Ecopower 1.0 Motor Nr. 2 Leistungsverlust

  • mein Gerät hat inzwischen 60 000 Std. erreicht .

    beachtlich, mal schauen wie weit ich komme.

    Motor läuft nun wie im Neuzustand, allerdings ist es mir immer noch unerklärlich wo er die 4 Liter öl gelassen hat.

    Nun ein Alternativer Ölabscheider drin und ich hab die höhe am Peilstab gemessen.

    Wenn also immer noch Öl flöten geht weiß ich der Kopf muß runter und dann sind halt doch die Ventilschaftdichtungen durch.

    Glaube es gab hier mal irgendwo nen Link mit Bezugsquelle, wer den hat ich würde die jetzt schon gerne bestellen.....

    Zündkerzen hab ich von Mc Part Irridium für 3,3€ das stk. bekommen, er wollte die loswerden, lagen wohl zu lange unbewegt im Fach herum 8o

  • So, habe mich inzwischen etwas eingedeckt, Wartungskit habe ich komplett.

    Ventilschaftdichtungen hab ich 3stk. gekauft, wer weiß 8o incl. Versand 23,90 und Zylinderkopfdichtung 32,25€

    Werde die Tage den Ölstand checken und wenn der Stand weiter unten ist mal eben das Köpfchen runderneuern.

    In der Hoffnung dann das es nicht die Kolbenringe +Abstreifer sind. Wäre etwas ungewöhnlich da die Leistung voll da ist.

  • Zündkerzen hab ich von Mc Part Irridium für 3,3€ das stk. bekommen,

    Da solltest Du vorsichtig sein, die Mittelelektrode der originalen Honda(NGK) Kerze ist sehr dünn (Bauform G, Nickel ) und spitz gehalten. Dadurch wird die "Spule" geschont und die Kerze brennt weniger schnell weg. Andere Gaskerzen mit dickerer Mittelelektrode brennen schneller weg und zerstören durch zu große Funkenstrecke auf dauer die "Spule". Ein Zeichen für defekte oder falsche Kerze ist unrunder Lauf bis hin zum schütteln des Motors.

  • Ich ziehe bei mir den BlowBy aus der Maschine raus, erst in einen Filter aus HT-Rohren gefüllt mit 3 Topfreinigern aus Edelstahl, danach in einen MANN-HUMMEL ProVent-Filter, danach runter in einen einfachen Topf aus HT-Rohr zur Kondensatabscheidung und dann wieder zurück in die Maschine. Zwischen Kurbelgehäuseaustritt und Maschineneintritt überwache ich den Differenzdruck über die Filter mit einem U-Rohr-Manometer.

    Für ca. 50-100 Betriebsstunden bleibt der Überdruck im Kurbelgehäuse bei ca. 100-150 Pa. Dann steigt der Überdruck schnell auf 400 Pa und darüber, ab 500 Pa geht die Messflüssigkeit verloren. Auch vollkommen ohne Filter habe ich hier noch nie einen Unterdruck gemessen, d.h. der BlowBy ist größer, als die Absaugung schlucken kann.

    So reinige ich seit ca. 1 1/2 Jahren alle 2-3 Tage den ProVent (2 x Auswaschen mit Spülwasser, Ausblasen mit Druckluft, trocknen). Die Topfreiniger halten ca. 6 Monate.

    Ich stelle erhebliche Mengen Kondensat fest (ca. 2 Liter / Jahr), sicher auch weil ich den BlowBy aus Platzgründen aus dem warmen Innenraum rausziehen mußte. Zwar ist gefühlt einiges an Öl im ProVent, der meßbare Verlust am Peilstab hingegen ist verschwindend gering.

    Beim Wechsel des Gasmagnetventils konnte ich einen Blick auf die Drosselklappe werfen: neuwertig.

    Die Maschine hat nun 10.500 h, die Leistung schwankt zwischen 990W und 1020W. Ich überlege noch, das Einlaßventil bei der nächsten Wartung vorbeugend zu reinigen und neu einzuschleifen, etwas Zeit habe ich ja noch.

    Mein Fazit zu BlowBy ist, dass sich der mini-Originalfilter schon nach wenigen Betriebsstunden mit einem Kondensat-/Ölgemisch zusetzt was zu großem Überdruck im Kurbelgehäuse führt. Und dann kommt es eben drauf an, wo das Öl letztlich hingeht. Eine Möglichkeit ist: an den Kolbenringen vorbei in den Verbrennungsraum und weg über das Abgas.

  • Ich finde es auch nicht gut die Leitung wieder dem Motor zurückzuführen.

    Der Schornsteinfeger wird solange nichts sagen solange Blowby nicht nach außen ins freie geführt wird.

    Meine Ventilschaftdichtungen sind da, Kopfdichtung noch nicht, nun durch den Beitrag von Gruni ist mir aber noch etwas klar geworden.

    Ein defekter Ölabscheider / Entlüfter kann ja tatsächlich verstopfen und per Überdruck gelangt das Öl vorbei an den Ölabstreifer. Vorher dachte ich ja immer Öl im Luftfilterbottich oder wenn nicht Ventilschaftdichtungen. Nun sehe ich das so das ja wirklich bedingt Überdruck Öl durch die Abstreifringe gepresst werden kann.

    Meine Übergangslösung Ölabscheider wird demnächst gegen einen Glas Benzinfilter der auswaschbar ist getauscht.

    Ich überlege noch, das Einlaßventil bei der nächsten Wartung vorbeugend zu reinigen und neu einzuschleifen, etwas Zeit habe ich ja noch.

    Das kannst Dir ersparen, Luftfilter ab und Ölauffangbehälter abschrauben. Nun mit Spritze bei laufender Maschine ein paar ml Bremsflüssigkeit einsprühen. Der Motor schüttelt sich ne Weile und wenn dann per Endoskop auf die Ventile und Kolbendeckel schaust sieht das aus als wenn Du gerade alles neu verbaut hast.

    Das ist ein Trick den ich im Maschinenbau in den 80ern gelernt habe, verkrustungen die eigentlich nur mit schleifen oder hartem Kratzen weggehen werden auf diese Art sofort entfernt.

  • Moin,


    danke. Hab mir das bei Vemo mal angesehen, die genannte Kerze hat laut Katalog keine Spitze Masseelektrode das muß so aussehen :


    https://cdn02.plentymarkets.co…PREMIUM-PLUS-KOPF-2-2.jpg


    Der Benzinfilter schaut robust aus , nur ist fraglich ob er die Filterfeinheit bringt um den Ölnebel abzuscheiden.


    Wäre schön wenn Du über Standzeit von Kerze und Filter berichten würdest. Ich nutze aktuell noch die Originalkerze für 26€ das Stück, eine Alternative sollte im Preis schon deutlich unter 10€ bei gleicher Lebensdauer liegen.


    Beim Filter favorisiere ich die Wechselkartuschen von BMW, nur bin ich noch nicht dazu gekommen ein passenden Gehäuse zu finden.
    https://www.ebay.de/itm/Olabsc…id=p2386202.c100677.m4598

  • Der Benzinfilter schaut robust aus , nur ist fraglich ob er die Filterfeinheit bringt um den Ölnebel abzuscheiden.

    Nach einem Tag hat sich Drosselklappenposition wieder auf 50% eingefahren.

    Eventuell doch einen Proffessionellen Abscheider verbauen mit separatem Ölauffang. Ich denke wenn der Filter genau funktioniert wie er soll wird nicht viel Öl abgeschieden. Wichtiger ist hier auch das der Druck im Kurbelgehäuse nicht zu hoch wird.

  • ich habe den Mann+Hummel Provent 100 eingebaut - siehe meinen Beitrag oben. Dumm am Provent ist, dass er für eine Innenmontage zu groß ist. Das abgeschiedene Öl-Kondensatgemisch fließt nicht nach unten ab, wie auf dem Werbevideo gezeigt. Ich vermute, der BlowBy kühlt außerhalb der Maschine zu stark ab. Der Reinigungsaufwand ist mir zu groß - ich reinige den Filter momentan 2x die Woche. mit heißem Spülwasser, stelle den Behälter mit Filter auf das BHKW (funktioniert ähnlich einer Ultraschallreinigung ^^) und blase ihn anschließend mit Druckluft aus.

    Es ist enorm, was dort schon nach der kurzen Zeit an Öl und Kondensat hängenbleibt. Der am Peilstab messbare Ölverlust ist trotzdem sehr gering, die Ölmenge sieht daher vermutlich dramatischer aus, als sie für die Maschine ist.

    Ich teste demnächst einen Druckluftfilter mit Sinterbronze-Element. Er hat kleinere Baumaße, kann innen montiert werden, lässt sich reinigen und scheidet das Öl in einem transparenten Behälter ab. Durch die Innenmontage sollte der Wasserdampf nicht mehr kondensieren bzw. angefallenes Kondensat wieder verdampfen, so dass nur noch Öl im Auffangbehälter verbleibt, das dann abgelassen werden kann - so meine Hoffnung. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass das Öl abgeschieden und separat aufgefangen wird und nicht im Filter hängen bleibt, der sich dann in nullkommanix zusetzt. Ein OilCatcher scheint mir auch eine gute Alternative.

    BlowBy nach Altvater Sitte in die Umwelt entlassen ist sicher die einfachste Möglichkeit, für mich jedoch keine Alternative.