BHKW für Eigenverbrauchsabdeckung

  • Hallo,

    Ich hätte mal ein paar Fragen an die Energiekostenrechner unter euch.

    zuerst einmal habe ich hier den Fragebogen für euch ausgefüllt:




    Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: insg. 22000KW/ bezug: 8000KW-10000KW

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ca. 120m³ Holzhackschnitzel


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Holz

    Alter und Typ der der Heiztechnik: kombinierter Scheitholz und Hackschnitzel Ofen von KÖB. 10 Jahre alt

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: nein

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: ja, 5000L

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: 2x 300L Brauchwasser

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: erhöhter Stromverbrauch morgens und abends durch Melkanlage und Milchkühlung

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: nein

    Temperaturen der Heizkreise: zwischen 46 und 52°C

    Art der Heizkörper: normale Radiatoren


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 400m², 6 Dauerbewohner, durch Ferienwohnung bis zu 18 Personen

    Art und Baujahr der Immobilie: Zwei mal Mehrfamilienhaus mit Ferienwohnungen 1840 und 1973

    Erfolgte Modernisierungen: altes Haus komplett Saniert, Aufdachdämmung, Zwischendeckendämmung, neue Kunststofffenster und Türen. Haus Bj. 1973 noch komplett original.

    Weitere geplante Modernisierungen: Haus 1973 würde neue Fenster und Türen, Aufdachdämmung und Außendämmung benötigen. (sehr hoher Kostenfaktor)

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: ja

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: nein

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: nein, Luftlinie 600m


    Persönlich stört mich momentan, der immernoch hohe Strombezug... haben eine 30Kw PV Anlage auf dem Stalldach und einen 24KW Speicher im Haus. In der Sommerzeit reicht der Speicher gerade so über die Nacht. Das passt ganz gut so.

    Die Winterzeit ist mir aber ein Dorn im Auge.

    Hier hätte ich eventuell an ein BHKW gedacht, dieses könnte Stromgeführt im Winter laufen und den Stromspeicher immer wieder laden. Die Wärme könnten wir ja auch ganz gut brauchen.


    Was würdet ihr mir empfehlen?

    Nach welcher Zeit würde sich ein BHKW bei mir rechnen?

  • Bei der Größe ist doch sicher Platz für PV. Da würde ich erstmal das Dach voll machen. Wenn dann noch Bedarf ist würde ich über ein Bhkw Nachdenken.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Wie machst Du bzw. woher bekommst Du die Hackschnitzel? Interessiert mich.... Machst Du die mit nem Häcksler selber? Falls ja: Womit läuft der und was frisst der, um 120m³ (!) Hackschnitzel zu machen?

  • PV hat er doch schon 30kW. Nun Stromgeführt würde bei deinem Restbezug erst sehr sehr spät eine Rentabilität eintreten. Vor allem wenn du tatsächlich 100% Eigenverbrauch anstrebst wird das schwer. Du hast dann von Nov. bis Feb. Zeit um diese 10.000 kWh zu Erzeugen. Bräuchtest also etwas in der 3-5 kW Klasse dafür....


    Wobei nach der neuen Gesetzgebung mit den 3500 Vollbetriebsstunden... wenn du das geschickt gesteuert bekommst und es dir nichts macht das eine schwarze 0 erst nach grob 15 Jahren erreicht wird, warum nicht.

  • Das mit dem Speicher laden ist aber nicht so Easy. Geht nur wenn dein Speicherwechselrichter die Fremdladung erkennt, ansonsten kommt das Ding mit dem SOC durcheinander.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

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  • Wie machst Du bzw. woher bekommst Du die Hackschnitzel? Interessiert mich.... Machst Du die mit nem Häcksler selber? Falls ja: Womit läuft der und was frisst der, um 120m³ (!) Hackschnitzel zu machen?

    Wir haben ca. 5ha Wald selber, und machen im Staatsforst jährlich noch so um die 25Ster holz. 10Ster sind Rechtholz von früher, 15Ster bekomme ich für ca.12€/Ster

    Gehäckselt wird mit dem Häcksler eines Bekannten und dem eigenen Schlepper.

    Der nimmt dafür ca. 12Liter Diesel in der Stunde.

    Jährlich häckseln wir ca. 12-14 Stunden. Ist also vom Kostenfaktor her überschaubar.

  • PV hat er doch schon 30kW. Nun Stromgeführt würde bei deinem Restbezug erst sehr sehr spät eine Rentabilität eintreten. Vor allem wenn du tatsächlich 100% Eigenverbrauch anstrebst wird das schwer. Du hast dann von Nov. bis Feb. Zeit um diese 10.000 kWh zu Erzeugen. Bräuchtest also etwas in der 3-5 kW Klasse dafür....


    Wobei nach der neuen Gesetzgebung mit den 3500 Vollbetriebsstunden... wenn du das geschickt gesteuert bekommst und es dir nichts macht das eine schwarze 0 erst nach grob 15 Jahren erreicht wird, warum nicht.

    Nach 15 Jahren erst eine schwarze 0...

    Ich hätte gehofft, das sich so ein System bei mir früher rechnet.

  • Das mit dem Speicher laden ist aber nicht so Easy. Geht nur wenn dein Speicherwechselrichter die Fremdladung erkennt, ansonsten kommt das Ding mit dem SOC durcheinander.

    Bei meinem Stromspeichersystem hat man mir gesagt, das dieser "Premium" Speicher auch noch mit einer weiteren Stromquelle, z.B. BHKW klarkommen soll. Genaueres müsste ich aber auch erst erfragen.

  • Wenn ich Premium Speicher höre tippe ich mal auf einen sehr ambitinierten Verkäufer. Speicher an sich brauchen realistisch gerechnet übrigens auch sehr lange um, wenn überhaupt, zu einer schwarzen Null zu kommen... UND bei der Kombination aus BHKW und PV lohnt sich der Speicher vermutlich nie. Aber je nach den genauen Anforderungen kann KWK für dich dennoch sinnvoll sein, kommt z. B. auf die PV Vergütung an.

  • . . . , wenn überhaupt, zu einer schwarzen Null zu kommen... UND bei der Kombination aus BHKW und PV lohnt sich der Speicher vermutlich nie.

    Bis vor etwa einem Jahr musste man das generell so sehen, aber das verschiebt sich aktuell kontinuierlich und mit den 3500 Vollbetriebsstunden lassen sich da schon Anwendungsfälle finden.

    Wo liegen denn bei Dir aktuell die Preise / kWh Kapazität?


    p.s. spätestens wenn die PV-Anlagen aus der Förderung fallen, wird das echt interessant.

  • Welche Technik ist denn genau im Bestand vorhanden? Den meisten WR müsste es doch egal sein was die Quelle des Stromes ist, der einzige Unterschied ist ob vor oder nach dem Einspeisepunkt.

    Habe zwei Fronius Wechselrichter und ein Speichersystem von Sonnenba


    Wenn ich Premium Speicher höre tippe ich mal auf einen sehr ambitinierten Verkäufer. Speicher an sich brauchen realistisch gerechnet übrigens auch sehr lange um, wenn überhaupt, zu einer schwarzen Null zu kommen... UND bei der Kombination aus BHKW und PV lohnt sich der Speicher vermutlich nie. Aber je nach den genauen Anforderungen kann KWK für dich dennoch sinnvoll sein, kommt z. B. auf die PV Vergütung an.

    Naja, mein Speicher ist der kleinste, der großen Baureihe, welcher stufenweise auf bis zu 48KW erweitert werden kann.

    Ist notstromfähig und pi pa po...

    Auf unserem Betrieb, herrschen eben morgens und abends hohe Stromverbräuche, diese kann ich dank des Speichers ganz gut abdecken (im Sommer).

    Vergütung bekomme ich irgendwas mit 12,... cent/kw


    Hier mal ein Diagramm eines typischen Sommertages...


    Wir beziehen momentan den Strom für 26,78 ct./Kw brutto.

  • p.s. spätestens wenn die PV-Anlagen aus der Förderung fallen, wird das echt interessant.

    Deswegen frage ich ja nach Details zur PV die hat da großen Einfluss. Z. B. weil das BHKW auch über den 3500 h rentabel sein kann wenn der Strom nicht eingespeist wird. Dafür würde aber mehr PV eingespeist, ob das Sinn macht hängt von deren Vergütung ab! Batterie liegt ca. bei 300 - 500 € pro kWh aber da kommt ja noch Installation, WR, etc. dazu!


    @ Bauer Raps: Hättest du ein BHKW (da der Speicher ja schon vorhanden ist) würdest du einen großteil der PV Einspeisen, der Speicher würde vermutlich nur zur hälfte genutzt werden und das BHKW könnte Stromgeführt vom Speicher/Netzbezug angefordert werden, da der Wärmebedarf von den Hackschnitzeln auch gut abgedeckt werden könnte.


    PV und BHKW hätten etwa die gleiche Einspeisevergütung 12 ct PV und BHKW 8ct plus Börsenpreis ca 4ct.

    Würdest du dir ein 5 kW BHKW holen und die 3500 h voll ausnutzen würdest du 17500 kWh Strom Erzeugen und ca. 35m2 weniger Hackschnitzel verfeuern. Bräuchtest aber entsprechend einen Flüssiggastank. Was den BHKW Strom angeht wärst du in Kombi mit PV und Specher komplett Autark, würdest vermutlich 5000 kWh mehr PV einspeisen und 2500 kWh BHKW Strom einspeisen. Das ist aber nur grob geschätzt, da es ja auch auf die Wärmeabnahme im Sommer ankommt.


    Am besten du lässt dir mal ein Angebot machen für BHKW und Gastank.

    Sind die Fronius WR für die Batterie oder die PV? Deine Batterie kenne ich nicht, könntest du Datenblätter liefern? Sind die Batterie WR dreiphasig? Du weist das Notstrom und Netzersatz nicht das gleiche ist? Aus welcher Ecke von Bayern kommst du denn?

  • Warum überaupt BHKW, warum stellt er sich nicht einen wassergkühlten Notstromer hin und lädt damit die Batterie.

    Die Wärme kann er ja direkt in den Wärmepuffer leiten. Kostet einen Bruchteil von einem BHKW. Die Rentabilität ist da sicher viel schneller erreicht. Der PV Stromanteil der in die Batterie ging, wird dann halt eingespeist.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
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    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW