Landhaus mit Schwimmbad - wie sieht die Zukunft aus?

  • Da ist der Wärmeverbrauch für den Pool mit drin. Das sind ca. 26-40.000 kWh an Heizenergie, wenn der Pool von Mai bis September genutzt wird.

    Whoa. :hutab:Das ist mehr, als wir im Jahr für unser 390 qm Haus verbrauchen...


    Dann würden für das Gebäude 80-90.000 kWh übrig bleiben. Bei 600 qm beheizter Fläche wären das <150 kWh/m2, da kann man schon noch was machen.

    Nur für den Pool habe ich einmal mit einer 20 kW-Wärmepumpe gerechnet, die nur im Sommer bei höheren Temperaturen läuft. Anschaffung +Installation ca. 3.500 €, Einsparung bei Betrieb mit überwiegend Solarstrom ca. 1.000-2.000 €/Jahr.

    Also liegt die Amortisationszeit für die Pool-WP bei 1,75 bis 3,5 Jahren... worauf wartest Du noch?

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • ... auf den Energieberater ....


    Ich frage aber parallel dazu schon bei meinem Schwimmbad-Betreuer an. Vielleicht kann man da bis Mai wirklich etwas machen.


    Es hat schon seinen Grund, warum kommunale Schwimmbäder einen Riesenverlustposten sind.

  • Nur für alle Fälle: Hat Dein Pool eine Abdeckeinrichtung? Der größte Teil der Wärme, die so ein Pool verschlingt, ist Verdunstungswärme.


    Laut RWE-Energie-Handbuch liegt der Wärmebedarf für ein nicht abgedecktes Freibadbecken mit 26°C und fünf Monaten Badesaison bei ca. 750 kWh pro Quadratmeter Beckenfläche. Mit Abdeckeinrichtung sinkt der Bedarf auf 300 kWh/m2. Bei einem Becken mit beispielsweise 6x8 Metern macht das 36.000 kWh pro Saison ohne Abdeckung und 14.400 kWh mit Abdeckeinrichtung.

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    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

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  • Die Oberfläche ist 57 m2 und eine Abdeckung ist vorhanden. Dann wäre ich bei ca. 17-18.000 kWh für 5 Monate.


    Ich hatte mit ca. 1,5 K Temperaturverlust pro Tag gerechnet, der ausgeglichen werden muss. Dann komme ich auf ca. 26.000 kWh für 5 Monate. Hängt natürlich auch davon ab, ob der Pool relativ ungeschützt steht (wie bei mir), oder sehr windgeschützt.


    Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt natürlich entscheidend vom tatsächlichen C.O.P ab. Ob der dann wirklich 5 ist, kann man glauben oder nicht. Im Sommer scheint es aber besser als im Winter zu sein.

  • Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt natürlich entscheidend vom tatsächlichen C.O.P ab. Ob der dann wirklich 5 ist, kann man glauben oder nicht. Im Sommer scheint es aber besser als im Winter zu sein.

    Der COP hängt extrem von der zu überwindenden Temperaturdifferenz ab. Von Mai bis September kann man im Schnitt mit Außentemperaturen von 13-18°C rechnen. Nimmt man für die Poolheizung eine Vorlauftemperatur von 35°C an, so liegt die Differenz bei lediglich 20 K. Eine gute Haus-WP würde damit locker einen COP von 6 schaffen. Wenn der Hersteller für die Schwimmbad-WP den mittleren COP mit 5 angibt, würde ich das glauben, zumindest wenn es sich um ein Qualitätsprodukt handelt.

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  • Poolheizung eine Vorlauftemperatur von 35°C an

    Bei optimalen Bedingungen kannst du hier mit wesentlich weniger rechnen, da die Vorlauftemperatur nur etwa 5k über der Beckensolltemperatur liegen muss, da hier mit großen Waserumlaufmengen gearbeitet wird.

    Werkstatt:

    PV 4,8 kWp BHKW Senertec Dachs HR AltölumbauHolzvergaser Atmos DC30GSE

    Haus:

    PV 5,4 kWp Inselwechselrichter 5,0 kW26 kWh Batteriespeicher BHKW Senertec Dachs HR NE Holzvergaser Buderus Logano S161 ● Autarkie: 100%

  • Erdgas +300%, Heizöl nur +80% ....

    Bei uns kostet Erdgas (ESB) aktuell für Neukunden 9,52 ct/kWh plus Grundpreis, Heizöl laut Tecson 95,7 ct/l, also praktisch das gleiche. Seit November 2020 (Tiefpunkt beim Heizöl mit 38,7 ct/l) war dort die Preissteigerung +147%. Unser Erdgaspreis (ab 01.10.20 für zwei Jahre abgeschlossen) war damals 4,44 ct/kWh plus Grundpreis. Der Gaspreis ist also seit 09/20 bei uns um 115% gestiegen.


    Von vorübergehenden Spitzen abgesehen (Ende 2021 war Chaos am Gasmarkt) scheint sich das ziemlich genau im Gleichschritt zu bewegen. Und was die Versorgungssicherheit betrifft: 50% unseres Erdgases kommen derzeit aus Russland, aber auch 35% der Ölimporte. Einziger Vorteil beim Öl: Mit einem großen Tank kann man ggf. zwei Winter Ukraine-Krise locker überstehen, beim Erdgas geht das nicht. Aber deswegen gleich ein Heizöl-BHKW anschaffen...?

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  • Erdgas +300%, Heizöl nur +80% ....

    Also ich sehe das wie Sailor773, Erdgas + 100 % ja und ist auch schlimm genug.

    Zusätzlich liegt in meinem Dachs ein Umrüstdüsensatz auf Flüssiggas, ich habe die Möglichkeit vorgesehen meinen Dachs mit Flüssiggas zu betreiben.


    Aber deswegen gleich ein Heizöl-BHKW anschaffen...?

    mit einem Flüssiggastank erreicht man das gleiche.

  • So, mein Poolbetreuer hat mir eine HKS 230 angeboten, die kostet allerdings mit Installation 8.000 € und nicht 3.500 €, wie ich naiv angenommen habe. Hat dafür aber Inverter und Titan-Wärmetauscher und und und ... aber die Amortisation ist dann eher 8 Jahre ... bei einer Lebensdauer der WP von 10-14 Jahre, wenn man sie gut pflegt und wartet.

  • Frag sicherheitshalber mal nach ob das ein R410a Gerät ist. Das würde ich mir heute definitiv nicht mehr einbauen.

    Entweder R32 oder Propan nehmen.

    50kw elektrisch Erdgas BHKW von Yados

    25kw Absorptionskältemaschine aus BHKW-Abwärme

    Photovoltaikanlage 99,9 kwp

  • Ne hat damit nichts zu tun,

    das ist nicht hochwertig sondern hat einfach einen zu hohen GWP.

    Deshalb sind die neueren Kältemittel nicht schlechter.

    Lass dir bloß nicht den alten Mist andrehen, hast du den Spoiler gelesen ?

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