Förderung von Altanlagen?

  • Wann werden Altanlagen wieder besser gefördert?
    Kenne viele die nicht mehr in Betrieb sind weil zwar die Heizenergie gebraucht wurde aber die elektrische Energie zu gering vergütet wird.


    Wann gilt eigentlich meine "Altanlage" als "Neuanlage" um einen besseren KWK-Bonus zu bekommen ? :rolleyes: Etwa dann wenn ich einen neuen Motor einbauen muß oder wenn ich das Gerät verkaufe und mir ein neues anschließen lasse ???

  • Hallo Filou
    Ich suche noch ein Alt BHKW Erdgas betrieben
    mit einer elktrischen Leistung bis 30Kw
    Mir ist die Vergütung egal da ich es als Spitzenlastkraftwerk
    nutzen möchte
    Hast mal per PN eine Adresse oder Link

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hallo Filou,


    sobald Du ein neues Gerät in Betrieb nimmst, gilt das als neue Anlage gemäß KWK bzw. EEG. Also Austausch geht in jedem Fall. Eine zweite Möglichkeit ist die Sanierung eines Altgerätes. Wenn hier mehr als 50% des Neuwertes aufgewendet werden muss, dann gilt das Gerät auch als Neugerät.


    Grüße


    Bruno

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    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Zitat

    Eine zweite Möglichkeit ist die Sanierung eines Altgerätes. Wenn hier mehr als 50% des Neuwertes aufgewendet werden muss, dann gilt das Gerät auch als Neugerät.


    Hat das schon mal jemand durchgeboxt??? Würde mich mal interessieren, welche Preise da angesetzt werden? - ehemalige Anschaffungskosten des BHKW selbst, oder die Kosten der gesammten Installation?


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo AxelF,


    das sollte kein Problem sein, das Gesetz ist hier eindeutig.


    Den Gesetzestext kannst Du hier lesen.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo zusammen


    mal eine spezielle Frage:
    Was für möglichkeiten hat man bei einer Anlage mit 2 Dachsen baujahr etwa 2000, mit einer momentanen Stromvergütung von 1,6 cent pro kWh, ohne sonstige Zuschläge.
    Eventuell soll demnächst ein dritter Dachs dazugestellt werden.
    Ich hab immer gedacht es gibt keine Möglichkeit die Vergütung erhöht zu bekommen, bzw die 5,11 cent KWK-Zuschlag noch für die Restjahre zu beantragen


    Dachs

  • Hallo,
    hatte Ähnliches letzte Woche gerade mit dem BAFA ...
    Mein Fall: Anlage aus Österreich, BJ 98, Kondenser und AT-Motor bei mir neu, Einstufung als neue Bestandsanlage, aber nur 1,3 Ct/kWh für 3 Jahre.
    Da die Anmeldung 75,-€ kostet, werde ich darauf verzichten.


    Mein Dachsbauer schlägt eine PÖL-Umrüstung vor, da man da ab Umrüstung 20 Jahre EEG bekommen soll.
    Stimmt das mit den 20 Jahren EEG ab Umrüstung?


    Frägt sich allerdings, welche Optionen da Gas-Dachse haben ...


    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Dachser
    Soweit ich weiß muß bei der Umrüstung auf Rapsöl auch mindestens 50% der Anschaffungskosten aufgewendet werden.


    Anscheinend nicht Dachser,
    weil man mit Rapsöl (PÖL) nicht unter KWK sondern unter EEG fällt. Damit wäre das BAFA außen vor, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Also ganz neue Einstufung der Anlage.
    Habe aber leider auch noch nichts konkretes.
    Gruß
    Stefan

  • mhh :evil: , ganz schön verzwickt,


    beim KFZ gibt es doch für Importfahrzeuge (auch Gebrauchte )so eine Art Neuzulassung (Wiederzulassung) wobei das KFZ dann einen neuen Brief und Tüv-Segen bekommt und dann auch den Status der Erstzulassung erhält, z.B. erst nach drei Jahren zur ersten Hauptuntersuchung!


    Jetzt ist die Frage, ob ein re-importierter Dachs aus Österreich, vielleicht mit Hilfe von Senertec direkt, nicht auch einen solchen Status erlangen könnte? Vielleicht noch mit dem Hinweis, daß das Gerät ja bis dato keinerlei Förderung aus deutschen Mitteln erhalten hat!


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Zitat

    Original von AxelF
    Jetzt ist die Frage, ob ein re-importierter Dachs aus Österreich, vielleicht mit Hilfe von Senertec direkt, nicht auch einen solchen Status erlangen könnte? Vielleicht noch mit dem Hinweis, daß das Gerät ja bis dato keinerlei Förderung aus deutschen Mitteln erhalten hat!


    AxelF


    Hallo AxelF,
    die Aussagen des BAFA-Mitarbeiters waren hier leider ziemlich eindeutig (trotz meiner Hinweise), weswegen ich hier keine Änderung erwarte ;(.


    Wonach filou gefragt hat, war die Verbesserung der Förderung von Altanlagen (wenn ich richtig gelesen habe, ist sein Dachs jetzt auch fast 10 Jahre alt).
    Falls die Umrüstung von Heizöl auf PÖL 20 Jahre EEG garantiert, wäre das zumindest für die Betreiber von alten HR-Dachsen eine Option, besonders dann, wenn man das für kleines Geld erreichen könnte (ich habe eine Hausnummer von 500€ für eine nicht-originale Umrüstung gehört).


    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Wenn hier mehr als 50% des Neuwertes aufgewendet werden muss, dann gilt das Gerät auch als Neugerät.


    Ich weiß zwar nicht ob ich es richtig verstehe, ich verfplge die Beiträge zwar, aber zum Teil ist mir die Frage unverständlich ???


    Also wenn eine zuschlagsberechtige KWK Anlage verkauft wird , läuft die KWK Anlagenförderung quasie weiter. Wurde z.B. eine Anlage 2003 in Betrieb genommen, läuft die Förderung bis 2013 egal ob die Anlage verkauft wird oder nicht, oder drei mal verkauft wird und den Standort wechselt.


    Ich kann auch 99 % der Anlage modernisieren und mir eine rosa Scheife drumwickeln, gefördert wird diese Anlage nach dem KWK Gesetz nie wieder. Eine bestehende Förderung siehe oben, läuft weiter und nach 10 Jahren aus.


    BASTA :rolleyes:


    Wenn ich 0 EURO reinstecke und die Anlage nach dem EEG Gesetz anmelde, entscheidet der Netzbetreiber ob es sich hier um eine Anlage nach dem EEG handelt oder nicht.


    Mir ist bisher kein einziger Fall bekannt geworden, wo der Betrieb aus Anlagen spezifischen Gründen abgelehnt wurde. Sollte jemand einen Fall kennen, bitte mitteilen, da hänge ich mich doch gern rein. :D

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    Wenn ich 0 EURO reinstecke und die Anlage nach dem EEG Gesetz anmelde, entscheidet der Netzbetreiber ob es sich hier um eine Anlage nach dem EEG handelt oder nicht.


    Das würde also heißen, wenn ich eine KWK-geförderte Anlage auf PÖL umrüste, entschiedet der Netzbetreiber, ob ich 20 Jahre EEG-gefördert werde?

  • Zitat

    Original von BB-Dachs


    Das würde also heißen, wenn ich eine KWK-geförderte Anlage auf PÖL umrüste, entschiedet der Netzbetreiber, ob ich 20 Jahre EEG-gefördert werde?


    Ich weiß zwar nicht, worauf die hinaus willst, aber ich sage mal ja.

  • Der Netzbetreiber zahlt nur, wenn eine BAFA-Zulassung vorliegt!


    So ist es doch bei Anlagen nach dem KWKG ?


    Nach EEG-Gesetz braucht man keine BAFA-Zulassung?? oder doch??


    Wer weiß da genaues?


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo Dachsfan,


    Zitat

    Nach EEG-Gesetz braucht man keine BAFA-Zulassung?? oder doch??


    NEIN -- bist du da ganz sicher ?????


    ich brauchte eine -- die wollte der Netzbetreiber haben . @:pille @:pille



    Gruß


    PÖLDACHS

  • Ja ich sehe - 2005 da hat man noch so was gemacht. Heute gibt es von der BAFA gemäß deren eigener Aussage keine Erlaubnisscheine oder Bescheinigungen oder sonst was, für KWK Anlagen die gemäß dem EEG einspeisen.


    ;) ^^


    Kannst gern bei der BAFA anrufen:


    http://kwk-infozentrum.info/wi…ex.php?title=KWK_Zuschlag


    Herr Schmuck ist allerdings im Urlaub, gehste über die Zentrale:
    908-0 und läßt Dir jemanden aus dem Bereich KWK geben... :rolleyes: ))))

  • Dachsfan und Interessierte:

    Zitat

    Original von Dachsfan


    Ich weiß zwar nicht, worauf die hinaus willst, aber ich sage mal ja.


    Worauf ich hinaus will ...
    Die Frage war doch folgende:

    Zitat

    Original von filou
    Wann werden Altanlagen wieder besser gefördert?
    Kenne viele die nicht mehr in Betrieb sind weil zwar die Heizenergie gebraucht wurde aber die elektrische Energie zu gering vergütet wird.


    Wann gilt eigentlich meine "Altanlage" als "Neuanlage" um einen besseren KWK-Bonus zu bekommen ? Etwa dann wenn ich einen neuen Motor einbauen muß oder wenn ich das Gerät verkaufe und mir ein neues anschließen lasse ???


    Also bleiben hier meines Erachtens folgende Möglichkeiten:
    1. Verkauf der alten Anlage und Kauf einer neuen Anlage. Teuerer Spaß, wenn ich bei der Förderung nach KWK bleibe.
    2. Sanierung mit >50% der Kosten eines Neugerätes ist mit Vorsicht zu geniessen. Bestenfalls ist es eine modernisierte Anlage mit reduzierter Förderung. Und wahrscheinlich ist es teuerer als nichts zu tun.
    3. Umrüstung auf EEG-Anlage. Damit wäre man dann bei 19,1Ct/kWh auf 20 Jahre. Das wäre dann schon lohnend, wenn die Umrüstungskosten im Rahmen bleiben.


    Aus 3. stellen sich die folgenden Fragen:
    Was darf der Netzbetreiber verlangen, um eine Anlage nach EEG anzuerkennen?
    Nur der Nachweis, daß PÖL verbrannt wird?
    Oder Gutachten, Geburtsurkunde der Schwiegermutter und eine Zulassungsgebühr von xxx € ;)?
    Spielt es eine Rolle, daß die Anlage vorher eine Anlage nach KWK war?


    Wenn sich für die Umrüstung keine großen Hindernisse auftun, sind schnell wieder viele alte KWK-Anlagen am Netz.
    Und das wäre doch wünschenswert und auch positiv für die altgedienten Betreiber.


    Grüße
    Stefan

  • Danke für die vielen Beiträge (y)


    Alle Welt redet von Pöl Kraftwerken :rolleyes:.Ich denke das Rapsöl wird demnächst unrentabel teuer,da Raps demnächst sonst nicht mehr konkurenzfähig sein dürfte..Der Weizenpreis ist von 10 auf 28€ gestiegen....