Elektromobilität als kostengünstiges und umweltfreundliches Allheilmittel?

  • Äääähhhm, was unterscheidet denn ein Quad von einem PKW? Soweit ich weiß darf man das mit dem PKW-Fü hre-rschein fahren und der Twizy hat ja einen "normalen" Sitz und ein Lenkrad. Helm braucht man auch nicht. Schreibt das der Hersteller in den Brief rein "Quad"?


    (und warum ist das Wort F ü h r e r sch e i n hier zensiert?)

  • Ob und wieso der Twizzy ein oder kein Auto ist, weiß ich nicht. Aber wenn man dann in NRW ein E-Auto für 8.000 Euro kaufen kann und 10.000 Euro kriegt, mach ich den Laden zu und leb vom Autokauf

  • (und warum ist das Wort F ü h r e r sch e i n hier zensiert?)

    Leider versuchen jeden Tag Spammer Werbung im Forum zu platzieren für gefälschte Fuererscheinchen, Passpörtchen, Viägras und, und, und. Daher sind diese Wörter, die sonst im BHKW Forum eigentlich nie genutzt werden, einfach mal generell geblockt. Ist seit etwa 2011 bis 2013 auch niemandem aufgefallen. Schützt das Mod-Team aber vor gut einem Dutzend Spam-Beiträge pro Tag. Das sind nämlich recht dumme Spam-Bots, die klicken blind auf "Absenden" - und was dann passiert, raffen die nicht. Du hingegen bekommst angezeigt, dass das Wort nicht geht, machst ein Leerzeichen in das Wort rein, hängst eine Zahl dran oder was auch immer und kannst den Beitrag trotzdem schreiben. :lokomotive:


    Beispiel: Dieser Beitrag ist eine Pflichtlektüre für den Forenführerschein :rtfm:*lesen*

    :-)_:-)

  • So wie es aussieht, sind sich Frau Merkel und die Autoindustrie gestern einig geworden und es gibt eine höhere Förderung. Wie die konkret aussieht, weiß wieder mal keiner, macht aber nix....


    Sprich die Leute kaufen jetzt erstmal keine E-Autos oder gar keine Autos aus Angst, dass sie die Förderung, die dann einen Tag später kommt, verpassen.


    Wir haben etliche Autohäuser als Kunden, die stellenweise 50 oder 60% Rückgang beim Verkauf von Autos haben. Liegt an der Unklarheit beim Diesel, am SUV-Bashing und an der generellen Unklarheit, wo denn die Reise hingeht...


    Bevor ich mir etwas Falsches kaufe, kaufe ich lieber garnix und fahre die alte evtl. dreckige Kiste noch weiter. So geht praktischer GROKO-Klimaschutz und auch die Wirtschaft freut sich.

  • Ich habe keine Sorge, dass die Bundesregierung als ausgelagerte Vertriebsabteilung von VW und Co, wieder einen guten Job machen wird. Dafür habe wir sie ja gewählt.

    Interessanter fand ich diesen aktuellen Technologievergleich:

    https://www.electrive.net/2019…t-fokus-auf-elektroautos/

    Wer von uns macht sich schon die Mühe für so eine Recherche.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • Ich habe keine Sorge, dass die Bundesregierung als ausgelagerte Vertriebsabteilung von VW und Co, wieder einen guten Job machen wird. Dafür habe wir sie ja gewählt.

    Sehr guter Satz, ich habe mich gestern auch gewundert, wie sehr der Produktionsstart ID 3 in den Nachrichten war... diese PR hätte sicher zig Millionen gekostet...


    Ich jedenfalls würde mir nie im Leben den ID 3 kaufen, ist mir alles zu verfilzt und halbkriminell, diese Verkettung Politik/VW

  • Moin allerseits,


    zunächst Danke an bkohl für den Link:thumbup:. Ich finde das ist eine sehr interessante (wenn auch m.E. etwas einseitige) Studie mit einem Haufen Daten und Fakten, die uns jedenfalls in dieser Diskussion weiter bringen können.


    Aber jetzt erstmal zu etwas anderem, das mich beim Betrachten des E-Auto Marktes schon längere Zeit stört.

    Ich jedenfalls würde mir nie im Leben den ID 3 kaufen, ist mir alles zu verfilzt und halbkriminell, diese Verkettung Politik/VW

    Ich auch nicht, allerdings weniger wegen der Verfilzung Politik/VW. Filz mit der Politik gibt es überall, und beispielsweise die Verfilzung der Politik mit der internationalen Finanz-"Industrie" (die im Gegensatz zu VW nicht mal was Nützliches produziert) stört mich da mehr als bei VW. Die mussten ihr Schummel-Desaster (28 Mrd €?) immerhin selbst bezahlen. Das weit größere Schummel-Desaster der internationalen Finanzjongleure durfte dagegen ab 2009 ich bezahlen (zusammen mit allen anderen Steuerzahlern).


    Nein, der Hauptgrund warum ich mir keinen ID3 (und z.B. auch keinen Tesla Model 3) kaufen werde ist, dass bei diesen Fahrzeugen anscheinend das Cockpit keine ordentlichen Anzeigeinstrumente und Bedienelemente mehr hat. Stattdessen gibt es z.B. beim ID3 (wenn man dem Bild vom ADAC glaubt) vor dem Lenkrad nur noch ein spirliges Gestell mit winzigen Digital-Displays, das so aussieht als ob da jemand eine nicht allzu elegante Videokamera aus den 90er Jahren liegen gelassen hat. Und daneben – für vermutlich 80% der Funktionen, die man an einem Auto einstellen muss – einen Touchscreen . Vielleicht bin ich für sowas zu alt, aber ich hasse Touchscreens schon beim Fahrkartenautomaten am Bahnhof. Ich will nicht, dass jedes Mal die Karte vom Navi verschwindet wenn ich am Auto eine Einstellung verändern und dafür ein Menü aufrufen muss. Und sich während der Fahrt an einem Touchscreen durch Menüs und Untermenüs zu fummeln, und nach erfolgter Einstellung wieder zurück zu fummeln, vorausgesetzt man macht keinen Bedienfehler und weiß noch wie das geht (anstatt wie früher einfach einen Knopf zu drehen oder einen Schalter zu drücken - beides kann man z.B. auch fühlen ohne die Augen von der Straße zu nehmen) ist m.E. mindestens so gefährlich wie eine SMS am Handy zu schreiben. Das Schreckliche daran ist, dass es sich da wohl vor allem bei E-Autos um einen allgemeinen Trend handelt.


    Ich verstehe einfach nicht, warum (wenn man sich eigentlich nur für ein fortschrittliches und umweltfreundliches Antriebssystem entscheiden möchte) die Industrie einen gerade bei E-Autos zwingt, solche futuristischen Gimmicks mitzukaufen (Stichworte "Vollvernetzung" und "Smartphone auf Rädern"), die keinerlei Sicherheits- oder Komfortgewinn bringen und nichts anderes bewirken als die Bedienung des Fahrzeugs kompliziert und das Fahrzeug selbst gegen Störungen anfälliger zu machen. Ich habe bestimmt nichts gegen technische Entwicklungen wie Fahrassistenten oder automatisierte Funktionen für mehr Sicherheit und Komfort (wenn sie denn funktionieren). Aber – so lang am Auto überhaupt noch etwas bedient werden muss – will ich ein (E-)Auto, das man bedienen kann wie ein Auto und nicht wie ein Smartphone.


    Kann natürlich sein, dass ich der einzige Mensch bin, der dieses Problem hat, und alle anderen diese Entwicklung klasse finden. Dann werde ich halt – Umwelt hin oder her – meinen alten A6 TDI weiter fahren müssen. Bei dem weiß ich zumindest wo die Bedienknöpfe sind, und regelmäßige Software-Updates (nach denen man jedesmal die Hälfte aller Funktionen neu lernen muss) braucht er auch nicht.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Kann natürlich sein, dass ich der einzige Mensch bin, der dieses Problem hat, und alle anderen diese Entwicklung klasse finden. Dann werde ich halt – Umwelt hin oder her – meinen alten A6 TDI weiter fahren müssen. Bei dem weiß ich zumindest wo die Bedienknöpfe sind, und regelmäßige Software-Updates (nach denen man jedesmal die Hälfte aller Funktionen neu lernen muss) braucht er auch nicht.


    Gruß, Sailor

    Also jetzt sind wir schon mal 2 (mindestens). ;)

    Wobei der Trend ja nicht auf E-autos beschränkt ist. Was mich betrifft, so habe ich mehr als 40 Jahre nur deutsche Hersteller gekauft, aber ich habe weder Freude dran, wenn die "Handbremse" elektrisch geht, noch daran, wenn ein Auto mit dem Smartphone gestartet wird. Von der Datensammelwut der Hersteller ganz zu schweigen. Deshalb habe ich mir zuletzt einen Osteuropäer gekauft. Da muss ich keine Angst haben, dass MEIN Schlüssel jemandem anderen (wem auch immer) sagt, dass ich in der 70er-Zone 100 drauf hatte (echtes Erlebnis). Und damit da kein Missverständnis von wegen unfähig aufkommt: Ich verdienen meinen Lebensunterhalt mit Programmieren.

  • Kann natürlich sein, dass ich der einzige Mensch bin, der dieses Problem hat, und alle anderen diese Entwicklung klasse finden. Dann werde ich halt – Umwelt hin oder her – meinen alten A6 TDI weiter fahren müssen. Bei dem weiß ich zumindest wo die Bedienknöpfe sind, und regelmäßige Software-Updates (nach denen man jedesmal die Hälfte aller Funktionen neu lernen muss) braucht er auch nicht.

    Vor mir aus hätte das Fahrzeug nur noch eine Sprachsteuerung und keine Knöpfe mehr und ohne Vernetzung geht gar nichts. Dies schreibt jemand, der sich jahrelang gegen ein Smartphone gesträubt hat .

  • Ob und wieso der Twizzy ein oder kein Auto ist, weiß ich nicht. Aber wenn man dann in NRW ein E-Auto für 8.000 Euro kaufen kann und 10.000 Euro kriegt, mach ich den Laden zu und leb vom Autokauf

    Naja, es soll ja auch außerhalb NRW Menschen geben, vermutlich sogar mehrere =O

    und man kann ja gerne den Anteil der Förderung auf einen Prozentsatz beschränken. Nur geht mir nicht in's Hirn, warum ein Audi E-tron eine Förderung haben soll, aber ein kleines Stadtauto nicht.

  • Vor mir aus hätte das Fahrzeug nur noch eine Sprachsteuerung und keine Knöpfe mehr

    Gutes Stichwort. Ich hoffe mal, dass die Sprachsteuerungen heutzutage besser funktionieren als bei meinem Dienstwagen (Audi A6) im Jahr 2005. Als ich den neu hatte, habe ich etwa zwanzigmal vergeblich versucht, den Namen meines Heimatortes ("Prien", nicht z.B. "Schmedeswurtherwesterdeich" oder "Gschlachtenbretzingen") über die Sprachfunktion einzugeben. Gerade für die Navigation wäre eine funktionierende Sprachsteuerung wirklich praktisch gewesen, nur hat es halt nicht funktioniert, bei der Straße übrigens auch nicht. Danach habe ich das Ding nie wieder benutzt. Vielleicht ist das heute besser, aber geht eine Sprachsteuerung beispielsweise auch noch, wenn man eine schwere Erkältung hat? Oder für Dialektsprecher? Oder in einem Zustand emotionaler Erregung (auch das soll's beim Autofahren ja gelegentlich mal geben)? Also bis zum Beweis des Gegenteils erscheinen mir Knöpfe da sicherer.

    ohne Vernetzung geht gar nichts. Dies schreibt jemand, der sich jahrelang gegen ein Smartphone gesträubt hat .

    Ich habe heute noch kein Smartphone, da sich mir die Vorteile eines solchen für mich ganz persönlich bislang nicht erschlossen haben, die Nachteile (am gelebten Beispiel meiner Familie) dagegen schon. Vernetzt ist (soweit ich weiß) mein jetziges Auto jedenfalls nicht, und bisher bin ich 250.000 Kilometer weit damit tadellos klar gekommen. Zugegeben, ohne Vernetzung muss ich auf die Realtime-Stauerkennung von Google Maps verzichten. Andere Vorteile einer Vernetzung fallen mir jetzt aus dem Stand nicht ein.


    Dass autonomes Fahren ohne Vernetzung nicht geht ist klar. Aber voll-autonomes Fahren unter der Verpflichtung, jederzeit manuell eingreifen zu können, wäre mir ein Alptraum. Ich werde ein voll-autonomes Auto erst fahren, wenn ich mich nach einem ausführlichen Herbstfest-Besuch hinten reinsetzen, "Hey Auto, fahr mich nach Hause" sagen und auf dem Heimweg schon mal die erste Mütze Schlaf nehmen kann. ;)

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Leute, mit der Technik ist so ne Sache... ich habe ein neues Handy und habe einen Tag gebraucht, bis ich telefonieren konnte und den Rest halbwegs drauf hatte. Der Rest sind 5% von dem, was das Ding wohl kann....


    Ich denke, dass es schwer ist, ein E-Auto Segment Technik Nerd tralalla zu verkaufen mit Handblinker-Fahne rechts und links. Es ist aber auch so, dass die verbaute Elektronik keiner mehr schnallt, wenn mal was dran ist.


    Der E-Tron wird nicht gefördert, denn der liegt über dem Limit (glaube ich).


    Es wird auch immer Förderungen geben, die nicht zu 100% gerecht sind, aber besser als nüscht....


    Und klar leben nicht alle in NRW. Aber gibt es denn in anderen Ländern nix vom Land?


    10 Mille sind in jedem Fall ein Wort für uns in NRW. Dumm nur, dass jetzt die Lieferzeiten explodieren