Dachs 5.5 Gen 1.1 Optimale Anlageneinstellungen gesucht ???

  • Guten Abend BhKW-Spezialisten,


    vor knapp 2 Wochen wurde endlich das BHKW in Betrieb genommen, da ich auf diesem Gebiet

    Neuling bin, suche ich auf diesem Wege nach den möglichst optimalen und effizientesten

    Anlageneinstellungen.


    Folgende Informationen bezüglich der Anbindung vom Dachs sind denke ich wichtig:


    - Haus (Neubau) mit 6 Wohnungen nach Standard KFW40+ mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 630 m².

    - insgesamt bewohnt von 9 Erwachsenen Personen und 4 Kinder

    - Alle Räume mit Fußbodenheizung ausgestattet

    - Jede Wohnung hat eine eigene kleine Station für die Regler der Fußbodenheizung und kleinem Wärmetauscher

    zur Brauchwassererzeugung

    - Dachs 5.5 Gen. 1.1 mit Erdgas

    - Pufferspeicher 750 Liter

    - elektrischer Heizstab im Pufferspeicher mit 6 kW

    - Batteriespeicher Varta 9 kW

    - 6 kW PV-Anlage


    wichtig ist denke ich noch zu erwähnen, dass die Eigentümer der 6 Wohnungen auch die Betreiber des

    BhKW ´s und der PV Anlage sind. Der erzeugte Strom soll möglichst mittels Mieterstrommodell selbst

    verbraucht und nur Überschüsse eingespeist werden.


    Aktuell ist angedacht, dass der Batteriespeicher nur an das BhKW angeschlossen wird, und dieses dann

    Wärme+Stromgeführt betrieben werden soll. Überschüsse von der PV Anlage die nicht selbst verbraucht

    werden können, sollen direkt eingespeist werden.


    Nun zu meinen Fragen:


    1. Ist der Pufferspeicher für die größe von 6 Wohneinheiten mit 750 Liter nicht zu klein?

    2. Wie viele Startvorgänge des BhKW´s sind bei aktuellen Außentemperaturen von ca. 0°C / Tag normal

    3. Welche Einstellungen sind nach euren Erfahrungen für die genannte Anlage die optimalen?


    Danke für eure Rückmeldungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Zermallmer04

  • Meiner Meinung nach hättest du dir bei BHKW und PV den Batteriespeicher sparen können. Wozu der Heizstab gut sein soll erschließt sich mir nicht, den am besten deaktivieren. Ich hoffe du hast nen Kondenser verbaut, der bietet sich bei Gas und FBH an!


    Wurde die Anlage nicht bei Inbetriebnahme eingestellt? Häufiges Takten kommt vermutlich von den vielen Frischwasserstationen für die musst du leider recht hohe Temperaturen vorhalten. Wieso habt ihr keinen Warmwasserspeicher genommen, und entweder statt des Heizstabes eine WP oder ST?

  • Ganz einfach - so erschlägt man das Hygienerisiko WW-Speicher und spart auch Kontrolle und Beprobung.

    Die temperaturhaltung ist ja kein Ding, der Dachs liefert immer seine 77-85° Ausgangstemperatur ab. Und der Kondenser ist im 1.1 fest eingebaut.

    Fraglich für mich ist aber, wie die Pumpe gesteuert wird, denn die müsste ja die Leistung schnell erhöhen zur WW-Bereitung.


    Ich hab hier übrigens ein Haus aus Anfang der 80er Jahre modernisiert, 7 Wohnungen. Ebenfalls mit Wohnungsstationen. 950 L Solarspeicher, 35 kw Brennwerter. Läuft im 3. jahr problemlos.

    Von daher sollte der 750 l Speicher ausreichen.


    Die Startanzahl hängt mit dem Wärmebedarf Hz/WW eng zusammen.

  • Lest doch nochmal durch, was der Fragesteller denn hat:


    KfW40+ Haus mit 630m², PUFFER (!) mit 750 Litern und WT für Warmwasser...


    Wahrscheinliche Heizlast 100%=15 kW, Dachs hat 14 oder so....


    Die Anlage ist wohl monovalent, d. h. außer dem Dachs ist nix am Start, was warm macht, deshalb der E-Heizstab für ganz Mutige, die dann zu feige sind...


    Eventuell taktet der Dachs ja deshalb, denn die von mir geschätzten 15 kW Heizlast liegen bei -12° an... bei 0° eben nur noch 8 kW.... und dann geht die Mühle eben an und aus und an und aus und an und aus und irgendwann nicht mehr an.


    Hier war eine bei Senertec lange ausgestorben geglaubte Art von Verkäufer am Start

  • Nachdem auch PV und Batterie dabei sind glaube ich eher da das ein Energieberater verbrochen hat, nicht Senertec. Der neue Dachs kann doch modulieren, da sollte die Heizlast nicht das Problem sein, eher die Warmwasserbereitung ohne Speicher. Monovalent ist mutig das stimmt, Heizstab ist trotzdem Unfug. Zumindest solange Einspeisevergütung gezahlt wird ist der Heizstab die teuerste Art zu Heizen. Auch ökologisch ist es ziemlich dämlich gerade dann wenn viel Strom gebraucht wird (im Netz) diesen so uneffizient zu vernichten.

    Interessant wäre auch wie der Heizstab angesteuert wird. Überschussverheizen, Spitzenlast abdecken, permanentes mitlaufen???

  • Kann der Gen 1.1 denn modulieren? Wer weiß es...


    Der Heizstab wird angesteuert, indem der Betreiber in den Keller rennt und am Thermostaten des Heizstabes dreht. Wenn er Glück hat... Hat er Pech, steht der immer auf 65°

  • Hallo zusammen,


    danke für euren ersten Antworten. Der Dachs ist erst seit knapp 2 Wochen in Betrieb. Der Batteriespeicher ist durch den Standard KFW40+ vorgeschrieben. Das BHKW ist zusammen mit dem Heizstab die einzige Wärmequelle. Den Thermostat des Heizstabs habe ich auf ca. 40°C gestellt damit dieser nicht Sinnloserweise verwendet wird, ich denke mal dieser ist nur für eine Spitzenlastabdeckung eingebaut worden.


    Da es sich beim verbauten Dachs noch um den 5.5 Gen. 1.1 handelt läuft dieser sobald er sich einschaltet immer mit maximaler Leistung und regelt sich nicht runter sondern schaltet dann beim Erreichen der max. Temperatur im Puffer wieder ab. Nach meinen Beobachtungen von den ersten knapp 2 Wochen läuft der Dachs so in etwa 12 Stunden / Tag. Was mich etwas verunsichert, sind die aus meiner Sicht vielen Startvorgänge des Dachs. Ich würde sagen der Dachs ja am Tag bestimmt so ca. 10 Startvorgänge. Ist das im Rahmen bzw. schadet das der Anlage?


    Falls das der Anlage auf Dauer schaden wird, würde wahrscheinlich ein Wartungsvertag inklusive Ersatzteile Sinn machen oder?

  • Das konnte schon der alte Dachs besser, so das er voll angefordert wurde wenn die Leistung des Dachs nicht ausreicht. Es ist also eine Frage an den Betreiber wie das ganze Konfiguriert ist. Möglich wäre auch eine externe Steuerung die Überschüsse verheizt. Das wäre dann im Sommer auch mit PV Strom möglich...


    Ich finde es anstrengend das deine Antworten immer gegen Senertec gehen. Das lässt dich nicht besonders Kompetent wirken dass, wenn du etwas nicht weißt, du von Produkten die du nicht vertreibst schlechtes annimmst.


    Aber ich glaube du hast recht modulieren kann erst der 2.0. Hab ich wohl nicht darauf geachtet da die Anlage erst 2 Wochen alt ist ging ich vom neuesten Modell aus.


    Den Thermostat des Heizstabs habe ich auf ca. 40°C gestellt damit dieser nicht Sinnloserweise verwendet wird, ich denke mal dieser ist nur für eine Spitzenlastabdeckung eingebaut worden.

    Das bedeutet aber auch das du im Winter wenn der Dachs durchläuft deinen Speicher auf 40 Grad abkühlen musst bevor der Heizstab unterstützt. Bei 40 Grad im Puffer machen die Frischwasserstationen geschätzt nur noch 30 Grad Warmwasser...

    Falls das der Anlage auf Dauer schaden wird, würde wahrscheinlich ein Wartungsvertag inklusive Ersatzteile Sinn machen oder?

    Wenn du die Option im nachhinein noch hast würde ich versuchen sie wahrzunehmen. Kommt natürlich auf den Preis an.

    ch würde sagen der Dachs ja am Tag bestimmt so ca. 10 Startvorgänge. Ist das im Rahmen bzw. schadet das der Anlage?

    12 Std. Laufzeit aktuell, da wirst du aber sicher den Heizstab öfters brauchen im Winter... 10 Starts macht Laufzeit pro Start von 1,2 Std. das ist wenig. Meiner startet maximal 3 mal am Tag, unabhängig von der AT und läuft dann mindestens 3 Std. durch. Effiziente Einstellung wird mit den Frischwasserstationen schwierig. Evtl. kannst du die Wamwasserbereitungszeiten Nachts einschränken aber viel mehr wird nicht gehen. Hätte ein 400 L Speicher nicht vielleicht ausgereicht? Der wäre doch noch unter Legionellenprüfung gewesen oder?


    Ich denke das Problem ist das für Warmwasser mindestens 50 (eher mehr) Grad erforderlich sind. Willst du weniger Taktung musst du den 750 L Speicher bis unten durchladen, dann steigt aber dein Gasverbrauch weil du weniger Brennwertnutzen hast. Aktuell ist es so das sobald jemand den Wasserhahn aufdreht dein Speicher von 50 - 80 Grad VL Temperatur auf ca. 40 Grad abgekühlt wird, und der Dachs startet.

  • Ich finde es anstrengend das deine Antworten immer gegen Senertec gehen. Das lässt dich nicht besonders Kompetent wirken dass, wenn du etwas nicht weißt, du von Produkten die du nicht vertreibst schlechtes annimmst.

    Tja, aber dafür, dass ich die Anlage nicht kannte, hatte ich ja 101% Recht, oder? Ich bin halt nicht Sektenmitglied so wie Du....


    Im Gegensatz zu Dir wusste ich, dass der nicht moduliert, im Gegensatz zu Dir wusste ich, wieso der Heizstab verbaut ist...


    Zermallmer04

    Es ist sehr seltsam, dass Du Dir für sehr teures Geld das Vorgängermodell hast einbauen lassen und der Installateur Dir dann die Anlage nicht erklären kann. Wann hast Du denn die Anlage gekauft, in Betrieb ist sie ja seit 2 Wochen...

  • Also nochmal die Frage, läuft der Heizstab wirklich immer Paralell zum Dachs mit (wenn man die Temperatureinstellung ignoriert), oder wird er wie eine Spitzenlasttherme angefordert? Das ist noch nicht beantwortet.


    Sollte der Heizstab tatsächlich immer paralell zum Dachs laufen wäre das absolut unglaublich!


    Den Fehler bzgl. Modulation bitte ich zu entschuldigen! Solange das Thema Heizstab nicht beantwortet ist könntest du auch nur zu 20 % recht haben...

  • Moin,

    vielleicht sollte der Initiator mal den Hydraulikplan einstellen. Ich halte den Speicher grundsätzlich für zu klein.

    Welche Vorlauftemperaturen werden gefahren. ( 65°C ??? ) Gibt es nur diesen Kreis?? Auch für die Fußbodenheizung.

    Speicher hat ja üblich oben/ mitte/ unten einen Fühler. Über welche wird der Dachs gesteuert??


    Ein Elektroplan der Steuerung wäre auch nicht schlecht. Dann könnte man mal sehen wann und wie der Heizstab angesteuert wird.


    Gruß

    JoGo

  • Steht doch alles drinnen:


    Er hat sog. Wohnungsstationen, bei diesen müssen 24/7 365 Tage wenigstens 65° VL vom Puffer zu den Stationen geschickt werden. Ein Mischer in den Stationen regelt dann die FBH, die ja mit 30 oder was auch immer VL gefahren wird.


    Es ist ein Tanz auf der Rasierklinge, ein MFH mit einem BHKW alleine zu betreibe ohne Spitzenlastkessel. Und wenn er sich bei 0° AT über das Takten aufregt, was wird er dann wohl im Frühjahr machen?