Lohnt die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung?

  • Hallo zusammen,


    ich mich schon mal vor ein paar Jahren für ein BHKW interessiert, aber nicht weiterverfolgt da die Heizung noch gut funktionierte. Auch schien mir der Verbrauch an Gas und Strom nicht zu passen. Nun ist es aber langsam soweit das die 16 Jahre alte Heizung ausgetauscht werden sollte. Mittlerweile gibt es ja auch die Brennstoffzelenheizung, da scheinen meine Verbrauchswerte schon besser zu passen. Da ich aber nicht mehr als über ein gefährliches Halbwissen verfüge würde mich eure Meinung mal interessieren. Hier mal meine Eckdaten:


    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: ca. 4.500 kWh

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ca. 29.000 kWh


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Erdgas

    Alter und Typ der der Heiztechnik: 16-17 Jahre

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: Nein

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: über Heizung

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: Nein

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: Nein

    Temperaturen der Heizkreise: keine Ahnung, Display der Heizung defekt

    Art der Heizkörper: Wandheizkörper


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: ca. 160m2, 3 Erwachsene 1 Kind

    Art und Baujahr der Immobilie: ca. 1890, Anbau ca. 1935

    Erfolgte Modernisierungen: 2003 (keine Wärmedämmung)

    Weitere geplante Modernisierungen: 2020

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: Ja,

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: Ja,

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: Nein



    Ich denke mir bei einem Stromverbrauch von 4.500 kWh und einem Gasverbrauch von 29.000 kWh würde eine Brennstoffzelle schon Sinn machen, natürlich mit einem neuen Gas Brennwert Gerät. Evtl. wäre es für den Sommer noch sinnvoll eine kleine PV Anlage zu installieren, in den Monaten, wenn die Brennstoffzelle nicht durchläuft könnte die Stromversorgung von der PV Anlage kommen. Bei mir leider nur in Ost-Süd Lage oder Süd-West Lage möglich, wobei sich da ja wahrscheinlich Süd-West Lage anbieten würde um gegen Abend noch Strom zu produzieren, wenn dieser vermehrt benötigt wird.

    Wenn ich das richtig gelesen habe gibt es ja auch diverse Förderungen welche durch das Klimapaket ja nochmals aufgestockt werden?

    Also in einem vorliegenden Angebot soll es wohl folgende Förderung geben:

    - KFW-Bank Programm 433 9.300 €

    - Einmalzahl. KWK-Zuschlag 1.800 €

    - MwSt.-Rückerstattung 5.491 €

    Wobei mir dass mit der MwSt.- Rückerstallung noch nicht so ganz einleuchtet, warum soll man diese zurückerhalten?


    Des Weiteren soll es wohl noch habe ich noch folgendes gelesen: „Steuerförderung der energetischen Gebäudesanierung. Da hat die Koalition einen Durchbruch geschafft. Wer seine Immobilie selbst nutzt, kann 20 Prozent der Kosten verteilt auf drei Jahre von der Steuerschuld abziehen.“

    Also einfach mal mit gefährlichem Halbwissen über den Daumen gepeilt:


    Brennstoffzelle Vivolator PT2 mit Einbau

    35.000,-€

    nach Angebot

    PV Anlage mit Einbau

    10.000,- €

    geschätzt

    45.000,- €

    KFW-Bank Programm 433

    9.300,- €

    Einmalzahl. KWK-Zuschlag

    1.800,- €

    MwSt.-Rückerstattung

    5.491,- €

    Brennstoffzelle

    Steuerförderung energetische Gebäudesanierung

    9.000,- €

    20% über 3 Jahre

    Investitionskosten

    19.409,- €

    Kosten die nur beim Austausch der Heizung anfallen würden

    8.500,- €

    Mehrkosten Vivolator PT2 + PV Anlage gegenüber einfacher Austausch der Heizungsanlage

    10.909,- €


    Also für einen zusätzlichen Invest von ca. 11.000,- € würde ich zum Großteil unabhängig vom Stromliferanten werden? Miteingerechnet ist dabei noch nicht einmal die Stromeinspeisung der PV Anlage, insofern überhaupt was eingespeist wird. So ganz kann ich diese pauschale Rechnung nicht glauben, da ansonsten wohl jeder jetzt umsatteln würde? Hab ich irgendwas vergessen oder falsch angenommen?


    Weiterhin habe ich noch ein paar Fragen zu denen evtl. einer was sagen kann:

    Wie sieht das mit dem Gasverbrauch aus, eine Brennstoffzelle „verbrennt“ das Erdgas ja nicht so effektiv hinsichtlich der Wärmegewinnung, kann ich daher davon ausgehen das ich mehr Gas verbrauchen werde, oder wird das durch die höhere Effizienz des Brennwertkessels wieder ausgeglichen?


    Kann man die Brennstoffzelle „überreden“ in den Sommermonaten zu bestimmten Zeiten zu starten, quasi wenn es dunkel wird?


    Wie lange ist so eine Brennstoffzelle zu betreiben, ich habe mehrmals gelesen das der Stack nach ca. 10 Jahren schlapp macht, ist das so bzw. was kann denn so nen Austausch kosten?


    Über ein paar Antworten oder Infos von eurer Seite aus würde ich mich sehr freuen, bitte auch wenn das was ich geschrieben habe Blödsinn ist.


    Übrigens ein frohes neues Jahr 2020

    Jörg

  • Hallo, ja eine BSZ könnte gut passen. Vielleicht kommt aber auch die Bluegen in Frage, da könnte es aber knapp werden. Selbstverständlich steigt der Gasverbrauch durch die Stromerzeugung, du musst also auf jeden Fall pro kWh Strom ein kWh Gas kalkulieren, dann kommen auch noch die Wartungskosten dazu, soweit mir bekannt ist der Vollwartungsvertrag voraussetzung für die Förderung. Für 10.000 € bekommst du voraussichtlich mindestens 10kWP PV. Da wirst du auf jeden Fall einspeisen! Bei der Dachausrichtung ist es durchaus zu überlegen beide Flächen zu belegen Süd Ost und Süd West! Dadurch hast du sowohl Vormittags als auch Abends mehr Ertrag. Mittags ist er zwar geringer, aber das macht garnicht so viel aus, unter anderem deswegen weil Südanlagen Mittags sowieso auf 70% gedrosselt werden. PV wird sich auf jeden Fall innerhalb des 20 jährigen Vergütungszeitraums lohnen. Ausnahmen wären nur bei ungünstigen Schattenverhältnissen oder z. B. (falls nicht Versichert) Hagelschaden etc. denkbar.


    Ich würde mir an deiner Stelle mal den PT2 und den Bluegen durchrechnen lassen, und zwar mit allen Kosten also auch Brennstoff und Wartung. Wegen der Haltbarkeit des Stacks wärend der Laufzeit des Vollwartungsvertrages musst du dir dann aber keine Gedanken machen. Wie groß deine Einsparung bzgl. Brennwert ist hängt von deinen VL / RL Temperaturen ab, und das hängt vom Hydraulischen Abgleich ab. Hier fehlen Daten um das zu beurteilen.


    Achte bitte darauf das deine Angebote vollständig und detailiert sind, alles andere ist nicht seriös. Es könnte z. B. sein das bzgl. Kaminsanierung noch Kosten entstehen, ob die enthalten sind erschließt sich nicht. Am besten stellst du mal das Angebot ein.


    Warum du die UST zurück bekommst ist einfach erklärt. Weil du mit einem BHKW, BST, PV, etc. Unternehmerisch tätig bist. D. H. du musst auch eine EÜR in deiner Steuererklärung machen. Für alle Ausgaben bekommst du dann die UST zurück, auf der gegenseite musst du aber auch von allen Einnahmen die UST abführen. Bei PV Anlagen ist es z. B. i.d.R. sinnvoll sich die UST erstatten zu lassen, und dann nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung zu wechseln. Dann musst du im 6. Jahr keine UST mehr abführen. Falls du deine Steuererklärung nicht selbst machst und dich mit dem Thema auch nicht auseinandersetzen willst solltest du dich hier auf jeden Fall mit einem Steuerberater auseinandersetzen!


    Was noch sehr sehr wichtig ist, Unterschreibe nichts vorschnell und achte darauf das die Förderanträge VOR der Auftragserteilung gestellt und bewilligt sind!

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Hallo, vielen Dank für die Antwort. Die Bluegen ist soweit ich weiß ja um einiges teuerer da ja auch zusätzlich noch der Berennwertkessel und der Warmwasserspeicher benötigt werden, würde aber evtl. besser in den Keller passen da modular aufgebaut. Denke werde mir auch hier mal ein Angebot zukommen lassen.

    Das Angebot für die Vissmann PT2 habe ich mal angehangen jedoch jede Seite einzelnd, da das gesammt Dokument zu groß war. Da ich nicht weiß wie das Datenrechtlich aussieht habe ich einige Passagen überdeckt.

    Was mich ein wenig gewundert hat ist das ich das Angebot erhalten habe ohne das jemand sich die Sizuation bei mir vor Ort angesehen hat, das wird erst im Jannuar erfolgen.

    Wie sieht das den aus wenn der Stack nach 10 Jahren defekt ist, die Heizung sollte schon länger als 10 Jahre in Betrieb sein, weiß jemand was der Austausch kostet.

  • Der BlueGen wird aber auch mit 11.450 Euro KfW plus 3.600 Euro KWK-Sofortauszahlung gefördert und macht schnack 13.000 kWh Strom, egal, ob draußen 30° oder -10° sind. Er regeneriert auch nicht, sondern läuft immer.


    Hast Du mal die AGB gelesen??????

    Und den Nachtext?

    Und die Zahlungsbedingung?

  • Die BlueGen läuft kontinuierlich durch mit 1,5 kW elektrischer Leistung und 0,6 kW thermischer Leistung? Was passiert denn mit der Wärme wenn diese nicht benötigt wird? Die PV Anlage könne ich mir dann ja sparen, denke aber 13.000 kWh ist etwas viel, da verbrauche ich ja nicht mal die Hälfte von selbst. Könnte mir aber auch vorstellen das es für das Gerät an sich besser ist wenn es kontinuierlich durchläuft ohne Pausen.


    AGB und das "Kleingedruckte" habe ich noch nicht genau studiert da ich erst mal nur richtungsweisende Preise haben wollte, habe ja auch noch nix unterzeichnet, werde mir erst noch vergleichsangebote zukommen lassen, mal sehen wer so'n Einbau hier in der Gegend noch macht.


    Die Zahlungsbedingungen mit 50/50 sind doch OK? Die Frage ist glaube ich eher wie die Leistungsbereittschaft definiert wird.

  • Der BlueGEN läuft immer, wenn die Wärme oder ein Teil der Wärme nicht abgenommen werden, geht die Wärme zu Teufel, sprich durchs Abgasrohr. Ist aber finanziell kein Problem und auch für Greta nicht so wirklich schlimm, denn verglichen mit dem Deutschen Strommix sind das noch immer 40% weniger CO2. Es ist aber sehr selten der Fall, dass die Wärme zum Teufel geht


    Es ist auch nicht schlimm, dass die 13.000 kWh mehr sind als das, was Du verbrauchst. Es wäre gut, wenn Du mit 4.500 kWh einen BlueGEN betreibst, sowohl finanziell als auch für Greta. Besser wäre es, wenn Du 7.000 oder 10.000 kWh Stromverbrauch hättest, aber sich deshalb dann keinen BlueGEN zu kaufen macht dann auch keinen Sinn.


    Zum Angebot:

    Es gibt immer, auch wenn man 10x beim Kunden war, Unwägbarkeiten bei einem Auftrag, die Kunst ist halt, diese so klein wie möglich zu halten. Ob man dann 3 Rohrschellen mehr oder weniger braucht und dann 8 oder 11 Euro mehr Materialeinsatz hat, juckt niemanden. Es gibt aber die Grenze, ab der man Geld mitbringt als Installateur, dies macht keiner auf Dauer. Es ist definitiv ausgeschlossen, ein vernünftig kalkuliertes Angebot zum Festpreis zu machen, wenn man das Objekt noch nie gesehen hat. Und in dem Angebot sind zig ganz massive Unwägbarkeiten, die weit über die 11 Euro 3 Rohrschellen hinausgehen. Der hydraulische Abgleich ist so eine Sache, Elektro ist so eine Sache und und und.


    Der Preis selber ist aber extrem gut bis ruinös und niemand kann dafür die Sache im beschriebenen Umfang machen, dies ist definitiv ausgeschlossen.


    Deswegen hat der Auftragnehmer ja auch in seinen AGB stehen, dass der Auftrag durch Annahme, sprich erst durch seine AB zustande kommt. Wenn Du also die Sache so bestellst, hast Du genau nix, wenn er dann den Auftrag nicht zum Preis x mit Umfang y annimmst.


    Leistungsbereitschaft bedeutet, dass die JETZT in der Lage wären, Dein Gerät zu montieren, also Knete rüber... Du hast dann 100% bezahlt, aber 0% Leistung erhalten. Es ist nicht unnormal, bei BSZ oder BHKW Anzahlungen zu leisten, aber 100% ohne irgendwas zu haben ist schon ein wenig viel Vorleistung und man ist dann auch recht schnell erpressbar


    Man kann Dir also nur raten, die AGB zu lesen, Deine GEIZ-IST-GEIL ein wenig runterzufahren, denn damit landest Du auf der Nase und mal zu überlegen, was Du denn wirklich willst. Welchen Sinn haben 3 oder 5 oder 9 Angebote, wenn Du die Angebote gar nicht liest, die AGB nicht liest und nur der Preis Kriterium ist?


    Anders formuliert: Hat jemand, den es nicht juckt, dass sein Heizungsregler lange Zeit keinen Ton mehr sagt mit all den Nachteilen, die das mit sich bringt, wirklich ein Interesse an Technik? An einer solchen Investition?


    Ein Schnitzel für 3,99 aus dem Aldi ist auch ein Schnitzel, besteht aber aus sehr viel Wasser und man sollte dann auch nicht jammern, wenn es dann nicht schmeckt.


    In diesem Sinne einen schönen Tag wünscht Dir der leistungsbereite Thomas....

  • Es ist nicht unnormal, bei BSZ oder BHKW Anzahlungen zu leisten, aber 100% ohne irgendwas zu haben

    Moin,

    sehe ich nicht so. Mein Heizungsbauer würde niemals eine Anzahlung verlangen.

    Evtl. Abschlagszahlung bei Lieferung der Aggregate. Ok. z.b. 50% und dann Rest bei Fertigstellung und nach Inbetriebnahme bzw. Funktionsabnahme.

    Gruß
    JoGo

  • Kann mir mal jemand etwas Nachhilfe bezüglich Bluegen geben?

    Warum muss ein Bluegen voll durchlaufen?
    Wenn da 60% in Strom und 25% in Wärme gehen, wohin "versickern“ denn die restlichen 15% ((immerhin 375W)?
    Stellen sich diese Zahlen im echten Leben auch dauerhaft ein?

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Moin,

    sehe ich nicht so. Mein Heizungsbauer würde niemals eine Anzahlung verlangen.

    Evtl. Abschlagszahlung bei Lieferung der Aggregate. Ok. z.b. 50% und dann Rest bei Fertigstellung und nach Inbetriebnahme bzw. Funktionsabnahme.

    Darauf würde ich mich bei den Summen, die wir hin und herschieben, niemals einlassen. Wieso soll ich 50.000 oder noch mehr Euro vorfinanzieren? Und dann 50% bis nach der Abnahme? Never.


    Vorteil ist, dass wir Skonto ziehen können, gute Preise kriegen, weil wir gute Zahler sind und dementsprechend diese Vorteile weitergeben können. Wir sind aber keine Bank.



    Kann mir mal jemand etwas Nachhilfe bezüglich Bluegen geben?

    Warum muss ein Bluegen voll durchlaufen?
    Wenn da 60% in Strom und 25% in Wärme gehen, wohin "versickern“ denn die restlichen 15% ((immerhin 375W)?
    Stellen sich diese Zahlen im echten Leben auch dauerhaft ein?

    Der BlueGEN ist eine SOFC-BSZ, die mit sehr hohen Temperaturen läuft, deswegen ist an/aus/an/aus sehr strapaziös für die Zellen und deshalb läuft er eben durch. Ich hatte hier ja schon mehrfach Berechnungen angestellt, dass dies selbst bei Volleinspeisung (die es nicht gibt, denn niemand hat 0 kWh Stromlast) finanziell und auch für Greta kein Problem ist.


    Die BSZ läuft mit 600 oder 800°, davon wird ein gewisser Anteil dem Heizwasser zugeführt und ein gewisser Teil geht zum Teufel. Die Zahlen sind absolut belastbar, 85% WG schafft die Kiste auch in der Praxis beim Kunden. Sicher wären 86% oder 90 oder keine Ahnung wie viel besser, aber wen juckt das? Besser ist doch, dass die Anlagen wirklich dumm durchlaufen und zuverlässig sind, wir haben bislang noch genau null Störungen oder Probleme und die Dinger machen eben 13.000 kWh im Jahr...

  • .

    . . . . und ein gewisser Teil geht zum Teufel. .

    Soweit ich weiß hat der Teufel selber gut warm, der holt sich diese Wärme nicht. (1. Hauptsatz)


    Ich sehe 3 Wärmeausgänge, wo die raus kann:

    1 Heizung (da sollte sie bevorzugt hin)

    2. Abgas (da sollte möglichst wenig raus)

    3. Abgabe an die Umgebung - da ist die Wärem aber nicht wirklich verloren, deshaln meine Frage: Wieviel Wärme geht zum Schornstein raus und wieviel macht den Betriebsraum warm?

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Ich sehe 3 Wärmeausgänge, wo die raus kann:

    1 Heizung (da sollte sie bevorzugt hin)

    2. Abgas (da sollte möglichst wenig raus)

    3. Abgabe an die Umgebung - da ist die Wärem aber nicht wirklich verloren, deshaln meine Frage: Wieviel Wärme geht zum Schornstein raus und wieviel macht den Betriebsraum warm?

    So ist es, aber wie viel wohin geht, kann ich Dir echt nicht sagen. Es ist nicht (wie zum Beispiel bei einem alten Ölkessel) so, dass Mutti im Raum, wo die BSZ steht, Wäsche trocknen kann wegen der Abwärme.


    Es ist aber eine Diskussion um Nachkommastellen

  • Wieso soll ich 50.000 oder noch mehr Euro vorfinanzieren? Und dann 50% bis nach der Abnahme?

    Moin,

    in diesem Beispiel geht es doch nur um ca. 28.000 € ( ohne Mwst. ) in denen dann auch noch andere Leistungen stecken als die reine Ware (BZ).

    Und du bist doch Unternehmer. Ist es da nicht normal das man gewisse Summen vorfinanzieren muss um Umsätze zu generieren.

    Du bekommst die Rechnung für die gelieferte Ware doch wahrscheinlich erst wenn geliefert wurde. Warum sollte der Kunde die Ware also solange vorfinanzieren?

    Gruß

    JoGo

  • Du bekommst die Rechnung für die gelieferte Ware doch wahrscheinlich erst wenn geliefert wurde

    Das wäre eine Möglichkeit. Es wäre aber auch eine Möglichkeit, die Ware vor Auslieferung beim Lieferanten zu bezahlen, deshalb bessere Einkaufskonditionen und Skonto zu kriegen. Und die Möglichkeit nehmen wir.


    Es ist auch juristisch ein spannendes Thema, wenn die BSZ oder was auch immer geliefert wurde und der Kunden dann 0% bezahlt hat und nicht zahlen will.


    Du hast da aber sich auch nen Tipp für mich, was man dann als Handwerksbetrieb machen kann, oder? Der Lieferant hat dann ja sein Geld...


    Was würdest Du schätzen, wie 85% aller Handwerksbetriebe finanziell ausgestattet sind? Liquidität? Außenstände? Gib doch mal ne Prognose ab...


    Andere Frage:

    Wenn Du Dir ein Auto kaufst, kannst Du das dann beim Händler mitnehmen und danach bezahlen?

    Wenn Du Dir ne Einbauküche kaufst, kommt die dann, wird eingebaut und dann bezahlst Du sie?

  • Wenn Du Dir ein Auto kaufst, kannst Du das dann beim Händler mitnehmen und danach bezahlen?

    Moin,

    nein bezahle das Auto wenns auf dem Hof steht und angemeldet abgeholt werden kann.

    Ich finanziere doch nicht eine Lieferzeit von bis zu 4 Monaten vor.


    Was würdest Du schätzen, wie 85% aller Handwerksbetriebe finanziell ausgestattet sind? Liquidität? Außenstände? Gib doch mal ne Prognose ab...

    Klar 85% der Handwerksbetriebe haben " Null " Eigenkapital, wenig Liquidität.

    Bei denen würde ich auch nicht kaufen. Weiß ja nicht ob es die in einem Jahr noch gibt.


    Bei Handwerkerleistungen gilt doch grundsätzlich Lieferung und Zahlung Zug um Zug oder.

    Aber ich kann dich schon verstehen. Ist halt immer ein Risiko mit Privatleuten.

    Alternativ gäbe es noch eine Bankbürgschaft.


    Gruß

    JoGo

  • Beim Auto ist es so, dass niemand das Auto anmeldet und zur Abholung auf den Hof stellt, wenn die Knete nicht da ist bzw. gesichert ist, dass die Knete von der finanzierenden Bank kommt.


    Bei PV sind zum Beispiel 90% Vorkasse normal, wusstest Du das nicht? Wo steht denn, dass die Sache Zug um Zug geht und ist 50% Vorkasse, meinetwegen 1 Woche vor Montagebeginn, nicht auch Zug um Zug?

    Wieso muss der Handwerker dann den ersten Zug machen?


    85% würde ich nicht sagen, es sind eher 95% der Handwerker, die keine Knete haben, dies hat zig Gründe, Grund Nr. 1 ist, dass sie im besten Fall gute Handwerker, aber miese Kaufleute sind.


    Ich habe mal zur Jahrtausendwende etwa 240 Handwerker bei Vaillant im Außendienst betreut und weiß ganz genau, wie die Betriebe (nicht) funktionieren.


    Die meisten haben 4-6 Hausbanken, Sparkasse, Deutsche Bank und 2-4 Großhändler, die auch als Hausbank funktionieren. Bei denen wird dann rollierend bestellt, wenn GH1 das Konto dicht gemacht hat, geht es zu GH2 u.s.w.


    Macht Euch doch mal den Spaß, wenn Ihr im Baumarkt seid, und guckt mal, was da alles an Handwerkerautos steht. Zumindest für meine Branche kann ich sagen, dass die Heizung/Sanitärartikel im Baumarkt Faktor 3-5 dessen kosten, was sie beim Großhandel oder beim Hersteller direkt kosten. Wieso kaufen die also bei OBI????


    Zum schlechten Kaufmann gehört auch, erst Wochen oder Monate später Rechnungen zu schreiben. Umgekehrt schreiben die Lieferanten aber schnell die Rechnungen.


    Außerdem können die meisten nicht kalkulieren und haben die Logik nicht verstanden.


    Ich sehe die Sache einfach so: Wenn Auftrag xy für uns einen Einstand Material, Lohn etc. von 100 Euro hat, muss ich mindestens 120 Euro haben, denn ansonsten kann ich meine anderen Kosten nicht decken und auch nicht investieren. Wir haben Werkzeuge und Geräte für mehr als 100.000 Euro. Die sind alle bezahlt.


    Jeder findet die Wasseraufbereitung VDI2035 toll. Aber das Gerät, was wir haben, hat 10 Mille gekostet, kann aber in einem Rutsch Anlagen bis zu 8.000 Liter Inhalt. Findet jeder toll.... Ist eben da, das Gerät. Woher die 10 Mille kamen, ist ja egal


    Die Kollegen haben nicht den Mut, Akonti zu nehmen, aus Angst, den Auftrag nicht zu kriegen oder weil sie den Sachverhalt gar nicht auf der Pfanne haben. Außerdem gehen manche, eher die meisten, an das oben genannte Beispiel ran mit 80 oder 70 Euro.... Und bezahlen dann den vorletzten Auftrag mit dem übernächsten....


    Zunächst lacht dann der Endkunde, aber das dicke Ende kommt dann, denn ein Kotelett aus dem Aldi besteht eben fast nur aus Wasser.... und dann kann man sich sicher wundern, wieso.... Kotelett ist doch Kotelett und was soll an dem Ding vom Metzger besser sein?


    Der Markt hat sich bereits aufgeteilt, was den Heizungsbereich angeht.


    Die Endkunden, die Geiz geil finden, kriegen dann die Handwerker, die für wenig Geld miese Arbeit abliefern. Absehbar gehen die Handwerker pleite, macht aber nix. Firmen wie unsere Firma kehren dann für sehr viel Geld gerne die Scherben auf, wenn nicht, ist auch egal. Wir haben mehr als genug Arbeit.


    Andere wollen Qualität und kriegen diese dann auch, zahlen dann aber auch mehr. Und da ist man dann eben bei Zug um Zug, nur anders.


    Es ist leider nicht möglich, ein Metzger-Kotelett für 3,99 das Kilo zu kriegen (auch, wenn der Geiz-Ist-Geil-Vogel das gerne hätte). Schlecht und auf Dauer auch nicht möglich ist es, wenn Handwerker xy so tut, als hätte er Metzger-Koteletts und dann für 10,99 Euro das Kilo schnittfestes Wasser verkauft.