Dachs stilllegen oder durch Batterie erweitern? (Rußfilter, Einspritzdüse)

  • Liebe Forumsmitglieder.


    Ich betreibe einen Dachs mit 5,3 kWh elektrischer Leistung aus Öl.


    Leider habe ich folgende Voraussetzungen:

    Alter: 15 Jahre

    Gewächshausheizung für 600 m² auf 5- 10Grad Celsius daher stark schwankender Wärmeverbrauch.

    Heizkessel mit Öl ist auch vorhanden.

    Durch Solarthermie fällt der Sommer flach.

    Wartungskosten 1100 Euro pro Jahr im Mittel bei geringer Laufleistung im Raum Karlsruhe...


    Stromverbrauch: Konstant

    1650 Watt 10 stunden am Tag 5 Tage/ Woche (Gewerbe). Aber tagsüber, daher

    Überschneidung mit Solarthermie :-(



    Seit er aus der Förderung ist schalte ich ihn eigentlich nur noch im Winter ein. ich habe 1500 Liter Pufferspeicher.

    Wohl wissend dass ich wohl Geld verbrenne.

    daher


    1. meine Idee ihn komplett stilllegen und eventuell eines Tages durch Pellets zu ersetzen mit denen ich in einem anderen Gebäude sehr zufrieden bin.


    2. eine Batterie z.b. Tesla anzuschließen und stromgeführt zu betreiben. Mit dem Ziel dass ich den Stromverbrauch mit zweimal am Tag, sagen wir 1 stunde aufladen, abdecken kann.

    Ist sowas realistisch? Wirtschaftlich?

    Pv Anlage ist da und fällt in 10 jahren aus der Förderung.


    Könnten die Wartungskosten so radikal verringert werden, oder löst der Dachs die Wartung nach Kalendermonat aus?

    Also die Frage ob ich eventuell nur alle drei oder vier Jahre eine Wartung machen könnte.


    Stelle mir vor dass es schwer wird eine Firma zu finden die so etwas installieren kann.

    Ich mache nichts selbst am Dachs weder Wartung noch komplizierte Regelungen.


    Mein Stromkosten Verbrauch aus dem Netz sind 70€ pro Monat, der Ölverbrauch gesamt (mit Ölkessel) ist ca. 4500€ pro Jahr.



    ich nutze nur wenig Strom selbst.


    Verkaufe für 500 Euro pro Jahr ans Netz.


    An der ganzen Sache nerven mich in erster Linie die Kosten des Installateur und der Schornsteinfeger, da sind Pellets leider nicht viel besser: an meinem pelletkessel hat der Schornsteinfeger diese Woche die Kesselpumpe versehentlich stillgelegt so dass sich dreimal das Sicherheitsthermostat ausgelöst hat und ich den Abend fehlersuchend im Keller verbringen musste :-(

    Trotzdem bin ich mit den Pellets eigentlich zufrieden.


    Ich hoffe die Infos reichen was würdet ihr machen?


    Vielen Dank vorab.

  • Oder den Dachs nur im Winter betreiben und den Strom in einer Wärmepumpe verheizen. Mit Cop4 ist die Variante sicher interessanter als Speicher

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • 1650 Watt 10 stunden am Tag 5 Tage/ Woche (Gewerbe). Aber tagsüber, daher

    Überschneidung mit Solarthermie :-(



    Seit er aus der Förderung ist schalte ich ihn eigentlich nur noch im Winter ein.

    Wenn du im Sommer immer genug Wärme aus de ST hast macht das Sinn.

    Mit dem Ziel dass ich den Stromverbrauch mit zweimal am Tag, sagen wir 1 stunde aufladen, abdecken kann.

    Bei 1650 kWh x 10 Std. Wirst du sicher mehr als eine Stunde laufzeit (ca. 5 kWh) benötigen eher 3 - 4. Sagen wir mal 4 Std. Laufzeit an 120 Tagen ergibt dann knapp 500 Stunden pro Jahr, da wäre die Wartung erst nach fast 6 Jahren fällig. Was erstmal nichts kostet, und den Eigenverbrauch erhöht wäre die Reduzierung der elektrischen Leistung.

    Könnten die Wartungskosten so radikal verringert werden, oder löst der Dachs die Wartung nach Kalendermonat aus?

    Also die Frage ob ich eventuell nur alle drei oder vier Jahre eine Wartung machen könnte.

    Wieso bei dir eine Wartung über 1000 Euro kostet ist für mich nicht nachvollziehbar, die aktuelle Jährliche Laufzeit wäre noch interessant, die muss ja über 2000 Stunden liegen, wenn man deine 500€ Stromeinspeisung als Anhaltspunkt nimmt. Spätestens im 3. Jahr muss eine Wartung gemacht, oder zumindest im Regler bestätigt werden, sonst bleibt der Dachs stehen. Wie viele Betriebsstunden hat der Dachs denn? Vielleicht ist ja ein Modernisierungspaket interessant? Bei Ölheizungen sollte man aktuell grundsätzlich bedenken das diese wenn erstmal stillgelegt wohl in absehbarer Zeit nicht wieder in Betrieb genommen werden können. In diesem Zusammenhang ist dann auch die Ersatzteilversorgung für den Dachs in etwa 10 Jahren fragwürdig!


    Die Idee mit der Wärmepumpe ist erstmal gut, hier muss man aber vor allem auf die möglichen Vorlaufttemperaturen der Heizung gucken! Batteriespeicher wird sich höchst warscheinlich nicht lohnen, vielleicht wäre es aber denkbar den Dachs tagsüber laufen zu lassen und die Wärme für die Nacht zu Speichern. Hier kann ich mir aber auch nicht vorstellen das die Solarthermie im Winter genug Leistung bringt um das Gewächshaus allein zu beheizen. Wie sieht es denn mit der Heizung für Verkaufsräume und Büro aus, da besteht doch auch Wärmebedarf? Was mir auch gerarde überhaupt nicht klar ist ist der Stromverbrauch außerhalb dieser 10 Stunden. Da wird doch sicher auch Verbrauch sein?

  • Danke danke für die schnellen Antworten,


    das mit der Wärmepumpe sehe ich problematisch weil die Wärme bei mir ja erst gebraucht wird wenn die Außentemperatur unter 5 Grad fällt.

    Ich wollte schonmal eine im anderen Haus verbauen aber, Solebetrieb wurde wegen Wasserschutz damals abgelehnt daher Pellets. Hat der Energieplaner dann so gesagt.


    tagsüber brauchen die Gewächshäuser eigentlich keine Heizung.

    Außerdem wird über Radiatoren mit Ventilator geheizt.


    Es ist ein EFH im Verbund, aber das kann den Strom nicht abnehmen weil dieser in das andere Haus mit dem großen stromverbrauch geht. Sparen kann ich kaum, es werden Halogen-Metalldampf Lampen betrieben.


    Weis nicht mehr genau den Grund, hatte damals was mit der Erdleitung zu tun.

    Die Wärme nimmt es aber ab.

    Das mit der wieder Inbetriebnahme ist ein guter Punkt.


    Ich denke es sind 16 kWh Strom die tagsüber gebraucht werden und nachts über die Heizung in den Akku geladen werden könnten? Wie hoch wären denn die Kosten für so einen Akku?


    Dass die Wartungskosten immer 1000 € betragen kann ich auch nicht nachvollziehen das ist mit Steuer.

    aber eine große Wartung kostet 1500.

    Alle 3 Jahre Wartung klingt schon mal gut den Rest würde ich dann einfach mit dem ölkessel abdecken.

  • Bist du Gärtner? Wenn ja, dann lass jemand kommen der Ahnung hat. Es gibt genug Betrieb die sich darauf spezialisiert haben wie man Gewächshäuser richtig beheizt.

    Bei deinen Wartungkosten würde ich den Dachs entsorgen und den Ölkessel auch. Es gibt sicher Förderprogramme für Neuinvestitionen. Beim GaLa Bau einfach mal nachfragen.

  • Warum Solebetrieb? Es gibt ja auch Luft WP, habe ich so in Betrieb mit Cop4

    Da das Gewächshaus nur auf 5 Grad geheizt wird, ist doch dann in dem Moment wo geheizt wird auch die Umgebungstemperatur Lufttemperatur niedrig und die Effizienz gering. Und ich habe Radiatoren mit Ventilator .

    So habe ich das zumindest bisher immer verstanden.


    nesami

    Die angegebenen Wartungskosten sind wohlgemerkt nur für den Dachs, die Ölheizung verursacht kaum welche.

    Ich habe ja immer Leute da, die Ahnung haben, deswegen ist es so teuer ;-)


    Die meisten Kollegen die allerdings Größer in der beheizten Fläche sind, haben Pelletsheizungen.

  • Die Effizienz hängt an der Temperaturdifferenz. Wenn du nur 5Grad plus brauchst ist die Tempdifferenz eher gering und somit der Cop eher hoch.

    Ich schaffe hier in der Umgebung Karlsruhe problemlos einen Cop4, und ich heize auf 22 Grad Raumtemperatur.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
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  • @ Stromsparer99: Das kommt aber auch darauf an mit welchen Heizwassertemperaturen er fährt, und Radiator mit Ventilator hört sich eher nach hoher temperatur an.


    @ Runningfox: Schau dich mal nach einem anderen geeigneten Servicepartner um, deine Wartungskosten könnten warscheinlich deutlich niedriger sein! Man muss auch nicht alles Original kaufen. Batterie wird vermutlich auf ca. 6000 und WR auf 1000 - 2000 € kommen, kommt aber auf die genauen Umstände an. Dann kommt da noch die Arbeitszeit vom Elektriker dazu, die sehr von den örtlichen gegebenheiten abhängt...


    Was die Reinheit der Abgase angeht würde ich lieber den Dachs laufen lassen und den Ölbrenner nur im Notfall anschalten, bzgl. WP gibt es auch welche die noch bei -7 Grad COP 2,8 schaffen und bis -20 Grad funktionieren. Bei mir sind es z. B. weniger als 10 Tage im Jahr an denen es unter -10 Grad AT geht, wie sieht das bei dir aus?

  • Also Wartungskosten 1100,- kommt für ne große Wartung hin. Das ist aber nur bei jeder 2. Wartung erforderlich, ansonsten kleine Wartung, ca 850,-€. Bei 39000 Bh in 15 Jahren erfolgt fast Jährlich eine Wartung - nach jeweils 2700 Bh.

  • Wow, da kommt beim Dachs ja ganz schön was zusammen.

    Da geht die wirtschaftlichkeit unter.


    Im Vergleich zu meinem Kubota:

    Alle 2000 Stunden

    7 Liter Öl und ein Ölfilter.

    Übern Daumen 100€ Material im Jahr.

    Mit Ventile einstellen sind das ca. 2 Stunden pro Jahr.


    Alle 10000 Stunden wechsel ich den Düseneinsatz, kostet ca. 30€ und eine Stunde Arbeit zum Einstellen. (Pro Düse, 3 Stück )

    Luftfilter und Kraftstofffilter zusammen 60€

    Ansonsten gibts da nichts zu Warten oder zu Tauschen


    Nur mal so als Info.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
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  • Die Effizienz hängt an der Temperaturdifferenz. Wenn du nur 5Grad plus brauchst ist die Tempdifferenz eher gering und somit der Cop eher hoch.

    Ich schaffe hier in der Umgebung Karlsruhe problemlos einen Cop4, und ich heize auf 22 Grad Raumtemperatur.

    Guter Punkt, aber wie bringe ich die niedrige Vorlauftemperatur der wp mit dem Dachs und seiner hohen Temperatur in Einklang? 2-ter Heizkreis?

    Ich habe keine Lust überall eine Fußbodenheizung zu verbauen.

    Wenn der Dachs 5300 Watt Strom liefert und die wp gleichzeitig nur 1500 watt abnimmt, habe ich doch das gleiche Problem wie mit den Lampen und ein Akku würde als Puffer Sinn machen.

    Sonst verkaufe ich ja immernoch viel Strom, wenn auch weniger als vorher.


    Guter Vergleich das mit dem Traktor, habe auch einen John Deere, der ist viel billiger in der Wartung. 🙄

  • Nö viel einfacher.

    Den Rücklauf von den Radiatoren durch die WP und von da in den Dachs.

    Ich habe z.B. 2 Puffer, einer für das BHKW und einer für die WP. Der Rücklauf der Radiatoren geht erst durch den Puffer der WP und von da in den Puffer vom BHKW.


    Der Kubota ist kein Traktor sondern ein BHKW.

    Und die WP kannst du auch mit Volllast laufen lassen, 3000Watt bei einer 9KW WP


    Gruß

    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
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