16. BHKW-Info-Tage mit Besichtigungen (u.a. KWK-Küstenkraftwerk), Vorträgen und Stammtisch im November 2020

  • Moin Hartmut49

    Letztes Jahr waren die Termine wie verhext direkt auf die 1. und 2. Welle gefallen, was mit allen Buchungen und Stornierungen ganz schön Orga-Arbeit produziert hat. Dieses Jahr hatten wir angefangen für den April zu planen, dann aber die 3. Welle kommen sehen. Rückblickend wäre jetzt im Juni/Juli Corona-Ruhe gewesen, aber wer hätte das wissen können - und es waren auch Ferien. Jetzt aktuell sieht man die vierte Welle starten. Man könnte überlegen ein Treffen für geimpfte zu machen - nur man kann es halt nicht planen. Die Politik hat es in 1,5 Jahren Corona nicht geschafft verlässliche Regeln zu schaffen. Heute ist auf tagesschau.de schon wieder zu lesen, wie alle Landesfürsten etwas anderes wollen - und Spahn in Berlin will die festen Inzidenzremsen abschaffen (Wahl-Balla-Balla!). Was wir also für Regeln im Herbst haben werden (und was für Infektionszahlen), weiß heute niemand. So richtig planen kann man leider nichts. |:-(

  • Hallo Zusammen,


    Bei 4 Mio registrierten Fällen und einer geschätzten Dunkelziffer von 100% hätten wir in DE bei 100 k Toten eine Infection Fatality Rate von 1/80 =1,25% . Durch die Impfungen ist diese Kennziffer deutlich runter gegangen. Bei 10.000 Infektionen pro Tag liegen die Totenzahlen bei 30 pro Tag, allerdings kommt noch die Verzögerungszeit von 2-3 Wochen von einer Infektion bis zum Sterbefall dazu, d.h. 3 Promille ist als untere Abschätzung zu verstehen.


    Die Sterbefälle der letzten Zeit sind überwiegend ungeimpfte Personen, auch aus dem jüngeren Bevölkerungssegment, die zwar ein geringeres Risiko haben, das aber nicht gleich Null ist. Da die Delta-Variante einen sehr hohen R_0 Wert hat (5-9, annähernd so infektiös wie Windpocken) und auch Geimpfte den Virus weitergeben können, wenn sie auch nicht schwer erkranken, geht man mittlerweile nicht davon aus, dass sich zusammen mit nicht-pharmazeutischen Maßnahmen den Virus komplett eleminieren kann, sondern dass er endemisch wird - meine Vermutung ist, dass wir einen neue Kinderkrankheit gefunden haben. Damit wird COVID einmal den Durchmarsch machen, Herdenimmunität ist wenig wahrscheinlich. Das bedeutet, dass jeder irgendwann mit dem Virus in Kontakt kommt. Man kann sich überlegen, ob man dies in geimpftem oder ungeimpften Zustand erleben möchte.


    Vor einem Monat fanden die elektromobilen Mühlentreffen statt. Jeder war geimpft und sicherheitshalber hatte jemand aus dem medizinischen Bereich auch noch ein Hygienekonzept entwickelt (3 Zettel Papier für die Behörden) und einen Sack Nasensticks mitgebracht. Es geht, wenn man will und sofern die Behörden nicht Angst vor den Inzidenzzahlen bekommen. Die sind nach wie vor ein wichtiger Indikator, aber das Verhältnis zu den Krankenhauseinweisungen und Todesfällen nimmt ab.


    Es wird sicherlich helfen, wenn jeder von uns daran arbeitet, die Schnarchnasen zu bewegen, sich noch eine Impfung abzuholen, die es bisher versäumt haben. Ich nehme mal an, dass es bei Impfgegnern nicht möglich ist, sie zu überzeugen, aber das sind nur wenige. Ich meine jene, die es bisher als nicht wichtig erachtet haben und auch kein risikoaverses Verhalten zeigen. Schlechte Presse wird aber in Zukunft immer weniger die Inzidenz machen, sondern gestresste Krankenhausmitarbeiter wie in den USA. Dort ist die Rate an geimpften Personen noch relativ gering, d.h. das Virus kann in diesem Bevölkerungsteil (state within a state) noch großen Schaden anrichten.


    Gruß,

    Gunnar

  • Bei 4 Mio registrierten Fällen

    Wobei immer die Frage war ist jemand AN oder MIT Corona gestorben. Wenn die alte Oma hustent über eine Strasse ging und der LKW nicht rechtzeitig genug zum stehen kam und die bedauernswerte Frau noch Corona gehabt hätte wäre das nicht kausal aber trotzdem in der Statistik.

    Durch die Impfungen ist diese Kennziffer deutlich runter gegangen.

    Die Geimpften werden bei uns zumindest nicht getestet ergo kann ein getester Positiv sein und er taucht nicht in der Statistik auf.

    zum Sterbefall

    *hust* Man muss halt auch sagen das die Leute nicht 2x Sterben. Welche (hoch) anfällig waren und sich angesteckt haben sind mutmasslich verstorben und die Gesunden sterben halt auch nicht einfach so AN.

    https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps ->Z-scores by country 15 - 44 alles gleich!

    +65 einmal einen Peak! (Wurde da nicht angefangen die alten Leute zu Impfen?)

  • Moin Gemeinde,


    was die zukünftige Entwicklung mit dem Virus betrifft stimme ich Gunnar 100% zu. Es geht aber hier weniger um die richtige oder falsche Coronapolitik im allgemeinen, sondern um die Frage, wann bzw. unter welchen Randbedingungen mal wieder ein Treffen möglich ist. Als 2x Geimpfter würde ich mir wünschen (und auch in der aktuellen Situation ohne Bedenken planen) an einem ganz normalen Treffen teilzunehmen, bei dem man "wie früher" – ohne erhebliche Einschränkungen durch ein staatlich verordnetes Hygienekonzept – miteinander sprechen und auch gemeinsam ein Bier trinken kann. Meiner Meinung nach (bin zugegeben kein Virologe) wäre das jedenfalls unter Einhaltung der "2G" oder "3G"- Bedingungen auch möglich, ohne dass wir uns oder Dritte dadurch in nennenswertem Umfang gefährden. Statistisch wäre da wahrscheinlich die Anfahrt mit dem Auto gefährlicher als das Restrisiko durch eine Ansteckung.


    Das ist aber nur die Hälfte der Wahrheit. Die andere Hälfte betrifft die möglichen Reaktionen der staatlichen Stellen, wenn – erwartungsgemäß – im kommenden Winterhalbjahr die Infektionszahlen ein weiteres Mal explodieren und sich dann auch die Intensivbetten wieder mit Erkrankten füllen. Dass das so kommt, ist – angesichts eines Potentials von 25-30 Mio nicht immunisierter Personen, 9 Mio davon bislang nicht impfbarer Kinder – so sicher wie das Amen in der Kirche. Und so lang nicht klar ist, mit welchen Einschränkungen wir in dieser Situation (auch als "Geimpfte oder Genesene") rechnen müssen, ist es aus meiner Sicht nicht möglich, ein solches Treffen vernünftig zu planen. Dabei hätte es auch keinen Zweck, sich auf aktuelle Aussagen der Politik zu verlassen, da deren Halbwertszeit (ausgehend von den Erfahrungen der letzten 18 Monate) in aller Regel unter 30 Tagen liegt.


    Ich möchte hinzufügen, dass ein solches Treffen – jedenfalls aus meiner Sicht – ja auch Spaß machen soll. Würde es um die Existenz des Vereins oder des Forums gehen oder der Fortgang der Energiewende davon abhängen, so müsste man beliebige Einschränkungen in Kauf nehmen – oder dann wohl besser eine Videokonferenz abhalten. Aber ich finde, dass das Wichtigste bei so einem Treffen nicht Fachvorträge, Besichtigungen oder gar die Erarbeitung irgendwelcher Papiere ist, sondern der direkte persönliche Austausch. Die derzeit üblichen Einschränkungen durch Hygienekonzepte (insbesondere die nach wie vor geltende weitgehende Maskenpflicht) machen das meiner Meinung nach kaum möglich, und ein Vergnügen ist das dann jedenfalls nicht mehr. Ich würde deswegen an einem solchen Treffen (einschl. 900 km Anfahrt) erst dann teilnehmen, wenn das vorgeschriebene Hygienekonzept den "Spaßfaktor" nicht mehr wesentlich beeinträchtigt.


    Fazit: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Treffen noch in diesem Jahr unter brauchbaren Randbedingungen möglich ist. Vernünftig wäre es aus meiner Sicht, das nächste Jahr ins Auge zu fassen, wo dann die meisten der o.g. 25-30 Mio Personen entweder auch geimpft oder genesen sein werden und stark einschränkende Hygienekonzepte deswegen nicht mehr erforderlich sind. (Das Begrüßen mit "Ghetto-Faust" oder Ellenbogen können wir meinetwegen gerne beibehalten, das hilft auch gegen die Verbreitung von Erkältungsviren... .||. )

    |__|:-)


    Gruß, Clemens

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