gemacht werden muss. Macht man die Sachen zusammen, kann es auch noch KfW-Fördermittel geben... Oder eben bei Gas und Solarthermie die BAFA-Mittel... Oder bei ner Brennstoffzelle das 433er Programm.


    Der springende Punkt ist, dass man ohne das Haus gesehen zu haben und oder alternativ Verbrauchsdaten den konkreten Bewohner kaum was gescheites raten kann... Also ja, "raten" kann man schon, nur keinen "Rat" geben.

    Zu klären wäre zunächst mal, ob es tatsächlich Erdgas gibt und was der Anschluss kostet. Dann kann man sich fragen, ob man lieber Brennwert+Solar (30 Prozent Förderung), Brennstoffzelle (bis 40 Prozent Förderung) oder Wärmepumpe+Solar (bis 45 Prozent Förderung) haben will. Fußbodenheizung ist für Brennwert bzw. alle genannten modernen Heizungsarten wichtig. Aber macht die in alle Räume und eine Einzelraumregelung...

  • Wobei die bisher geschätzen Verbräuche, wenn es wirklich in die Richtung geht keine KWK wirtschaftlich betreiben lassen.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Wenn sich BHKW nicht rechnen, wäre ja vielleicht eine schlichte Pelletsheizung in Betracht zu ziehen. Ist gut für das Gewissen, wird aktuell auch stark gefördert und die CO2-Steuer tut ein Übriges für die Brennstoffkosten.


    https://www.aktion-holz.de/wp-…cklung-e1579795930898.png


    p.s. ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich meine gelesen zu haben, dass in 2021 dei CO2steuer 6,13€ / MWh Gas ausmacht. Und weil das ein geliebtes Spiel bei unserm Statt ist, kommt da die Märchensteuer obendrau. D. h. gegenüber der Tabelle wäre das Gas dann um 7,3 / MWH teuer (In 2025 €16)


    Wenn Ihr keinen Schimmer habt und das Haus nicht kennt, lasst Euch das Haus von nem Energieberater "durchleuchten" und einen Sanierungsfahrplan erstellen. Gibt es Fördergeld für: https://www.bafa.de/DE/Energie…ratene/beratene_node.html Energieberater findet man unter https://www.energie-effizienz-…e-experten-in-ihrer-naehe dabei alle Optionen außer Denkmalschutz aktivieren und dann bei der Liste die "Schornsteinfeger", "Fensterbauer", "Heizungsbauer" usw. aussortieren. Danach über Google und Bewertungen mal checken, ob der Experte in Verruf ist.

    Aber bitte auch die Fassadenbauer, Isolierer und Verputzer.


    Allerdings wird dann kein "Experte" mehr übrig sein.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

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