DACHS Energiesteuer Erstattung für 2019

  • Moin Mädels,


    nach Jahren der Glückseligkeit in Sachen BHKW (keine Defekte, Zahlungsausfälle des VNB usw.), gibt es nun zur Abwechslung Stress mit dem Hauptzollamt Nürnberg.

    Seit 2001 funktioniert das mit der Steuerentlastung auf das eingesetzte Heizöl, nun ist scheibar ein neuer Besen dazu gekommen der gut kehrt.

    Nun wird mir unterstellt mehr Heizöl eingekauft als verbraucht zu haben. Aus diesem Grund wird die Entlastung aus 2018 nur zum Teil anerkannt. Hintergrund ist, ich habe 2018 nur 1503l zugekauft, weil der Heizölpreis rel. hoch war, aber 2076l mit dem Dachs verbraucht.

    Mein Heizöltank fasst 4500l und außer dem Dachs habe ich keinen weiteren Wärmeerzeuger der Heizöl verbrennt, der nuckelt also ganz alleine an den Tanks.

    Wo der vermeintliche „Überschuss“ den die mir unterstellen bleiben soll, ist mir ein Rätsel, bis jetzt ist der Tank nicht übergelaufen und verdunsten wird soviel nicht :).

    Das Drama geht jetzt seit August 2018. Ich habe immer wieder Einspruch auf deren schreiben eingelegt und versucht den Sachverhalt zu erklären, die kapieren es nicht (wollen oder können nicht). Auch habe ich denen anhand der Verbräuche und Zukäufe rückwirkend bis 2013 ein Excel-Sheet gebastelt (ich weiß leider nicht wie voll der Heizöltank 2013 war) mit angenommenen Heizölständen (ab 3000l) und wie sich das dann bis 2019 entwickelt, alles für die Katz. Wie soll ich denen das noch Begründen und plausibel erklären (das fordern die in jedem Schreiben) ?


    Ich erstelle die jährliche Entlastung mit dem Senertec-Tool. Nun wird das angezweifelt und man soll die Jahresend- und Anfangsstände des Heizöltanks erfassen. Die sollen mir mal zeigen wie das bei meinen Tanks (6 Stück) funktionieren soll (habe die eingeladen mir das hier vor Ort zu zeigen). Das sind nicht einfache gerade Tanks, die haben Einbuchtungen. Ich habe eine elektr. Messung und eine über Druck, jede zeigt was anderes an und schätzen, da liege ich immer ca. 400l daneben (muß ich ja für die Heizölbestellung).


    Heute nun wurden die Einsprüche als unbegründet abgewiesen, obwohl ich mehrfach versucht habe zu erklären das man einen Heizöltank nicht jedes Jahr zwangsläufig ganz voll oder ganz leer machen muß und es vorkommen kann das man in einem Jahr weniger und im anderen dann mehr kauft, was z.B. 2019 dann der Fall war. Länger als 1,5-2 Jahre reichen 4500l nun mal nicht, je nach Winter.


    Mir geht es nicht um die knapp 30€ (sollen die ne Runde Döner von dem Geld schmeissen, sind ja arme Beamte) sondern ums Prinzip.


    Nun stellt sich die Frage wie weiter vorgehen. Ich kann Klage gegen diesen Bescheid beim Finanzgericht München erheben. Nur besteht da eine Chance ?


    Es ist ein Witz was in unserem Land mittlerweile abläuft. Wir sind doch nur noch die Ärsche der Nation. Da wird wegen 30€ ein Faß aufgemacht und auf der anderen Seite werden die Millionen ohne Hirn und Verstand von unseren Volksvertretern (frage mich da aber immer mehr wen die vertreten, uns jedenfalls nicht) verbraten und was passiert denen, nichts. Ich möchte nicht wissen was uns diese Beamten im Hauptzollamt kosten damit die uns piesacken?


    Meint ihr es macht Sinn sowas an die Presse zu geben oder Frontal 21 usw.?


    Die können sich Ihren Klimaschutz in die Haare schmieren, wird sowieso nichts vor lauter Klientelpolitik und zahlen werden sowieso nur wieder die kleinen, wie immer halt und so wird einem die letzte Lust etwas für die Umwelt zu tun auch noch madig gemacht, soweit ist es mittlerweile gekommen.


    Hat sonst noch jemand ähnlichen Stress mit seinem Hauptzollamt?


    Grüße

    Tom

  • Hmm, ich wäre geneigt zu sagen, dass Du im Recht bist. Mir fällt jedenfalls keine Norm auf, die der Entlastung von im Vorjahr angeschafften Brennstoffen im Wege stehen dürfte. Dein Problem ist, dass der Streitwert vor einem Finanzgericht nicht die 30 Euro sind, sondern mindestens 1.500 Euro Streitwert angesetzt werden (§ 52 Abs. 4 Nr. 1 GKG). Allein die Kosten der gegnerischen Seite und des Gerichts wären dann rund 500,50 Euro Verfahrenskosten. Ein eigener Anwalt kostet zusätzlich mindestens 287,50 Euro... Plus Auslagen, Pauschalen, Yada, Yada, Yada...


    Frontal 21 und Co. werden sich für einen typischen und täglich in unterschiedlichsten Situationen tausendfach vorkommenden Behördenfehler um 30 Euro vermutlich eher weniger Interessieren. Die Energiedepesche oder die ProsumerNews wegen der Thematik hingegen schon. ;) Allerdings ist kaum davon auszugehen, das die Behörde in einem laufenden Verfahren (Klagefrist im Widerspruchsverfahren) ihre Meinung jetzt ändert, weil dann der bearbeitende Beamte zugeben müsste, einen Fehler gemacht zu haben. Es würde daher wohl nur etwas Salz auf die Sache streuen...

  • Beruhig dich erstmal wieder, die schlechte Laune ist es nicht wert. Wobei ich dich da schon verstehen kann, ein wenig Logik und Menschenverstand sollten ja ausreichen. Nun du kämpfst aber gegen Beamtenverstand. Hast du schon mal nach dem Vorgesetzten oder einem anderen Bearbeiter gefragt?


    Meint ihr es macht Sinn sowas an die Presse zu geben oder Frontal 21 usw.?

    Versuchen kann man es, die Frage ist was dabei rauskommt. Der erste Eindruck den der Zuschauer bekommt ist auf jeden Fall kein guter, aber das sowohl vom Zoll als auch vom Thema KWK.


    Weiterhelfen kann ich dir nicht da ich mir die Mühe mit der Steuererstattung nie gemacht habe.


    Am Montag muss ich mal bei meinen Stadtwerken anrufen da die plötzlich keine Zahlungen mehr leisten, vermute die habens verpennt das beim RS die Vergütungsdauer nach EEG 20 Jahre beträgt und nicht nur 10.

  • Zitat

    Frontal 21 und Co. werden sich für einen typischen und täglich in unterschiedlichsten Situationen tausendfach vorkommenden Behördenfehler um 30 Euro vermutlich eher weniger Interessieren. Die Energiedepesche oder die ProsumerNews wegen der Thematik hingegen schon. ;) Allerdings ist kaum davon auszugehen, das die Behörde in einem laufenden Verfahren (Klagefrist im Widerspruchsverfahren) ihre Meinung jetzt ändert, weil dann der bearbeitende Beamte zugeben müsste, einen Fehler gemacht zu haben. Es würde daher wohl nur etwas Salz auf die Sache streuen...

    Ist ja nicht nur dieser eine Fehler passiert. Wenn man schon jemanden ans Bein pissen will, dann sollte man, bevor man ein Schreiben rausschickt, auch schauen das alles passt.

    Die Differenz war Anfangs noch wesentlich größer die die mir vorgeworfen hatten. Das ist entstanden weil die Dame des Lesens einer Rechnung unfähig war. Die hat munter Liter und Euro vermischt 8|;(

    Was braucht man eigentlich für eine Bildung für so ein Amt? Baumschule scheint ausreichend zu sein.


    Jedenfalls egal wie, sowas gehört an die Öffentlichkeit damit die Leute mitbekommen wie man hier von "Amtswegen" gegängelt wird. Muß man sich alles gefallen lassen? Warum muß sowas immer von einer "hohen" Summe abhängig sein? Ist ja schon wie im Fernsehen oder beim Sport, ein Toter, scheiß Film, mehr Tote, ich will Blut sehen, dann wird es für die Masse interessant.


    Bin gespannt was dann dieses Jahr passiert, da habe ich viel mehr getankt als sonst da der Tank fast leer war, bekomme ich dann dieses Jahr mehr zurück?

    Ist sowieso das letzte Jahr wo ich den vollen Satz bekomme, ob ich mir den Mist dann noch weiter antue glaube ich nicht.


    Zitat


    Nun du kämpfst aber gegen Beamtenverstand. Hast du schon mal nach dem Vorgesetzten oder einem anderen Bearbeiter gefragt?

    Öhh, Verstand, wissen die was das ist :/ ? Ich hatte mit der Dame am Telefon schon mal geredet, sinnlos. Auch ist hier nicht nur ein Beamter involviert, sind mittlerweile zwei (Damen). Die eine hat mir dann am Telefon von sich erzählt das Sie allleinstehend ist, der Staat ja so gut zur ihr ist usw. usw.. Hat mich nicht die Bohne interessiert, die soll lieber begreifen um was es geht.

    Das beste war, die wollte von mir die Heizölrechnungen der letzte Jahre obwohl ich die immer mitgeschickt hatte. Sie hatte aber keine Lust ins Archiv zu gehen, da braucht sie dann einen halben Tag für. Gehts noch?


    Ich hatte mir auch schon überlegt ein Disziplinarverfahren gegen die zu eröffnen, weiß nicht ob sowas fruchtet?


    Grüße

    Tom

  • Hallo Tom,

    eEin Bekannter von mir war höherer Beamter und dessen Antwort auf solche Probleme ist immer wieder „Dienstaufsichtsbeschwerde“. Das sei immer dann sinnvoll, wenn man unterstellen kann, dass ein Beamter(m/w/d) falsch oder übereifrig handelt. Man unterstellt dann z. B. Willkür im Amt. Da müssen sich die „Oberen“ damit befassen.


    Der Zeitraum, seit Du Zahlen meldest ist ja doch so lange, dass man einen Durchschnittswert Verbrauch-Stromerzeugung darstellen kann. Wenn der Wert plausibel, ist und evtl. mit einer Eidesstattlichen Erklärung ergänzt wird . . .


    Eine Klage aus Prinzip wegen „Recht haben“ muss man auch mögen, ist aber mehr eine Beschäftigungstherapie für gelangweilte Rentner. (imho)

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Moin,


    mir fällt dazu auch nur das Rechtsmittel der Dienstaufsichtsbeschwerde ein, wobei man sich im klaren sein sollte damit ggf. die gesamte Dienststelle anzupissen. Also sowas nur im letzten Jahr der vollen Rückerstattung und danach nie wieder mit dem Verein zu tun haben !

    Die Beschwerde sollte natürlich gut aufbereitet und frei von Zorn und Ironie sein! Hat mans beim Oberbeamten gleich verkackt ist der letzte und teuerste weg die Gerichtsbarkeit.


    mfg


    PS: hatte auch schon mehrere Episoden mit dem HZA. zb. Gasrechnung vom Januar bis November über mehr kWh als zu Erstattung beantragt, trotzdem Kürzung um 1/12 wegen fehlendem Nachweis für Dezember |:-(

  • Moin Tom,


    2016 habe ich mit einer Dachs-Gasanlage die gleichen Erfahrungen gemacht. alikante hat es ja offenbar auch erlebt.

    Ich habe in fortgeschrittenem Alter viel erlebt und hier beschlossen wegen des strittigen Betrages dem Verein den

    Rücken zu kehren, sonst verblöde ich noch und das soll nicht sein.

    Ich bleibe ja auf andere Art dem Verein treu: er kassiert ja jetzt in Amtshilfe die Kfz.-Steuer :)


    Gruß Dietrich

  • Hallo!


    Mir hat das HZA Nbg. auch mal die Erstattung gekürzt. Allerdings konnte ich da tatsächlich die Menge nich anhand von Rechnungen gehörend zum Objekt nachweisen da ich von meiner stillgelegten Nr. 2 Öl umgelagert hatte. Da kam dann auch der Spruch: "das sind doch nur knapp 40,-- Euro". Ich habe nach dem Gespräch jede weitere Diskussion vermieden da ich es eher unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt sehe und mich wegen so was auch nicht maßlos ärgern möchte.

    Ansonsten hat die Erstattung 2018, welche ich allerdings erst in 11/2019 eingereicht hatte, problemlos funktioniert.


    Viele Grüße

    Joachim

  • Dienstaufsichtsbeschwerde, da kannst du dir das Papier sparen. Wenn die Weisung so ist, dann kann man nur klagen. Frag das HZA wie sie es haben wollen und die Antwort sollte schriftlich sein um bei der nächsten Kürzung was in der Hand zu haben.

  • Hi,


    Dienstaufsichtsbeschwerde, nicht Disziplinarverfahren, das war das Wort was mir gestern nicht eingfallen ist, danke :thumbup:


    Hier habt ja soweit recht, warum seine Nerven und kostbare Zeit (ist eh kaum vorhanden) wegen 30€ verplempern.


    Nur mittlerweile ist es bei uns doch so das diese Auswüchse unseres Beamten und Politapparates überhand nehmen. Solange wir uns da nicht wehren, wird sich da auch nichts ändern. Müssen wir uns alles gefallen lassen?

    Auf der einen Seite soll was für die Umwelt gemacht werden, auf der anderen bekommt man nur nur Knüppel zwischen die Beine geworfen. Die Großkonzerne können mit Rückendeckung unserer Poiltiker tun und lassen was sie wollen und bekommen zum Dank noch Milliarden hinterhergeschmissen, also unser Geld.

    Ich verstehe echt nicht warum da nicht langsam mal ein Aufstand wie in Frankreich zustande kommt. Sind die deutschen so faul und fettgefressen das sie lieber am Sofa liegen, sich den Dünnschiss im Fernsehen reinziehen, statt mal ihren Arsch aufzuheben?

    Ich weiß noch von früher dass wenn man was organisiert, von 10 die mitmachen wollen am Ende nur zwei übrigbleiben die mitziehen, der Rest scheisst sich ein. Genau das ist das Problem in Deutschland, deshalb bewegt sich da auch nichts. Würden alle zusammenhalten, dann würde auch was bewegt werden.


    So, genug ausgekotzt, bringt ja eh nichts <X

    Muß mir jetzt überlegen was ich mache :saint:


    Grüße

    Tom

  • Bei der teilweisen Entlastung nach § 53a Abs. 1 EnergieStG gibt es keine Altersbegrenzung.

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