Waschmaschine mit Warmwasseranschluss


  • Hallo,


    eine Waschmaschine einfach so an Warmwasser anzuschließen hat mehr Nachteile als Vorteile. Die Dichtungen sind dafür nicht ausgelegt und vor allem leiden bestimmte Leitungen drunter. Weiterhin ist es ein Problem hier richtig Wäsche zu waschen. Ein Wäschetrockner in der heutigen Zeit kostet nicht viel Geld. Daher empfehlen ich eher einen neuen. Wenn dieser wieder 20 Jahre hält, war der sein Geld wert.

  • Zitat


    "Die Dichtungen sind dafür nicht ausgelegt und vor allem leiden bestimmte Leitungen drunter"

    Was für ein Blödsinn !

    Habe über 30 Jahre Erfahrungen mit WW-Anschluß an Waschmaschine und Spülmaschinen.

    Ohne irgend welche der oben genannten Nachteile !

    Oder meint man 1500 kWh/a in einem 2 Personenhaushalt kommen von alleine ?

  • Echt so viel ;) ich hab mal in ner 3er WG mit 2 Mädels nur 970 kWh/a gebraucht :)


    Aber mal im ernst, das einzige Problem ohne Zusatzgeräte das ich sehe ist das der Spülgang dann auch mit Warmwasser läuft was 1. Energieverschwendung ist und 2. die Waschmittelreste nicht so gut ausgespült werden (laut Waschmittelhersteller)

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Aber mal im ernst, das einzige Problem ohne Zusatzgeräte das ich sehe ist das der Spülgang dann auch mit Warmwasser läuft

    ... und natürlich auch, dass man ohne Zusatzgerät auch mal gerne im Wollwaschgang 60°C hat...


    Es bleibt dabei: Spülmaschine am WW-Anschluss ist OK. Aber Waschmaschine geht nur mit Doppelanschluss KW/WW und Zusatzgerät.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Als Zusatzgerät reicht ein einfacher Thermostatmischer. Meine Miele mit Warmwasseranschluss kann warm oder kalt spülen. Laut Handbuch ist warmes spülen besser, weil es weniger Wasser braucht und die Wäsche direkt aufgehängt ohne Trockner schnell trocken ist. Also das Gegenteil von dem, was der Waschmittelhersteller dem laufenden Dachs gesagt hat.


    :-)_:-)

  • Man kaufe sich bei Eisen Karl oder bei Obi eine Thermostat-Brausebatterie für schmalen Taler, schließe diese an, stelle meinetwegen 40° ein, schließe diese an die Wama an und fertig.

  • Die Einfach-Lösung mit dem Thermostat bedeutet halt, dass dann auch alle Spülgänge mit Warmwasser durchgeführt werden (außer man stellt sich daneben und dreht den Thermostaten nach dem Waschgang runter). Dadurch vervierfacht sich (bei drei Spülgängen pro Waschgang) der Wärmeverbrauch. Bei 30°C ist das weitgehend egal, aber bei Baumwolle 60° nicht. Auch das ist noch egal, wenn man im Sommer mit WW aus der eigenen Solarthermie wäscht. Aber während der gesamten Heizperiode ist das fürs Klima ein Minusgeschäft - und deswegen macht man die ganze Sache doch? Geld spart man damit bestimmt nicht.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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  • ich lasse waschen...

    Das ist natürlich die beste Lösung. Da hätt' ich eigentlich auch selber drauf kommen können...8)

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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  • Hallo ,


    seit ca. 40 Jahren sind unsere Waschmaschinen an einer simplen Duschbatterie angeschlossen .

    Wenn die W. - Maschine beladen worden ist wird der Waschgang mit Warmwasser aufgefüllt , dann w.w. Ventil zu und Kaltwasser auf . Diese Aktion dauert ca. 2 Min. Da spielt auch meine Frau mit .

    M.m. ist das eine gute Lösung zum Energiesparen .

    Gruß

    PS: Bei niedrigen Temperaturen 40/30 Grad mischt man eben mit Kaltwasser dazu :

  • Würde bei meiner 12 Jahre alten Waschmaschine nicht immer funktionieren, die hat Fleckenprogramme. Z. B. bei Blutflecken fängt die kalt an und steigert langsam die Temperatur. Würde da gleich 40 Grad Wasser kommen würden die Flecken anstatt gelöst, verewigt werden. ;( Aber ja in den meisten Fällen hast du recht. Bei alten Waschmaschinen geht das, und die neuen gibt es ja teilweise mit Warm- und Kaltwasseranschluss.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

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    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Ok, das Thema scheint zu bewegen, passt aber nicht zur Vitotwin-Diskussion, daher glieder ich den Waschmaschinenteil mal in ein neues Thema aus und schreibe sodann auch einen Roman dazu...


    Leider hat sich der Markt für Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss nicht sehr positiv entwickelt. Im Gegenteil: Hersteller, die vor Jahren mehrere Modelle mit Warmwasseranschluss anboten, haben aktuell nur noch ein Gerät im Programm und andere Hersteller haben die Fertigung ganz eingestellt. Als Vorreiter in diesem Segment mit Bewerbung von "WarmWater" ist leider nur Miele zu nennen. Die Miele WWE 860 WPS bzw. der Nachfolger WWG760 lässt sich nicht nur mit Warmwasser, sondern auch mit Brunnen oder Regenwasser betreiben (letzer Spülgang mit sauberem Wasser dann). Auch kann in den Einstellungen genau festgelegt werden, für welche Wasch- oder Spülgänge welches Wasser verwendet werden soll und die Maschine mischt Warm- und Kaltwasser präzise für die gewünschte Temperatur. Leider ist diese Maschine jedoch sehr teuer und damit nur eine sinnvolle Wahl, wenn man ohnehin ein Gerät im Premiumsegment kaufen würde. Eine deutlich günstigere Alternative mit weniger Einstellungsmöglichkeiten ist die Bosch WAT28411. Mehr als diese zwei Geräte sind mir aktuell nicht bekannt. Bei beiden Maschinen zahlt man für den Warmwasseranschluss je nach aktueller Preislage etwa 50 bis 100 Euro mehr, als für vergleichbare Modelle ohne Warmwasseranschluss.


    Ganz normale Waschmaschinen lassen sich jedoch auch mit Warmwasser betreiben. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten. Die ganz einfache Variante ist eine Thermostat-Mischarmatur aus dem Baumarkt. Das ist nicht viel teurer als der genannte Ein-Hebel-Mischer aber deutlich präziser. Eine bessere Möglichkeit ist der Selbstbau eines Vorschaltgerätes mit Zeituhr, damit die Spülgänge nicht mit Warmwasser erfolgen. Die komfortabelste Variante ist ein elektronisches Vorschaltgerät wie z.B. (https://shop.ms1002plus.de/umw…-fuer-waschmaschinen.html). Allerdings ist der Preis für derartige Geräte sehr hoch und die Amortisation meist fraglich. Siehe (https://www.energieverbraucher…nen-ans-warmwasser__1662/) und (https://www.energieverbraucher…n-vorschaltgeraete__1350/).


    Bei Spülmaschinen ist die Sache deutlich einfacher: Meist werden diese in der Küche am Waschbecken angeschlossen. Statt ans Kaltwasser kann der Anschluss bei vielen Maschinen direkt am Warmwasser erfolgen. Hierbei ist das Datenblatt der Spülmaschine bzw. das Label am AquaStopp zu beachten. Manche Geräte können problemlos direkt an 65 °C Warmwasser angeschlossen werden - andere Geräte nur bis beispielsweise 50 °C. In diesem Fall kann ein sogenannter Verbrühschutz vorgeschaltet werden (ein günstiger Thermostatmischer zur Festeinstellung einer Temperatur).


    Insgesamt ist es bedauerlich, dass es nicht mehr Angebote an Waschmaschinen in diesem Bereich gibt. Dies dürfte aber auch der geringen Nachfrage durch die Verbraucher geschuldet sein. Umso wichtiger ist es, diese Möglichkeit der Warmwassernutzung aus Solarthermie oder Kraft-Wärme-Kopplung bekanntzumachen. Doch selbst bei einer Warmwasserbereitung mit einer normalen Gas-, Öl-, oder Holzheizung ist die Warmwassernutzung günstiger als der Elektroheizstab in den Maschinen.

  • . . . Laut Handbuch ist warmes spülen besser, weil es weniger Wasser braucht und die Wäsche direkt aufgehängt ohne Trockner schnell trocken ist. . .

    Das mit weniger Wasser ist für mich plausibel, aber schneller trocken ?? Die Zeiteinsparung ist wohl eher marginal.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Unsere Küche ist weit weg vom Puffer. Die Spülmaschine wurde anno dazumal vom Schwiegervater am WW angeschlossen, Gott hab ihn selig. Das Ganze war (bzw. ist) aber fast eigentlich ein Schuss ins Knie, wenn man nicht ein bisschen Acht gibt: Die Maschine zieht so wenig Wasser, dass bei einem "Kaltstart" das Wasser gegen Ende des Einlaufzeitraumes dann erst annährend lauwarm ist. Bedeutet, die Wärme verpufft größtenteils im kellerkalten Mauerwerk, die Maschine heizt fast alles elektrisch zu. Bis sie dann wieder Wasser zieht, ist die Brühe in der Leitung zwischenzeitlich erkaltet und das Spiel beginnt von Neuem.


    Man bzw. frau muss eben - wie so häufig - ein bisschen mitdenken: Im Regelfall starten wir das Gerät daher nach einem Essen, wenn durch die ganzen Entnahmen der Vor- und Nachbereitungszeremonie dann WW in der Leitung "anliegt". Im Zweifel hilft der Taster für die 30'-Zirkulation etwas nach ... zumindest mental, nicht thermodynamisch/ökologisch/ökonomisch :)


    Was ich sagen wollte: Leitungslänge bzw. Abstand vom WW-Speicher bedenken und prüfen, ob der WW Anschluss kein Schildbürgerstreich wäre. Je moderner die Maschine, desto weniger Wasser wird gezogen, und desto länger dauern die Spülgänge, desto kritischer könnte das Ganze mit der "Erkaltung" meiner Meinung nach werden.

    Vitotwin 300W an 340-M (950)

    7,5er BYD Akku an SI 3.0
    5 kwp REC (südost) an SB 4.0
    1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5

    Ersatzstromsystem per Enwitec-Box

    Citroen C-Zero (12kWh / 100km)

    Ariston Nuos Primo 100 (Wärmepumpe)