Neuanschluss von altem Dachs mit MRS2 kein Netz Zertifikat?!

  • Servus Zusammen


    wer kennt eine Lösung für den Betrieb eines alten Dachs mit MRS2 kein "Netz Zertifikat" vorhanden für Neuanmeldung.

    Der Energieversorger LEW stellt sich Quer...

    Laut Senertec würde die Version MRS3 funktionieren, aber die wollen lieber ein neues Bhkw verkaufen, als ein altes aufrüsten.

    Ist es möglich wenn der Dachs 5,5 kw nicht direkt sondern hinter einem Inselsystem somit ohne Einspeisung mit "Fast Netztrennung" zu betreiben?

    Kenn jemand einen Hersteller der so etwas anbieten kann....?

    Problem Start des Bhkw Netzbezug beim Start = Leistungsbedarf?

    Problematik Inselnetz eigentlich nichts für den Dachs Oder?


    mit sonnigen Grüßen Josef

  • Gab es nicht für den MSR2 EEPROMS zum Wechseln für VDE 1026-1-1 und VDE-AR-N-4105?


    Zudem, was bedeutet kein "Netz Zertifikat" für irgendeine Norm wird der Dachs doch sicher mal zugelassen worden sein?!

  • Wieso nimmst du nicht die externe Netztrennvorrichtung z. B. damit:


    https://www.voelkner.de/produc…-analoge-Eingaenge-1.html


    und 2x das


    https://www.hornbach.de/shop/A…frei/6072219/artikel.html


    So hab ich das gelöst.


    Achja und du brauchst natürlich das Autogramm vom Elektiker das alles korrekt ist.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Hallo zusammen, na im April 19 ist doch die neue VDE-AR-N 4105 in Kraft getreten. Die erfüllt kein MSR2 Regler mehr. Seit dem geht die legale Netzeinbindung alter Dachse nur noch über externe und zulassungskonforme Überwachungseinrichtungen, oder eben über Wechselrichter und Batteriesystem.

    Wie eben weiter oben schon geschrieben...


    Von dem her sind günstige "Gebraucht-Dachse" nicht mehr ganz so günstig ans Netz zu bekommen. Die Netztrennvorrichtung muss zwingend die VDE-AR-N 4105 erfüllen.

  • Hallo der Dachs läuft,

    ich habe vor auch so einen gebrauchten Dachs mit MSR2 noch in Betrieb zu nehmen, mit Stromspeicher und 3 Victron Multiplus2, da ich autarker werden möchte.

    So hast Du das, wie ich in anderen Beiträgen gesehen habe, gemacht, echt stark!:thumbup:

    Nun meine Frage, ich komme zwar aus dem Allgäu, bin aber bis Mitte Januar in der Nähe von Schweinfurt in Reha, könnt ich Dich mal besuchen, oder treffen, um mir das anzusehen, oder Tipps von Dir zu bekommen??

    Vielen lieben Dank

    Thomas

  • Ja das können wir schon machen, jedoch steht in Schweinfurt mein Dachs RS.

    Die Anlage um die es dir geht: "10 kW Ost West PV, Dachs HR, BYD und Victron" steht in Herbstadt. also knapp 50 km von Schweinfurt.


    Kannst du mal näheres über deine Situation schreiben? Also z. B. ob dir die Inselfähigkeit wichtig ist, und welche Spitzenleistungen bei dir zu erwarten sind? Wie hoch ist dein Strom und Wärmebedarf? Bei mir kommen die kleinen Multiplus II mit dem Einschaltstrom einer 2kW Pumpe an ihre Grenzen, natürlich nur Nachts und im Sommer. Kommt noch ausreichend Energie von PV dazu oder läuft der Dachs klappt das auch ohne Probleme.


    Wie schätzt du deine technischen und handwerklichen Fähigkeiten ein, hast du vor das meiste in Eigenleistung zu machen?


    Finanziell ändern sich ja gerade die Rahmenbedingungen (Öl wird teurer, Strom günstiger) das solltst du auch noch im Blick haben. Für uns kleine KWKler ist das zunächst mal nicht so positiv, und ich befürchte es wird da keine Co2 Steuerbefreiung für KWK Anlagen geben, obwohl wir es aufgrund der Abwärmenutzung verdient hätten.


    Terminlich müssen wir mal sehen wie das klappt, da ich (Winterdienst) öfters kurzfristig nicht zu Hause sein kann.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Hallo,

    Danke für Deine prompte Antwort.

    Zur Ist Situation:

    -Ca 200qm Wohnfläche

    -2 Personen

    -Strom ca. 3800kw/h

    -Wärme ca. 25000kw/h + Kachelofen

    -Pelletsheizung aus 2000, Hersteller seit 2001 insolvent, Anlage wird von mir betreut

    -Warmwassersolar ca. 7qm


    Soll:

    -Warmwassersolar + Kachelofen bleibt, Pelletsanlage geht

    -Gasanschluss bereits vorhanden

    -KEINE Einspeisung, reiner Eigenverbrauch

    -Plan war Ende 2017, den Dachs auf das normale Netz synchronisieren zu lassen,

    einen Stromspeicher einzubauen, und eine Photovoltaikanlage dazu zu nehmen,

    leider ist das so durch meine zwischenzeitliche Erkrankung, und eine Änderung im Gesetz (April 2019), nicht mehr realisierbar

    -Bhkw Dachs MSR2 bereits vorhanden 44.000h, Motor 20.000bh (2000€, gekauft Ende 2017), daher denke ich spielt es überhaupt keine Rolle wieviele Bh der läuft, rentiert sich immer

    -Wartung von mir selber

    -Photovoltaik im Frühjahr 2020, nur Eigenverbrauch

    -Stromspeicher

    -Inselfähigkeit 3 phasig ist ein muss, um den Dachs auf das Inselnetz zu schalten (Asynchron Generator Dachs), da der Dachs, soweit ich weiß ja auch absolut keine Verbindung zum Stromnetz des Netzbetreibers mehr haben darf

    -darum muss das Inselnetz vom öffentlichen Netz getrennt sein, sobald der Dachs läuft.


    Handwerklich bin ich glaub ich schon sehr versiert, möchte vieles selber machen.

    Viele liebe Grüße

    Thomas


    Hallo,

    entschuldige das muss natürlich immer kwh und nicht kw/h heißen.


    Viele Grüße

    Thomas

  • Wärme ca. 25000kw/h

    Bedeutet maximal ca. 1400 Betriebsstunden pro Jahr, also nur alle 2 Jahre Wartung, das passt ganz gut da nach 2 Jahren unabhängig von den Betriebsstunden eine Wartung fällig wird.

    In dieser Zeit wirst du etwa 7300 kWh Erzeugen, wovon du nur etwa 2000 kWh verbrauchen kannst (mit Batterie), den Rest musst du irgendwie loswerden, also Heizstab oder Wärmepumpe.

    Änderung im Gesetz (April 2019)

    Welche Änderung meinst du da, bei mir ist das ganze ja noch davor in Betrieb gegangen.

    Wartung von mir selber

    Da kannst du dann richtig was sparen, da du die Teile (regelmäßige Kontrolle vorausgesetzt) unabhängig vom Wartungsintervall wechseln kannst.

    -Photovoltaik im Frühjahr 2020, nur Eigenverbrauch

    Wieso nur Eigenverbrauch? Ich weiß ja nicht wie groß die Anlage geplant ist, aber aktuell lohnt das Einspeisen bei PV noch, und ohne Zugang zum Netz würde der WR wohl das meiste deiner Stromerzeugung abregeln...

    -Inselfähigkeit 3 phasig ist ein muss, um den Dachs auf das Inselnetz zu schalten (Asynchron Generator Dachs), da der Dachs, soweit ich weiß ja auch absolut keine Verbindung zum Stromnetz des Netzbetreibers mehr haben darf

    Nach meinem Kenntnissstand kannst du den Dachs schon Netzparalell laufen lassen, es muss nur eine aktuell gültige Netztrennvorrichtung vorhanden sein, also genau das was du oben als Zitat eingefügt hast.


    Wäre dem nicht so würde ich das ganze Projekt nicht umsetzen, es ist ja durchaus denkbar das der Dachs mal eine Störung hat die du nicht innerhalb von 2 Stunden beseitigen kannst (und sei es nur weil du an Feiertagen nicht an Ersatzteile kommst). In dem Fall wäre 1. Das Haus bis auf den Raum mit dem Kamin kalt, und 2. nach wenigen Stunden auch Dunkel, da die Batterie leer ist und kein Strom nachkommt. Gleiches kann dir im Sommer passieren wenn die ST den Wärmespeicher gefüllt hat, und dannach (je nach Anlagengröße nicht genug PV Strom kommt) Dachs kann wegen zu warmem Pufferspeicher nicht starten, aber die Batterie geht leer.


    Mir wäre das einfach zu viel Technik, an der nur eine Kleinigkeit kaputt gehen muss, Zentrales Glied wäre z. B. einer der Multiplus und alles steht. Wenn du nicht alles Redundant auslegen willst würde ich auf das Netz als Backup auf keinen Fall verzichten. Und bei der PV macht das auch finanziell keinen Sinn.


    Ab wann bist du denn in Schweinfurt?

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • . . . den Rest musst du irgendwie loswerden, also Heizstab oder Wärmepumpe.

    Der Vorschlag, überschüssigen Strom zu verheizen, taucht immer wieder auf. Kann mir mal jemand erklären, warum ich mit einem BHKW Strom mache, um den dann in den Heizstab zu schicken? Der Gesamtwirkungsgrad ist eher schlechter als besser als das reine Verbrennen, die Abgase sind schlechter und der Betrieb eines Motors ist auch sonst nicht ganz umweltneutral. Wo liegt also der Sinn?

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
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  • Da der Dachs nen Rußfilter hat kann ich mir nicht vorstellen das die Abgase schlechter sind als bei nem Brennwertkessel. Zum einen hab ich auch die alternative Wärmepumpe erwähnt, zum anderen ging es ihm um eine Insellösung, und da muss der Stromüberschuss nun mal irgendwohin, wenn das BHKW monovalent installiert ist... Alternativ müsste er sich ne Gastherme samt Abgasweg dazubauen, dann das BHKW nur nach Batteriefüllstand laufen lassen, und entsprechend den Puffer dimensionieren das selbst wenn die Therme gerade erst aus gegangen ist noch genug Platz für die Laufzeit des BHKW ist. Wieso er das tun sollte? Zum Beispiel weil er sich das BHKW nun mal schon gekauft hat. Vielleicht ändert sich der Stromverbrauch z. B. durch e Mobilität noch, so dass der verheizte Überschuss geringer wird. Vielleicht kann man ja auch auf höhere Börsenpreise für den eingespeisten Strom hoffen (C02 Steuer) und dann könnte sich für ein Gas BHKW das aus der Förderung ist das Einspeisen (bei den geringen Wartungskosten duch Selbstwartung) auch wieder lohnen. Das wird aber noch einige Zeit dauern... Aktuell ist es bei meiner HR Anlage so, da kostet mich das kWh Strom ca. 8 ct. vergütet bekomm ich ca. 4 ct. Reine Heizölkosten sind zwischen 6 und 7 ct. D. H. für Strom den ich nicht als solchen nutzen kann mach ich pro Betriebsstunde einen Verlust von 5,3 kWh x 4 ct beim Einspeisen, und x 1 - 2 ct beim Heizstab.

    Ich sehe das so, der möglicherweise etwas geringere Wirkungsgrad beim Verheizen im Heizstab (sagen wir mal max. 5%) wird durch den höheren Wirktungsgrad eines BHKWS beim "sinnvoll genutzten Strom" sagen wir mal 95% statt wie im Kohlemeiler 35% mehr als aufgewogen. Sollte der EV ohne Heizstab mehr als 1/12 sein als das was in den Heizstab geht macht es natürlich ökologisch keinen Sinn mehr (vorausgesetzt meine geschätzten % Zahlen sind realistisch) Ich persönlich reduziere die Laufzeit des BHKW, wenn viel Stromüberschuss ist mittels Wassergeführtem Ofen. Nächstes Jahr möchte ich die Anlage um eine Wärmepumpe erweitern, das könnte dann über den Umweg BHKW/Strom/WP immerhin dazu führen das sich der Ölverbrauch im vergleich zu einem normalen Kessel halbiert. Spätestens dann ist zwar viel Geld in die spielerei geflossen, aber auch die Co2 Emissionen sind etwa halbiert. Da in den nächsten Jahren auch ein E PKW und wenn verfügbar auch ein E Transporter dazukommen halte ich das Projekt auf jeden Fall für einen guten Beitrag zum Klimaschutz.

    Die Anlage wird also erweitert, effizienter, und der Überschuss auch deutlich geringer. Aber du hast natürlich recht, und deshalb werde ich dem folgend meinen Überschuss ab sofort einspeisen und die 10000kWh von 17000kWh nicht mehr in den Heizstab schicken. Macht pro Jahr ja auch "nur" 200€ aus. Da die Heizleistung aber etwa 2 Wochen pro Winter ohne Heizstab nicht ausreicht muss ich hier von diesem versprechen abweichen, zumindest bis dann nächstes Jahr die WP da ist.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

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  • Alternativ könnte man aber auch den Dachs ausschalten und die benötigte Wärme mit dem bestehenden Kessel machen. Wäre knapp günstiger...


    Noch ne Möglichkeit wäre, den Öldachs laufen zu lassen, mit dem Strom mittels P2G Wasserstoff zu erzeugen, damit dann eine Brennstoffzelle zu betreiben, die Strom produziert, mit dem man dann sein E-Auto lädt, welches man umgebaut hat, um selber jeweils 20x25 Liter Heizöl persönlich beim Öllieferanten abzuholen.


    Man ist beim Thema Klimaschutz sehr schnell an dem Punkt, wo man den gesunden Menschenverstand in die Tonne kloppt und Dinge macht, die keinen Sinn mehr machen.


    In welche Tonne gehört der gesunde Menschenverstand? In die gelbe, die braune Biotonne oder in den Restmüll?